Wie gefährlich ist ein Mammatumor wirklich?!

Golinchen
  • Begleithund
Beiträge: 909
Blöde Sache das, aber gut und vor allem wichtig, bei egal welchen Tumor, das mans früh erkennt und sofort rauskommt. Die Chance das die rechte auch befallen wird, ist relativ groß weswegen man die auch event. rausnimmt, muß aber net sein, das liegt an der einschätzung des TA´s. Auf jedenfall muß danach immer wieder gut kontrolliert werden. Kastrieren wäre eventuell eine gute Idee damit die zweite Seite nicht auch n Opfer wird. Abe5 auch das mußt du mit dir selber ausmachen und da kann dir keiner helfen.
mfg Rea

Meine süße kleine!
erielle
  • Begleithund
Beiträge: 778
gerährlich sind die tumore, weil wenn man sie nicht früh erkennt und rausnimmt, sie sich weiter ausbreiten. nicht nur in der ganzen gesäugeleiste, sondern der krebs kann sich auch beginnen in der lunge und anderen organen abzulagern, diese weiteren ablagerungen nennt man dann metastasen. hast du vielleicht auch schon gehört. wenn aber das ganze tumor-gewebe entfernt wird, ist die gefahr einer weiterausbreitung viel geringer, deshalb ist es gut, könnt ihr sie am montag schon operieren.
alles gute für die operation und gute besserung!
Wenn du einen verhungernden Hund aufliest und machst ihn satt, dann wird er dich nicht beissen. Das ist der Grundunterschied zwischen Hund und Mensch.

- mark twain -
Gast
Also zunächst einmal ist ja "nur" ein Tumor gefunden worden und dieser kann ebenso gutartig wie bösartig sein. Wenn er bösartig ist, dann spielt es immer eine große Rolle in welchem Stadium des Wachstums sich der Tu befindet und ob es bereits zur Streuung in andere Organe gekommen ist.Um das feststellen zu können sind Röntgenaufnahmen notwendig, Mamatu`s streuen in die Lunge und die Knochen. Das wäre dann natürlich der ungünstigste Fall.
Ich kenne mittlerweile vier Hündinnen bei denen auch Gesäugetumore diagnostiziert wurden und die bereits einen Termin zur Op zwecks Entfernung des entsprechenden Gesäugeantels hatten. Alle Besitzer hatten sich aber dazu entschieden zunächst erst einmal nur den Tu entfernen zu lassen und diesen vom Pathologen untersuchen zu lassen. Von ihren Tierärzten wurden sie in ihrer Entscheidung unterstützt. Und siehe da, bei allen vier Hündinnen waren die Tu`s gutartig, es waren lediglich verkapselte Milchdrüsen. Eine große Op mit Entferung der Gesäugeleiste blieb ihnen folglich erspart. Wären die Tumore bösartig gewesen, dann hätte eben noch einmal operiert werden müssen. Aber dieses Risiko würde ich inkauf nehmen, für meinen Hund sowie auch für mich selber, wobei in der Humanmedizin das weitere operative Vorgehen davon abhängt wie der Pathologe den bereits entnommenen Tu einstuft.

Grüße
Susanne
erielle
  • Begleithund
Beiträge: 778
ok, wenn man sicher gehen möchte ob gutartig oder bösartig, kann vor der op eine punktion gemacht werden, das geht ohne narkose. mit einer normalen spritze wird der tumor angestochen und aus dem tumor etwas gewebe/flüssigkeit gesogen, das muss dann im labor untersucht werden, genau wie wenn man den entfernten tumor im labor untersuchen lassen würde. ich gehe aber davon aus, dass ein tierarzt nicht einfach so die ganze milchleiste entfernt wegen "nur einem" tumor.
normalerweise wird vor einer mammatumoren-op routinemässig eine röntgenaufnahme von thorax und abdomen gemacht (brust und bauchhöhle) damit man sieht, ob der tumor schon gestreut hat und gleichzeitig sieht man auch, ob das herz normal aussieht, was für die narkose wichtig ist.
Wenn du einen verhungernden Hund aufliest und machst ihn satt, dann wird er dich nicht beissen. Das ist der Grundunterschied zwischen Hund und Mensch.

- mark twain -
Zuletzt geändert am 09.10.2008 19:22 Uhr
Heike L.
  • Rudelbeschützer
Beiträge: 3886
drücke euch die daumen, gaaaaaaaaanz fest. ich denke, ihr alter ist ihre gute chanse !!! wird schon klappen !
Viele Grüße
Heike
Image and video hosting by TinyPic
smiley
mitunai
  • Forenwelpe
Beiträge: 50
meine hündin, 8 j. hatte letzten winter einen mamma-tumor. im deszember bin ich sofort zum tierarzt, wäre harmlos. im januar war das ding nicht weg, zum tierarzt, "harmlos"...dann bin ich in die tierklinik, es wurde ein ultraschall gemacht vom ganzen bauchraum, blut abgenommen, thorax geröngt. metastasem waren nicht festzustellen(gottseidank). dann darauf die operation, es wurde nur ein gesäuge entfernt, nicht die ganze leiste, der tumor war aber auch noch sehr klein. befund: bösartig. soviel zu dem fachwissen meines -ehemaligen- tierarztes. wenn der krebs sich weiter ausgebreitet hat, gibt es dier möglichkeit der chemo-therapie. mir wurde aber auch gesagt, dass solche tumore häufuger vorkommen, und wenn mann sie rechtzeitig entdeckt, damit auch gut im griff hat. ich habe die ernährung umgestellt, barfe jetzt und meine süsse ist hellauf begeistert...endlich mal richtiges futter.. wir kontrollieren regelmässig und ich werde auch einmal im jahr einen ultraschall machen lassen.....
und euch wünsche ich alles allles gute!!!
mitunai
Hody72
  • Forenwelpe
Beiträge: 1
Hallo,
ich bin etwas verzweifelt und bin auf diesen - zugebeben alten - Thread gestossen und wollte fragen ob Ihr mir einen Rat geben können.

Ich bin verzweifelt, ich habe eine Hündin die nun fast 12 Jahre alt ist.

Sie ist eine Spitz/Galgo Mischung. Sie bekommt langsam trübe Augen, erfreut sich sonst aber bester Gesundheit, schläft die meiste Zeit des Tages.

Ich habe gestern an einer Zitze eine Verdickung gefunden und war damit beim Tierarzt. Eigentlich sogar bei zweien.

Der erste hat sofort noch einigen Sekunden abtasten Ein Mammatumor diagnostiziert. Etwa Kichererbsen-gross und er sagte es
Gäbe noch einige kleinere Korn-gross daneben.

Er riet mir nun, die kompletten Milchleisten zu entfernen, und auch einen Lymphknoten - und den Hund auch noch direkt zu kastrieren bei der Gelegenheit.

Er sagt das müsse dann alles eingeschickt werden und erst danach wüsste man
ob gutartig oder nicht – meistens seien es Mischformen.

Das ganze kommt auf rund 1.000 Euro.

Ich bin derzeit arbeitslos und kann das Geld quasi nicht aufbringen, der Hund ist mir aber sehr wichtig. Was ich vermisst habe bei dem ganzen war eine Aufklärng was nach der OP noch an weiteren Behandlungen und natürlich auch Kosten auf mich zukommt. Ob es eine Möglichkeit gibt den Hund ggf. unbehandelt zu lassen, immerhin ist sie umgerechnet schon 79 Menschenjahre alt.

Ich bin also noch zu einem zweiten Tierarzt, dort hat man dann sehr lange mit mir gesprochen. Die Ärtzin sägte mir, dass man beide Milchleisten nicht auf einmal bei so einem Hund entfernen sollte, weil der Schnitt sonst zu groß wäre. Ausserdem diagnostizierte sie eine Scheinträchtigkeit und somit so eine Kastration erst in ca. 2 Monaten sinnvoll, weil aktuell alles geschwollen sei.

Sie hat mir nochmals erklärt, dass auch die Entfernung beider Milchleisten keine Garantie auf eine Verlängerung des Lebens des Hundes bringt und dass der Hund genauso noch 3 oder 4 Jahre wie gehabt weiterleben kann, solange der Tumor nicht streut. Sie hat gesagt man könne sie z.B. kastrieren, damit die Tumore keine hormonelle Stimulierung mehr bekommen und bei der Gelegenheit gleich die beiden größten (erbsen) Tumore entfernen und zu verhindern dass diese weiterwachsen und ggf. aufplatzen.
Ich denke diese Lösung werde ich wohl bevorzugen, bin mir aber immer noch nicht sicher.


Ich muss an dieser Stelle sagen, dass ich selbst leider überhaupt keine Ahnung habe wie alt meine Hündin überhaupt werden könnte.

Es geht nun darum abzuwägen was für den Hund die Beste Lösung wäre, die wenigste
Qual und die tierfreundlichste Lösung.

Vielen Dank
Patrik
Freiburg
shaklin
  • Halbstarker
Beiträge: 354
Hallo Hody72,

zur Zeit bin ich in der gleichen Situation wie du.. ältere Hündin (9), leider Herzkrank und hatte schon einen bösartigen Tumor.
Dieser wurde vor weniger als 2 Monaten entfernt. Habe ihn zum untersuchen einschicken lassen (ca 65€): Adenokarzinom.

Der damalige Tierarzt vermutete erst einen gutartigen, weil er sehr klein war und riet nicht zur Milchleistenentfernung. Also wurde nur der Tumor entfernt, was ich heute bisschen bereue, denn jetzt hätten wir alles schon hinter uns.

Zur Zeit ist meine Daisy auch Scheinträchtig und zudem wurde bei der letzten Kontrolle wieder ein Knoten entdeckt (diesmal auf der anderen Seite).
Die Ärztin meinte es könnte auch eventuell auch nur eine Milchverhärtung sein und könnte sich von selbst auflösen (daher beobachte deine Hündin da genau, da sie ja ebenfalls Scheinträchtig ist).
Inzwischen glaube daran allerdings nicht mehr, die Verhärtung hat sich seitdem nicht verändert, außerdem fühlt es sich genau so an wie bei beim ersten Tumor, ca 1,5-2mm und sehr hart (wie Stein).. genau neben einer Zitze.
Und wenn einer mal da ist, kommen wohl immer wieder neue dazu.. und jedesmal nur den Tumor entfernen möchte ich ihr nicht zumuten..

Habe mich also jetzt für eine Mammaleisteentfernung + Kastration entschieden. Der behandelte Kardiologe möchte sie in ca 2 Wochen nochmals abhören und hoffentlich das OK für die OP geben. Ich habe ihn direkt gefragt was er dazu meinte, dass ich sie operieren lassen möchte.. er meinte, es wäre "schade" wenn sie an Tumoren bzw Metastasen früher sterben müsste, mit ihrer Herzkrankheit aber noch eine weile leben könnte.
Deshalb hoffe ich sehr dass er noch nicht gestreut hat, die Scheinträchtigkeit bald abklingt und ich bzw wir alles hinter uns haben..

Wenn du sagst deine Hündin wäre mit 12 Jahren noch recht fit, würde es meiner (!) Meinung natürlich lohnen.. wenn das Geld wirklich nicht ausreicht, dann zumindest die Tumor(e) entfernen lassen..
Hast du schon nach einer Ratenzahlung gefragt? Leider machen das nicht viele Tierärzte / Tierkliniken..

Hier ist die offizielle Gebührenordnung:
http://www.tierklinik-iffezheim.de/resources/GOT-2008.pdf

Meiner Erfahrung nach liegen die durchschnittliche Preise in Tierkliniken immer beim 2-fachen (mit Mehrwertsteuer).
Kastrieren etwa 286€, eine Mammaleiste 344€.. eventuell noch Narkosekosten etc. Einen OP-Body für hinterher ca 30-50€, ist aber sicher kein Muss.
Dann natürlich noch die andere Mammaleiste + Narkose.

Milchleistenentfernungen gehen übrigens wirklich immer nur mit 2 Ops (ca 4 Wochen sollten dazwischen liegen), da die Haut nicht reichen würde um es wieder zuzunähen.. daher wartet man ein paar Wochen, damit sich die Haut dehnt.. erst dann kommt die andere Leiste dran.
Auch das mit der Scheinschwangerschaft ist richtig, auch mir wurde dazu geraten dies erstmal abzuwarten.


Alles Gute Dir und Deiner Hündin
Gehe jeden noch so schweren Gang mit mir, alles ist leichter für mich - mit Dir
Zuletzt geändert am 28.08.2015 18:38 Uhr
meerestaucher
  • Hundetrainer
Beiträge: 4196
Hallo Patrik,

ich glaub die entscheidung kann dir keiner abnehmen.

ich persönlich würde Variante A nicht machen, das wäre mir bei einem alten (älteren) Hund echt too much.

Wahrscheinlich würde ich auch gar nicht mehr kastrieren lassen.

Ich denke wenn ich was machen würde, dann würde ich die tumore rausnehmen lassen (aber da auch nur in Absprache mit TA ob das nicht irgendwelche NAchteile mit sich bringt (Verstärkte Streuung oder so).

Dann würde ich komplett die Nahrung umstellen, sehr gesund, frisch, kein Getreide, einlesen was sonst noch so wirken könnte (da schwören ja manche auf Kräuter, Leinöl mit Quark etc) (also eventuell auch Heilpraktiker).

dann würde ich schauen dass der Hund super viel Spass hat, dass ihr viel miteinander macht, und falls es dazu kommt, dass die Tumore wiederkommen dann würde ich den Hund beobachten, ihn solange bei mir haben wie er schmerzfrei ist, und falls es zum Ärgsten kommt und er hat Schmerzen, ihn gehen lassen.

Wie gesagt, das ist jetzt kein Ratschlag für dich, sondern das wäre der WEg wie ich es machen würde, eben auch abhängig davon dass der Hund schon 12 ist.


Unser Nachbarhund hat einen Tumor, der ist so groß wie ein halber Fussball, die leute lassen aber nix machen. Da würde ich wohl operieren lassen (Da erst 4 Jahre alt). Schmerzen scheint er wohl keine zu haben.
Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast

Antoine de Saint-Exupéry
Hundeli
  • Rudelbeschützer
Beiträge: 2144
Guten Morgen

hm, manchmal ist die Narkose 'schlimmer' für den Hund, als seine Krankheit..........
Vielleicht kann man ihr ja mit Medikamenten helfen und vielleicht schwillt alles wieder ab, wenn die Scheinträchtigkeit vorbei ist.... Ich mein, man kann auch Hündinnen Hormone geben, die dann auslösen, dass keine Scheinträchtigkeit mehr entsteht.

Grüesslis
Hundeli
Kostenlos anmelden
MY dogSpot - LOGIN
Passwort vergessen?
Gerade online
Pootschie
PootschieOnline seit
92 Minuten