Tank hat immer mehr angst vor allem

Lizzy09
  • Forenwelpe
Beiträge: 14
Hallo erstmal, ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen bin echt am verzweifeln.
Mein Rüde Tank 14 Monate alt, hat immer mehr Angst vor allen Geräuschen und Dinge.
Er ist an sich ein sehr sensibler Hund, das war er schon als Welpe. Wir waren damals mit ihm in der HuSchu aber dort
hatte er schon Probleme über Papier etc. zu laufen.... alles was neu ist macht ihm Angst. Dabei würde ich gerne mit ihm Inliner fahren gehen so wie mit meiner anderen Hündin. Aber mit ihm ist mir das nicht sicher, da er sofort aufschreckt und vor allem wovor er Angst hat wegrennen möchte. Spazieren gehen wird immer mehr ein Kampf, wenn etwas auf der normale Spaziergang Route liegt was vorher noch nicht da war wird ein Bogen gemacht. Ich selbst hab ihn in seiner Angst nie bestätitg, weder geb ich ihm Leckerlis noch versuch ich ihn zu trösten. Ich bleib souverän und lauf meinen Weg. Da er sich aber nicht ablenken lässt und mich auch dabei nicht anschaut sieht er nicht wenn ich versuche zu gähnen oder auf gelangweilt mache..... sobald wir auf dem Heimweg sind macht er schneller damit er so schnell wie möglich nur nach Hause kommt. Zuhause angekommen ist er wie ausgewechselt, holt sein Spielzeug und will den ganzen tag gekrault werden.
Ich hab ihn als Welpen von einem sehr guten Züchter bekommen der mir auch mit Rat und Tat zur Seite steht, aber er weiß selbst nicht was da los ist. Wir haben ihn mit 14 Wochen gekauft und eine Woche später abgeholt. Er hat Papiere etc. leider fällt er aus der Reihe da er damals als Welpe schon der größte war, sowohl seine Mutter als sein Vater waren aufgeschlossen und freundlich, wenn es vererbt wurde dann meinte der Züchter das es nur von dem Vater seiner seite sein kann, da der Vater ein Us-Import ist... aber ich denke nicht das es an der Zucht liegt da ja nur wir die Probleme haben und ich auch mit den anderen Welpenkäufer in Kontakt stehe.
Tank schläft Nachts in seinem Kennel, aber auch Tagsüber geht er da rein manchmal wenn er Angst bekommt weil ein Düsenflieger vorbei geflogen ist rennt er da auch rein oder unter den Tisch. Als Welpe war er auch nie neugierig, aber er hatte damals nicht soviel angst wie nun. In der Welpenspielgruppe war er damals auch der erste der in die Bälle (spielkasten voller Bäller) reingesprungen ist. Das würde er glaub ich heute nicht mehr machen. Als er das Welpentraining beendet hatte und ab 6 Monaten nachdem er von einem Collie angeriffen wurde in der HuSchu bin ich dort auch nicht mehr hin, das Junghundetraining hat ihn mehr gestresst als das er etwas gelernt hat. Tank ist ein richtiges Kraftpaket und wenn er Angst hat zieht er an der Leine, ansonsten läuft er schön neben mir, wie meine andere Hündin (die genau das gegenteil von ihm ist) auch. Ich will nur das es ihm besser geht, darum meide ich schon befahrene Straßen und fahr mit ihm, etwas weiter weg damit wir in Ruhe spazieren gehen können. Mir kommt es auch so vor das er an der Leine mehr Angst hat als ohne. Denn ohne Leine geht er nur 1 Meter zurück schaut sich das ganze an und läuft dann weiter. An der Leine hingegen schaut er jede Minute nach hinten und hoft das dort nix kommt...... da er aber Menschen gegenüber zu freundlich ist und diese gerne abschlappert muss ich ihn an die Leine nehmen sonst würde die Knutschkugel jeden abküssen. Ich habe schon viele Hunde gehabt und bin auch mit Hunden groß geworden.... eine HuSchu kommt vor mich immo nicht in Frage da wie gesagt ihn das mehr stresst. Da wir ihn von klein auf hatten kann er keine schlechten Erfahrungen gesammelt haben, zudem hab ich ihn erzogen wie meine kleine Hündin auch. Bestrafen tu ich ihn nur mit nicht beachten geschlagen worden oder sowas ist er noch nie das könnte ich auch nicht.... angeschrien hab ich ihn schonmal aber nur weil er mich als Welpe immer angepinkelt hat und das immer auf meinen Rücken, was das zu bedeuten hat hat mir noch niemand gesagt und gefunden hab ich darüber in keinem Artikel was. Also ich bräuchte gute Ratschläge..... am besten mit Leuten die Erfahrung damit haben. Ach ja Tierarzt kann alles auschliessen er ist super in Form und zudem liebt er die Tierärztin und zeigt sich da nur von der besten Seite.
Lolobrigida
  • Halbstarker
Beiträge: 299
+ 1
Wovor hat er den konkret Angst?
Du schreibst, dass er gegenüber Menschen einfach nur lieb ist - also keine Angst vor Menschen?
Hat er Angst vor anderen Hunden?
Hat er Angst vor Schatten, Lärm, verschiedenen Untergründen (Laub, Wiese, Asphalt) - welche Art von Lärm?
Wie hat sich der Hund beim Züchter mit seinen Wurfgeschwistern verhalten?
Welche Geräusche hat er beim Züchter kennengelernt und welche machen ihm jetzt Angst?
War er evtl. der Kleinste und Schwächste?
Welcher Deiner Hunde ist der Rudelführer und welche Position hat Dein Tank in Deinem Hund-Mensch-Rudel?
Kannst Du das etwas näher beschreiben?

Übrigens, schlechte Erfahrungen manifestieren sich auch bereits in den ersten 6 Lebenswochen eines Welpen, nicht nur erst später. Manchmal sind die Auslöser dem Züchter auch nicht bekannt, weil er selbst und die anderen Hunde diese Gefahr gar nicht wahrgenommen haben, vor der sich jetzt Dein Hund ängstigt.

Wenn Du die angstauslösenden Kriterien besser kennst, mußt Du versuchen, soviel Vertrauen zu Dir bei Deinem Hund aufzubauen, dass, wenn Du vorgehst auf die "Gefahr" zu und diese möglichst berührst, Dein Hund folgt und die "Gefahr" mit seiner Nase untersucht. Dafür brauchst Du viel Zeit und Geduld. Erst wenn Dein Hund feststellt, dass Dir nichts passiert, wird er sich der Gefahrenquelle nähern und daraus lernen.

In meiner Hundeschule sind oft Hunde, die über den Tierschutz an unseren Hundetrainer als letzte Rettung gegeben werden, damit er sie sozialisert (also auch die Angst nimmt). Oft laufen diese Hunde beim Gruppentraining "mit", dass heißt, sie sind unangeleint und frei auf dem eingezäunten Gelände und werden NICHT ins Training aktiv mit einbezogen. Nach einigen Wochen merken wir HH dann oft, dass sich diese Hunde von allein an die anderen Hunde anschließen und sich uns nähern. Erst danach arbeitet unser Hundetrainer mit ihnen und führt sie nach und nach an die "bösen Angstauslöser" heran. Er arbeitet aber auch viel alleine mit diesen Tieren.
Ich kannte früher schon seinen Vater als Hundetrainer und bin jetzt wieder seit 4 Jahren bei ihm. Bisher hat er auf diese Weise alle aussichtslosen Fälle wieder sozialisieren und neu vermitteln können.

Ich denke nur, ganz ohne HUSCHU bzw. Einzelunterricht wirst Du es nicht schaffen. Suche Dir am Besten entsprechende Unterstützung z. B. über den Verband der Hundetrainer, den VDH oder evtl. auch den örtlichen Tierschutzverein. Die wissen meistens, wer in solchen Fällen als Hundetrainer geeignet ist.

Grüße

Lolobrigida
Lizzy09
  • Forenwelpe
Beiträge: 14
Also Angst hat er vor alles am meisten vor Fahrrädern und Motorräder, also alles was laut ist. Vor Menschen hat er keine Angst, ausser diese haben vor Hunden Angst und schreien oder machen heftige Bewegungen dann schreckt er natürlich auch zurück (wir haben sehr viel Besuch zuhause damit kennt er sich aus).
Also mit meinem Hund in die Stadt gehen spazieren laufen wäre unmöglich.... da sind zuviel fremde Geräusche. Vor Untergründen hat er keine Angst mehr, das hab ich versucht ihm alles näher zu bringen, er schwimmt auch gerne.....
Er war eigentlich der Größte und Dominant so das nur er und seine Schwester seperat in Welpenwurfkisten gefüttert wurden. Damit die kleine was abbekommt und damit der dicke nicht allen das Futter wegfrisst. Wir haben ihn 4 mal gesehen bevor wir ihn bekommen hatten, da war er ziemlich aufgeweckt und sobald er zu den anderen durfte war er im Angriffswahn. So das der Züchter noch meinte (er bräuchte eine gute Führung) und da ich ja schon immer Bulldoggen hatte meinte er das es passt. Daheim angekommen ist er auch immer auf meine Große los, diese lässt sich aber immer alles gefallen und hat sich auf den Boden gelegt damit er sie richtig anknabbern darf. Der Züchter hat ihm die herkömmlichen Umwelt Geräusche dagebracht.... (kein einziger Welpe vom Wurf zeigte die Probleme auf).
Tank wurde nach 5 Wochen als er bei uns war leider krank, da ihn ein andere Hund mit irgendetwas angesteckt hatte, so musste wir auch die Welpenstunden ausfallen lassen.... er war damals sehr anhänglich.... (wie jedes krank Tier). Als er wieder Fit war gingen wir ein paar wochen später wieder mit ihm in die HuSchu.... dort hat ihn dann ein Collie 9 Jahre angegriffen (Hund von einem neuen Hundetrainer), es war nur kurz aber zeit da an hat er sich geändert, er war in der Welpenspielstunde auch immer der dominante..... und dann auf einmal war er so klein mit Hut! Vielleicht weil ich ihn damals nicht beschützt habe aber der Leiter meinte ich soll nicht dazwischen... und ab dem Zeitpunkt hat ihn meine kleine auch immer Dominiert und ist auch so die dominante Zuhause, beide fressen aus ihren Näpfen Lizzy geht an seinen er darf aber nicht an ihren.... all sowas. Alle aus dem Wurf haben eine Schulterhöhe von 38-40 cm Tank hingegen 55cm er sticht hervor, das hat uns der Züchter auch damals gleich gesagt das der dicke nicht ohne sein wird aber das er sich um 180° wendet hätte ich nie gedacht.
Nele12345
  • Halbstarker
Beiträge: 408
+ 1

Hallo

Ich glaube als er in der Hundeschule gebissen wurde war das ein sehr einschneidendes negatives Erlebnis für ihn, was ihr nicht aufgearbeitet habt so das er dir nicht hunderprozentig mehr vertraut. Dafür spricht auch das er an der Leine noch ängstlicher ist als ohne. Du hättest ihn nachdem er gesund war wieder in die Hundeschule mitnehmen müssen und man hätte gezielt mit ein oder 2 anderen Welpen wieder anfangen müssen sie zusammen zu führen so das er diese Angst wieder abarbeiten konnte. Wenn es geklappt hätte mit den zweien dann den nächsten dazu usw.
Ich habe kürzlich ein ähnliches Erlebnis mit meiner Hündin gehabt, sie wurde aus heiterem Himmel auf einmal ins Bein gebissen, gut es hat nicht geblutet aber an ihrem jaulen und humpeln habe ich schon festgestellt das es ihr ganz schön weh getan hat, ich konnte leider nicht eingreifen da es keinerlei Anzeichen für diesen Angriff gab und meine Hündin nur dagestanden hat und er ihr im vorbei gehen ins Bein gebissen hat. Meine Hündin ist mega sozial und hat noch nie Probleme mit anderen Hunden gehabt und ich gehe seit 2 Jahren mit ihr zu Hundeschule und zu Hundespielstunde für erwachsene Hunde. Fazit aus dieser Beissattacke des anderen Hundes: meine so soziale Hündin ging in der nächsten Spielstunde auf einen anderen Hund los der sie angeknurrt hatte. Wir sind natürlich sofort dazwischen, er gab keinerlei Verletzungen, aber es zeigt deutlich das sie ängstlich geworden war, aber eben nicht abhaute sondern nach dem Motto :Angriff ist die beste Verteidigung umgeschaltet hatte. Es hat einige Hundespielstunden gedauert wo ich sie öfters in ihre Schranken gewiesen habe, aber sie auch wieder ihre Angst verloren hat vor anderen Hunden. Jetzt spielt sie wieder ganz nochmal ohne zu zicken, ruppig zu werden und ohne Angst mit ihren ca 30 Hundekumpels in der Spielstunde.
Aber deinen Hund nur in Watte packen und immer weniger Geräusche etc an ihn ranlassen ist denke ich auch kontraproduktiv. Ich würde mal mit deinem Tierarzt sprechen und schauen ob er nicht mal eine Bachblütentherapie gegen Angst ausprobieren könnte oder was er ansonsten für ratsam hält deinen Hund zu unterstützen. Ferner würde ich versuchen sein Grundvertrauen wieder herzustellen (er hat zwar Vertrauen zu dir, aber ich glaube kein absolutes Vertrauen mehr). Such dir einen guten Hundetrainer oder Hundespychologen der dir hilft deinem Hund die immer größer werdende Angstschraube zu unterbrechen und mit ihn dann an seinen Ängsten zu arbeiten.
Meine Nele war als ich sie bekam eine total verängstigte Hündin (sie kam aus einer Tötungsstation und wurde in ihrem damaligen Leben misshandelt und war fast verhungert). Wir haben viele Sachen vor denen sie Angst hatte ausgesessen,
sie hatte z. B. auch Angst vor lauten Treckern, Lkw`s etc. also haben wir uns in der Nähe der Straße hingestellt in einem Abstand den sie gerade noch ertragen konnte und ich habe sie Sitz machen lassen und wir sind wortlos dort einige Minuten stehen geblieben danach viel gelobt/Leckerlie weil sie sitzen geblieben ist und nicht versucht hat weg zu kommen. Und sobald ich merkte sie wirkte viel ruhiger, sind wir beim nächsten mal
ein Stückchen näher zur Straße gegangen usw. Sie hat durch diese täglich mehrfache Übung erlebt das ihr nix passiert.
Alles in allem hat es weit über ein Jahr gebraucht bis wir ihre vielen Ängste abgearbeitet hatten, nach dem das Grundvertrauen in mich da war ging es auch mit der Abarbeitung der Ängste schneller.
Ich würde deiner Lizzy auch nicht erlauben das sie an seinen Napf darf! Auch hier musst du deinen Tank schützen, auch wenn sie ihn in anderen Dingen dominiert versuche das zu unterbinden wie soll er vollstes Vertrauen entwickeln wenn du ihn nicht mal zuhause unterstützt. Du musst sein Selbstbewusstsein wieder aufbauen, z. B. durch einen kleinen Hindernisparcours bei euch im Garten den ihr dann zusammen erobert und immer viel loben. Ihr müsst sozusagen zusammen Stück für Stück die Welt neu erobern.
Ich wünsche dir viel Ruhe und Gelasseneheit und Ausdauer beim Aufarbeiten von Tanks Ängsten.
LG Renate
Lizzy09
  • Forenwelpe
Beiträge: 14
+ 1
Das mit dem Tipp vom Hundefutter hab ich mir zu Herzen genommen..... jetzt ist es genau anderst rum -.- , Irgendwie ist es ja lustig zu sehen wie er sich wandelt. Er hat einen großen Sprung gemacht... die Autos stören ihn nicht mehr.... nur noch Fahrräder aber nicht alle Fahrräder nur E-bikes. Besonders vor dem gelben E-bike der Postbotin hat er Angst, weil diese es auch immer wieder schafft das E-bike hinfallen zu lassen bzw. quietschend zu bremsen und es zwischen mir und meinen Hunden stellt. Die Postbotin kooperiert mit uns mit und hat nun immer Leckerlis dabei die sie ihm gibt, aber er ist sehr zögernd das wird wohl noch eine weile dauern.

Ich hab 2-3 Hundetrainer zu Rat gezogen... leider konnte mir diese nur eher dürftige Tricks raten und jeder hat mich zur Tierärztin geschickt... diese meinte das es nicht nötig sei.... (ich muss dazu sagen bei der Tierärztin stellt sich Tank auch immer wie der Vorzeige-Hund dar). Er springt auf den Behandlungstisch streckt den Kopf nach oben als wäre er der Chef.
Da meinte meine Tierärztin das ist ja ein stolzer Hund, sie kann keine Angst feststellen, auch als ich auf meine Bitte vor die Tür mit ihr und Tank gelaufen bin.... nix... *Verräter Tank* XD

Naja... ich hab das nun auf meine Weise gemacht, ich hab ihn einfach mal Sprichwörtlich ins Kalte Wasser geworfen... ich hab mir vorgenommen mit meinem Hund Sport zu machen also dachte ich mir einfach, schnapp dir den Hund ab auf die Inliners und versuch es mal ( am Anfang bin ich erstmal in einen ruhigen Ort mit ihm gegangen, Leckerlis dabei und für den Notfall die Schuhe). Also fuhr ich mit meinen Inlinern... Tank erstmal ohne Leine... und siehe da dem Hund macht es nix aus! Es gab viel Lob und Leckerlis.... dann mit Leine schön nah an mich ran.... 30min schön durchgefahren.... es war TOLL!!!! Das hab ich nun 2-3mal die Woche mit ihm gemacht.... wenn er am Rennen ist und Fahrradfahrer fahren an uns vorbei ist es ihm Scheißegal (sry die Aussprache)... wenn wir fertig mit dem sprinten sind und er ausgepowert ist dann kann ich ohne zu ziehen an der Leine schön mit ihm laufen.... ihm ist jeder Lärm dann egal.... Ausser er sieht das Gelbe E-bike (o.O) naja das ist das einzige was noch fehlt.... ansonsten bin ich voll auf zufrieden mit ihm. Er läuft auch richtig schön neben dem Fahrrad... so kann ich mit beiden schön immer durch den Wald fahren und nix passiert!

Dieses Auspowern hat ihm glaub ich gefehlt... ich bin zufrieden mit ihm... mein Riesen Baby ! Und das gelbe Böse E-bike schaffen wir auch noch!
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