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Shibaherz
Beiträge: 21181
Weiß nicht, ob einige von Euch auch darüber gelesen haben?

Da hat also die westfäl. Stadt Ahlen den Hund einer bei der Kommune verschuldeten Familie, einen Mops, gepfändet. Der zuständige Vollzugsbeamte hat den Hund dann - wohl nach anderen vergeblichen Verkaufsbemühungen - über seinen privaten Ebay-Account unter Kleinanzeigen angeboten, als „gesund, mit Stammbaum, 750 Euro“ (Hund ist 1 ½ Jahre alt). Der Mops hat auch eine Käuferin gefunden, die allerdings eine Augenkrankheit feststellte und die Behandlungskosten jetzt bei der Stadt einklagen will.

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Man sieht nur mit dem Herzen gut.Das wesentliche ist für die Augen unsichtbar (Antoine de Saint-Exupéry)
Zuletzt geändert am 02.03.2019 18:38 Uhr
Catalou
  • Rudelbeschützer
Beiträge: 2049
+ 1
Das kann nur ein sehr schlechter Witz sein.Solches Vorgehen sollte unterbunden werden - auch wenn ein Hund noch immer als Sache betrachtet wird und aus diesem Grund gepfändet werden darf.
Zuletzt geändert am 02.03.2019 20:09 Uhr
Pinki2020
  • Forenwelpe
Beiträge: 47
Original von Shibaherz:>> Weiß nicht, ob einige von Euch auch darüber gelesen haben?>> Da hat also die westfäl. Stadt Ahlen den Hund einer bei der Kommune verschuldeten Familie, einen Mops, gepfändet. Der zuständige Vollzugsbeamte hat den Hund dann - wohl nach anderen vergeblichen Verkaufsbemühungen - über seinen privaten Ebay-Account unter Kleinanzeigen angeboten, als „gesund, mit Stammbaum, 750 Euro“ (Hund ist 1 ½ Jahre alt). Der Mops hat auch eine Käuferin gefund




Pfändungen von Tieren ist Gesetzlich nicht Erlaubt ausser es sind Nutztier die im Wert stehen wie zum Beispiel Pferde.
Shibaherz
Beiträge: 21181
Nach § 811c, Abs. 2 Zivilprzessordnung lässt das Vollstreckungsgericht eine Pfändung aber „… wegen des hohen Wertes eines Tieres zu, wenn die Unpfändbarkeit für den Gläubiger e ine Härte bedeuten würde, die … nicht zu rechtfertigen ist“.

Es ist ja klar, dass sich die Entscheidung der Kommunalverwaltung auf rechtlich sehr dünnem Eis bewegt, zumal es sich bei der verschuldeten Familie um eine mit Kindern handelte. Das Vorgehen hätte mMn deshalb auch mit dem Jugendamt und der Familienfürsorge abgestimmt werden müssen – dem steht aber das deutsche „Zuständigkeits“-Denken entgegen.

Demnach ist der sorgenfreieste Weg, sich für „nicht zuständig“ erklären zu können. Wenn der verbaut ist, muss allein, ohne Rücksicht auf andere Belange, entschieden werden.





Jenseits der rechtlichen Fragwürdigkeit hat der zuständige subalterne Beamte auch die gebotene Sorgfaltspflicht verletzt, indem er den Hund bei Ebay als „gesund“ anpries. Die Halterfamilie konnte offenbar die Kosten für die Behandlung der Augenverletzung nicht aufbringen. Der in Sachen Hundegesundheit offenbar unbedarfte Vollzugsbeamte hätte den Hund selbst einem TA vorstellen müssen, bevor er ihn zum Kauf anbot. Die Züchterin, aus deren Zucht der Mops stammte, hatte sich bereits geweigert, diesen zurückzunehmen, da sie die Augenkrankheit erkannte. Durch seine Handlungsweise hat der Vollzugsbeamte dem Staat erheblichen Schaden in ideeller (und absehbar wohl auch materieller) Hinsicht (zwei Augenoperationen) zugefügt.

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Zuletzt geändert am 03.03.2019 20:14 Uhr
Schinta52
  • Forenwelpe
Beiträge: 170
+ 1
bei uns in der zeitung stand das die sache jetzt überprüft wird ,das hätte so nicht passieren dürfen,die jetzige besitzerin möchte den hund aber behalten und die vorherigen besitzer stimmen dem zu
Shibaherz
Beiträge: 21181
+ 2
02.03.2019 | Rathaus & Politik (Aus der Homepage der Stadt Ahlen)
Stadt bietet an: Pfändung und Verkauf rückabwickeln

„Hier hat jemand aus unserer kreativen Verwaltung vielleicht eine Idee zu viel gehabt.“ Mit diesen Worten hat Bürgermeister Dr. Alexander Berger entschieden, dass die Stadt Ahlen bereit ist, die Pfändung eines Hundes und den von einem Mitarbeiter der Stadtverwaltung über Ebay getätigten Verkauf des Tieres ohne Anerkennung einer Rechtspflicht rückabzuwickeln. Voraussetzung hierfür sei, dass die beteiligten Parteien damit einverstanden sind.

Da hat der Herr Bürgermeister die Rechnung aber wohl ohne die jetzige Halterin gemacht, eine Polizeibeamtin aus Wülfrath. Sie hat über ihren Anwalt Klage gegen die Stadt erhoben. Sie will den Kaufpreis in Höhe von 690 Euro zurück und eine Erstattung der TA-Kosten. Außerdem hat sie STRAFANZEIGE gegen die Stadt Ahlen wegen Betruges gestellt!

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Zuletzt geändert am 04.03.2019 15:39 Uhr
Lincan
  • Begleithund
Beiträge: 1381
Verkauf über privaten Ebay-account nicht zulässig. Gewährleistungshaftung greift außerdem. Ich hoffe, dass die neue Besitzerin Erfolg hat.


Jetut aber zu der ach so armen Familie. Meine Güte, lassen sich die Menschen doch alle von dieser Frau veräppeln - wo bleibt euer Verstand???

1. Die Frau hat 3 Kinder, Minimaleinkommen, aber das Geld für die Kinder investiert sie in einen teuren Rassehund! Jugendamt muss da wirklich ganz schnell nachsehen - weil diese Eltern anscheinend nicjt richtig für ihre Kinder sorgen!

2. Die Frau hat jahrelang Schulden angehäuft, Briefe mit Mahnungen und Androhungen bekommen, hätte sogar die Pfändung erfolgreich abwehren können, sogar noch am Tag X!

3. Die Frau hat den Mops nicht medizinisch versorgen lassen - wo bleibt da der Tierschutz?????!!!!!

4. Die Frau spielt die Opferkarte, besonders chic in Kombination mit Behinderung!

5. Die Frau will alles, aber keinen kranken Mops zurück!!!

Sie hat sich dieses Hundes auf eine geschickte Art und Weise entledigt und bekommt genau das, was sie will >> mediale Aufmerksamkeit, Mitleid und Geld!!!!

Sie ist nicht der erste Fall in diesem Beteich. Ich selbst habe eine Spendenbetrügerin entlarvt, die mit ihrem behinderten Kind Kohle machen wollte!

In beiden Fällen tun mir die armen Kinder leid!!!!

Dem Mops geht es bei der neuen Besitzerin entschieden besser! Ich hoffe nur, dass diese Frau keine Tiere mehr bekommt! Und ich hoffe, dass vor allem für die Kinder eine Familienhelferin nach dem Rechten sieht dort!

Da sieht man mal wieder, wie sich Menschen manipulieren lassen - einfach mal angeben Kind/Kinder, arm, behindert, seelisch angeschlagen - und - ANGEBLICH! - tierlieb >> Peng, der Verstand ist ausgeschaltet und man macht dutzidutzi....
Nicht meine Hunde brauchen einen Maulkorb sondern ich!
Shibaherz
Beiträge: 21181
+ 2
Liebe Lincan, etwas Mäßigung bitte. Weder ich, noch sonst jemand hier, lässt sich von der Frau, der die Stadt den Hund weggepfändet hat, „veräppeln“.
Leider halten viele Leute einen Hund, ohne sich den (einschl. eventueller Behandlungskosten) leisten zu können. Das ist bekannt.

Es geht hier in erster Linie um das Vorgehen der Stadtverwaltung. Sofern die Pfändung überhaupt rechtlich zulässig und v. a. angemessen war – das lasse ich mal dahingestellt – hätte diese „Sache“ Hund versteigert werden müssen, einschl. öff. Bekanntmachung usw.
Wohl aus diesem Grund sind Juristen der Meinung, dass der ganze Kaufvertrag zwischen dem Mitarbeiter der Stadtverwaltung und der Erwerberin erfolgreich angefochten und für nichtig erklärt werden kann, da der Beamte eben nicht als Privatmensch, sondern für die öffentliche Verwaltung agierte. Bloß: Wem nutzt das? Der Möpsin bestimmt nicht. Insoweit sind wir einer Meinung.

Die Hündin lebt jetzt bereits 3 Monate – in Gesellschaft von anderen Hunden - bei der Polizistin, einer erklärten Liebhaberin der Rasse, die bereits um die 1800 Euro für Augenoperationen, Medikamente, Anti-Wurm-Behandlung etc. ausgegeben hat. Bis zu einem event. Prozess könnte es weitere Monate dauern. Und, eventuell entscheidend: Die Vorbesitzerin ist mit dem Wohnsitzwechsel der Hündin einverstanden, weil sie diese bei der Polizistin in guten Händen weiß. Letztere würde sich auch mit einer Dauerpflegschaft begnügen.

Wenn sich aber Vorbesitzerin und Erwerberin einig sind, bleibt als Streitgegenstand nur mehr die Forderung der Wülfrather Polizistin gegen die Stadt Ahlen auf Erstattung des Kaufpreises UND DER BEHANDLUNGSKOSTEN.






Mops-Hündin Wilma im Garten der Erwerberin

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