Sprichwörter und wo sie herkommen

Steffen
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Jeder kennt sie, doch oft wissen wir nicht welchen Ursprung sie haben.

Sprichwörter!

Hier sollt ihr Sprichwörter mitsamt ihres Ursprungs reinschreiben.

1. Sprichwort:

0815

Diese Beschreibung für eine völlig alltägliche und normale sache kommt aus dem Jahre 1915 in Deutschland. Zu dieser zeit wurde eine neue waffe erfunden, die 8 Millimeter Pistole. Jeder Soldat der deutschen Wehrmacht wurde mit solch einer Waffe ausgerüstet, sodass es völlig normal war diese Waffe zu besitzen.

Es war eben nichts besonderes, eben 0815.
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AlexVogt
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Fast

Es war ein Maschinengewehr MG08, Variante 15 und das "besondere" an der Variante 15 war dass an den Bauteilen das erste mal deutschlandweite Normung zum Einsatz kam (Weiteres trauriges Beispiel dafür, dass die meisten sinnvollen technischen Entwicklungen aus Kriegs- und nicht aus Friedenszeiten kamen). Dazu kommt dass mit dem Ding wohl täglich geübt wurde und das den Soldaten natürlich total zum Hals raushing...
AlexVogt
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"Auf den Hund gekommen"

In den Kassentruhen mit Goldstücken war früher oft auf das untere viertel der Innenwand ein grimmig schauender (Wach-) Hund gemalt, um bei jedem öffnen der Truhe den Schatzmeister symbolisch daran zu erinnern, dass es jetzt an die Notreserve geht

Beginnt man also das Hundebild zu sehen, ist "Man auf den Hund gekommen" und sollte anfangen zu sparen...
Zuletzt geändert am 17.08.2007 13:23 Uhr
Steffen
  • Begleithund
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oh siehst, da dacht ich was zu wissen und schon wars falsch

tja wieder mal ein Beweis, dass Professoren auch nicht alles wissen, denn von denen hatte ich die Geschichte.

hhm peinlich
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AlexVogt
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ja bei den ganzen sprichwörtern weiss man ja eh nie genau... da gibts meistens verschiedene stories.. ich kenn das halt auch aus einer vorlesung wos um das thema "normung" ging...

wieder mal ein beweis dass professoren die geschichten immer so auslegen wie sie sie grade brauchen
Zuletzt geändert am 17.08.2007 13:32 Uhr
Steffen
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aber das macht, das Ganze noch viel interessanter.

Also habt ihr auch Geschichten und Wahrheiten üpber die Herkunft von Sprichwörtern.

dann schreibt sie uns.

Bin gespannt
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Teddy1111
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Bei jemandem einen Stein im Brett haben

Die Redewendung ist schon ziemlich alt. Einen ersten Beleg findet man in Johann Agricolas "Sprichwörtersammlung" von 1529: "Ich hab eyn guten steyn im brette". Ursprung der Redensart ist ein Brettspiel: das "Puffspiel" oder auch "Tricktrack".

Im Spiel hat derjenige einen guten Stein im Brett, der zwei nebeneinander liegende Felder mit seinen Steinen belegt hält, da er so dem Mitspieler das Gewinnen erschwert. Ein guter Freund, der einem zur Seite steht, wird metaphorisch "als guter Stein im Brett" bezeichnet.
Teddy1111
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Jemandem die Schau stehlen

Dieser Ausdruck kommt aus der Welt des Theaters. Wer sich auf der Bühne durch übermäßigen Einsatz so in den Vordergrund spielt, dass er einem anderen den Applaus raubt, stiehlt ihm die Schau.

Im englischen Sprachaum sagt man auch "to steal someone's show".
Teddy1111
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Der weiß wo der Barthel den Most holt

Als einst in Leipzig durch gutgehende Geschäfte zur Messezeit der Most ausging, wusste der Wirt Barthel Rat: Er fuhr zu seinem Bruder, der im nahen Meißen ein Weingut besaß, und beschaffte Nachschub. Jemand, der den Durchblick hat, weiß heute noch wo der Barthel den Most holt.

Dazu gibt es allerdings noch eine authentischere Erklärung: Most leitet sich vom hebräischen "maoth" = "Münze" ab (daher stammt übrigens auch unser "Moos"; Barthel ist eine Ableitung vom Gaunerwort "barsel" für Brecheisen. Wer weiß wo das Brecheisen die Knete holt, ist wahrscheinlich nicht auf Weinverkauf angewiesen.
Teddy1111
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Auf den Strich gehen

Die Redensart wird häufig mit dem Balzflug der Schnepfe, dem in der Jägersprache so genannten "Schnepfenstrich" in Verbindung gebracht.

Da "Schnepfe" auch ein Schimpfname für liederliche Weibsbilder war, ist dieser Ursprung durchaus plausibel.

Apropos Jägersprache, auch folgende Worte und Redewendungen sind der Jäger- und Forstsprache entlehnt: sich drücken, rumasen, auf den Busch klopfen, einen Bock schießen, auf den Leim gehen, erpicht sein, Fallstricke legen, aufscheuchen, aufgebracht, Hasenpanier ergreifen, der Reinfall, auffliegen, jemanden hochgehen lassen, die Hörner abstoßen, verludert, durch die Lappen gehen, sich mausig machen, nachstellen, in der Patsche sitzen, Pechvogel, Schießhund, auf die Schliche kommen, zur Strecke bringen, auf der Strecke bleiben, sich in etwas verbeißen, Lockvogel...
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