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Die Sabina Pilguj Kolumne

Ab sofort gibt es für die fleißigen Leser unter euch, neue aufregende Kolumnen von der engagierten psychotherapeutische Heilpraktikerin, Tierpsychologin (ATN) und Begründerin der Methode "Dog Reläx", Yogalehrerin und Buchautorin Sabina Pilguj!

Zu Ihren Werken über unsere geliebten Vierbeiner gehören u.a. „Dog Reläx“, in welchem es über das entspannte Miteinander von Mensch und Hund geht und „Weisheiten der Schnüffelnasen“, der tierischen Anleitung zum Glücklich sein!

Nun hat sie ihr neues Projekt „Wertschätzung teilen“ ins Leben gerufen. „Wie wertvoll und wichtig es ist, Wertschätzung zu teilen, habe ich nicht nur durch Hunde, sondern auch durch meine Arbeit mit Menschen lernen dürfen. Wertschätzung und Empathie zu teilen kostet nichts, nur ein wenig Bemühung.“
Streicheln für die Seele

Steicheln für die Seele


Einen Hund vertrauensvoll zu berühren bringt Entspannung, schafft Vertrauen und Nähe. Das Stockholmer Karolinska-Institut hat Berührung und Massagen bei Tieren untersucht und festgestellt, dass alleine durch eine sanfte Wohlfühlmassage mit den Fingern sich rasch ein Entspannungseffekt einstellt. Streicheln tut gut und sorgt für Entspannung. Vorausgesetzt, der Hund mag die Berührung. Es gibt Hunde, die berührungsempfindlich sind und ein ständiges Anfassen einfach nicht mögen. So wie es auch bei uns Menschen ist.

Unsere vierbeinigen Freunde, ganz besonders die Welpen sind einfach süß und man möchte sie am liebsten immer knuddeln. Auch wenn es manchmal sehr verlockend ist, den Hund zu streicheln und seine Nähe zugenießen, bitte beachten Sie, dass aber jeder Hund seine ganz eigenen Bedürfnisse hat! Kein Hund (und kein Mensch!) möchte rund um die Uhr gestreichelt und betüddelt werden.
Jeder Hundehalter muss lernen, auf die Signale und Bedürfnisse des Hundes zu achten.

Streicheln reduziert Stress


Eine angenehme Berührung oder leichte Massage wirkt entspannend und wohltuend, dies wird auch jeder Mensch bestätigen können. Soziale Zuneigung und liebevolle Berührungen fördern also nicht nur die taktile Körperstimulation, sondern sorgen für eine biochemische Reaktion im Körper: Die Ausschüttung des Hormons Oxytocin, das sog. „Kuschelhormon“, wird angeregt. Streichelt der Mensch seinen Vierbeiner, so wird übrigens auch bei ihm das Wohlfühlhormon ausgeschüttet, eine Wohltat für Mensch und Hund.

Jede Streicheleinheit oder Massage beim Hund sorgt für Wohlgefühl, er kann Körperspannungen loslassen und relaxen - denn Berührung beruhigt und entspannt!

Unter Hunden gehört der Austausch von Zärtlichkeiten zum täglichen Miteinander. Schon Welpen bekommen durch die Leckstimulation der Mutterhündin diese überlebenswichtigen „Verdauungsmassagen“. Das liebevolle Umsorgen und die soziale Fellpflege fördern außerdem schon sehr früh den Sozialkontakt. Wenn die Menschen ihren Hund streicheln, ist dies wie die Nachahmung des sozialen Körperpflegeverhaltens der Hunde untereinander.

Bürsten ist mehr als nur Fellpflege


Einen Hund zu bürsten ist weit mehr als einfach nur sein „Fell zu glätten“: es ist vergleichbar mit der sozialen Körperpflege, dem „Grooming“. Grooming (soziale Hautpflegehandlung) und die belebende Wirkung der taktilen Körperstimulation durch das Bürsten und Striegeln des Hundes verbinden sich zu einer wohltuenden „Fellpflegemassage“, die den Hund entspannen lassen. Diese können die Hundebesitzer auch gleich mit einer präventiven Parasitenkontrolle verbinden.

Ein Striegel mit rotierenden Zähnen zum
sanften Entfernten von Benjis Unterwolle


Für eine Fellpflegemassage dürfen Sie alle Massagebürsten oder Striegel verwenden, die für Ihren Hundetyp bzw. seiner Fellbeschaffenheit geeignet sind. Sonst kann es sich für den Hund unangenehm anfühlen!

Kurzhaarige Hunde benötigen andere Bürsten und Striegel als Langhaarhunde. Im Zweifelsfall lassen Sie sich im Tierfachgeschäft beraten. Bei kleineren Hunden verwenden Sie kleinere Massagebürsten und berühren den Hund auch mit entsprechender Vorsicht. Größere und kräftigere Hunde lieben manchmal auch etwas groberen Massagebürsten mit Noppen. Bei Massagebürsten achten Sie bitte darauf, dass die Endflächen, sog. Hautschutzperlen, als Schutz haben. Eine Grooming-Massage mit einem Igelball genießen einige Hunde sehr.

Bitte beachten: Bei einigen wenigen Hunderassen, wie beispielsweise beim Bergamasker oder Puli ist ein Grooming mit Bürsten nicht möglich ist. Nehmen Sie einfach ihre Fingerkuppen, um damit die Haut des Hundes zu stimulieren.

Tipp: Falls Ihr Hund noch nicht an das Bürsten gewöhnt ist, führen Sie ihn sanft an die Bürsten – oder Striegelmassage heran. Zeigt er sich zuerst nicht sehr begeistert, üben Sie das Bürsten in kleinen Einheiten mit positiver Verstärkung. Bei jungen und temperamentvolleren Hunden seien Sie etwas geduldiger, ebenso bei ängstlichen Hunden.

Podenco Amigo hat trotz der Stockhaare auf
dem Rücken ein extrem kurzes Fell mit
dünner Behaarung – hier sind weiche Bürsten wichtig



Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim groomen und relaxen.

Ihre Sabina Pilguj

www.dog-relax.com



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