PETA und der "Erlebniszoo" Hannover

Feuerwolf
  • Begleithund
Beiträge: 1204
+ 3
Genau das ist ja der Grund, warum es immer noch sehr viele Wilderer gibt. Und nachdem das Einfuhrgebot auf der Kippe steht steigt bei Wildhütern die Angst ganz gewaltig, dass es jetzt noch mehr werden.
Nach dem Motto : Was die reichen Amerikaner hier dürfen, dürfen wird doch wohl auch machen zum Überleben.

M.M.n. ist damit also weder den Tieren noch der Bevölkerung dort geholfen.

Anders sieht es mit Wildlifreservaten aus, die streg jede Art von Wilderei und Jagden auf Wildtiere verbieten, die einheimische Bevölkerung in den Schutz des Reservates mit einbeziehen z.B: das Projekt der "Black Mambas" in Südafrika.
http://www.blackmambas.org/

Es gibt aber noch viele weitere solcher Projekte. Die einhiemische Bevölkerung erhält Jobs in unterschiedlichen Bereichen, kann sich selber besser, sicherer versorgen und die Tiere und Umwelt profitieren auch noch. Eine richtige Win-win-Situation.

Was die Jäger/Jagdpächter angeht, hatte ich ja geschrieben, dass ich auch etliche in meinem Bekanntenkreis habe. Es gibt immer und überall Solche und Solche. Wenn ich Wild esse (was allerdings selten vorkommt), dann besorge ich es mir bei einem
Jagdpächter aus dem Dorfe von dem weiss, dass er sehr gut seine Jagd und Hege ausführt und nicht nur auf das reine Töten aus ist. Er ist sehr engagiert und hat etwas neuen Wind in die hiesige Jägerschaft gebracht..... ......Eine Freundin vno mir hat jetzt erst ihren Jagdschein gemacht. Ihr geht es eher um das Beobachten und die Hege und um`s Zusammenarbeiten mit ihrem Hund.
Da sie aber z.Zt. noch keine eigene Pacht hat, will sie auch nicht im Revier mit Jagdkollegen einfach nur schießen....und lasst es vorher also sein.

Aber die Jagd und das Töten der Tiere nur mit dem Jagdverhalten und -instinkt von "richtigen" Männern zu begründen .....und dann auch noch stolz auf solche Aussagen zu sein.......
Shibaherz
Beiträge: 21033
Ich weiß, dass ich die Thema-Veränderung selbst mitverschuldet habe, indem ich das Bild von Trump jr. hier reingestellt habe.
Trotzdem bitte ich Euch herzlich darum, die Diskussion auf Elefanten zu beschränken. Zu dem Für und Wider der Jagd allgemein gibt es ja schon andere threads.

...
Man sieht nur mit dem Herzen gut.Das wesentliche ist für die Augen unsichtbar (Antoine de Saint-Exupéry)
CairnLover
  • Begleithund
Beiträge: 886
Praktisch, wenn man die Jagd allgemein lieber nicht mehr hinterfragt haben will.
Dann muss man sich nicht mit leidigen Fragen auseinandersetzen.
Z.B. wieso Deutschland im Gegensatz zu einigen anderen Ländern bisher nicht jagdfrei ist.
Und was genau, außer der geringeren Anzahl, das Leben eines Elefanten wertvoller als das Leben eines Fuchses macht und erlaubt gegen Füchse vorzugehen, wie vor hunderten Jahren. Wobei in D jährlich über eine halbe Million Füchse zum Teil barbarisch getötet wird.

Letztlich ist diese Diskussion genau betrachtet auch nur wieder ein Beweis der Pseudomoral.
Wer Schreibfehler findet, darf sie behalten.
weckener
  • Halbstarker
Beiträge: 536
+ 1

Zurück zum Anfangsthema; Zoohaltung

In meiner Tageszeitung war ein großer Bericht, Thema : "Raubkatzen auf luftigen Pfaden"

http://www.lampertheimer-zeitung.de/vermischtes/vermischtes/zoos-der-zukunft-weltweit-suchen-zoochefs-nach-idealen-loesungen-fuer-die-unterbringung-der-tiere_18341673.htm

Zoos der Zukunft, weltweit suchen Zoochefs nach idealen Lösungen für die Unterbringung der Tiere. Das ewige Thema: Artenschutz oder Quälerei?

Zoos suchen nach Lösungen für die Zukunft. Vorbilder sind einige Zoos in USA, die trotz wenig Platz viel Auslauf den Tieren ermöglichen.Z.B. der Zoo in Philadelphia, der seine Tiger in einem Gittergang über den Wegen spazieren lässt.

Kommentare in meiner Zeitung Darmstädter Echo:

Selbst die besten Zoos basieren auf der Grundidee von Gefangenschaft und Zwang. Das ist für mich ein fundamentaler Makel.
( Jon Coe, Spezialist für die Gestaltung von Zoos, über ein Dilemma der Tierparks.)

Wie im Gefängnis. Wir machen es unseren Kritikern leicht.
( Andreas Knieriem, Zoodirektor in Berlin, über ältere wenig ansprechende Anlagen zur Tierhaltung)

Wie ist Eisbären geholfen, wenn Familien bei Zoo- Ausflügen mal 30 Sekunden vor dem Gehege stehenbleiben? Das ist die Art, bei der Zoos immer groß den Artenschutz betonen, aber am Ende werden keine Eisbären ausgewildert.
( Denise Ade, Expertin beim Deutschen Tierschutz)
Catalou
  • Begleithund
Beiträge: 1974
+ 1
Gestern gab es im TV eine Sendung über diverse Zoos in Deutschland und über die Arbeit der Tierpfleger.
Tierpflegerin wäre mal mein Traumberuf gewesen, aber es kam anders und das war auch gut so.
Jedenfalls war zu sehen, dass man auf die Bedürfnisse der Zootiere schon viel mehr eingeht, aber wenn ein prachtvoller Tiger im zwar nicht so kleinen Gehege einsam herumtigert, tut er mir leid. Zoos brauchen aus finanziellen Gründen Besucher, aber tiergerecht finde ich es bei Wildtieren nicht. Fragt sich, warum überhaut Zoos??
Ich bin gespannt, wann man in Zoos auch Kühe sehen wird, denn viele Stadtkinder kennen nur die "Lila Kuh" von der Milka Schokolade und wundern sich, dass nicht alle Kühe lila sind.
Feuerwolf
  • Begleithund
Beiträge: 1204
+ 1
Es gibt einen Schaubauernhof mit 1,5 km Rundgang durch Kuh- und Schweineställe nur für Besucher, ein kleines Museum mit restaurierten Landmaschinen und "Erlebnisgastronomie" für Städter. Diese kommen aus dem Ruhrgebiet mit ganzen Bussen zum Wochenendausflug dorthin um sich echte Kühe und Schweine im Münsterland anzuschauen.

Hier de Link dazu mit Photos:
http://www.prickings-hof.de/attraktionen/baeuerliche-tierschau/
weckener
  • Halbstarker
Beiträge: 536
+ 1
In Worms gibt es einen Zoo, der auch die normalen Haustiere, wie Schweine, Kühe, Pferde, Hühner... zusätzlich zu den normalen Zootieren zeigt, Finde ich gerade für Stadtkinder eine gute Möglichkeit. das auch zu sehen.
Aber ich finde es gut, das endlich darüber nachgedacht wird, wie man den Tieren das Leben angenehmer machen kann. Aber Gefängnis bleibt es trotzdem....
Sandmann
Beiträge: 15928
+ 1
Wer von Euch war denn schon im Zoo Hannover ???? Wahrscheinlich niemand !
Die Anlage ist sehr grosszügig und bietet den Tieren Platz und Abwechselung , alleine die Yukon Bay für die Eisbären ist eine Augenweide in der sich die Bären sicher wohl fühlen .
Die Elefanten haben ebenfalls eine grosszügige Anlage , ausserdem gibt es dort den " Meiers Hof " mit " normalen " Tieren wie
Kühe , Schweine , Ziegen und dergleichen .
christianeadler
  • Moderator
Beiträge: 20328
+ 3
Ich hatte auch schon am Anfang dieses Threads darauf hingewiesen, dass der Zoo Hannover für mich kein Beispiel für schlechte Zootierhaltung ist. Die Anlagen sind geräumig und abwechslungsreich, und man lässt sich von Vorbildern aus aller Welt inspirieren. An Stelle von einzelnen Tierarten in Käfigen stellt man Tiere in Themenwelten, einer Nachbildung des natürlichen Lebensraums, vor. Von mir gibt es dafür eine klare Empfehlung, so wie ich mir auch gern mal solche Beispiele wie in Philadelphia ansehen würde.

Nur PETA weiss, warum sie den Zoo Hannover ausgesucht haben. Es hätten in Deutschland genügend Fälle zur Verfügung gestanden, in denen ganz öffentlich Tiere in viel zu kleinen, häufig vergammelten, Käfigen zur Schau gestellt werden. Ausgerechnet die Zoos anzugreifen, in denen man sich um ein gesundes Leben mit Bewegung und Beschäftigung bemüht, kann nur zu der Frage führen, ob der Mensch überhaupt das Recht hat, ein Tier in Gefangenschaft zu halten. Dann erkläre ich mich aber auch zum Tierquäler, denn zumindest meine beiden Hündinnen würden lieber ihr Futter jagen, statt es im Napf zu bekommen. Und während man sich um eine verbesserte Zootierhaltung bemüht, werden in den USA jährlich vier Millionen Hunde getötet, und ein Cesar Millan erklärt seinen Mitbürgern seit zwanzig Jahren mit offenkundig mässigem Erfolg, dass Hunde auch mal was ausser ihrer Wohnung oder ihrem Garten sehen wollen.

Man kann natürlich unterschiedliche Ansprüche für Haustiere, Nutztiere oder Wildtiere in der Hand des Menschen stellen. Allerdings halte ich die artgerechte Freiheit für eine rein philosophische Betrachtungsweise von etwas, was in der Realität nicht mehr existiert. Es gibt keine weissen Flecken auf der Weltkarte, wo sich der Mensch nicht breit macht. Nicht einmal die Tiere in der Luft oder der Tiefsee bleiben von menschlichen Umweltveränderungen verschont. Wo ist die artgerechte Freiheit, wenn der Mensch ihren Lebensraum zerstört?
Die Idee, dass manche Leben weniger wert sind, ist die Wurzel alles Übels auf dieser Welt (Paul Farmer)
Shibaherz
Beiträge: 21033
+ 3
O. k., da muss ich mich wohl noch mal outen.
Vom Menschen her gesehen – und das ist der ausschlaggebende Blickwinkel – handelt es sich bei den Zoos um Einrichtungen, die dessen Unterhaltung bzw. dessen Bildung dienen (der letztere Aspekt wurde in diesem thread besonders betont).

Für das Tier handelt es sich selbstredend um Gefangenschaft – die aber natürlich, abhängig von seiner eigenen Größe, seinem Bewegungsbedürfnis, davon, ob es sich um ein Raubtier oder um einen Pflanzenfresser, einen Einzelgänger oder ein Mitglied eines Sozialverbandes handelt - und abhängig von der Größe und Beschaffenheit des verfügbaren Areals, seiner Ausgestaltung, den Haltungsbedingungen – in ganz unterschiedlichem Maß als einschränkend erlebt wird. Eine Schildkröte sieht gar keinen Unterschied, ein Großwildtier wird u. U. neurotisch und krank.

Und ja, ich bin mir klar darüber, dass ich meine kleine Hündin nun schon 14 Jahre lang in Gefangenschaft halte. Ihre Rasse ist, verglichen mit den traditionell in Europa beheimateten, weniger domestiziert; als sie jung war, hat sie mir ihr Freiheitsbedürfnis, und das heißt ja: Freiheit von meiner Kontrolle, überdeutlich demonstriert.
Das macht mich aber noch nicht zum Tierquäler. Ein freilaufender Begleithund ist kein Gefängnisinsasse. Und jetzt, alt und halbblind geworden, dürften auch in ihren Augen die Vorteile der Versorgung mit Nahrung und der Linderung von körperlichen Beschwerden, als Vorteile der „Gefangenschaft“, deren Nachteile überwiegen.

„Artgerechte Freiheit“ (Hilal Sezgin) ist sicher für viele Tierarten inzwischen zur Utopie bzw. zu einer schemenhaften Erinnerung geworden, da stimme ich Dir zu. Auf die Elefanten bezogen gibt es aber auch Hoffnungsschimmer, z. B. durch die Korridore zwischen den Nationalparks.

Und vor allem halte ich nichts davon davon, „den“ Menschen zu pauschalisieren bzw. die westliche Zivilisation als Ganze zu dämonisieren und als einen monolithischen Block zu sehen. Dieses Denken führt zur Resignation. Ich bin an der Ausplünderung Afrikas nur in ganz geringem Maß und größtenteils unwillentlich beteiligt; kein Vergleich zu Konzernen, die nach Bodenschätzen graben lassen, zu EU-Mastbetrieben, die ihre Abfälle dorthin exportieren und Kleinbauern die Existenzgrundlage rauben, oder zu Trophäenjägern.

Im Westen entstandene zivilgesellschaftliche Organisationen haben im Hinblick auf Menschenrechte für „Eingeborene“, z. B. die Aborigines in Australien, den Artenschutz und die zukünftige Bewohnbarkeit des Planeten schon manches erreicht. Es reicht bei weitem noch nicht aus. Es muss noch viel mehr Druck gegenüber den politischen Akteuren aufgebaut werden, national und international.

Das nachfolgende Video zeigt, wie Forscher, die 2016 an dem afrikaweiten Census der Elefanten beteiligt waren, von einem Leichtflugzeug aus nach Elefanten Ausschau halten. Einen Kadaver entdecken, aufsuchen und melden. Und einem zusammengebrochenen Elefanten wieder auf die Beine helfen.


http://edition.cnn.com/2016/10/26/world/wild-animals-disappear-report-wwf/index.html

...
Man sieht nur mit dem Herzen gut.Das wesentliche ist für die Augen unsichtbar (Antoine de Saint-Exupéry)
Zuletzt geändert am 28.11.2017 11:16 Uhr
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