Subklinische Schilddrüsenunterfunktion?

Gast
  • Forenwelpe
Hallo,
ich bin neu hier und bedanke mich schonmal für eure Hilfe!

Es geht um meinen ca. 10-jährigen Hund der immer nervöser wird und sich vor alltäglichen Dingen plötzlich fürchtet, eine Verhaltenstherapeutin hat uns empfohlen mal die Schilddrüsenwerte überprüfen zu lassen.
Das haben wir getan, ich bin mir jetzt aber nicht sicher ob diese auf eine subklinische Schilddrüsenunterfunktion hindeuten können und ob wir vielleicht noch Werte nachtesten lassen sollen.

Ich habe auch noch Werte von 2014:
TSH: 0,31 (<0,60)
T4: 18,90 (17,00-37,00)

2016:
TSH: 0,53 (<0,60)
T4: 26,80 (17,00-37,00)

Ich frage deshalb weil bei den Werten von 2014 T4 grenzwertig ist und von jetzt TSH an der oberen Grenze - heißt das womöglich etwas?

Vielen Dank!!
Feuerwolf
  • Begleithund
Beiträge: 1260
Was für eine Rasse ist Dein Hund? Ist er für seine Rasse als Senior anzusehen?
Die Schildrüsenwerte sind ja im Normbereich. Evtl. zu einem Endokrinologen in einer Tierklinik gehen (Spezialist für Drüsen incl. Schilddrüsen)
Es kann aber auch sein, dass Dein Hundi dement wird / ist. Bei der Senilität kommt es auch zu solchen Wesenseränderungen beim Hund.
Sieht er noch gut oder hat er da auch schon Einschränkungen? Wie steht es mit dem Gehör?
Sind die Sinne beeinträchtigt, er nicht mehr so gut sehen und hören kann, kann ein Hund unsicher werden im Alter.
LG Feuerwolf
Lincan
  • Begleithund
Beiträge: 1393
Das Verhalten kenne ich von Hunden, deren Sinnesleistungen extrem nachgelassen haben, z.B. blind werden (häufigste Ursache). Wenn sie sich dann an ihren neuen Zustand gewöhnt haben, sind sie dann oft nicht mehr so unsicher und kommen ganz gut damit zurecht.

Wie verhält sich dein Hund denn sonst so? Läuft er manchmal gegen Objekte, denen er früher ausgewichen ist? Fängt er plötzlich an zu schleichen/sich abzuducken, wenn er über eine sich spiegelnde Fläche gehen muss (z.B. nasser Asphalt) oder von einem Zimmer in das andere oder bei Lichtunterschieden, z.B. von hellem Terrain zu dunklem Abschnitt (Kellertreppe runter) usw.?

In seltenen Fällen kann die Ursache ein Kopftumor sein, aber das glaube ich jetzt nicht sondern habe zuallererst die o.g. Dinge in Verdacht.

Mein Senior bellt z.B. nicht mehr vorhandene (= verstorbene) Rudelmitglieder an, um sie aufzufordern, mit in den Garten zu kommen. Das macht er aber nicht immer

Trinkt dein Hund denn auch genug? Das machen Hunde nämlich oft im Alter nicht mehr, genauso wie es bei Menschen Senioren ist.

Hat er Zahnschmerzen? So etwas kann sich auch auf das ansonsten normale Verhalten negativ auswirken, entweder mit Unsicherheit oder Aggression.

Ist er denn sonst körperlich durchgecheckt worden? Auch andere Krankheitsherde können Verhaltensveränderungen hervorrufen (Spondylose, sonstige Blockaden, Nierenprobleme/Nierengrieß und noch andere "nette" Dinge....).

Und manchmal gibt es sogar einen Auslöser/ein Schlüsselerlebnis, das dann generalisiert wird......

Ist dein Hund vom Typ eher zurückhaltend/schüchtern oder eher robust mit starkem Nervenkostüm?

Und zuletzt >> hat dich deine Verhaltenstherapeutin auch auf diese Dinge aufmerksam gemacht oder kam sie gleich nur auf die SDU? Ich frage es deshalb, weil der Begriff Verhaltenstherapeut für Hunde nicht geschützt ist und sich damit auch unerfahrene und nicht viel wissende Menschen schmücken.... Hast du dir mal ihre Qualifikation vorlegen lassen bzw. steht auf dem Flyer/der HP ihr kynologischer Werdegang? hat sie z.B. bei Thomas Riepe gelernt oder bei Michael Grewe oder Ziemer & Falke oder, oder, oder....?

Für mich gehört auch das zum Thema - und außerdem bin ich neugierig, ähem, nö, wissbegierig !
Nicht meine Hunde brauchen einen Maulkorb sondern ich!
Lincan
  • Begleithund
Beiträge: 1393

Nachtrag

Ich kenne einen Fall, bei dem ein Hund aus dem Tierschutz frühkastriert worden war und schon von Anfang an ein unsicheres Verhalten zeigte, das eher schlimmer als besser wurde.

Die Ursache hatte niemand herausgefunden - auch die Tierärzte nicht - bis er bei einem epileptischem Anfall dann doch verstarb (er war 5 Jahre). Man fand dann heraus, dass er einen seltenen Kopftumor hatte, der von der Nase ausging (er hatte nie wirklich riechen können) und dann von innen die Augen beeinträchtigte und schließlich das Gehirn.

So etwas ist extrem selten und führt normalerweise schon im ersten Lebensjahr zum Tode, kann also bei deinem Hund nicht sein.

Bzgl. Senilität >> hierbei können sich auch Wahrnehmungen bzgl. Essensaufnahme verändert haben, z.B. Hungergefühl, obwohl grad gefressen usw.

Hunde sind eben auch nur Menschen.....
Nicht meine Hunde brauchen einen Maulkorb sondern ich!
Lincan
  • Begleithund
Beiträge: 1393

Noch'n P.S.:

Jetzt habe ich grad gesehen, dass du einen Chesa-Lhasa-Mix hast.

Beim Lhasa kann es PRA geben – möglicherweise kann dein Hund wirklich nicht mehr gut sehen bzw. verschwindet sein Sehvermögen sehr schnell (PRA = progressive Retinaatrophie = Netzhautablösung >> führt zur Erblindung). Das kann auch erst im Alter auftreten.

Die Mischung ist ja genial Ich vermute mal, dass der Chesa die Mutter ist, oder?

Übrigens >> es gibt auch merkwürdige Reaktionen auf Nervengifte wie Spot-ons, Tabletten Halsbänder gegen Flöhe, Zecken usw. - die Liste der möglichen Ursachen ist also lang....
Nicht meine Hunde brauchen einen Maulkorb sondern ich!
Zuletzt geändert am 26.05.2016 08:01 Uhr
Feuerwolf
  • Begleithund
Beiträge: 1260
Auch der Chesa kann unter einer Retina-Dysplasie leiden mit z.T. kompletter, aber auch unvollständiger Ablösung der Netzhaut. Kommt dann eine altersbedingte Sehschwäche noch dazu, sieht der Hund früher immer weniger als andere.

Wieso warst Du denn eigentlich bei einer Verhaltenstherapeutin?? Was sagt Dein Tierarzt dazu ?

Bin gespannt ...ähem......nein.....auch wissbegierig wie Lincan.... ....griiiins......
Feuerwolf
  • Begleithund
Beiträge: 1260

@Sasa00

Schade......da geben wir Antworten und machen uns Gedanken......dann kommt nix zurück......traurig........
Gast
  • Forenwelpe
Hallo,

also erstmal vielen vielen Dank für eure Antworten!

Ich habe deshalb bis jetzt nicht geantwortet weil ich blöderweise meinen Beitrag als Lesezeichen gespeichert habe und wann immer ich geschaut habe ob jemand geantwortet hat, habe ich nur meinen gesehen...nur durch Zufall habe ich gesehen dass es sehrwohl Antworten gibt, tut mir leid...
Und den nächsten Blödsinn den ich gemacht habe - ich konnte bei der Anmeldung nicht einfach angeben (oder ich habs nur nicht gesehen) dass ich einen Mischling habe, ich musste wählen was für ein Mischling er ist und das ist leider nicht bekannt. Er kommt aus der Slowakei, wohl eine Mischung aus Allem ein bisschen, Labrador könnte mit drinnen sein... deshalb habe ich einfach irgendetwas ausgewählt - dachte dass ist sowieso nicht relevant ://

Er sieht gut, er hört gut, wir lassen ihn einmal im Jahr komplett durchchecken. Wenn er nicht so eine graue Schnauze und mittlerweile immer mehr graue Haare überall hätte würde man meinen dass er noch jung ist. Läuft und spielt wie ein Junger. Also ich weiß nicht ob es da einen Zusammenhang gibt, aber ich glaube nicht dass er langsam dement wird, er zeigt auch sonst keine Auffälligkeiten...

Er war immer schon eher ein nervöser Hund, aber jetzt wird es langsam immer extremer, vor allem bei so "lächerlichen" Dingen. z.B. wenn ich irgendetwas "zu laut" auf den Tisch lege, wenn ich mit einem Messer Butter aus der Butterdose nehme und es ein "klack" macht - dann rennt er panisch davon und schaut mich an als ob ich ihm schon jemals etwas getan hätte, kommt dann nach guten Zureden geduckt mit eingezogenem Schwanz und fragendem Blick zwar wieder her, ist aber doch einige Minuten unsicher... und ich kann wirklich versichern dass er seit dem er bei mir ist noch nie irgendwie "körperlich" erzogen wurde oder sonst mal einen "Klaps" oder so bekommen hat. Was davor war weiß ich nicht, allerdings war er als er zu uns gekommen ist schon sehr verschreckt - das ist jetzt aber 9 Jahre her...

Die Verhaltenstherapeutin ist gleichzeitig Tierärztin, also kenn sich auch medizinisch aus...

Danke nochmal!
Feuerwolf
  • Begleithund
Beiträge: 1260
Zwischen körperlichem und geistigem Abbau gibt es nicht immer einen Zusammenhang.
Man bzw. Hund kann körperlich dem Alter entsprechend superfit sein aber eine beginnende Demenz haben und umgekehrt kann kann am / Hund größere körperl. Gebrechen bedingt durch ein fortschreitendes Alter haben, aber geistig topfit sein.

Ebenso kann der Mensch nur sehr bedingt durch seine, aus Sicht des Hundes, begrenzte Sinneswahrnehmung, eine Hör- u. Sehminderung zu Beginn erkennen. Der Hund selber nimmt es sehr viel früher wahr als der Mensch durch seine wesentliche bessere Sinneswahrnehmungen, besonders bzgl. Hören und Riechen.
Ist der Hund also eher vom ängstlichen Typ, wird dies ihm also auch eher noch zusätzlich Angst machen als einem Hund mit nervenstarkem Seelenkostüm.
Solltest Du dan nauch noch ängstlich oder unsicher reagieren, verstärkt sich die Ängstlichkeit bei Deinem Hund um einiges.

Und wenn ein Hund vor Gegenstände läuft, ist es meist schon sehr ewit fortgeschritten mit der Sehschwäche. Zuhause wird es wahrscheinlich gar nicht vorkommen, da der Hund seine Wohnung kennt ebenso wie vertraute andere Umgebungen wie Garten oder tgl. Gassi-Gang.
Meist fällt es erst auf, wenn ein Gegenstand an einem anderen Platz steht, neue Gegenstände hinzukommen oder umgeräumt wird, bzw. Ihr Euch mit Hund in einer ihm völlige umbekannten Umgebung aufhaltet.

Wie Du es beschrieben hast, kommt doch eher eine beginnende Sinilität in Frage für mich.

Da kann man aber sehr gut homöopatisch / homotoxikologisch zu Beginn noch entgegenwirken bei einem Tierarzt oder Tierheilpraktiker, der so arbeitet.


@Sasa00: Welche Auffälligkeiten hättest Du denn sonst noch erwartet?

P.S. Ich hoffe/ denke doch, dass Du noch einmal hier vorbeischaust, ob jemand Dir geantwortet hat....Lach.....griiins......
Gast
  • Forenwelpe
Hallo,
ja ich habe es tatsächlich geschafft ordentlich nachzuschauen ob jmd geantwortet hat

ok, aber sind die Schilddrüsenwerte also gar nicht Grenzwertig sodass man noch nachtesten sollte? - hab mal irgendwo gelesen dass wenn TSH eher hoch und T4 normal ist, es sein kann, man aber noch andere Werte braucht...

und ich hoffe das habe ich nicht falsch beschrieben, er fürchtet sich nicht vor diesen Gegenständen, sondern vor dem Geräusch beim zB auf den Tisch legen :/

Wegen anderer Auffälligkeiten - naja man hört ja dass die Hunde dann zB in der Nacht aufstehen und herumwandern oder überhaupt plötzlich aufstehen und vergessen was sie eigentlich tun wollten...solche Sachen meinte ich

Danke
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