Wieviel von dir steckt in deinem Hund?

jagdfee
  • Halbstarker
Beiträge: 380
Man hört ja immer wieder, dass sich Hund und Halter(in) ähneln. Diese Ähnlichkeiten sollen sich sowohl im Aussehen als auch/ oder im Wesen widerspiegeln - unabhängig davon, wie lange man mit seinem Hund zusammenlebt. Inwieweit erkennt ihr euch in eurem Hund wieder? Und wer prägt wen? Sucht man sich unbewusst einen Hund aus, der einem ähnelt oder "schafft" man den Hund nach seinem Bilde?
Wenn ich über mich nachdenke, so mag ich klare Formen und Farben. Patty ist in ihrem Körperbau und Farbschlag klar definiert. Und ich dachte immer, ich wäre über sie gestolpert... Wie geht es euch damit?
"Es gibt Tage, an denen mein Mittelfinger alle Fragen beantwortet."
Zuletzt geändert am 06.06.2013 22:14 Uhr
wedlercompay-saar
  • Forenwelpe
Beiträge: 35
Hallo Jagdfee, ich wurde mit Jagdhunden groß.

Mein Vater ging zur Jagd....ich bin ein 1000% Gegner der Jagd!!!!!!

Aber die Jagdhundrassen haben mich bis heute gefesselt.

Ich wurde mit einem Deutsch Kurzhaar groß, mit 10 Jahren bekam ich einen Eigenen: einen eichlaubfarbenen Rauhaardackel.
Danach als ich nicht mehr zu Hause wohnte hatte ich 2 Spaniels und einen Irish Setter(mein Traummädel).
Ich liebe Jagdhunde, sie haben ein wunderbares Wesen.

Zu meiner Setterhündin bekam ich dann, ganz aus der Reihe, einen Husky-Dackelmix...meine Franzi.
Das Lustige ist...zu ihr bekamen wir dann wieder...eine Jagdrasse... einen Kaninchenteckel...unsere Merle.
Zwei tolle Mädels...die ich/wir sehr lieben. Tolle Charakter!!!

Ich mag irgendwie die Art dieser "Jagdhunderassen"...sie sind sensibel und doch sehr selbstbewusst.

Viele meiner Freunde und Bekannten sagen immer: Wie der Herr...so das Gescherr...lach

Also muß ja was dran sein...oder?!

Ich weiß nicht ob es mit meinem Charakter übereinstimmt...aber ich denke schon!?!?!
Es ist eben eigenartig...ich komme mit diesen Rassen am besten zurecht!

Und die/der Neue wird ein Galgo aus Spanien sein.
Bin schon eifrig am suchen...für die dritte im Bunde
Zuletzt geändert am 06.06.2013 22:27 Uhr
jagdfee
  • Halbstarker
Beiträge: 380
Jagd beiseite. das will ich gar nicht thematisieren. Ich möchte auch keine Hunderasse favorisieren: jeder Hund hat das gewisse "Etwas". Aber es gibt Rassen, die ich (persönlich) mir nie zulegen würde, weil sie irgendwie nicht meinem Naturell entsprechen. Und das ist überhaupt nicht bös gemeint. In meiner Nachbarschaft wohnt eine Frau, die hat eine französische Bulldogge. Die beiden sind wie siamesische Zwillinge , ohne dass ich es erklären kann. Du siehst sie einfach an und denkst: das passt!
"Es gibt Tage, an denen mein Mittelfinger alle Fragen beantwortet."
WolfsSong
  • Halbstarker
Beiträge: 498
Puh ein interessantes Thema
Aber es stimmt schon...wenn ich mir allein nur als Außenstehende Person so manchen HH anschaue, ist es faszinierend. Das heftigste was ich sah war folgendes: Eine große, langbeinige Frau mit lockigen, roten Haaren lief zu Eisdiele...neber ihr entdeckte ich einen eleganten Irish Setter...die beiden haben sich allein äußerlich sowas von geähnelt...unheimlich!

Tja ich muss es wohl zugeben: Ich liebe Kontraste, Gegensätze. Zudem habe ich zwei Exemplare, die viele Menschen erstmal zurückschrecken lässt.
Meine Hunde, vorallem mein Rüde, hat einen enormen Gerechtigkeitssinn, sowas schätze ich ebenfalls als Eigenschaft sehr. Das er sich seine Menschen "aussucht" und sich nicht von jedem um den Finger wickeln lässt.

Mir wurde auch schon gesagt ich wirke wie ein großer, schwarzer Hund: Aber bei genauerem hinsehen wedele ich mit meinem imaginären Schwanz
Die kalte Schnauze eines Hundes ist erfreulich warm gegen die Kaltschnäuzigkeit mancher Mitmenschen.
(Ernst R. Hauschka)
Zuletzt geändert am 06.06.2013 22:38 Uhr
wedlercompay-saar
  • Forenwelpe
Beiträge: 35
Jagdfee...ja das schreibe ich doch....die sprechen mich an...und sie passen zu mir...ich rede nicht von der Jagd...sondern von diesen Rassen....das Aussehen, Typ und der Charakter.
Sie passen einfach.

Ich schrieb ja: Wie der Herr so's Gescherr...und mein Hund reagiert oft wie ich.
Da ich zwei Hundis habe kann ich gut Vergleiche anstellen,
Franzi tendiert im Charakter mehr zu mir und wenn ich unsere Merle beobachte...sehe ich meine Tochter...ein kleiner Rebell.

Das ist eine Typfrage....im aussehen und im Carakter.

Meine jetzigen Hunde passen zu uns wie die Faust aufs Auge ...das verstehe ich unter dem Naturell entsprechend.

Ich würde mir nie ...SORRY...irgendwelche Modepüppchenhunde holen.
Passt net!!!
Zuletzt geändert am 06.06.2013 22:58 Uhr
tomstep
  • Alpha Hund
Beiträge: 9118
Original von jagdfee:
Die beiden sind wie siamesische Zwillinge , ohne dass ich es erklären kann. Du siehst sie einfach an und denkst: das passt!


So wie bei meiner herzensguten Schäferlady und mir , Auch wenn es Niemand gllaubt.Entweder wir passten immer schon , oder wir beide ......
Gut,sie ist erheblich netter als ich , sber .........
"Alt gewordenen Pferden das Gnadenbrot zu geben und Hunden nicht nur, wenn sie jung sind, sondern auch im Alter Pflege angedeihen zu lassen, ist Ehrenpflicht eines guten Menschen."(Plutarch von Chäronea, 45 - 120, griechischer Philosoph)
Zuletzt geändert am 07.06.2013 02:23 Uhr
shaklin
  • Halbstarker
Beiträge: 354
Original von wedlercompay-saar:

Ich würde mir nie ...SORRY...irgendwelche Modepüppchenhunde holen.
Passt net!!!

Was ist an den "Modepüppchenhunden" denn so anders, wenn man mit ihnen ganz normal umgeht?
Ich finde darum geht es eigentlich auch.. Hunde haben, je nach Rasse, zwar bestimmte Eigenschaften, aber vorallem eignen sie sich vieles an, je nach Erziehung, Tagesablauf, Gewohnheiten, usw..
Da bleibt es nicht aus, dass sich Hund und Besitzer in vielem ähneln..
Vllt sucht man sich auch Hunde unbewusst aus.. und mit der Zeit merkt man ja ob er zu einem passt oder nicht.. das ist viel wichtiger, als es z.b. ausschließlich an der Rasse festzumachen.
Ähnlichkeiten kann ich in meiner Familie/Freundeskreis auch feststellen..sowohl Toby als auch meine Mutter sind frühaufsteher, haben klare Regeln, neues mit Argwohn betrachten.. Daisy und ich lümmeln dagegen gerne im Bett, aber sehr aktiv im Alltag und jederzeit bereit neues zu entdecken ......aber vom Aussehen her? Hm, ich weiß nicht.. da kann man viel hinein interpretieren..
Gehe jeden noch so schweren Gang mit mir, alles ist leichter für mich - mit Dir
Allura
  • Begleithund
Beiträge: 945
Da ich mich bei "Modepüppchen-Hund" irgendwie angesprochen fühle, wenn auch nicht betroffen, muss ich hier mal meinen Senf dazu geben.

Ich selber toleriere im Grunde alle Hunde und finde sie alle auf ihre Art schön.

Nun stellt man leider fest, dass es HH gibt, die nur ihre großen Hunde als solche ansehen. Und mitleidig auf uns Kleinhund-Besitzer herabblicken.

Auch mein Yorkie ist mit Sicherheit ein richtiger Hund und ist nicht von mir zu einem Modepüppchen gemacht worden, wie einige dieser Rasse leider das Schicksal haben. Er ist kein Couch-Potatoe und läuft jeden Tag durch den Wald. Innerlich unterscheidet er sich überhaupt nicht von größeren Hunden, und Hunde selber haben diese Vorurteile auch gar nicht. Das kann man immer wieder feststellen.

Also bitte nicht das Wort "Modepüppchen-Hund" pauschal benutzen. Das tut mir doch ein bisschen weh und ist auch nicht richtig.

Allen ein schönes Wochenende, wir fahren jetzt gleich ins Grüne mit unseren Kleinen.
Gott hat mir schon vergeben.
Das ist ja sein Geschäft. - Heinrich Heine
BorderCollieHalterin
  • Begleithund
Beiträge: 612
Mit kleinen Hunden, die "ganz normal Hund sein dürfen", hat denke ich auch kaum jemand ein Problem. Nur mit den nicht sozialisierten und nicht erzogenen Exemplaren, die einem keifend entgegen geflitzt kommen und die jedes Mal versuchen, den eigenen Hund zu attackieren, hat so manch einer ein Problem. Ich akzeptiere das zum Beispiel per sé nicht! Auch, wenn der Hund "Der-tut-nix" heißt! Wenn Halter ihre Hunde nicht selber kontrollieren, halsen sie ungefragten Dritten damit die Verantwortung für ihren Hund auf. So etwas ärgert mich! Es ist nicht die Größe des Hundes, die dafür verantwortlich ist, sondern die Einstellung der Halter! Und ja, da ähneln sich Hund und Halter in puncto Rücksichtslosigkeit dann ein gutes Stück! Die "normalen" Zwerghunde kennen wir aber zum Glück auch!
Zuletzt geändert am 07.06.2013 08:10 Uhr
christianeadler
  • Moderator
Beiträge: 20328



Diese Karikatur hatte ich vor einiger Zeit mal als Gästebucheintrag verschickt, und dann haben die Mehrhundehalter angefangen zu lästern, daß sie sich bei ihren verschiedenen Rassen natürlich nicht angesprochen zu fühlen brauchen.
Das ist aber nicht so. Ich finde alle Hunde toll, aber selbst gehalten habe ich immer nur grosse, aber auch nie die Übergrössen, weil meine Hunde mich immer begleiten sollen. Und z. B. mit zwei Doggen wie bei einer Freundin ein Urlaubsplätzchen zu finden, ist dann wieder schwieriger als mit Hunden zwischen 50 und 70 cm.

Dann mag ich seit jeher bei allen Tieren dunkle Farben (Lieblingstier schwarzer Panther). Da muß ich bei meinen Hunden zu sagen, daß ich mir vor fast dreizig Jahren meinen ersten schwarzen Hovawart kaufte und mich dann wunderte, wieviele Menschen tatsächlich einfach vor der Optik von grossen schwarzen Hunden Angst haben. Das gab selbst in der Familie und bei Freunden einige unbeabsichtigte Startschwierigkeiten. Diesem "Beuteschema" bin ich auch bei meinen Tierschutzhunden (mit Ausnahme eines blonden Hovis und jetzt der weissen Sunny) immer treu geblieben.

Charakterlich mag ich dickköpfige Hunde lieber als die mit dem "will to please". Das zieht sich aber durch alle Grössen vom Rauhhaardackel über Schnauzer bis zum Kangal. Und das hat sicher auch was mit meiner Persönlichkeit zu tun, weil ich Herausforderungen mag. Auch bei den Pflegehunden aus dem Tierschutz sind es immer die "schwierigen", unvermittelbaren Hunde, die mich magisch anziehen.

Ansonsten denke ich, daß sich Mensch und Hund im jahrelangen Zusammenleben natürlich anpassen, zwar nicht so extrem wie in der Karikatur, aber Ruhe und Gemütlichkeit färben sicher genauso ab wie Hektik. Der eigene Wunsch nach schönen Accessoires wird in Hundeleinen, -halsbändern, -geschirren verwirklicht. Essgewohnheiten wie ein Gute- Nacht- Leckerchen werden übertragen.
Meine Hunde kennen auch genau meine Schwächen, gehen mir aus dem Weg, bis sich meine schlechte Laune verzogen hat, wickeln mich um den Finger, wo sie meine Inkonsequenz erkennen, kommen zum trösten. Ich finde, genau das macht das Leben mit Hunden so schön.
Die Idee, dass manche Leben weniger wert sind, ist die Wurzel alles Übels auf dieser Welt (Paul Farmer)
Kostenlos anmelden
MY dogSpot - LOGIN
Passwort vergessen?
Gerade online
annabene79
annabene79Online seit
21 Minuten