Wölfe - Wolfshybriden - Wolfshunde

Shibaherz
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Wölfe als Waldretter

@Feuerwolf: Ich muss da Eleonore recht geben. Domestikation bedeutet weiter nichts als den Prozess, durch den Wildtiere zu Haustieren (= "Nutztieren", breit aufgefasst) werden. Ganz abstrakt. "Mehr "domestizierter Haushund" ist doppelt gemoppelt.

@Eleonore: Aber warum setzt Du jetzt kanadische und US-amerikanische Vorgehensweisen einfach gleich?
Und was meinst Du mit: 1995 wurden kanadische Wölfe im (=US-am.) Park Yellowstone wieder freigelassen?
Man sieht nur mit dem Herzen gut.Das wesentliche ist für die Augen unsichtbar (Antoine de Saint-Exupéry)
Zuletzt geändert am 12.04.2016 20:49 Uhr
Feuerwolf
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@shibaherz

Ich meinte das doch!!!!!!!!!!!!!!!! Domestikation - Wildtiere werden zu Haustieren bzw. für den Menschen nutzbare Haus- Tiere gemacht !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Nicht jeder domestizierte Hund ist aber auch ein Haushund. Es gibt eine Hunderasse in Afrika (weiss den Namen leider nicht mehr), die sich dem Menschen angeschlossen haben als Wildhunde. Sie werden NICHT erzogen,leben nicht im Haus, Welpen bzw. Junghunde lernen nur von Althunden....und zwar den Menschen vor Löwen etc. zu warnen. Dafür bekommen sie vom Menschen Futter. Werden auch nicht gezüchtet, natürliche "Zuchtauslese" geschieht. Es ist eine lockere Gemeinschaft, ähnlich einer Symbiose. Diese Hunde sind zwar domestiziert, aber eben keine Haus- und Hofhunde in unserem Sinne. Dies ist nur ein Beispiel dafür.
Ebenso empfinde ich nicht jeden TWH per se oder Wolfshybriden als 100%igen Haushund bzw. 100% domestiziert. Für mich gibt es da Unterschiede.
Aber klar, bei Möpsen, DSH, Vorsteherhunden,BOrdercollies, Bernen Sennenbhunden etc. ist der Begriff "domestizierter Haushund" doppeltgemoppelt. Sie sind sowohl 100% domestiziert, als auch 100% Haushund. Da stimme ich Dir zu.
Eleonore
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Hallo Shibaherz,
ich setze nicht gleich. In Kanada die Wölfe ausrotten geht nicht, zuviel Wildnis und zu wenige Menschen. Das letzte Wolfsrudel verschwand 1930 durch Abschuss im Park um möglich viel jagdbares Wild für betuchte Touristen an zu locken. Ebenso wurden Coyoten und Pumas erlegt. Nur jetzt fehlte ein Regulator für die großen Wapiti Herden. !987 beschloss der US-Kongress die Wiederansiedlung von Wölfen im Nationalpark. Es wurden in Kanada, Provinz Alberta und British Columbia ausgewählt und sechs komplette Rudel eingefangen und Im Yellowstone Gebiet wieder freigelassen. Wölfe reißen normalerweise nur die Beutetiere die sie bei ihren Eltern kennen gelernt haben. Deshalb wurden die Rudel in den genannten kanadischen Provinzen gefangen In beiden Gebieten gibt es Bison und Hirsche. Man hat an diesen Wölfen Sendehalsbänder mit Satellitenortung befestigt und dabei feststellen können das das gesamte Rudel durch eine Rinderweide mit Kälbern läuft ohne auch nur ein Rind an zugreifen. Die ganze Aktion dauerte von 1987 (Kongress) bis zur Ankunft und Freilassung der Wölfe 1995.
Quelle der Daten und Fakten: Elli H. Radinger, "Die Wölfe von Yellowstone"
VlG, Eleonore
Zuletzt geändert am 12.04.2016 21:44 Uhr
Eleonore
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Hallo Feuerwolf,
der Basenji in Afrika ist genauso ein Haushund wie der Dingo in Australien oder auf Borneo. In Australien gibt es allerdings auch noch eine Wildform. Nur die Aboriginis haben selten ein Haus wo der Hund mit rein könnte, zumindest nicht die, die noch mit Dingos jagen. Diese Hunde leben unter anderen Umständen als unsere Luxustiere. In meiner Kindheit und früher Jugend lebten die Hunde in ihren Hütten auf dem Hof, manchmal kamen sie nachts in den Stall zum Vieh. Bei uns im Dorf war ich der erste, der seinen DSH ausbildete und mit ihm an der Leine abends ne Runde auf die Weserwiesen ging zum Toben. Solange ist eine derartige Hundehaltung noch gar nicht her.
Eleonore
Feuerwolf
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+ 1
Hallo Eleonore,
ich meinte nicht den Basenji, der ist mir bekannt als Jagdhund, ist anerkannte + gezüchtete Rasse.
Die Hunde, die ich meine sind keine annerkannte Rasse in dem Sinne. Leben aber schon wohl seit Jahrhundert locker mit dem Menschen zusammen. Hab`einmal einen TV-Bericht über sie gesehen.
Haben keine Ringelrute, schienen zierlicher zu sein und etwas kleiner, aber eindeutig einheitliches Erscheinungsbild.
Sie sind eher "Dorfhunde", gehören keiner Einzelperson direkt, werden nicht gezüchtet, natürliche Selektion, melden dem Dorf nur das Raubtier, verjagen es auch nicht oder stellen sich dem Kampf. Wenn die Hunde anschlagen laufen die Krieger des Stammes los um das Angreifertier zu Jagen bzw. zu verjagen. Die Hunde bleiben dann von sich aus im bzw. vor dem kleinen Schutzwall des Dorfes. Für diese "Leistung" erhalten im Gegenzug Futterabfälle. Leben weder im Stall noch im Haus, sondern draussen, aber in der Umgrenzung des Dorfes in der Steppe / Savanne, rötliches/sandfarbenes kurzes Fell ohne Zeichnung.
Es sind auch keine Afrikanischen Wildhunde, die ja gefleckt sind.
Vielleicht finde ich ja noch einmal etwas über sie.
Die letzten Reste der von Dir beschriebenen Hundehaltung kenne ich noch aus Kindertagen......Schäferhundehaltung an der Kette, der Jagdhund wurde im Stall gehalten in einem eigenen Verschlag.......Nachbarskind wusste aber wo und ging entweder zum Spielen in den Stall oder holte den Hund raus..... ....zum Spielen...... ......der Jagdhund und ich waren gute Freunde.....Grins.......allerdings war er auch lieb.......trotzdem gab es öfter Schimpfe für die Befreiungsversuche......
weckener
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Original von Eleonore:

Hallo Shibaherz,
ich setze nicht gleich. In Kanada die Wölfe ausrotten geht nicht, zuviel Wildnis und zu wenige Menschen. Das letzte Wolfsrudel verschwand 1930 durch Abschuss im Park um möglich viel jagdbares Wild für betuchte Touristen an zu locken. Ebenso wurden Coyoten und Pumas erlegt. Nur jetzt fehlte ein Regulator für die großen Wapiti Herden. !987 beschloss der US-Kongress die Wiederansiedlung von Wölfen im Nationalpark. Es wurden in Kanada, Provinz Alberta und British Columbia ausgewählt und sechs komplette Rudel eingefangen und Im Yellowstone Gebiet wieder freigelassen. Wölfe reißen normalerweise nur die Beutetiere die sie bei ihren Eltern kennen gelernt haben. Deshalb wurden die Rudel in den genannten kanadischen Provinzen gefangen In beiden Gebieten gibt es Bison und Hirsche. Man hat an diesen Wölfen Sendehalsbänder mit Satellitenortung befestigt und dabei feststellen können das das gesamte Rudel durch eine Rinderweide mit Kälbern läuft ohne auch nur ein Rind an zugreifen. Die ganze Aktion dauerte von 1987 (Kongress) bis zur Ankunft und Freilassung der Wölfe 1995.
Quelle der Daten und Fakten: Elli H. Radinger, "Die Wölfe von Yellowstone"
VlG, Eleonore

Stimmt nur begrenzt! Sendungen im Fernsehen bei ServusTv: Terra Mater, NTV: Geo- Bericht, Arte... über Kanada!
Das Buch von Elli Radinger habe ich auch.
christianeadler
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+ 2
Original von Eleonore:

Original Feuerwolf

@black tee u. @Lincan: Nanouk ist wahrscheinlich mehr domestizierter Haushund als meine Fina!......oft zu Anouk`s und meinem Leidwesen. Wobei Anouk selber noch sehr viel "Ur" in sich hat. Sie ist die 1.Generation, die im Haus lebt und nicht halbwild bei der Herde. Sie reisst z.B. grundsätzlich in Stehen Stücke aus getrocknetem Pansen, Kopfhautstücken etc. und legt sich zum Pansenschmaus nicht hin wie die meisten Hunde, ist relativ scheu und z.T. sehr wehrsam gegenüber Fremden.....an der Herde haben die Herdenschutzhunde länger überlebt, die eben nicht draufgängerisch waren sondern vorsichtig und haben so ihre Gene weitergeben können.....genau wie eigentlich der Wolf.

Hallo Feuerwolf,
schau doch mal im Lexikon oder im Netz, was Domestikation bedeutet, bevor du solche Begriffe in den Raum stellst. Alle unsere Haus- und Nutztiere wurden aus Wildformen domestiziert. Und eine Hunderasse ist genauso domestiziert wie die andere, da gibt es keine Unterschiede, sonst wären es noch die Wildformen. Was du meinst ist wahrscheinlich mangelnde oder nicht vorhandene Prägung auf den Menschen.


Domestikation nennt man den Vorgang vor 15- bis 100- tausend Jahren, als sich die Vorfahren unserer heutigen Haushunde den Menschen anschlossen. Insofern sind allerdings alle Haushunde domestiziert. In dieser biologischen Strukturierung gehören Haushunde und Wölfe wie auch Füchse, Schakale und Kojoten zur Familie der Hunde als Untergruppe der Hundeartigen.

Bei dem, was Feuerwolf anspricht, geht es um den Grad der Domestikation, um Wildheit oder Zähmbarkeit, die mit Prägung nichts zu tun hat. Die fünzehntausend Jahre Evolution und Selektion durch den Menschen haben bei den Haushunden deutliche Unterschiede in ihrem Verhalten, ihrer Sozialstruktur und ihrer Anpassung an Menschen hinterlassen. Ein Dingo, selbst ein Herdenschutzhund, ist sicher urtypischer und damit wolfsnäher als ein Hüte- oder Apportierhund, dessen Vorfahren auf ihre Zusammenarbeit mit den Menschen selektiert wiurden. Ein deutscher Schäferhund mag zwar aus einer gesunden Zucht optisch Ähnlichkeiten zum Wolf haben, aber im Wesen wurde er auf Unterordnung gezüchtet, womit er sich in den Ansprüchen der Menschen von afrikanischen, nordischen oder asiatischen Hunden unterscheidet. Die Frage ist, ob ein Wolfshybrid oder gar ein Wolfhund in seinem Verhalten mehr vom Wolf hat als ein reiner Haushund, bei dessen Vorfahren die Bindung an Menschen nicht auf dem Programm stand.
Die Idee, dass manche Leben weniger wert sind, ist die Wurzel alles Übels auf dieser Welt (Paul Farmer)
Zuletzt geändert am 13.04.2016 20:43 Uhr
Eleonore
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Hallo Christiane,
für mich ist das Ganze einfacher und gleichzeitig komplizierter. Die Domestikation ist abgeschlossen, wir unterscheiden zwischen Hunden und Wölfen. Wenn ich die Zwischenformen (Hybriden) außer Acht lasse: Einfach!!!
Selektion fand auch schon statt, nur auf was??? Eine Horde Steinzeitjäger hat sicherlich kein Wolfsrudel geduldet welches ihnen die erlegte Beute streitig gemacht hat. Ein zu frecher Wolf, später Hund, hat die Steinaxt auf den Kopf oder den Speer zwischen die Rippen bekommen. Da es keine Herden zu schützen galt, keine Höfe bewacht werden mussten nur Jagdgehilfen gesucht waren, wurde auch nur eine einseitige Selektion betrieben. Unterordnung war aber schon damals notwendig, was nützt mir ein Hund auf der Jagd der mir meine Beute verjagt?
Erst mit der Sesshaftigkeit, dem Aufkommen von Ackerbau und Viehzucht, war eine weitergehende Selektion auf spezielle Aufgaben notwendig. Hunde, die die Herden vor Raubtieren und die Anwesen vor ungebetenen Besuchern schützte. Jagdgehilfen wurden auch immer noch gebraucht.
Mit dem Vorrecht des Adels allein die Jagd aus zu üben und Jagd als Vergnügen ansah, wurden weitere Spezialisten unter den Hunden selektiert. Es gab noch keine Rassen im heutigen Sinn, nur die Eignung war entscheidend. Erst mit der Idee eines englischen Lords eine einheitlich aussehende Foxhoundmeute zu besitzen, begann die Rassehundzucht als andere Adelige nachzogen und ihre Meuten nach ihren Vorstellungen in Farbe und Form umbauten.
Nichtsdestotrotz geht nichts ohne Prägung. Ein Hund, der in der Prägephase nur seinen Züchter kennenlernt wird später auch allen anderen Menschen gegenüber misstrauisch bleiben. Alle Gehegewölfe, von denen ich gelesen habe (Werner Freund, Der Wolfsmensch) wie auch der Besitzer der Wölfe im Saupark Springe haben ihre Wölfe als 10 -12 Tage alte Welpen übernommen. Im Gegensatz zu Freund, dessen Wölfe nur auf Ihn und seine Frau geprägt wurden, sind die Sauparkwölfe Besuchern gegenüber sehr zutraulich, die dürfen sogar die Gehege betreten. Bei W.Freund ist das nicht möglich, das musste sogar der Wolfsforscher Ziemen erfahren, das man besser nicht zu einem fremden Rudel geht.
Das ist aber nur meine persönliche Meinung nach allem was ich darüber gehört, gesehen (TV-Doku) oder gelesen habe. Eine DSH-Hündin, die der Züchter von vornherein dazu auserkoren hatte bei ihm zu bleiben und somit nur ihn kannte, hat mir 6 Monate Werbung um ihre Gunst eingebrockt. Mangelnde Prägung auf Menschen allgemein.
CEEYEET
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tYSON

HABE EBEN AN EINEN PROFESSIONELLEN hUNDETRAINER GESHRIEBEN HEUTE MORGEN HAT UNSER LIEBER KLEINER MEINEN MANN ÜBER DIE WIESE GEZERRT: DAS PROBLEM IST HAUSGEMACHT UND LIEGT MIT SICHERHEIT NICHT AN UNSEREM HUND:dER VORBESITZER HAT MIT SICHERHEIT ANGENOMMEN AS HÜNDCHEN SO KLEIN UND NIEDLICH BLEIBT IRRTUM dEN kLEINEN KANN MAN JA KAUM HALTEN: dAS IST NICHT ZU SCHAFFEN UND AUCH NICHT ZU VERANTWORTEN WIR WOLLEN DAß ES UNSEREM HUND GUT GEHT UND KEIN MENSCH ZU SCHADEN KOMMT : ALLEINE WERDEN WIR DAS NICHT SCHAFFEN TUT MIR LEID WEGEN DER SCHRIFT ABER MEIN LAPTOP SPINNT
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