Zerstörungswut und Autos Jagen

CairnLover
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Original von weckener:

Original von CairnLover:

Ich habe schon auf melwins Beitrag gewartet. Denn wenn man sehr viel Hundeerfahrung und insbesondere eigene Erfahrungen mit dieser Rasse hat, dann kann man die Situation sicher am Besten einschätzen.

Meine Ansicht zu dem TH ändert das nicht. Denn den Sachverstand von melwin sollte man auch von einem TH erwarten können.
Den Gedanken, dass TH möglicherweise kranke Hunde vermitteln, wie dies hier thematisiert wird, finde ich ziemlich beunruhigend.
Es ist mir zwar immer wichtig, meinen Hund/meine Hunde nach Übernahme aus Privathand gleich beim TA checken zu lassen, damit bei Erkrankungen gleich die entsprechenden Maßnahmen eingeleitet werden. Aber ich wäre nie auf die Idee gekommen, dass das bei Hunden aus dem TH auch nötig sein könnte. Die werden doch schon bei Aufnahme vom TA untersucht und ich bin bisher davon ausgegangen, dass regelmäßige Untersuchungen der TH-Hunde durchgeführt werden.

Was sind das wieder für Unterstellungen > , Tierheime drücken den zukünftigen HH alles mögliche: krank, bissig, bösartig, in ganz seltenen Fällen wohl auch mal ein braver, gesunder Hund, einfach die Leine in die Hand, und wie Du schon früher geschrieben hast, für viel Geld um sich zu bereichern... Und aus den Augen, aus den Sinn??

Was soll die Beschuldigung gegen das Tierheim, sie hätten einen kranken Hund vermittelt? Du kommst immer auf aberwitzige Ideen! In jedem Tierheim werden alle neu angekommene Tiere beim TA überprüft, sie kommen in Quarantäne, erst wenn alles abgeklärt ist in den normalen Zwinger und Kontakt mit anderen. Das ist Vorgabe!!!

Wer lesen "und verstehen" kann, ist klar im Vorteil.
Nicht ich gehe davon aus, dass der Hund krank ist, sondern meine Vorschreiber. Ich habe nur zusammengefasst, was es bedeuten würde, wenn der Hund sich aufgrund gesundheitlicher Probleme so verhalten würde.

Mit nichts hat Kims Prinz angedeutet, das sie glaubt, der Hund sei krank, sie sei nicht richtig aufgeklärt worden, man hat ihr einen Hund aufs Auge gedrückt!

Das muss sie auch nicht. Dass sie nicht richtig aufgeklärt und ihr der Hund vorschnell aufgedrängt wurde, ist in meinen Augen offensichtlich. Wenn ein Hund eine derartige Zerstörungswut besitzt, dass er die ganze Wohnung zerlegt und sich der neue Hundebsitzer in seiner Verzweiflung an ein öffentliches Forum wendet, dann halte ich das für ein komplettes Versagen des TH.

Es gibt keinen Hinweis, das ihr ein wildgewordener, nicht mehr handhabbarer Hund vermittelt wurde.

Es gibt aber viele Hinweise, dass der neue Besitzer nicht über das aufgeklärt wurde, was bei der Handhabung dieses Hundes zu beachten ist und dass ihr ein junger unerzogener Hund mit sehr viel Energie einfach mitgegeben wurde, ohne dass eine Einschätzung des Hundes vorgenommen wurde, ohne dass man eingeschätzt hätte, ob der Hund überhaupt in einer Wohnung händelbar wäre, ohne dass man den neuen Besitzer auf seine Erfahrung mit dieser Rasse hin geprüft hätte.
Ich bleibe dabei, dass ich diese Übergabe für verantwortunglos halte, weil hier einem neuen Besitzer fast blind ein anspruchsvoller unerzogener junger Hund übergeben wurde, der nebenbei zu einer Rasse gehört, die sehr gefährlich werden kann, wenn sie nicht richtig erzogen wird.

schon @Melwin hat darauf hingewiesen, das es sich einfach um einen jungen Hund handelt, der erst sich eingewöhnen muss.


Entschuldige bitte. Aber wenn sich jeder Hund aus dem TH so verhalten würde, würde kaum noch einer einen Hund aus dem TH aufnehmen.

Erwartet Ihr eigentlich, wenn Ihr einen Hund aufnehmt, das er in dem Moment, das er Eure Wohnung betritt völlig entspannt, sofort gut erzogen, angepasst ist??? Bloß weil es Eure Wohnung ist?? Und tut er das nicht wird sofort vermutet, er ist krank???? Darf er nicht verunsichert sich wehren, weil man ihn an eine andere Stelle geschleppt hat und er nichts begreift, sondern Zeit braucht sich zu orientieren. Die einen Hunde verstecken sich dann und lassen sich kaum anfassen, knurren und beißen, andere pinkeln die Wohnung voll vor Angst, andere schreddern die Möbel, alles gut zu erklärende Verhaltensgründe. Die Tierheime sind gern bereit mit Tipps weiter zu helfen, aber einen eigenen Hundetrainer haben nur die großen, der kommt dann auch, wenn man um Hilfe schreit.

Ich weiß nicht, wie es mit TH-Hunden ist. Aber die Hunde, die ich bisher gezielt aufgenommen habe, waren ganz normale liebe und zutrauliche Hunde und haben sich auch so verhalten.
Unser Westi-Mädchen und die beiden Jungs waren die ersten Wochen noch etwas verunsichert, haben sich aber weder versteckt, noch gebissen, etwas zerstört oder geknurrt. Im Gegenteil. Die waren alle verschmust. Nur Chip hat anfangs aus Protest etwas rumgepinkelt.
Die Krönung war aber unsere Cora, die sich zuhause angekommen mit den Beinen nach oben aufs Bett geschmissen hat und vom ersten Tag an unsere Hündin war.
Ich habe anscheinend ein ganz gutes Händchen bei der Wahl meiner Hunde.

Unser Pudel, den wir gefunden und in Rücksprache mit dem TH bei uns behalten haben, war aufgrund der Misshandlung durch den Vorbesitzer zwar schwierig und hat sich nur von mir anfassen lassen. Aber auch der hat sich ansonsten ziemlich normal verhalten. Sich nicht versteckt, nichts zerstört, nicht in die Wohnung gepinkelt.

Nochmal zum Abschluß: der Hund hat Gene in sich die Ihn besonders intelligent und sehr klug machen. Die Malis sind eine Rasse, die dem Menschen besonders zugeneigt ist, deshalb gern bei der Polizei eingesetzt wird, wegen seiner Treue und bedingungslosen Gehorsam, den man sich aber erst verdienen muss. @melwin hat schon die Richtung gezeigt, ein Hundetrainer wird helfen!

Diese Gene machen aus dem Hund in gleicher Weise eine Zeitbombe, wenn er falsch behandelt wird. Alleine das ist für mich ein Grund, dass ein TH so einen Hund nur in erfahrene Hände abgeben dürfen sollte.

Du kannst das TH als TH-Freundin verteidigen, wie Du willst. Das nutzt in dem Fall rein gar nichts.
Wer Schreibfehler findet, darf sie behalten.
melwin
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+ 4
Ein TH sollte beratend zur Seite stehen, wenn es um die Vermittlung und Auswahl eines Tieres geht. Wie sich aber ein Hund im neuen Umfeld zeigen wird, kann ein TH-Mitarbeiter kaum einschätzen.Er kann es nur vermuten. Er ist auf das angewiesen, was ihm der Vorbesitzer gesagt hat. Vorbesitzer sind aber oft nicht ganz ehrlich, wenn es um die Abgabe eines Tieres geht.Oft ganz einfach nur aus Angst, man würde ihm das Tier dann nicht abnehmen, was natürlich Unsinn ist. Auch nicht mehr vermittelbare Tiere werden abgenommen. Im TH zeigen sich Tiere , besonders Hunde und Katzen meistens anders als im alten zuhause. Gerade deshalb ist es ja wichtig, bei der Abgabe ehrlich zu sein. Wie sich ein Hund im neuen Heim zeigt, ist das Ergebnis des Vorbesitzers, nicht des TH. Sicher, hat ein TH Fachleute, werden sich diese Fachleute um auffällige Tiere kümmern und versuchen, was noch zu retten ist, zu retten. Oft zeigt aber gerade der TH-Hund dieses Fehlverhalten im TH nicht. Im TH ist ein Hund in einer Ausnahmesituation. Da zeigt er meistens ein ganz anderes Verhalten. Ein Grund, warum viele Hunde so schlecht zu vermitteln sind. Der ruhigste Hund kann sich wie eine Furie benehmen und umgekehrt. Es kann nun auch nicht jeder Hund eine Untersuchung auf SD- Über- oder Unterfunktion untersucht werden. Dass übersteigt bei weiten die Mittel, die einem TH zur Verfügung stehen. Ein TH wird nun mal durch Spenden finanziert und die sind knapp. Ein TH-Mitarbeiter hat in der Regel auch nicht die Erfahrung und das Wissen, das ein ausgebildeter, langjährig auf dem Gebiet der Verhaltenstherapie tätiger Fachmann hat. Oft arbeiten TH-Mitarbeiter "ehrenamtlich" im TH, oder sie werden vom Arbeitsamt verpflichtet dort für ein halbes Jahr zu arbeiten. Sie haben weder die Erfahrung noch das Wissen, um zu therapieren oder fremde Hunde zu erziehen, damit der Hundeinteressent einen gut erzogenen, fertigen Hund übernehmen kann. Es ist auch nicht seine Aufgabe. TH-Mitarbeiter sind nun mal in der Regel keine ausgebildeten Trainer oder Verhaltenstherapeuten. Es gibt TH, die bilden Tierpfleger aus, aber, dass ist nicht die Regel, eher die Ausnahme. Aber selbst da kann man nur davon ausgehen, dass die Tiere fachgerecht gepflegt werden. Eine Verhaltenskorrektur werden sie nicht fachmännisch hin bekommen.Ausnahmen mag es immer mal geben. Aber, die sind sehr, sehr selten. Bei diesem Hund hier handelt es sich um eine (für den Anfänger und Ottonormalverbraucher) brisannte Rassenmischung, die in den meisten Fällen ins Auge geht, wenn die nötige Erfahrung fehlt. Es sind zwei Arbeitsrassen, die auch arbeiten wollen , die gefördert und gefordert werden müssen, sonst geht die ganze Hundehaltung nach hinten los. Was hier ja auch zusehen ist. Für einen Hundeanfänger oder unerfahrenen Hundehalter ist dass meistens einfach "zu viel Hund", mit dem er dann bald völlig überfordert ist. Für viele ist schon der Mali alleine zu viel Hund, für einen Hundesportler aber gerade richtig.Ein Mali/DSH ist nun mal kein "Sofahund", der so nebenher läuft. Da kann man dem TH nicht die Schuld in die Schuhe schieben.Selbst die Behörden sind davon abgekommen, diese Hunde einzusetzen. Es ist einfach zu viel Aufwand und die Hunde sind zu schnell "verbraucht". Es ist eben keine einfache Mischung.
Liebe Grüße von Melwin.
CairnLover
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Prinz - RESERVIERT !


möchte die Welt endecken



Rasse: Malinois-Mix.

Geschlecht: männlich, unkastriert

Alter: 15.02.2017

Verträglich mit: Kindern ab 12 Jahren, Hündinnen

Beschreibung:

Prinz wurde uns vergangene Woche als Fundtier überbracht, kurze Zeit später wechselte er über ein Kleinanzeigenportal den Besitzer. Dies war aber nur von kurzer Dauer, da sein neuer Halter mit dem ungestümen Burschen nicht klar kam.

Prinz ist ein sehr menschenbezogener Hund, welcher es trotz seiner Größe liebt, am liebsten auf dem Schoß des Halters Platz zu nehmen. Er geht gut an der Leine und geht dabei offen auf neue Reize zu. Trotz seines jungen Alters hat er noch nicht viel lernen dürfen, sodass sein neuer Besitzer da noch etwas nacharbeiten sollte. Er fährt gerne Auto und liebt es abwechslungsreiche Unternehmungen zu begleiten.


Ich habe mir jetzt gestattet, die Anzeige des TH zu Prinz zu suchen und so einzustellen, wie sie nur noch im Cache aufrufbar ist.
Woraus man bei einem Fundhund darauf schliessen kann, dass der neue Besitzer mit dem Hund nicht zurecht kam, ist dabei das Geheimnis des TH, dem allerdings das ungestüme Wesen des Hundes bekannt war.

Die TH-Anzeige lässt erkennen, dass der Hund nicht lange im TH war und bereits gewandert ist. Aus der Anzeige im Kleinportal zu Prinz von 11/17, die sich nicht mehr komplett aufrufen lässt, liest man, dass er in einer Familie mit Kindern aufgewachsen ist.

Gleichzeitig zeigt die TH-Anzeige auch, dass der Hund ein Fundhund ist und wohl weggelaufen ist, somit rechtlich derzeit noch einen Besitzer hat und Kims Prinz erst dann tatsächlich Besitzer des Hundes wird, wenn sich der rechtmäßige Besitzer nicht innerhalb der gesetzlichen Frist von 6 Monaten gemeldet hat.
Von daher finde ich es unter rechtlichen Gesichtspunkten etwas seltsam, wenn man den Hund auf den Seiten des TH nicht mehr findet und der rechtliche Besitzer damit keine Chance mehr hat, den Hund dort zu finden. Gleichwohl ich der Ansicht bin, dass jeder, der seinen Hund liebt, sofort bei allen TH nachfragen, sowie die Beschreibung des Hundes und seine Adresse dort hinterlassen wird, wenn er abgehauen ist. Aber der rechtliche Besitzer kann ihn nun ja auch in Begleitung von KIms Prinz an seinem Wohnort treffen.

Falls Prinz mit 9 Monaten von den ursprünglichen Besitzern verkauft wurde, was man aus der Anzeige im Kleinportal schliessen könnte, ist Kims Prinz jedenfalls bereits jetzt der 3. Besitzer von Prinz plus dem TH, in dem Prinz kurze Zeit war. Und das, wo er in einigen Tagen erst 1 Jahr alt wird. Kein Wunder, dass der arme Hund von der Rolle ist.

Ich freue mich in jedem Fall für den hübschen Kerl, dass Kims Prinz nicht so leicht aufgibt, Prinz nicht gleich nach Zerstörung des Mobiliars zurückgegeben hat (wie das sicher viele getan hätten) und bereit ist alles zu tun, was notwendig ist, den Hund zu erden und ihm endlich ein dauerhaftes zuhause zu geben.
Das rechne ich Kims Prinz hoch an und hat meine Hochachtung.

@Kims Prinz
hat das TH dir denn gesagt, dass sich der rechtliche Besitzer eines Fundtieres innerhalb von 6 Monaten melden kann und einen rechtlichen Anspruch auf Herausgabe des Hundes hat, wobei er dann natürlich auch die Pflicht hat, alle für den Hund angefallenen Kosten zu tragen?
Wer Schreibfehler findet, darf sie behalten.
CairnLover
  • Begleithund
Beiträge: 886
Original von melwin:

Ein TH-Mitarbeiter hat in der Regel auch nicht die Erfahrung und das Wissen, das ein ausgebildeter, langjährig auf dem Gebiet der Verhaltenstherapie tätiger Fachmann hat. Oft arbeiten TH-Mitarbeiter "ehrenamtlich" im TH, oder sie werden vom Arbeitsamt verpflichtet dort für ein halbes Jahr zu arbeiten.

Angesichts der Tatsache, dass Gassigeher im Projekt Hundetraum eine extra Schulung absolvieren müssen, um überhaupt eine Leine in die Hand nehmen zu dürfen, eigentlich ein schlechter Witz.

Ansonsten gibt es doch eindeutige Regeln und Gesetze zu TH.
Tierärztliche Untersuchungen sind danach regelmäßig, mindestens jedoch in zweiwöchigem Abstand durchzuführen.
Die Unterbringung, Ernährung und Pflege der Tiere liegt in der Verantwortung des "sachkundigen" Tierheimleiters. Ebenso wie die Erteilung von Erlaubnisscheinen an Ehrenamtliche, das Erarbeiten eines Hygieneplans und alles andere.

Die Verantwortung für alles hat, wie immer, die Leitung. Und die muss auch sachkundig sein.
Wer Schreibfehler findet, darf sie behalten.
weckener
  • Halbstarker
Beiträge: 529
Original von Hundeli:

Hallo

@wechener.....also von meiner Seite war das mit 'Gesundheit genauestens checken' nur ein Rat, weil ich nun schon öfter miterlebte, wie ein Hundi 'sein kann', wenn was nicht io ist...........
Ja, TH überprüfen den Gesundheitszustand und sie beobachten die Hundis auch, bloss wie tiefgründig sie das mit ihren finanziellen Mitteln tun können *grübel*
Logisch, dass ein Tier in neuer Umgebung anders sein 'kann' als da, wo es vorher war. Sind wir wohl auch und ja, müssen uns eingewöhnen.....trotzdem finde ich es etwas eher krass, was Kims Prinz nun erlebt. Hoffen wir mal, dass die TrainerIn helfen kann.

Bist mir feste böse?
Unsere Hündin kam (allererstes Mal) ins Haus, ging zum Körbchen, legte sich hin und schlief sofort entspannt.......ein Exot ich weiss
Erwartet hätte ich das NIE! Kenne die andere, vielleicht normale Version auch...........

Diät meinte ich auch nicht! Eher den Proteingehalt in der Tagesmenge Futter mal anschauen. Es könnt durchaus sein, dass ein bissel weniger Eiweiss ganz viel helfen würde. Ist nun mal so, sowieso bei der oder den Rassen.........Klarer Fall, beim Futter bleiben! Aber vielleicht 50gr weniger und diese mit Gemüse/Nudeln ersetzen.......keine getrockneten Fleischdinger (kauartikel) geben.

Wer weiss, vielleicht können einzelne kleine Veränderungen (resp. Anpassungen) eben doch viel helfen oder auslösen, dass die Trainierbarkeit einfacher wird........


Nein Hundeli ich bin über Deine Vorschläge nicht böse, ich finde sie sind einfach noch zu früh. Wie ich geschildert habe, meine Tiere, Hunde und Katzen, sind aus dem Ausland aus dem Tierschutz, da ist mit einem solchen Verhalten zu rechnen. Ich hatte allerdings Glück, bis auf einen Hund waren alle gelassen und unternehmenslustig, freundlich ruhig, alle haben sich gut miteinander verstanden. Aber ich weiß das es in den ersten Tagen es auf Ruhe, Ruhe und nochmals Ruhe ankommt. Viel Lob (Hundeverhaltensforschen weisen darauf hin, wie wichtig das ist LOB!!! Auch nachdem alles an Erziehung sitzt, das nicht vergessen, Wird viel zu viel vergessen...). Möglichst wenig zusätzlichen Neues, deshalb vorläufig keine Futteränderung, bei Welpen gibt man auch erst das Futter, das der Züchter gegeben hat. Alles andere hat Zeit... Ich würde das erst nach mind. 14. Tagen langsam ändern.

Meine Alina kam so stark verängstigt, ich habe sie vom Flugzeug abgeholt, sie saß die nächsten Tage zitternd im Körbchen, sobald ich die Leine angemacht habe ist sie sofort aufgestanden und brav mitgegangen, aber immer voller Angst, sie hat sich nichts getraut, es hat eine lange Zeit gebraucht sie aus dem Zustand zu holen. Sie war ein "Wanderpokal" in Griechenland gewesen, sie war schon 5 Jahre alt und hat sehr viel mitgemacht. Die anderen habe ich auch am Tage ihrer Ankunft geholt, aber in einem ganz anderem Zustand.

Aber damit rechnen ist falsch, es kann ganz anders kommen. Wenn der Hund von Kims Prinz schon so oft in dem Alter den Besitzer gewechselt hat, kann man es sowieso nicht vorher sagen, wie er sich verhalten wird, wenn er in eine neue Umgebung kommt. Wer weiß schon, was er erleben musste. Aber es ist wieder typisch, in dem Alter haben viele HH keine Lust mehr einen pupertierenden Rüden weiter zu erziehen. Es ist halt anstrengend. deshalb hole ich mir nach Möglichkeit einen Hund, der älter als 2 Jahre ist, da sind die Flausen nicht mehr so schlimm...

Wie Melwin schreibt und in der Anzeige steht, der Hund hat sich im Tierheim anders gezeigt, ich glaube nicht, das das Tierheim das beschönigt hat, sie müssen doch wissen, das die Abgabe ganz schnell rückgängig gemacht wird, wenn sie absichtlich lügen! Auch, das es sich um einen Fundhund handelt, werden sie sicher erzählt haben und die rechtliche Seite wird wahrscheinlich im Vertrag stehen. Die meisten zumindest die großen Tierheime arbeiten mit Hundeschulen zusammen, TÄ und häufig sind die Mitarbeiter ausgebildete Sprechstundenhelfer der Tierärzte.

Leider hat sich Kims Prinz nicht mehr gemeldet, wäre schön zu hören, wie die Fortschritte jetzt sind!
CEEYEET
  • Halbstarker
Beiträge: 279
+ 1

Nur nicht verzagen

@Kims Prinz Habe Deine Zeilen gründlich durchgelesen. Mir ist es ähnlich ergangen, wie dir. Ich habe einen 9Mon. alten American BULLDOG aus einer Beschlagname übernommen. Es war zwar nicht mein erster Hund, aber diese Rasse kannte ich auch nicht. Ich war am verzweifeln, weil dieser Hund nicht mal Sitz oder Platz kannte. Unser Hund wird nächsten Monat 2 Jahre und ich könnte mir das ganze ohne meinen Schatz überhaupt nicht mehr vorstellen. Er ist jetzt einigermaßen gut zu händeln. Verliere bitte nicht die Geduld. Zeige im ganz bestimmt, dass Du der Chef bist. Mir hatte man auch geraten den Hund abzugeben, was für mich auch nicht in Frage kam.Du wirst bei uns auch Mitglieder finden, die Dir mit wirklichen guten Tips zur Seite stehen. Vielleicht kannst Du Literatur besorgen, wo Du alles nachlesen kannst, was Du über diese Rasse wissen musst. LG CEEYEET
weckener
  • Halbstarker
Beiträge: 529
@CEEYEET,
das ist genau meine Meinung!!!
christianeadler
  • Moderator
Beiträge: 20328
Kims Prinz hat sich nicht über das Tierheim beschwert, sondern nur ein paar Fragen zu unerwünschtem Verhalten eines frisch angekommenen Hundes gestellt. Ich sehe nicht, woher ein Tierheim wissen sollte, wie sich ein Hund in einer Wohnung oder mit jagdbaren Objekten benimmt. Man könnte höchstens ganz allgemein zur Rasse Malinois sagen, dass sie häufig hohe Ansprüche an ihre Beschäftigung stellen und sehr reizempfänglich sind. Tierheime sind dafür zuständig, Fund- und Abgabetiere zu verwahren und nicht für ihre Erziehung oder Verhaltenskorrekturen zu sorgen.

Soviel zum Thema Schuld des Tierheims, aber ich finde das beschriebene Verhalten von Prinz auch nicht besonders beeindruckend. Er ist ein pubertierender Jungrüde, der sich in seiner neuen Umgebung beweisen muss. Er braucht einen konsequenten Ansprechpartner und sinnvolle Auslastung. Nach meiner Erfahrung legt sich der Aktivismus, genannt Zerstörungswut, in kurzer Zeit, wenn man klare Regeln für Ruhe im Haus aufstellt und einhält. Als Hilfsmittel finde ich nicht nur Box oder Kennel. sondern auch ein vorübergehendes Anbinden am Ruheplatz sinnvoll.

Übrig bleiben dann nur einige ernsthafte Fälle von Trennungsangst oder geschädigten Hunden wie meiner alten Hündin. Sie wurde wahrscheinlich zu früh von ihrer Mutter getrennt und hat auch heute mit 14 Jahren noch das Bedürfnis, beim Ruhen etwas zum Nuckeln zu haben. Sie hat einen entsprechenden Verschleiss an Decken, die auf ihrem Schlafplatz schnell ein Lochmuster bekommen. Ich hatte auch schon mehrmals Hunde, die Verschleppen und Zerstören als Verhaltensmuster gelernt hatten, um von ihren Haltern Aufmerksamkeit zu bekommen. Ob Prinz aber solche Verhaltensstörungen hat oder sich nur erst an seine neuen Menschen und Umgebung gewöhnen muss, weiss man nicht nach ein paar Tagen. Solange darf man ihm möglichst keine Gelegenheiten lassen.
Die Idee, dass manche Leben weniger wert sind, ist die Wurzel alles Übels auf dieser Welt (Paul Farmer)
melwin
  • Rudelbeschützer
Beiträge: 2104
+ 1
Original von CairnLover:

Original von melwin:

Ein TH-Mitarbeiter hat in der Regel auch nicht die Erfahrung und das Wissen, das ein ausgebildeter, langjährig auf dem Gebiet der Verhaltenstherapie tätiger Fachmann hat. Oft arbeiten TH-Mitarbeiter "ehrenamtlich" im TH, oder sie werden vom Arbeitsamt verpflichtet dort für ein halbes Jahr zu arbeiten.

Angesichts der Tatsache, dass Gassigeher im Projekt Hundetraum eine extra Schulung absolvieren müssen, um überhaupt eine Leine in die Hand nehmen zu dürfen, eigentlich ein schlechter Witz.

Wie sieht denn so eine "Schulung" aus und wie lange dauert sie? Sicher weißt Du dass.

Ansonsten gibt es doch eindeutige Regeln und Gesetze zu TH.
Tierärztliche Untersuchungen sind danach regelmäßig, mindestens jedoch in zweiwöchigem Abstand durchzuführen.

Wie gehen die denn vor sich und was wird da gemacht? Weißt Du sicher auch.

Die Unterbringung, Ernährung und Pflege der Tiere liegt in der Verantwortung des "sachkundigen" Tierheimleiters. Ebenso wie die Erteilung von Erlaubnisscheinen an Ehrenamtliche, das Erarbeiten eines Hygieneplans und alles andere.

Da liegst Du leider auch falsch. Unterbringung, Ernährung und pflege liegt in der Verantwortung des Schichtleiters des TH. "Erlaubnisscheine" werden vom Sachverständigen des BL erteilt. Das erarbeiten eines Hygieneplanes ist Aufgabe des Amtstierartztes in Zusammenarbeit mit dem Verantwortlichen (also Schichtleiter, verantwortlicher Tierpfleger) leitenden Tierpflegers und seiner Mitarbeiter (Tierpfleger). Es werden monatlich (und wenn nötig auch zwischendurch unangekündigt) Begehungen der Anlage mit dem ATA und dem Verantwortlichen Schichtleiter durchgeführt. Der ATA gibt strenge Richtlinien ans TH raus, die auch peinlichst eingehalten werden müssen, sonst steht er unangekündigt wieder vor der Tür. Wurden die Mängel nicht beseitigt, wird das TH geschlossen, bis alles so ist, wie er es haben möchte.

Die Verantwortung für alles hat, wie immer, die Leitung. Und die muss auch sachkundig sein.


Die Leitung macht nichts weiter als zu organisieren, planen neuer Objekte / Aktionen, Kontrollen mit den Verantwortlichen Tierpfleger, Einstellungen neuer Mitarbeiter. Also nur Bürokram, Leiten, Lenken, Abzeichnen. Die Leitung wird von TSV für in der Regel alle 2-3 Jahre gewählt und ehrenamtlich eingesetzt. In der Regel (wenn überhaupt) macht er einen Sachkundenachweis, wie ihn jeder Hundebesitzer der eine BH oder Hundeführerschein gemacht hat besitzt. Es ist also ein von den Mitgliedern des TSV gewähltes Mitglied des TSV. Ob und in wieweit er Schulungen des TSV belegt, liegt sicher an dem TSV, dem er untersteht. Er muss keine Ahnung von der Pflege der Tiere haben, dafür sind die Tierpfleger da, er muss nur lenken und leiten, mehr nicht. Mit den Tieren selbst, hat er nichts zu tun. Aber, was heißt "nur"? Ist ja gerade mehr als genug, wenn er seinen Job gut macht. Er macht ihn ja "EHRENAMTLICH".
Liebe Grüße von Melwin.
weckener
  • Halbstarker
Beiträge: 529
+ 2
Zusätzlich: die Tierpfleger sind in der Regel 400€ Jobs, für das Geld kann ich mir nicht vorstellen, das sich Fachkräfte um den Job reißen. Einige bekommen ein höheres Gehalt, aber dafür weniger Stunden. Vollzeit ist die Ausnahme... In kleinen Tierheimen, darf die Leitung auch noch beim Pflegen mithelfen... Die ich kenne, müssen alle noch einen 2. Job haben um zu überleben, weshalb?? Weil zu wenig Geld vorhanden ist, die Spenden werden von Jahr zu Jahr weniger. Die Kommunen bezahlen pro Tier im Schnitt 0,10-0,25 € Pro Jahr, aber nur für Fundtiere, abgegebene muss der Tierschutz bezahlen und Spender....
Wenn sich nicht einige ehrenamtliche Helfer da, es wäre nicht zu managen.
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