Mein Hund mag die neue Hündin meiner Kollegin nicht besonders

Minolito
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Hallo zusammen,mein Hund Mino ist eigentlich ein Hund, der mit allen anderen gut auskommen möchte und das auch tut.Okay, er macht ab und zu an der Leine einen ziemlichen Rabatz wenn uns andere Hunde begegnen. Aber dann ist das nur seine Unsicherheit und er möchte wohl mit den anderen Hunden eher spielen, traut sich aber nicht richtig. Da hat er aber schon sehr dazu gelernt und dieses Sozialverhalten wird immer besser. Er japst und fiepst halt sehr häufig und zeigt mir somit seine Unsicherheit oder auch seine Freude. Jetzt hat seit ein paar Wochen meine Kollegin eine ganz (winzig) kleine Dakel-Mischlings-Hündin. Die ist auch total lieb und kommt dauernd zu uns an den Tisch, weil sie bestimmt mit meinem Hund spielen möchte. Aber mein Hund ist der Meinung, dass sie nur stört und er scheint sie nicht sonderlich zu mögen. Bereits 2x hat er ihr schon ganz klar gezeigt, was er von ihr hält und hat sie dabei wohl auch schon gezwickt.
Meine Kollegin ist leider der Meinung, dass sie ihrer Hündin keinerlei Kommandos beibringen muss, dazu ist sie angeblich noch zu dumm (O-ton).Wenn meine Kollegin das Büro verlässt, kommt die Kleine in die Transportbox und muss dort warten, bis meine Kollegin wiederkommt. Wenn wir später ins Büro kommen, dann liegt ihre Hündin öfter bei meinem Hund auf der Decke, was dieser natürlich überhaupt nicht toll findet. Unter dem Tisch (wir sitzen uns gegenüber) habe ich schon eine Absperrung gemacht, damit sie dort nicht mehr durch kommt, sonst würde sie den ganzen Tag bei mir am Stuhl liegen. Ich mache es im Moment so, dass ich meinen Hund und die Kleine bis auf einen gewissen Abstand heran lasse und dann beobachte ich Mino, wie er reagiert. Sobald er auf "Hau bloß ab!" umschlägt, bekommt er von mir ein "PSSCCCHH" oder "Deja (span. für Lass es sein)". Meistens passt das auch, aber ich kann nun mal meine Augen auch nicht immer überall haben. Habt ihr vielleicht ein paar Tipps für mich, wie sich die beiden besser kennen lernen könnten und Mino sie besser akzeptieren würde? Sie ist glaube ich aktuell ca. 3 Monate alt, bellt aber schon ganz selbstbewusst herum, was im Büro eigentlich auch nicht geht. Ich habe jetzt einfach heute mal ein bisschen Konsequenz gezeigt und ihr zu verstehen gegeben (durch Handzeichen und Stimme), dass sie weg gehen soll. Und ich meine, dass sie das sehr wohl versteht und ganz sicher nicht dumm ist. Gerade jetzt ist es doch das richtige Alter um die 7 Grundkommandos zu erlernen. Ich dachte auch schon daran, mit beiden Hunden und meiner Kollegin einen kleinen gemeinsamen Spaziergang in der Pause zu machen, aber das scheitert leider daran, dass sie der Meinung ist, die Kleine könne nicht so weit laufen (sie wird auch durchs Büro und restliche Haus eher getragen als dass sie laufen darf.) Sie ist echt sehr winzig, aber auf jeden Fall kann sie laufen und das recht gut finde ich. Bin gespannt auf eure Idee LG an euch alle
Zuletzt geändert am 15.08.2018 15:29 Uhr
melwin
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+ 2
Mal ehrlich, was willst Du machen, wenn die Kollegin nicht mitspielt? Nichts. Es ist doch ihr Hund. Erziehen muss sie ihn schon selbst. Man kann nur ein paar ehrliche Worte mit ihr reden und ihr sagen, dass sich ihre Gleichgültigkeit in der Hundeerziehung auf das Klima im Büro und im Verhalten ihres Hundes negativ auswirken wird. Wenn sie Pech hat, ist der Hund in 3-4 Monaten nicht mehr Bürotauglich. Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr (oder beim Hund eben, kostet es dann viel mehr Mühe, ihn Bürotauglich zu machen). Ist erst der erste Ärger da, ist es nur eine Frage der Zeit, bis der Hund nicht mehr ins Büro darf. Den ersten Ärger wird es schon in 3-4 Monaten geben, wenn die Hündin das 1. mal in der Hitze ist. Dein Rüde ist ja gleich am Nachbartisch. Hoffentlich hat sie eine Alternative zur Unterbringung ihrer Hündin in dieser Zeit.
Liebe Grüße von Melwin.
benchen
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Noch schöner ist ja, wenn beide Hunde nicht mehr mit auf Arbeit dürfen. Das nur, weil eine Dame nicht fähig war, für ihr Tier zu sorgen. Können wir uns vorstellen, wo dann das Betriebsklima hin ist.... Mein Schwarzer kommt auch mit auf Arbeit. Das geht nur, weil er da als Hund allein ist. Die Stelle, wo noch andere Hunde sind, gab ich auf, als sich herausstellte, daß er mit Hunden unverträglich ist.
Minolito
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Original von melwin:>> Mal ehrlich, was willst Du machen, wenn die Kollegin nicht mitspielt? Nichts. Es ist doch ihr Hund. Erziehen muss sie ihn schon selbst. Man kann nur ein paar ehrliche Worte mit ihr reden und ihr sagen, dass sich ihre Gleichgültigkeit in der Hundeerziehung auf das Klima im Büro und im Verhalten ihres Hundes negativ auswirken wird. Wenn sie Pech hat, ist der Hund in 3-4 Monaten nicht mehr Bürotauglich. Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr (oder beim Hund eben, kostet es dann viel mehr Mühe, ihn Bürotauglich zu machen). Ist erst der erste Ärger da, ist es nur eine Frage der Zeit, bis der Hund nicht mehr ins Büro darf. Den ersten Ärger wird es schon in 3-4 Monaten geben, wenn die Hündin das 1. mal in der Hitze ist. Dein Rüde ist ja gleich am Nachbartisch. Hoffentlich hat sie eine Alternative zur Unterbringung ihrer Hündin in dieser Zeit.

Geredet habe ich schon mit ihr. Sie ist da leider echt beratungsresistent und meint, dass ihr Hundetrainer es genau so möchte, wie sie reagiert. Mir geht es auch gar nicht darum, ob sie ihre Hündin nun richtig erzieht oder nicht, es ist vielmehr so, dass ich nicht will, dass mein Hund die Kleine irgendwann mal wirklich verletzt. Ich kenne ihn überhaupt nicht als aggressiv, aber ob das jemals eine Freundschaft zwischen den beiden wird, wage ich zu bezweifeln.
Was die Läufigkeit angeht, da mache ich mir keine Gedanken, mein Mino schießt nicht mehr. Auf Anraten des Arztes damals, habe ich ihn kastrieren lassen, weil er extrem unter "Liebeskummer" gelitten hat und nur noch gejault und geschrieen hat.
Minolito
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Original von benchen:>> Noch schöner ist ja, wenn beide Hunde nicht mehr mit auf Arbeit dürfen. Das nur, weil eine Dame nicht fähig war, für ihr Tier zu sorgen. Können wir uns vorstellen, wo dann das Betriebsklima hin ist.... Mein Schwarzer kommt auch mit auf Arbeit. Das geht nur, weil er da als Hund allein ist. Die Stelle, wo noch andere Hunde sind, gab ich auf, als sich herausstellte, daß er mit Hunden unverträglich ist.

Wir haben bisher 3 Hund im Büro gehabt und es gab nie Probleme. Ganz im Gegenteil, die freuen sich aufeinander und können kaum voneinander lassen beim Spielen. Ich glaube, dass mein Hund nicht mit diesem "Welpenstatus" klar kommt.
Meine Kollegin meinte heute, dass ihre Hündin ja auch dummer Weise meinem immer hinterher laufen würde und immer zu mir kommt, was sie nicht versteht.
Nun, ich verstehe das schon. Die Kleine möchte mit meinem Hund Freundschaft schließen und fühlt sich zudem noch bei mir recht wohl. Ich mag Hunde und die merken das logischer Weise auch, wo sie willkommen sind und zwar ehrlich willkommen.
Was den Bürofrieden angeht, so wird sie sicherlich eher ihre Hündin den ganzen Tag in der Box einschließen als zu riskieren, dass sich unsere Hunde mal richtig "zoffen".
Heute habe ich es mit ein paar einfachen Kommandos ausprobiert, sie von meinem Platz fern zu halten und es hat auch schon ganz gut geklappt.
Es ist eigentlich so einfach, einem Hund das Büroleben beizubringen und ihm mit ein paar Tricks zu zeigen, was er darf und was nicht.
Shibaherz
Beiträge: 21069
Ich will mal nicht ganz so drastisch wie Melwin den Teufel an die Wand malen (obwohl es evtl. so kommen könnte, wie sie schreibt).
Die offene Konfrontation würde ich an Deiner Stelle mit dieser Kollegin nicht suchen. Ein geistiger Leuchtturm ist sie wohl nicht gerade, kommt mir eher - pardon - etwas zickig vor.
Versuch halt weiter, ihr bei der Erziehung ihres Welpen, wie von Dir schon angedeutet, etwas zur Seite zu stehen, auch wenn da erstmal kein "Dankeschön" kommt. Sei dabei freundlich und verbindlich.

Wichtig auch, dass Dein eigener Hund keinen Grund zur Eifersucht sieht.
Viel Glück bei dem Balanceakt

...
Man sieht nur mit dem Herzen gut.Das wesentliche ist für die Augen unsichtbar (Antoine de Saint-Exupéry)
Shibaherz
Beiträge: 21069
Sorry, hab was vergessen. Das mit der Decke, dass sich die Kleine da drauf legt, wenn Ihr noch nicht da seid, geht bei Deinem derzeit gestressten Hund gar nicht. Da erwartet Mino zu Recht Deine Unterstützung. Wenn sich Deine Kollegin weigert, da einzugreifen, musst Du eine andere Lösung finden, z. B. dadurch, dass Du seine Decke am Feierabend immer an einer sicheren Stelle deponierst - sofern Du eben nicht immer als Erster im Büro sein kannst.
Als Mino die Kleine "zwickte", warst Du da dabei? Weil Du schreibst, er habe sie "wohl auch schon" gezwickt. Da musst Du - bei allem Verständnis, das Du Deinem Hund gegenüber hast - auch schon mal etwas energischer in Erscheinung treten
Du kannst die beiden Hunde derzeit nicht guten Gewissens allein im Raum lassen mit der Kollegin, die sich weigert, einzugreifen. Also, wenn Du den Raum verlassen musst, bitte die Kollegin, die Kleine so lange in die Box zu tun, bis Du wiederkommst.

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Minolito
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Beiträge: 12
Vielen lieben Dank für eure bisherigen Antworten. Ich kann mal einen kurzen Statusbericht geben.

1. Meine Kollegin:
Mit ihr habe ich nochmals gesprochen und ihr klar gemacht, dass ich der Kleinen im Büro gewisse Kommandos geben werde (die sie jetzt schon ganz gut versteht). Dazu gehört auch, dass sie sofort, sobald sie sich meinem Schreibtisch nähert, von mir energisch weggeschickt wird. Hier macht der Ton die Musik und sie reagiert sogar schon auf mein Fingerschnipsen und verbindet damit "Okay... jetzt darf ich etwas nicht"
Für meine Kollegin ist das auch okay und sie meinte jetzt sogar, dass sie das von mir sogar "erwarte" (sorry, muss gerade etwas grinsen innerlich)

2. Die Decke von Mino. Wenn ich abends gehe, blockiere ich den Bereich bereits, so dass die Kleine da nicht hinkommt. Sie geht auch nicht an seinen Wassernapf, das passt schon mal.

3. Hunde sollen sich annähern:
Wir waren vorhin gemeinsam kurz im Garten bei uns vorm Büro und sie kam meinem Mino wieder etwas zu nahe, so dass er sie wieder attackieren wollte. Das habe ich im richtigen Moment verhindern können. Etwas auf Distanz ist sie ihm egal. Sie kann auch zu mir kommen und er bleibt dort, wo er gerade liegt, aber kommt sie in einen gewissen Radius im ihn herum, sieht er rot.

4. Mino zeigen, dass er nicht eifersüchtig sein muss:
Es ist für ihn und auch für mich eine ganz neue Situation und jedes Mal, wenn ich mich mit der Kleinen irgendwie beschäftigt habe, spiele ich mit Mino sofort, bzw. kuschle mit ihm oder zeige ihm, wie lieb ich ihn habe. Natürlich halte ich die Kleine auf Abstand, so gut es irgendwie geht. Soweit es die Arbeit zulässt, rede und beschäftige ich mich sowieso viel mit ihm.

5. Bürofrieden:
Darauf habe ich meine Kollegin angesprochen und ihr gesagt, dass sie die Kleine auch ruhig mit in ein Meeting nehmen kann (mache ich mit Mino ja auch), denn die liegt dann in ihrem kleinen Bettchen und schläft. Wenn wir gemeinsame Meetings haben, dann schauen wir, dass wir nicht direkt nebeneinandersitzen.

Mino hat im Allgemeinen ein paar Probleme, wenn ihm andere, fremde Hunde zu nahe kommen. Vielleicht hängt es auch damit zusammen. Er ist natürlich sehr fixiert auf mich und vielleicht habe ich ihm auch in der Vergangenheit einfach schon viel zu viel Nähe gegeben. Aber er lernt schnell und er akzeptiert auch immer mehr.
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