Vom Hund Krallen schneiden

M56Bln
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Beiträge: 1
Ich möchte die Krallen von meinem Hund selber Schneiden wie muss ich das tun um meinen Hund nicht zu Verletzen.
Besser worauf muss ich Achten.
Zuletzt geändert am 15.03.2018 14:06 Uhr
Karinar
Beiträge: 24680
+ 2
Hallo M56Bln

Das Dein Hund es gewohnt ist und nicht als unangenehm empfindet, wenn Du seine Pfoten berührst.
Dein Hund sollte bereitwillig zulassen, daß Du seine Pfote in der Hand hälst. Es sollte eine richtige Krallen-Schere/Zange für das Schneiden verwendet werden. Mache Deinem Hund durch Vorübungen mit den Geräuschen die beim Betätigen der Krallenzange und Nagelfeile entstehen, vertraut. Halte die Pfote mit einer Hand gut fest und mit der anderen Hand setze die Krallenschere an einer Kralle an. Bei hellen krallen kann man die Blutgefäße gut sehen, bei dunklen Krallen kann man mit Hilfe einer Taschenlampe durchleuchten, die hilft zu bestimmen wie weit man die Kralle zurückschneiden kann.
Die Kralle immer gerade schneiden, niemals schräg und möglichst die Schnittfläche klein halten. An der Spitze der Kralle nur ein winziges Stück abschneiden und dann die Schnittfläche prüfen. Wenn alles gut verhornt aussieht kannst Du ein weiteres Stück abschneiden. Wenn das Aussehen der Schnittfläche sich geändert hat, bitte aufhören zu schneiden.
Solltest Du trotz aller Vorsicht zu weit geschnitten haben und dabei ein Blutgefäß verletzt wurde, bewahre Ruhe. Krallenwunden bluten zwar sehr stark, aber bei guter Versorgung der Wunde ist sie ungefährlich.
Die Zusammenarbeit mit Deiner Fellnase sollte dann auch gelobt bzw. auch belohnt werden.
Ich wünsche Dir viel Glück und Erfolg mit den besten Grüßen von uns.
Achso, was ist Deine Fellnase für eine Rasse, wie auf dem Bild (Mops)?
PitaPata Dog tickers
tomstep
  • Alpha Hund
Beiträge: 9102
+ 1
Moin !
Hier ist eine, wie ich finde, recht akzeptable Beschreibung von tierisch wohnen.de

Warum und wann müssen Hundekrallen geschnitten werden? Und woher weiß ich, wie viel abgeschnitten werden darf? Fragen, die wir an dieser Stelle beantworten. Plus: Viele praktische Tipps für das richtige Kürzen der Krallen deines Lieblings.

Krallen schneiden beim Hund: Warum sollte hier nachgeholfen werden?
Krallenpflege bedeutet Gesundheitsvorsorge. Lange Krallen behindern den Hund beim Laufen und begünstigen, dass er auf glatten Untergründen nicht genügend Halt findet und rutscht. Noch schlimmer: Zu lange Krallen können dem Hund sogar Schmerzen bereiten und auf lange Sicht den Bewegungsapparat schädigen sowie zu Haltungsproblemen führen.

Auch besteht die Gefahr, dass sich der Hund beim Kratzen selber verletzt oder die Krallen einwachsen und sich entzünden. Nicht selten versuchen Fellnasen deshalb, ihre zu langen Krallen selber zu kürzen – z.B. in Form von Abbeißen. Das Gefährliche: Hierbei kann im schlimmsten Fall die komplette Kralle herausgerissen werden. Es drohen Entzündungen – und starke Schmerzen.

Vernachlässigt Herrchen oder Frauchen das Kürzen der Nägel, wird der durchblutete Bereich der Kralle weiter Richtung Nagelspitze wandern, was das Kürzen wiederum erschwert. Ein Teufelskreislauf. Regelmäßige Krallenpflege? Sollte unbedingt zum Pflegeritual dazu gehören.

Woran erkenne ich, dass die Krallen gekürzt werden müssen?
Nicht bei jedem Hund ist das Krallenschneiden notwendig. Oftmals nutzen sich die Krallen auf Asphalt und harten Belägen auch von alleine ab. Geht der Hund aber vor allem auf Wiesen und im Wald spazieren, so ist dieser Effekt nicht mehr gegeben. Die Krallenlänge sollte regelmäßig kontrolliert werden.

Hundekrallen kürzen



Doch wann sind die Krallen zu lang? Das lässt sich ganz einfach herausfinden:

Wenn dein Hund steht, sollten seine Zehen den Boden nicht berühren. Sehen die Krallen deines Hundes so aus wie beim Hund oben auf dem Bild, ist es Zeit für eine Pediküre.
Wenn du die Pfote deines Hundes hochhältst, sollten die Krallen nicht länger sein als der Ballen des dazugehörigen Zehs.
Hörst du ein Klicken, wenn der Hund über den Parkett oder die Kacheln in der Küche läuft? In diesem Fall sind die Krallen ziemlich sicher zu lang.
Tipps für das Krallenschneiden beim Hund
Wer seinem Hund die Krallen schneiden möchte, der benötigt vier Dinge: eine Krallenschere, viel Licht, eine ruhige Hand und einen vor allen Dingen: einen ruhigen Hund.

Vor dem ersten Krallenschneiden sollte daher darauf geachtet werden, dass der Hund das Berühren der Pfoten durch den Menschen gewohnt ist und nicht als unangenehm empfindet. Sonst könnte der Vierbeiner die Pfote während des Krallenschneidens ruckartig wegziehen. Es drohen Verletzungen. Trainieren lässt sich dies beispielsweise über das klassische „Gib Pfote“- Training.

Wenn du dich selbst unsicher fühlst, dann überträgt sich dieses Gefühl auch auf deinen Hund. In diesem Fall solltest du die Krallenpflege einem Profi (z.B. deinem Tierarzt oder dem Hundesalon deines Vertrauens) überlassen oder dir das Krallenschneiden von einem solchen zeigen lassen.

Welches Werkzeug benötige ich?
Die am weitesten verbreiteten Werkzeuge zur Krallenpflege sind Krallenzangen. Wichtig: Sie sollten gut geschärft sein und sicher in deiner Hand liegen. Krallenschere funktionieren nach dem gleichen Prinzip wie eine Nagelschere für den Menschen. Der Unterschied liegt darin, dass die Hundeschere einen gleichmäßigen Druck von allen Seiten auf die Kralle ausüben sollte, so dass diese nicht gequetscht wird. Auch sollte man sich nicht darauf verlassen, dass der Hund während der Nagelpflege vollkommen stillhält. Krallenscheren haben daher oft runde Schneidflächen, deren Form einer Kralle nachempfunden wurde.

Neben diesen Krallenscheren gibt es Guillotine-artige Modelle, bei denen die einzelne Kralle durch eine Öse geschoben werden muss. Ziel ist auch hier die Kralle währen des Kürzens nicht zu quetschen. Derartige Krallenscheren sind nur zu empfehlen, wenn der Hund während des Krallenkürzens entspannt ist. Ist der Vierbeiner unruhig, sollte eine andere Schneidevariante gewählt werden. Sonst könnte die Kralle zu tief abgeschnitten werden.

Für unsichere Herrchen und Frauchen bieten sich auch elektrische Krallenschleifgeräte an. Hier ist die Verletzungsgefahr niedriger als bei Krallenscheren. Krallenschleifgeräte funktionieren wie eine Feile. Aufgrund der Geräusche, die ein Schleifgerät verursacht ist es ratsam den Hund langsam an den Apparat zu gewöhnen.

Hundekrallen richtig schneiden
Die Krallen eines Hundes lassen sich am einfachsten schneiden, wenn der Hund entspannt auf der Seite liegt. So können die Lichtquellen am besten arrangiert werden, damit das rosarote Innenleben der Kralle, die Nerven und Blutgefäße, gut sichtbar ist. Dies ist insbesondere bei dunklen Hundekrallen wichtig, um das Verletzungsrisiko zu verringern. Denn eine Hundekralle besteht aus Horn, das fast bis zur Spitze sehr gut durchblutet ist. Wird zu viel vom Nagel abgeschnitten, entsteht eine Blutung. Zudem tut es dem Hund weh! Keine guten Voraussetzungen für ein weiterhin kooperatives Verhalten des Hundes.

Generell sollten die Krallen schrittweise gekürzt werden. Das bedeutet, dass jeweils eine kleine Scheiben von etwa 1 mm abgeschnitten wird, bis die optimale Länge erreicht ist. Zu den Blutgefäßen sollte mindestens ein Abstand von 1 mm eingehalten werden.
Dieses Vorgehen empfiehlt sich vor allem, wenn dein Hund schwarze Krallen besitzt, denn hier ist es fast unmöglich das Blutgefäß zu erkennen. Entsprechend hoch ist die Verletzungsgefahr. Wird die Kralle allerdings in kleinen Scheibchen abgeschnitten, ist eine Veränderung des „Materials“ erkennbar: Je näher der durchblutete Bereich ist, desto besser ist ein heller oder rosafarbener (bei hellen Krallen) bzw. schwarzer oder dunkler Punkt in der Mitte (bei dunklen Krallen) sichtbar.

Wichtig: Die sog. „Wolfskralle“, die sich bei manchen Hunderassen an der Innenseite der Hinterläufe befindet, darf nicht vergessen werden. Diese ist ein Überbleibsel der Evolution und erfüllt heute keine Funktion mehr. Da sie den Boden jedoch nicht berührt und daher nicht auf natürliche Weise abnutzt, muss sie geschnitten werden. Sonst drohen schmerzhalte Einwachsungen.

Was tun wenn die Krallen bereits sehr lang sind?
Wer das Kürzen der Nägel vernachlässigt hat, wird das Phänomen kennen: Der durchblutete Bereich wächst immer weiter in Richtung Nagelspitze. Diese Entwicklung lässt sich jedoch aufhalten und sogar wieder umkehren: Je öfter die Krallen gekürzt werden, desto weiter bilden sich die Blutgefäße in der Kralle zurück. Das bedeutet also, dass auch extrem lange Krallen (von Hunden, die z.B. aus katastrophalen Haltungen stammen) mit regelmäßiger Pflege wieder in einen normalgesunden Zustand zurückversetzen kann.

Man kann das natürlich noch mehr "verwissenschaftlichen" (wie vieles, besser gesagt alles über Hunde ), aber ich finde das das so erstmal ausreicht, so als erste Infos.


Quelle: https://www.tierisch-wohnen.de/hund/hundekrallen-richtig-schneiden-anleitung/
"Alt gewordenen Pferden das Gnadenbrot zu geben und Hunden nicht nur, wenn sie jung sind, sondern auch im Alter Pflege angedeihen zu lassen, ist Ehrenpflicht eines guten Menschen."(Plutarch von Chäronea, 45 - 120, griechischer Philosoph)
CEEYEET
  • Halbstarker
Beiträge: 297
@tomstep Vielen Dank für deine äußerst wichtigen Tips. Ich hab das vorher auch nicht gewußt. Dadurch, daß unsere Hunde ja im Garten rumstromern und selten auf Asphalt laufen, wenn dann auf weichen Waldboden, bin ich gezwungen regelmäßig Krankenpflege zu betreiben. Ich war damals auch beim TA und bat ihn, mir das fachgerechte schneiden der Krallen zu zeigen. Hab ich nicht verstanden, denn er dass bei Hunden die Krallen nicht geschnitten werden, da diese abgelaufen würden. Seitdem mache ich die Nagelpflege alleine. Aber wer das nicht weiß, der kann böse Überraschungen erleben.
frau_mahlzahn
  • Forenwelpe
Beiträge: 60
Bei meinem Hund war es in den ersten Lebensjahren nicht notwendig die Krallen zu schneiden. Entweder sind sie da langsamer gewachsen oder haben sich schneller abgenutzt. Mit ca 7 Jahren habe ich dann ein Klackern gehört und auch gemerkt, dass mein Hund sich durch die zu langen Krallen ein wenig anders bewegt. Seitdem kürze ich die Krallen.

Ich habe verschiedene Werkzeuge zum Krallenkürzen ausprobiert, bis ich das für uns passende gefunden habe, eine Krallenzange. Das Kürzen der Krallen habe ich dann kleinschrittig mit Belohnungen aufgebaut. Inzwischen funktioniert es absolut problemlos.
malteser
  • Forenwelpe
Beiträge: 56
Ich lass die Krallenpflege von einem Hundefrisör machen. Nachdem sich mein Hund das beim TA nicht mehr so gefallen lassen wollte. Der Tierarzt wollte unseren Hund doch tatsächlich in Narkose legen zum Krallenschneiden. Unmöglich. Beim Hundefrisör klappt es ganz gut.
CairnLover
  • Begleithund
Beiträge: 886
Bei unseren Hunden ist das Schneiden der Krallen bisher nicht nötig, da sie die durch das Laufen ausreichend abnutzen.
Wer Schreibfehler findet, darf sie behalten.
Shibaherz
Beiträge: 21187
+ 1
Danach hat die TE-in nicht gefragt, CairnLover.

Man kann sich das auch beim TA zeigen lassen.

...
Man sieht nur mit dem Herzen gut.Das wesentliche ist für die Augen unsichtbar (Antoine de Saint-Exupéry)
CairnLover
  • Begleithund
Beiträge: 886
Original von Shibaherz:

Danach hat die TE-in nicht gefragt, CairnLover.

Man kann sich das auch beim TA zeigen lassen.

Da hast Du Recht.
Aber wenn Du es heute so genau nehmen willst. Sie wollte auch nicht wissen, wer das beim TA oder Hundefrisör machen lässt und dass man es sich dort auch zeigen lassen kann, sondern hat explizit das Forum gefragt, auf was man achten muss. Und das wurde von unserer lieben Karinar und vor allem tomstep auch schon umfassend beantwortet.
Sicher finden sich bei youtube auch ausführliche Videos zum Thema.
Wer Schreibfehler findet, darf sie behalten.
Shibaherz
Beiträge: 21187
+ 1
Ob Du bei Deinen Hunden die Krallen schneiden musst, danach hat sie Dich eben NICHT gefragt.

Es ist doch notorisch, dass HH hier aus kostensparenden Motiven heraus anfragen.

Wenn man sowieso mit dem Hund beim TA ist, und sich bei der Gelegenheit zeigen lässt, wie die Krallen zurückgeschnitten werden, dann ist das eine sehr praktische Hilfe (war bei mir so.)

Für mich ist das jetzt nur ein Beispiel, wie Du bei Deiner enormen Selbstwertschätzung Dich bei JEDEM Thema (und, so es möglich ist, in ausufernden Essays) zu Wort meldest; auch, wenn Du inhaltlich nichts zur Beantwortung der gestellten Frage beiträgst.
In diesem Verhalten liegt mMn ein Grund für Deine (vermeidbare) Unbeliebtheit hier.
Weniger ist manchmal mehr!

...
Man sieht nur mit dem Herzen gut.Das wesentliche ist für die Augen unsichtbar (Antoine de Saint-Exupéry)
Zuletzt geändert am 12.05.2018 19:36 Uhr
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