Wölfe - Wolfshybriden - Wolfshunde

Eleonore
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Guten Morgen Forumsteilnehmer,
in einem anderen Beitrag tauchten die in der Überschrift genannten Begriffe mehrfach in unterschiedlicher Interpretation auf. Zum leichteren Verständnis für interessierte Hundehalter versuche ich das ganze mal ein wenig zu entwirren.

Wölfe...
leben auf der gesamten Nordhalbkugel dieser Erde, im hohen Norden die weißen Polarwölfe, am weitesten südlich der Abbesinische Wolf in Äthiopien, ein hochbeiniges rotbraunes Tier, welches an einen Schakal erinnert. Aber es ist ein echter Wolf. Zwischen diesen doch sehr extremen Regionen tummeln sich diverse andere Arten mit unterschiedlichem Aussehen und, noch verblüffender, sehr unterschiedlichen Lebensweisen, Rudelbildung und Einzeltiere kommen vor. Die Wissenschaft unterteilt in 15 bis 19 unterschiedliche Arten Wölfe, je nach Lesart und regionaler Namensgebung. Timber- Grau- und Büffelwolf sind für einen Forscher eine Sorte, für einen anderen drei unterschiedliche Spezies. Die Ureinwohner Nordamerikas betrachten den Wolf als das was er ist, ein Mitjäger. Wenn ein indischer Wolf sich ein Lamm holt, zuckt der Schäfer die Schultern und spricht vom Tribut den er den Wölfen schuldig ist. Im Europa des Mittelalters wurde der Wolf als Gesandter des Teufels gesehen um die Menschheit zu bestrafen. Aber waren die Wölfe die Menschenfresser oder etwa die....

Hybriden...
sind fortpflanzungsfähige Kreuzungsproduckte, hier zwischen Wolf und Hund, also halb Wolf, halb Hund. Schon die alten Römer ließen Hunde gegen andere wilde Tiere in ihren Arenen kämpfen. Diese, teils sehr großen und schweren Hunde wurden als Packer an den Höfen der Adeligen gehalten. Es ist nicht aus zu schließen, das diese Hunde sich auch mit Wölfen verpaart haben. So eine Mischung kann schon mal gefährlich werden. Durch den Anteil Hund fehlt die Scheu vor Menschen, die Selbstversorgung lernt er von Wölfen. Die "Bestie von Gevaudon" hat bis zur Erlegung im Jahr 1764 123, andere Quellen sprechen von 147 Menschen , zumeist Kinder gefressen. Nach einem Bericht in einer Kirchenchronik hatte das Tier eine Größe von 2 1/2 Ellen, also ungefähr 1,2 Meter. Das Gewicht soll mit 145 Pfund gewogen worden sein. Auf die Idee des Wiegens ist man aber erst 3 Tage nach Erlegung gekommen, nachdem das Tier 3 Tage in der Sonne auf dem Marktplatz zur Schau gestellt worden war. Gewichtsverlust durch Gewebewasserverlust ca. 10 %. An der Jagd waren 43 000 Soldaten mit 2300 Hunden beteiligt. Die Jagd dauerte 3 Monate, es wurden 74 weitere außergewöhnlich große Wölfe erlegt.
Hybriden kommen immer wieder mal vor. In Brandenburg hat ein Wolf mit einer Schäferhündin ein Techtelmechtel angefangen und Welpen gezeugt. Diese Jungtiere wurden weggefangen und einschließlich der Elterntiere in ein Gehege gebracht. In den ländlichen Gebieten der USA kommt es sowohl zur Hybridisierung zwischen Coyoten und Haushunden, als auch, bei Überlappung der Verbreitungsgebiete, zwischen Wolf und Coyote.

Wolfshunde...
können Hunde sein, die man mal zur Wolfsjagd gezüchtet hat wie den Irish Wolfhound oder den russischen Barsoi. Wie beim schottischen Deerhound bezieht sich der Name auf den hauptsächlichen Verwendungszweck.
Dann gibt es noch Wolfshunde bei denen der Name Programm ist, Hunde bei denen ein Wolf eingekreuzt wurde. Zwei Rassen seien genannt, der Saarloos Wolfshund, eine Kreuzung aus Timberwolf und DSH. Sowie den Tschechischen Wolfshund, bei dem ein Karpartenwolf mit DSH gekreuzt wurde. Auch bei den Innuit und den nördlichen Indianerstämmen gibt es unter den Schlittenhunden Tiere mit hohem Anteil Wolfsblut. Nur ist dort auch die "Zuchtauslese" rigoroser. Ein Hund der auch nur den Versuch macht einen Menschen anzugreifen wir erschossen, und mit ihm alle seine Verwandten im Gespann.
Anders als in der Mathematik funktioniert die Genetik etwas anders. In der Mathe gilt 1/2 X 1/2 = 1/4. In der Genetik gibt ein Halbwolf (Hybride) verpaart mit einem Halbwolf (wieder Hybride) immer noch einen Halbwolf, also keinen Viertelwolf.
Der Anteil an Wolfsblut kann bei diesen Rassen unterschiedlich hoch sein und somit die Händelbarkeit. Auch in Mimik und Körpersprache sind diese Rassen meist klarer und deutlicher als unsere "normalen Hunde" und wehe der HH deutet diese Zeichen falsch oder übersieht sie. Wölfe leben zwar in einer Hierachie, haben aber auch eine individuelle Freiheit, die, solange sie nicht das Rudel gefährdet, toleriert wird.
Unsere Haushunde stammen, das haben DNA-Proben ergeben, in der Masse vom indischen Wolf ab. In einigen nordischen Rassen ist aber noch DNA-Material nördlicher Wölfe nachweisbar.
Zuletzt geändert am 05.04.2016 10:44 Uhr
Feuerwolf
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Wolfshybrid.....

@Eleonora: Ein Wolfshybrid ist, entgegen aller anderen -hybriden, durchaus fortpflanzungsfähig! Daher ist der Begriff eigentlich nämlich streng genommen falsch!
(ähm......sorry viele Rechtschreibefehler heute und demnächst....bin z.Zt einarmig, d.h. hatte grsse Schulter-Op und hüpfe jetzt mit einer Hand über Tastatur)
Wolfshybrid bezeichnet also einen Mischlling zwischen Wolf und Hund bis in die 3. Generation. Danach wird er laut _Gesetzestext als Hund bzw. Wolfshund bezeichnet und darf dann von jedermann gehalten werden. Vorher nicht bzw. nur mit Ausnahmegenehmigung von Haltung von Wildtieren und deren Kreuzungen.

Es gibt in Deutschland einige Wolfshybriden erster Generation außer der Familie aus Brandenburg (DSH + Wolf), oft auch über den Tierschutz nach Deutschland gebracht, ohne dass man vor dem Gen-Test dies wusste. Sehen überhaupt nie-nicht auch nur einem Pupsel nach Wolf aus, einige haben auch keine Wesensarten eines Wolfes an sich.......eben genauso wie es auch bei anderen Mischllingen sein kann, das die typischen Rasseeigenheiten eines Elternteiles nicht durchkommen in der ersten Generation, evtl. aber erst in der 2. oder 3.
Eleonore
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Beiträge: 674
Hallo Feuerwolf,
Ich gebe dir recht, der Begriff "Hybride" ist irreführend, aber allgemein gebräuchlich. Im Grunde handelt es sich um einen Mischling. Ob diese Mischlinge zeugungsfähig sind oder nicht, hängt vom Grad der Verwandtschaft ab. Der amerikanische Bison und das europäische Wisent zeugen fortpflanzungsfähige Jungtiere. Pferd und Esel gekreuzt ergibt Maultier oder Maulesel die zwar geschlechtlich geboren werden aber selbst nicht zeugungsfähig sind. Beide sehen NICHT aus wie ein Pferd, aber auch NICHT wie ein Esel, weil von beiden Elterntieren je eine Hälfte der eigenen DNA zugegeben und vermischt wird.
Wenn man Hund und Wolf verpaart, bekommt man Halbwölfe bei der F1 Generation. Je nachdem wie man jetzt weiter verpaart, mit Hund oder Wolf, besteht die F2 Generation aus 1/4 oder 3/4 Wolf. Selbst in der 10. Generation kann man, wenn man nur mit Wölfen verpaart noch den Hund der F1 Generation erkennen (äußerlich) wenn ein Körperteil dominant vererbt wird,, zumindest bleibt immer ein nachweisbarer Rest Hund übrig. Was eine Aussage zu den Mischlingswelpen angeht, würde ich die auch nicht unterschreiben. Kein Elterntei setzt sich in der Vererbung so dominant durch, das vom anderen Teil nichts erkennbar ist. Wahrscheinlich hat man es nicht sehen wollen.
Der DS wird seid 1899 nach Rassestandard gezüchtet, und doch habe ich bei einem Züchter einen Wolf gesehen, der SchH III hatte. Der Rüde hatte SV-Papiere, obwohl vom Äußeren ein Wolf war er vom Wesen her Schäferhund. Nur Bellen konnte er nicht, wurde immer nur ein wuffen oder wenn er aufgeregt war ein Heulen.
VlG, Eleonore
Ruedieltern
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Beiträge: 314
+ 3
Hmmm. Ich seh das immer etwas zwiespältig. Grade Black Tees Hund scheint sich sehr wohl mit seinem Partner (ich sehe deren Verhältnis partnerschaftlich. Auch, wenn ich beide nicht kenne, scheint aber gut zu harmonieren) zu fühlen. Die beiden geben ein gutes Team ab. Die Bilder und Videos aus deren Alltag müssten schon arg trügen ... Mir scheint, dass beide voneinander einen Nutzen ziehen. Wäre er kein Forstarbeiter und würde den Hund nicht 24 Stunden miteinbeziehen, das auch noch "frei" in der Natur, wäre das vielleicht anders. Wir wissen es nicht.

Aber: Vom Wolfshund mal weg, ich habe keine Ahnung, wieviel Hund oder Wolf in so einer Mischung mitspielt. Generell tun mir Wolfshybriden in Menschenhand meistens leid. Da steckt teilweise so viel Wolf drin, dass man das arme Tier nur unglücklich machen kann. Die einzige Bezugsperson wäre der Mensch. Dem misstraut er aber. Er läuft naturgemäß bis zu 100 Km am Tag. Er buddelt sich den Weg frei. Er sucht seines gleichen.

Ich finde an sich nichts an Cesar Milan. Aber es gab eine Sendung speziell auf Hybriden bezogen. Dort gab es einen, der hat den Tag im kleinen Zwinger verbracht. Jeden Tag. Er fürchtete sich jedes Mal, wenn "Herrle" ihm das Futter brachte. Er buddelte sich immer wieder frei. War ganz verwirrt. Wo sollte er hin? Er wurde wieder eingefangen. Der Zwinger wurde ausbruchssicher. Eine Zumutung für dieses Tier. Er ließ das "Herrle" nicht an sich ran. Dann kam eine Wolfsforscherin. Die sagte: Dieser Hybride ist mehr Wolf als Hund. Der darf nicht auf Milanart behandelt werden. Sie ging in den Zwinger. Da dieser "Hund" offensichtlicher kommunizierte, setzte sie sich neben ihn. Seitlich. Sie kommunizierte auf Wolfsart. Sie drang in sein Revier ein. Sie zeigte keine Dominanz sondern zeigte, dass sie keine Gefahr darstellt. Also war sie in der Situation auch keine Rudelführerin, sondern beschwichtigte. Das hat er verstanden. Die beiden akzeptierten sich. Sie hat einen Draht zu ihm gefunden. Schlussendlich musste ein Kompromiss gefunden werden. Die Forscherin gab Hausaufgaben auf. Unter anderem ein trabender Spaziergang von mindestens 4 Stunden pro Tag. Ohne Worte. Nur körpersprachlich kommunizierend. Kein Bedrängen. Keine Kommandos. Nur ein stillschweigender Kompromiss. Das Resultat: Der Besitzer musste sein letztes bisschen Freizeit opfern, um diesem königlichen Geschöpf wenigstens das mindeste bieten zu können. Das war nicht das Optimum. Aber die einzige Möglichkeit. Auswildern würde wohl nicht mehr funktionieren. Aber ein normaler Hund wird er auch nicht. Die beiden haben keine gute Bindung, aber es wird das beste draus gemacht. Selbstredend musste auch der Zwinger zu einem Gehege werden.

So etwas geht nicht gut. Das darf man so einem edlen Geschöpf nicht antun.

Anders KANN es bei einem TWH laufen. Auch da würde mich immer der genetische Wolfsanteil interessieren, um dem Tier gerecht werden zu können.

Ich könnte ja bei jeder Milanfolge heulen. Aber bei dieser Sendung sind mir echt dir Tränen gekullert. Das ist so unglaublich. Dieses Wesen zu züchten, das niemals glücklich werden kann. Aus Neugier? Wozu? Ich finde das so traurig ...
Zuletzt geändert am 05.04.2016 23:27 Uhr
Feuerwolf
  • Begleithund
Beiträge: 1260
@Eleonore: Stimme Dir zu was z.B. Mulis / Maultiere etc. angeht. Das wollte ich ja verkürzt damit sagen. (einarmig mit viel Weh noch momentan). Es sind aber ja alle Wolfshybriden zreugungsfähig.
Mit den F2, F4 etc. Hybriden ist es ja so eine Sache...genetisch lässt sicht nicht feststellen wieviel Wolf/Hund-Anteil in einem Hybriden steckt.
Was Wolfsbeimischungen beim DSH angeht......ich denke es ist ein offenes Geheimnis. Wird aber von SV-Leuten ja vehement abhestritten......Lach.......bin auch im SV......grins.......
Ich habe aber von einem Wolfs-/Wolshybridforscher eimal zwei Photos zugeschickt bekommen......nachweislich Hybriden, Elterntiere waren bekannt, von so einem "schlauen Ich-kreuze-verbotenerweise-alle möglichen-Hunderassen-mit-Wölfen"-Menschen, da war bei einigen Welpen äusserlich nix von Wolf zu sehen (F1 u. F2)......dachte nämlich zuerst er wolle mich veräppeln.. .......dann hat er mich Photos vim gesamten Wurf mit Wurfgeschwistern geschickt. Bei einigen war der Wolf eindeutig mehr zu erkennen als das Hundemuttertier.
@Ruedieltern: Auch bei einem TWH gab es ja einmal Ursprungseltern als reinen Hund und reinen Wolf........nur ist jetzt schon einiges an Zeit und Generationen vergangen.........
Typisch ist für Hybriden das Untendrunterdurchbuddeln anstatt drüberzuspringen/-klettern.......laut Hybridfachmann wohl gaaaanz typisch.....und so einiges mehr noch. Beim TWH sind diese Verhaltensweisen auch noch zu sehen, mal mehr mal weniger, aber nicht mehr so stark wie beim Hybriden. Der TWH IST MITTLERWEILE DOCH ZIEMLICH DOMESTIZIERT; WAS weniger Extramverhalten zur Folge hat. Aber leider gibt es immer mehr Hybridzüchter in Deutschland.......einem Land mit der fast höchsten Bevölkerungsdichte.........und wenig Platz für Tiere überhaupt z.B. Wisente, Luchs, Wildkatzen, Wolf etc......
melwin
  • Rudelbeschützer
Beiträge: 2142
Original von Feuerwolf:

Was Wolfsbeimischungen beim DSH angeht......ich denke es ist ein offenes Geheimnis. Wird aber von SV-Leuten ja vehement abhestritten......Lach.......bin auch im SV......grins.......


Ja, ich auch! Ich war bis vor kurzem noch fast 30 Jahre im SV und ich kann Dir sagen, dass es für einen SV-Züchter unmöglich ist, Wölfe einzukreuzen. Warum? Weil kein Wurf ohne DNA-Test durch geht. Nicht nur die Eltern unterliegen dem DNA-Test, sondern auch die Welpen. Damit soll dem Züchter, der es nicht so genau nimmt ein Riegel vorgeschoben werden,fremde Welpen unter zu schieben oder andere Väter anzugeben. Würfe ohne DNA-Test bekommen keine Papiere (b.z.w. die Papiere werden eingezogen) . Für den Züchter heißt dass, er hat Mischlinge produziert. Außerdem muss er mit einer Zuchtsperre rechnen (wenn er Pech hat) und er wird in der SV-Zeitung veröffentlicht und damit ist sein Ruf als Züchter ruiniert. Dort wird keiner mehr einen Welpen kaufen. Außerdem hat es große finanzielle Folgen für ihn, denn er muss für alle Kosten aufkommen und auch das überzahlte Welpengeld zurück zahlen. Da ist nichts mit "Wölfe einkreuzen". Wie es außerhalb des SV (FCI) ist, weiß ich nicht. Da ist ja so manches möglich.


Ich habe aber von einem Wolfs-/Wolshybridforscher eimal zwei Photos zugeschickt bekommen......nachweislich Hybriden, Elterntiere waren bekannt, von so einem "schlauen Ich-kreuze-verbotenerweise-alle möglichen-Hunderassen-mit-Wölfen"-Menschen, da war bei einigen Welpen äusserlich nix von Wolf zu sehen (F1 u. F2)......dachte nämlich zuerst er wolle mich veräppeln.. .......dann hat er mich Photos vim gesamten Wurf mit Wurfgeschwistern geschickt. Bei einigen war der Wolf eindeutig mehr zu erkennen als das Hundemuttertier.

Aber leider gibt es immer mehr Hybridzüchter in Deutschland.......


Nur ist dass dann kein Züchter! Solche Leute unterliegen keiner Zuchtkontrolle und keinem Zuchtverein. Fast alle Rassen (FCI) unterliegen heute diesem DNA-Test.
Liebe Grüße von Melwin.
Lincan
  • Begleithund
Beiträge: 1390
+ 1
ZITAT melwin: Fast alle Rassen (FCI) unterliegen heute diesem DNA-Test. ZITAT ENDE

Woher hast du denn DAS Wissen? Es stimmt NICHT!

Mal ganz abgesehen davon >> es wurden auch Malis mit DSH gemixt, um die Malis weniger "doffköppig" zu kriegen. Die in D gezogenen Malis sehen auch etwas anders aus als die Belgier oder Niederländer Schon das Vorgesicht ist breiter....

Und ja - auch im VDH gab es solch lustig Begebenheiten wie, dass der Großvater sein eigener Enkel ist (war vermutlich ein Abschreibefehler der Zuchtbuchstelle *gg*).
Nicht meine Hunde brauchen einen Maulkorb sondern ich!
melwin
  • Rudelbeschützer
Beiträge: 2142
Original von Lincan:

ZITAT melwin: Fast alle Rassen (FCI) unterliegen heute diesem DNA-Test. ZITAT ENDE

Woher hast du denn DAS Wissen? Es stimmt NICHT!


Doch, ist so. Ich habe geschrieben, "FAST ALLE". Einfach mal die Zuchtordnungen lesen! Da, wo es NOCH NICHT so ist, wird es sicher bald so sein. Fast alle habe ich geschrieben, weil man nicht alle ZOs im Kopf haben kann. Muss man glaube ich auch nicht haben. Es reicht die eigene Rasse oder die, für die man sich gerade interessiert (denke ich mal).



Mal ganz abgesehen davon >> es wurden auch Malis mit DSH gemixt, um die Malis weniger "doffköppig" zu kriegen. Die in D gezogenen Malis sehen auch etwas anders aus als die Belgier oder Niederländer Schon das Vorgesicht ist breiter....


Damit sind es aber keine Malis mehr, sondern Mixe und demnach ohne Papiere. Also nicht FCI. Das sind auch keine Züchter, sondern Vermehrer.


Und ja - auch im VDH gab es solch lustig Begebenheiten wie, dass der Großvater sein eigener Enkel ist (war vermutlich ein Abschreibefehler der Zuchtbuchstelle *gg*).


Dass wirst Du uns sicher mal erklären, wie dass geht.
Liebe Grüße von Melwin.
Eleonore
  • Begleithund
Beiträge: 674
Hallo zusammen,
ich glaube, das es sich langsam rumgesprochen hat, dass das Einkreuzen der Urform keinen Sinn macht. Damit wird in aller Regel der bisherige Zuchterfolg vernichtet. Man kann durch das Einkreuzen einer anderen Rasse das Erscheinungsbild verändern, aber nur bedingt. Das Hannoversche Warmblut wurde im Typ durch Einkreuzen von englischen Vollblütern und Trakehnern vom schweren Zugpferd zum eleganten Sportpferd "umgestylt". Aber Pferde sind in ihrer Art, anders als Hunde, nicht sehr unterschiedlich. Trotzdem käme kein Pferdezüchter auf die Idee einen Hengst des Przewalskij- Wildpferdes als Deckhengst zuzulassen. Bei Hunden wurden Rassen für bestimmte Aufgaben geschaffen, teils über Jahrhunderte Auslese betrieben.
Übrigens, der Begriff Hybride ist nur ein anderer Name für Mischling, Bastard, Blendling usw. Wobei eine Vermischung von Rassen oder auch verschiedenen Arten gemeint sein kann.
VlG, Eleonore
Zuletzt geändert am 06.04.2016 13:12 Uhr
Lincan
  • Begleithund
Beiträge: 1390
+ 1

Fast alle.....

.... heißt, dass es die überwiegende Mehrheit ist.

Nun ja, wer glaubt, dass es nur im VDH eine seriöse Zucht gibt oder es im VDH immer so sauber abläuft, der glaubt auch, dass Zitronenfalter Zitronen falten

Das liegt einfach daran, dass Menschen den VDH bilden (über ihre Rasseclubs) und keine perfekten Maschinen

Der Eurasier - einst als Vermehrerprodukt beschimpft - ist heute VDH-Rasse. Dasselbe gilt für andere Neurassen und Farbschläge, die ebenso einst als böses Vermehrerprodukt beschimpft wurden.

In der FCI ist es noch gruseliger. Man betrachte mal, was die Pacific-Asia-Connection angestellt hat. Man betrachte, wie man sich hat von den Chinesen "überreden" lassen (Stichwort Gold Cards) und wie mit Kritikern umgegangen wird, die die Wahrheit aufdecken.

Das hat hier sehr wohl mit dem Thema zu tun, denn viele Zuchthunde kommen aus der FCI und werden im VDH eingesetzt. So KANN beim TWH durchaus der Wolfsanteil höher sein, als nach den Zuchtbedingungen des VDH eigentlich zu erwarten wäre. Es heißt z.B., dass der aus einem FCI-Verband importierter Welpe nur nach den Statuten des Zuchtverbandes des jeweiligen Landes gezogen sein muss, nicht nach den Statuten des entsprechenden Clubs im VDH; dasselbe gilt u.a. für Deckrüden usw.

Was das jetzt mit dem oben Gesagten noch zusammenhängt?

Schau dir den chinesischen Do Khyi an. Er ist ein Monster und hat mit der ursprünglichen Rasse, die aus dem Tibet stammt, überhaupt nichts mehr zu tun. Um ihn so zu kreieren, wurden andere Rassen eingezogen. Da China erst volles FCI-Mitglied wurde (eiei, wie kam DAS denn????), dann das Ursprungsland der Tibetischen Hunde veränderte von Tibet nach China, beansprucht es auch das Patronat. Hat es das Patronat, werden diese DK-Monster zum Standard erklärt, obwohl es Mischlinge sind. Und so geht es auch mit THW etc. - dann ist u.U. mehr Wolf drin als geplant....
Nicht meine Hunde brauchen einen Maulkorb sondern ich!
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