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Die Sabina Pilguj Kolumne

Ab sofort gibt es für die fleißigen Leser unter euch, neue aufregende Kolumnen von der engagierten psychotherapeutische Heilpraktikerin, Tierpsychologin (ATN) und Begründerin der Methode "Dog Reläx", Yogalehrerin und Buchautorin Sabina Pilguj!

Zu Ihren Werken über unsere geliebten Vierbeiner gehören u.a. „Dog Reläx“, in welchem es über das entspannte Miteinander von Mensch und Hund geht und „Weisheiten der Schnüffelnasen“, der tierischen Anleitung zum Glücklich sein!

Nun hat sie ihr neues Projekt „Wertschätzung teilen“ ins Leben gerufen. „Wie wertvoll und wichtig es ist, Wertschätzung zu teilen, habe ich nicht nur durch Hunde, sondern auch durch meine Arbeit mit Menschen lernen dürfen. Wertschätzung und Empathie zu teilen kostet nichts, nur ein wenig Bemühung.“
Angst beim Hund

Ängstlicher Hund?

Hunde mit Ängsten sind überall anzutreffen, egal ob aus dem Tierheim, Auslandstierschutz oder auch bei Zuchthunden. Die Entstehung von Ängsten hängt mit den individuellen Lebensbedingungen, den Charakteranlagen und der Entwicklungsgeschichte zusammen. Tierschutzhunde zeigen durch schlechte Haltung, Misshandlungen oder negativen Erfahrungen häufig mehr Belastungen oder Einschränkungen durch Ängste.Evolotionsgeschichtlich ist die Angst als ein die Sinne schärfender Schutzmechanismus anzusehen, der in vermeintlichen Gefahrensituationen die instinktiven Verhaltensweisen Kampf oder Flucht einleitet.
„Angst gehört unvermeidlich zu unserem Leben“ (Fritz Riemann, Autor vom Buch „Grundformen der Angst“), das gilt für Mensch und Tier.




Wann gilt ein Hund als besonders ängstlich? Jeder Hund zeigt in seinem Leben immer wieder ein unsicheres oder ängstliches Verhalten. Dies gehört zu seiner normalen Entwicklung. Überwiegen aber die Ängste durch negative Erfahrungen und übersteigen die normale Ängstlichkeit, braucht der Hund dringend Unterstützung. Angst zu haben bedeutet eine permanent erhöhte Ausschüttung von Stresshormonen. So ist es wichtig, dass die angstauslösende Situation vom Hund erfolgreich gelöst wird und nach der Anspannungsphase eine Entspannungs- und Erholungsphase folgt kann. Findet keine Erholungsphase statt, in der der Organismus die hormonellen Regelkreise harmonisiert und der Körper wieder in Balance kommen soll, stellt sich chronisch unbewältigter Stress ein und es kommt zu einer Erhöhung der Ausschüttung des Hormons Kortisol , welches langfristig das Immunsystem schwächen kann. Angst kann also den Hund krank machen!

Leben Hunde in einem permanenten Erregungszustand, weil sie überall eine drohende Gefahr und scheinbare schlimme „Angstteufel“ vermuten, greifen instinktive Überlebensmechanismen und sie sind jederzeit zu Kampf oder Flucht bereit.
Dies ist nicht nur eine hormonelle Dauerbelastung, sondern beinhaltet keinerlei Lebensqualität für den Vierbeiner.

Leiden Hunde unter Stress durch Angst oder Unsicherheit ist es wichtig nicht wegzuschauen, sondern ihnen zu helfen. Wie aber die Praxis zeigt, werden aggressive Hunde scheinbar eher therapiert, als eine Unsicherheit oder Angststörung bei Hunden. Manchmal wird die Angst auch von den Hundehaltern nicht richtig wahrgenommen oder falsch eingeschätzt.

Ängste bzw. Angstprobleme bei Hunden sind immer individuell zu betrachten, sie können sehr vielseitig und vielschichtig sein. Es gibt nichts wovor ein Hund keine Angst
entwickeln kann. Dies kann sogar ein blauer Himmel ohne Wolken sein.


„Angsthunde“ müssen auch nicht grundsätzlich immer ängstlich reagieren, sondern nur auf den individuellen Angstauslöser. Zum Beispiel habe ich einen durch einen Treppensturz traumatisierten Mops begleitet. Das einzige Problem war „nur“ die Treppe, ansonsten war die kleine Hündin ein richtige freches, unerschrockenes und munteres Schlitzohr.

Ängste beim Hund sollte man schon ernst nehmen und versuchen ihm aus dieser „Sackgasse“ heraus zu helfen. Wird dem Hund geholfen, seine Ängste zu minimieren oder abzulegen, wird sich auch der Stressfaktor verkleinern und der Hund (natürlich auch der Mensch) erlangt mehr Lebensqualität und Lebensfreude.

Ein „Angsthund“ braucht neben professioneller Hilfe eine souveräne Führung und sicherer Rahmenbedingungen. Dagegen sind Mitleid oder den Hund ständig für das Erfahrende Leid zu bedauern, keine Hilfe für ihn.

Ein Angsthund stellt ganz besondere Ansprüche: Die Bitten eines Angsthundes

Warum Berührung eine wichtige Unterstützung ist, erfahren Sie in Teil 2

„Viva la Vida“ so mein ganzheitlicher Trainingsansatz mit Angsthunden, um Hunden zu helfen wieder Lebensfreude zu erfahren.

Weitere Infos zum Training mit Angsthunden: dog-relax.com und wer sich mit anderen Besitzern von Angsthunden austauschen möchte, findet sicherlich Tipps und Anregungen bei dem Projekt von Heike Lauth angsthund.de.
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