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Die Sabina Pilguj Kolumne

Ab sofort gibt es für die fleißigen Leser unter euch, neue aufregende Kolumnen von der engagierten psychotherapeutische Heilpraktikerin, Tierpsychologin (ATN) und Begründerin der Methode "Dog Reläx", Yogalehrerin und Buchautorin Sabina Pilguj!

Zu Ihren Werken über unsere geliebten Vierbeiner gehören u.a. „Dog Reläx“, in welchem es über das entspannte Miteinander von Mensch und Hund geht und „Weisheiten der Schnüffelnasen“, der tierischen Anleitung zum Glücklich sein!

Nun hat sie ihr neues Projekt „Wertschätzung teilen“ ins Leben gerufen. „Wie wertvoll und wichtig es ist, Wertschätzung zu teilen, habe ich nicht nur durch Hunde, sondern auch durch meine Arbeit mit Menschen lernen dürfen. Wertschätzung und Empathie zu teilen kostet nichts, nur ein wenig Bemühung.“
Dog Reläx - Entspannter Mensch – Entspannter Hund

Ist der „faule Hund“ ein schlauer Hund?



Der Begriff „ fauler Hund“ wird umgangssprachlich häufig als sog. Tierphraseologismus verwendet: In Verbindung mit einem Adjektiv erhält der Hund eine negative Bedeutung. Der faule Hund ist eigentlich ein negativer Ausdruck für einen Menschen, ein Synonym für einen Faulenzer! Der „faule Hund“, der sich genüsslich auf dem Rasen in der Sonne räkelt, ist doch eigentlich ein schlauer Hund: Er sorgt dafür, dass es ihm gut geht. Er genießt es, zu relaxen und frei von „hausgemachtem“ Stress zu sein. Den „faulen Hund“ gibt es gar nicht, denn Hunde sind sehr schlaue Lebewesen, die uns Menschen einige wichtige Botschaften für unser Leben übermitteln können.
(Text aus Weisheiten der Schnüffelnasen, in diesem Buch finden Sie weitere Botschaften der Hunde für uns Menschen).

Hunde sind unsere Lehrmeister, sie lehren uns die Leichtigkeit des Lebens, ein Leben mit möglichst wenig Stress.


Die Definition „Stress“ wurde von dem Endokrinologen Hans Selye, als Auslöser des sogenannten „Allgemeinen Anpassungssyndroms“ benannt. Wir Menschen, sowie auch unsere Hunde, sind täglich neuen Situationen ausgesetzt auf die der Körper mit Ausschüttung von Stresshormonen reagiert. Je nach Charakter und/oder Erfahrungen hat jedes Lebewesen einen persönlichen Stresslevel. Stress an sich ist nichts Negatives, im Gegenteil es ist eine wichtiger Motor, um schwierige Aufgaben oder Situationen erfolgreich zu lösen. Jedoch ist es wichtig, dass jeder Spannungsphase eine Entspannungs- und Erholungsphase folgt.Findet keine Erholungsphase statt, in der der Organismus die hormonellen Regelkreise harmonisiert und der Körper wieder in Balance kommen soll, stellt sich chronisch unbewältigter Stress ein und es kommt zu einer Erhöhung der Ausschüttung des Hormons Kortisol , welches langfristig das Immunsystem schwächen kann.

Bei jeder Anspannung, Erregung oder Stressreaktion reagiert der Körper mit der Ausschüttung von sog. Stresshormonen. Neben der hormonellen Reaktion reagiert der Körper auch sofort mit einer Muskelanspannung. Die moderne körperorientierte Psychotherapie geht davon aus, dass nicht nur das Gehirn, sondern auch der Körper jede Stress, Angst- und Traumaerfahrung speichert. Dies kann sich langfristig durch starke Muskelanspannungen oder Muskelverkrampfungen in Form von extremer Körperspannung zeigen.

Unsere vierbeinigen Freunde, ganz besonders die Hunde erleben Stress genauso wie wir Menschen. Wie Studien gezeigt haben, haben Hunde während ihres “ Jobs“ (zum Beispiel Therapiebegleithunde, Rettungshunde, Blindenführhunde, Suchhunde, Servicehunde usw.) und danach einen im Speichel gemessenen erhöhten Wert des Stresshormons Cortisol. Dieser gemessene Wert zeigt den Erregungszustand an, wie auch bei uns Menschen wenn zum Beispiel ein besonderes freudiges Ereignis (positiver Stress) bevorsteht. Anders würde uns ein Hund, der extrem gestresst (negativer Stress) ist, dies auch durch seine auffälligen körperlichen Reaktionen, wie z.B. hecheln, zittern, an den Pfoten schwitzen, unruhig sein, usw., signalisieren. Hunde mit „Jobs“ erfahren einen inneren Erregungszustand, denn durch ihre sensible Wahrnehmung nehmen Sie besonders in der tiergestützten Therapie viele Impulse und Schwingungen der „Patienten“ auf. Was manchmal nur wie ein wenig Spiel oder Kuscheleinheit wirkt, ist für den Hund aber ein anstrengender Job. Aus meiner eigenen Erfahrung in der tiergestützten Kindertherapie oder durch meine ehrenamtlichen Besuchsdienste bei Kindern mit einem Handycap kann ich nur berichten, dass ich immer wieder erlebe, wie sehr mein Co-Therapeut „Benji“ nach einer Therapieeinheit manchmal richtig geschafft ist. Was da genau so ermüdend ist kann man wissenschaftlich sicherlich noch nicht genau belegen, aber auf jeden Fall stimmt sich der Hund sehr gut auf die Energien der Menschen ein und es mag sein, dass auch ein Energieaustausch stattfindet. Anschließend ist es wichtig, die Batterien des Hundes wieder aufzuladen und auch den Stresslevel wieder in Balance zu bringen. Dazu gehören neben Spiel und Spaß, viel Ruhe natürlich, und Entspannung (auch wichtig für Familienhunde ohne „Job“).


Wie kann man seinem Hund zu mehr Entspannung verhelfen?


Eigentlich ist es doch ganz einfach, den Hund als Hund zu respektieren und seine wirklichen Bedürfnisse und rassespezifischen Neigungen zu berücksichtigen. Ein ausgiebiger Spaziergang in der Natur und eine anschließende Kuschelzeit oder eine Wohlfühlmassage genießt jeder Hund gerne.

Hunde sind wahre Kuschelexperten und jede Berührung oder leichte Massage wirkt entspannend und wohltuend. Ein schwedisches Forscherteam hat die positive Auswirkung von Streicheleinheiten ausführlich untersucht: Liebevolle Berührungen fördern nicht nur durch die taktile Stimulation die Intelligenz sondern sorgen für eine biochemische Reaktion im Körper durch die Ausschüttung des Hormons Oxytocin, das sog. „Kuschelhormon“. Die Durchblutung wird gefördert, der Blutdruck sinkt und die Stresshormone werden reduziert und das Immunsystem wird aktiviert. Außerdem stellt sich rasch ein Wohlgefühl ein. Übrigens steigt der Oxytocin-Spiegel eines Hundes wenn er gestreichelt wird auch bei seinem Besitzer, so Temple Grandin (Autorin von „ Ich sehe die Welt wie ein frohes Tier).
Jede Streicheleinheit oder Massage beim Hund kann dazu beitragen, die durch Stress angespannte Muskulatur wieder zu entspannen, denn Berührung beruhigt und entspannt! ! Die wohltuende und entspannende Wirkung sowie die Begeisterung von „Wohlfühlmassagen“ lassen mich die Teilnehmerinnen in meinen Yogakursen und „Entspannter Mensch – Entspannter Hund“ – Seminaren immer wissen.

Wer Lust auf weitere Anregungen für präventive Übungen zur Stressreduktion für sich oder seinem Hund, bzw. Entspannungsmassagen für seinen Vierbeiner hat, findet hierzu weitere Anleitungen in dem Buch „Dog Reläx“ – Entspannter Mensch- Entspannter Hund.


Aus dem Buch von Sabina Pilguj "Dog Reläx - Entspannter Mensch - Entspannter Hund, Müller Rüschlikon Verlag"
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