Seit 2 Monaten Zweithundebesitzer und viele Probleme...

Sally Jerry
  • Forenwelpe
Beiträge: 1
Hallo Leute,
ich hab ein echt brenzliges Problem. Kurz zu uns. Wir haben seit 12Jahren eine Perserkatze und vor 5Jahre ist eine Mischlingshündin als Welpe bei uns eingezogen. Die zwei verstanden sich gut und die Fronten waren gleich geklärt...Katze Chef...! Unsere Hündin ist sehr pflegeleicht und sehr sozial zu allem und jeden. Ein Traum also-
Nun haben wir vor ca 2Monaten einen einjährigen unkastrierten Jack Russel Mix Rüden aus nicht unbedingt guter Haltung übernommen. Er war bei einer Familie mit 3 kleinen Kindern. Es hatte keiner Zeit für ihn und er besuchte keine Hundeschule oder ähnliches. Mit ihm wurde nur 1mal täglich groß Gassi gegangen und das war in einem Park in dem er sich ca 1h frei bewegen konnte, ohne Kontrolle also...! Die Kinder und auch die Erwachsenen haben den Hund teils getreten oder geschlagen. Er wurde gelegentlich aggressiv und ging die Personen an und verursachte blaue Flecken an Armen und Beinen. Er war einfach in der Familie und musste selbst Entscheidungen treffen.
Nun ist er bei uns eingezogen und unsere Hündin war recht neutral ihm gegenüber. Sie verstehen sich gut. Mit unserer Katze sah es schon anders aus. Er jagte sie durch die Wohnung. Mittlerweile haben wir es in den Griff bekommen und sie liegen schon gemeinsam auf der Couch.
Klein Jerry hat massive Probleme mit meinem Mann und anderen Hunden. Er knurrt und fletscht die Zähne aus heiterem Himmel. Eine Situation. Mein Mann ist im Flur und räumt Schuhe ins Schuhregal, dabei ist er in der Hocke. Jerry kommt dazu und knurrt meinen Mann an. Mein Mann steht auf und er knurrt weiter und umkreist ihn. Geht mein Mann weiter läuft der Jerry hinterher und sobald mein Mann sich zu ihm dreht knurrt er wieder. Andere Situation. Beide auf der Couch. Mein Mann streichelt Jerry und der ist munter. Er dreht sich auf den Rücken und geniesst es. Plötzlich, es hat sich nichts verändert, knurrt er und wird steif. Er steht dann auf und wenn man sich ihm nähert zeigt er alle Zähne die er hat...


Bei fremden Hunden denen wir begegnen empfinde ich es als eine ausgeprägte Leinenaggression. Uns wurde vom Vorbesitzer gesagt das er mit allen Tieren verträglich wäre. Ich muss mindestens 50m vom anderen Hund weg damit er Ruhe gibt. Ich hab manchmal das Gefühl das er denkt das er nur ein Kostüm an hat und in Wirklichkeit ein großer Schutz-und Wachhund ist. Er randaliert ohne Ende und man kann ihn durch nichts ablenken oder beruhigen. Ich bin echt am verzweifeln denn wenn ich mit beiden Hunden allein unterwegs bin macht das echt keinen guten Eindruck wenn dann auch die Große mit einsteigt und ich zwei solch Knaller an der Leine hab.
Das größte Problem ist das was er mit meinem Mann hat. Wie verhält man sich am besten in einer solchen Situation? Wie lernt er das er uns nicht attackieren darf? Wir haben ihn noch nie bedrängt oder bedroht. Wir wissen was es alles aushalten musste aber das gibt ihm doch nicht das Recht so zu sein...?!
Was sagt ihr dazu? Gibt es eine reelle Chance das wir in nächster Zeit gut zusammen leben können?
PS: Wir haben einen Trainer an der Hand, möchte aber gern auch noch andere Meinungen dazu hören.
Ich danke Euch schon mal.
Allen ein gesundes neues Jahr...

Gruß Sally Jerry
WENKI
  • Begleithund
Beiträge: 903
Ich denke , am besten mit einem wirklich guten trainer/in vor ort .

Oder anders gesagt , was sagt der trainer ? Was oder wie arbeitet ihr mit dem hund ?

Eines will ich aber auch noch sagen , eine stunde mit einem trainer pro woche ,
ist einfach zu wenig .
Und mit einem terrier aus schlechter haltung , mein vater hatte damals auch so eine
parson-fox mixhündin übernommen die das gleiche durchgemacht hat , hat man es
sicher nicht leicht . Es hat lang gedauert , bis meine kinder an die ran durften .

Ich kann dir nur raten , dir wirklich einen guten trainer zu suchen . Keinen futterstopfer
und keinen gehorsamsprediger , dem vielleicht jedes mittel recht ist um zum erfolg zu
kommen .
Einen trainer/in mit gefühl und einfühlungsvermögen , der/die sich auf den hund
einstellen kann , sonst wird es nix .


lg .
seid ich die menschen kenne ... liebe ich das tier .
Gast
Hallo Sally Jerry,
zunächst einmal, ein Jack Russel hat kein Kostüm an, er ist davon überzeugt ein großer Hund zu sein. in seinem Herzen ist er eine Dogge. Terrier sind intelligente Hunde und brauchen eine mehr als konsequente Erziehung, gerade weil sie in aller Regel echte Draufgänger sind. Vergiss mal alles was dir/euch der Vorbesitzer gesagt hat. Ich nehme mal an, das euer Kleiner mit Männern schlechte Erfahrungen gemacht hat und jetzt der Meinung ist, er müsse den Mann des Hauses von vornherein einschüchtern. Ich würde den Spieß umdrehen und auf ihn losgehen wenn er mich anknurrt. Wütend knurrend, die Zähne gebleckt und mit vorgebeugtem Oberkörper auf ihn zugehen. Du schreibst er wurde getreten, dafür spricht, das er um deinen Mann rumschleicht, warscheinlich immer außer Reichweite der Beine/Füße. Kuscheln auf dem Sofa wird gestrichen, es sei denn, du kannst ihn lesen. Kein Hund beisst einfach so zu, er zeigt an ddas es genug ist, nur erkennen die meißten Menschen diese ersten zeichen nicht als solche.
Beim Spaziergang mit zwei Hunden, von denen einer pöbelt, entsteht eine gewisse Rudeldynamik. Deine große Hündin kann nicht zulassen das der Kleine sich ins Getümmel stürzt, sie muß ihm helfen. Geh solange mit dem Kleinen allein wie er andere Hunde anmacht. Wenn du einen anderen Hund siehst, forderst du von ihm Gehorsam ein, lass ihn vor dir absitzen und sag ihm "Guck". Er sollte zu dir aufschauen und deinem Blick standhalten. Will er loslegen, kommt "NEIN", "SITZ" und wieder "GUCK". Dieses GUCK wird zu Hause geübt und dann draussen in brenzligen Situationen abgefordert. Natürlich sollte sich das auch zusätzlich ein Trainer anschauen und euch beim Lesen des hundes behilflich sein.
Terrier haben einen schlechten Ruf, aber mit konsequenter Erziehung bekommst du einen Hund, der für dich durch jedes Feuer geht.
LG, Alidasy und Banditen
Pauli2013
  • Forenwelpe
Beiträge: 156

...

Ein Jack Russel ist nun mal ein Terrier.

Wo Terrier drauf steht, steckt auch Terrier drin; sorry, aber das ist nun mal so.

Was dir bislang geraten wurde ist genau das Richtige!!!

Der Trainer MUSS mit euch erst mal daheim üben...erst wenn es daheim wirklich richtig funktioniert, vor allem mit deinem Mann, dann kann man auch draußen üben.

Als allererstes solltest du dich mit dem Hund nicht mehr "abgeben"; soll heißen: Füttern NUR von deinem Mann, am Besten Trockenfutter und das erst mal nur aus der Hand.

Sofa - sofort erst mal verbieten; streicheln und spielen NUR durch deinen Mann.

So lernt er die "Abhängigkeit" von deinem Mann...es klingt härter, wie es wirklich ist.

Er muß quasi "umgepolt" werden..erfahren, dass auch "Mann" nicht immer böse ist sondern ihm nur gutes will.

Und solange draußen dieser Terror herrscht, auf jeden Fall mit ihm alleine laufen; weit genug voraus schauen und NICHT umkehren, sondern ihn, wie bereits geschrieben, nur auf dich aufmerksam machen.
Evtl. wäre es sogar am günstigsten, wenn nur dein Mann dies - vorläufig - übernimmt.

Viel Erfolg! Die Geduld zahlt sich aus, glaub es mir
yvonnestoehr
  • Forenwelpe
Beiträge: 91
Allso ich würd auch sagen das der Jacky in der alten Familie einfach die Hosen an hatte , er hat in allen Situationen entscheiden dürfen/müßen . Das heist für in er hatte die Chef Position und will die nun bei euch auch behaupten .
Auch wenn er selber mit der Situation Chef nicht wirklich zurecht kommt .
Er versucht deinen Mann in all diesen Situationen einzuschränken .

Ich würd für den Jacky nun auch erst mal klare regeln aufstellen an die sich alle aus der Familie zu halten haben .
Mach ne Hausleine dran ohne schlaufe so nen mindestens 100cm lang besser noch 150cm . Dann könnt ihr ihn super aus der situation raus nehmen wenn er knurrt .
Gebt im einen festen Platz möglichst ruhe ecke im Haus , einen wirklich ruhigen Platz wo nich ständig jemand vorbei muß und auch nicht im Flur oder so .
Immer wenn er was macht was er net soll dann die leine in die Handnehmen und komentarlos auf seinen Platz bringen komando geben und da muß er dann bleiben . Er braucht jetzt ne kostequente und wirklich klare strucktur , das er nicht der chef im ring is sondern das ihr die führung in der hand habt und er abschalten darf uns soll und ihr alle dinge klären könnt , anfangen mit drinen und dann wirds auch drausen mit den Fremden Hunden besser , weil er auch da dann besser die führung an euch abgeben kann .
und ich empfehl euch auch das ihr nen guten trainer suchen sollten der unterstützend mit rat und tat zur seite steht . den das wird sicher ein harter aber lohnenswerter weg sein
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