Mein Hund der Angstbeißer...

kgedrange
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Hallo ihr Lieben!

Wir haben seit Anfang Januar einen Hund aus einer Tötungsstation in Rumänien. Es handelt sich um einen Rüden, 9 Monate alt, Australian-Shephard-Mix. Was er schon alles erlebt hat, wissen wir natürlich nicht....

Wir besuchen seit mehreren Wochen die Hundeschule und sein Umgang mit anderen Hunden ist mittlerweile sehr gut geworden. Er geht Problemen eher aus dem Weg und spielt auch schon ganz fleißig mit anderen. Am Anfang hatte er vor allen Hunden Angst, also ein riesen Fortschritt

So nun zum Problem: Gegenüber fremden Personen ist er beim Spazieren gehen abweisend und desinteressiert. Es wäre toll, wenn das auch bei uns Zuhause so wäre. Folgende Situation: Unser Besuch kommt rein, streichelt ihn und setzt sich. Leano legt sich ruhig irgendwo hin. Sobald der Besuch aufsteht, zwickt er diesem nach kurzem Knurren in die Wade. Schön ist das nicht und für uns sehr unangenehm. Schimpfen bringt nichts, Ignoranz auch nicht.

Unser Hundetrainer sagte, der Besuch soll Leckerli geben und ihn dann ignorieren. Wie oben beschrieben, funktioniert das überhaupt nicht.... Habt ihr Tipps?
christianeadler
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Wie verhält er sich denn, wenn der Besuch ihn von Anfang an nicht beachtet? Also kein Ansprechen, kein Streicheln....
Die Idee, dass manche Leben weniger wert sind, ist die Wurzel alles Übels auf dieser Welt (Paul Farmer)
kgedrange
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Dann knurrt er direkt und zwickt zu...

Man muss dazu sagen, dass er ein sehr skeptischer Hund ist, der schnell am jammern ist, wenn Hunde/Leute ihm zu nah kommen.

Grundsätzlich ist es bei uns in der Wohnung so, dass die Personen, sobald sie ihm den Rücken zudrehen, gezwickt werden, vorher nicht...
Zuletzt geändert am 13.03.2015 13:14 Uhr
Ruedieltern
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Vielleicht abwegig. Vielleicht aber auch nicht.

Wenn der Besuch bei euch sitzt und er, wenn er aufsteht, ein Zwicken in die Wade bekommt, nachdem er erfolglos versucht hat, ihn dazubehalten, will er vielleicht, dass er weiter dort bleibt, wo er in seinen Augen hingehört.

Ist diese Rasse nicht ein Herdenschutzhund? Die zwicken die Schafe auch in die Hinterbeine, wenn nichts anderes mehr hilft.
Abwehr geht glaub ich nicht in die Waden, wenn der Hund groß genug ist, auch an andere Stellen zu kommen ...

Gut ist das natürlich trotzdem nicht. Aber, dass er Angst hat, nur weil die Person aufsteht, find ich auch komisch. Er hat ja die Möglichkeit, der Person aus dem Weg zu gehen.

Original von kgedrange:

Dann knurrt er direkt und zwickt zu...

Man muss dazu sagen, dass er ein sehr skeptischer Hund ist, der schnell am jammern ist, wenn Hunde/Leute ihm zu nah kommen.

Grundsätzlich ist es bei uns in der Wohnung so, dass die Personen, sobald sie ihm den Rücken zudrehen, gezwickt werden, vorher nicht...
horselady83
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Hund bei Besuch an die Leine nehmen und von dem Besuch fernhalten.
So kann niemandem was passieren.
Besuch ignoriert den Hund - kein Streicheln, kein Leckerlie.
So merkt er, dass IHR das Sagen habt und er sich NICHT um Besuch kümmern muss...
PitaPata Dog tickers
kgedrange
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Leider wissen wir nicht genau, ob ein HSH mit drin steckt, da wir ja seine Familie nicht kennen. Deine Erklärungen klingen allerdings durchaus logisch...

Dass wir ihn permanent an die Leine nehmen müssen, ist doch auf Dauer auch nicht sinnvoll? Wahrscheinlich sieht er es dann sogar noch als Bestrafung an, da er dann immer wenn Besuch kommt, an die Leine muss und sonst nichts. Fördert das das Unwohlsein dann nicht noch mehr?
christianeadler
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Nach Anstbeisser klingt das für mich auch nicht, eher nach Revierverteidigung und vielleicht fehlgeleitetem Hüteverhalten. Ich würde ihm zunächst keine Begrüssung des Besuchs erlauben, also wie Horselady schreibt an die Leine oder ihm einen festen, etwas abseits gelegenen Platz zuweisen. Dann müsstest du beobachten, ob er den Besuch am Gehen hindern, also hüten will
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delgado
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Hello

Hallo

Ich würde den Ablauf komplett verändern!
Wenn der Besuch kommt darf er ein einer Hausleine natürlich mit zur Tür aber er wird vom Besuch nicht beachtet, nicht begrüßt und nicht gestreichelt.
Dann bringst du ihn mit der Leine am Platz und widmest dich deinen Besuch, er soll dort liegen bleiben bis du sagst er darf aufstehen. Die Leine bleibt dran(nur damit du ihn leichter im Griff hast).
Der Hundekorb sollte wo stehen wo du sie beobachten kannst und lese seine Körpersprache, ist er entspannt passt es wird er aufgeregt weil oder extrem aufmerksam musst du schon eingreifen! Denn der Besuch soll ja Entspannung und Ruhe interpretieren und sie soll sich auch an das Gefühl erinnern können!
So und zum eigentlichen wie man das üben kann ist dass dein Besuch dir hilft das heisst sie setzen sich alle und stehen auf, setzten sich, stehen auf und setzten sich,solange bis du merkst sie interessiert es immer weniger!
und du achtest darauf dass sie am Platz bleibt und entspannt bleibt. Niemals selber panisch oder aufgeregt werden, denn das löst dann genau das aus dass der Hund sich wiedersetzt.
Beende die Übung IMMER nachdem er brav war und entspannt, NIEMALS wenn die Übung so halb gut verlaufen ist! Denn das was als Letztes war bleibt in Erinnerung!
Gib ihm wenn er im Korb liegt eventuell noch einen Knochen oder etwas was er gern hat!
Am besten ist die Übung zu beenden wenn er halb schläft aber trotzdem darf er nicht aufspringen wenn der Besuch aufspringt.
Erfordert sehr viel Geduld, aber wenn du es nach sag ma mal 1 Woche schleifen lässt wird es immer schwieriger denn dann weiss der Hund irgendwann gibt der eh auf XD

Alsoo ja Probier das mal so

Liebe Grüße




Ich kann dir auch sagen wieso das so ist, weil Menschen für einen ängstlichen Hund im Stand größer sind und viel bedrohlicher wirken, außerdem kann es sein dass er die Situation kontrollieren will (nach dem Motto bleibt noch sitzen!) und was ich nicht glaube (weil er das nur bei der besagten Situation macht) dass er die Menschen hüten will bzw treiben, da beißen Hirtenhunde auch gerne in die Füße oder in die Wade! Ich weiß nicht aber die Hundetrainerin sollte eigentlich mehr wissen und an Optionen anbieten können!Aber egal


Original von kgedrange:

Hallo ihr Lieben!

Wir haben seit Anfang Januar einen Hund aus einer Tötungsstation in Rumänien. Es handelt sich um einen Rüden, 9 Monate alt, Australian-Shephard-Mix. Was er schon alles erlebt hat, wissen wir natürlich nicht....

Wir besuchen seit mehreren Wochen die Hundeschule und sein Umgang mit anderen Hunden ist mittlerweile sehr gut geworden. Er geht Problemen eher aus dem Weg und spielt auch schon ganz fleißig mit anderen. Am Anfang hatte er vor allen Hunden Angst, also ein riesen Fortschritt

So nun zum Problem: Gegenüber fremden Personen ist er beim Spazieren gehen abweisend und desinteressiert. Es wäre toll, wenn das auch bei uns Zuhause so wäre. Folgende Situation: Unser Besuch kommt rein, streichelt ihn und setzt sich. Leano legt sich ruhig irgendwo hin. Sobald der Besuch aufsteht, zwickt er diesem nach kurzem Knurren in die Wade. Schön ist das nicht und für uns sehr unangenehm. Schimpfen bringt nichts, Ignoranz auch nicht.

Unser Hundetrainer sagte, der Besuch soll Leckerli geben und ihn dann ignorieren. Wie oben beschrieben, funktioniert das überhaupt nicht.... Habt ihr Tipps?
delgado
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Und bevor du Besuch einlädst um zu üben, powern ihn richtig aus und mach paar Kopfübungen.
Dashat den Grund weil du ja willst dass dein Hund entspannt ist bei Besuch und so nach genügend Auslauf ist es leichter den entspannten Zustand beizubehalten
Zuletzt geändert am 13.03.2015 14:26 Uhr
delgado
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Habe jetzt auch den zweiten Beitrag gelesen es sieht so aus würde er kontrollieren wollen in meinen Augen, dennwenn er zwickt wenn die Leute ihn nicht beachten? Ist das quasi, für ihn eine schlimme Sachen wenn die Leute nicht das tun was er sich gerade vorstellt. Deswegen übe mit ihm an der Leine und wenn du willst zur Sicherheit auch eine Maulschleife (beim Empfangen des Besuchs) denn dann kann nichts passieren und der Hund merkt schnell dass er so GARNICHTS erreicht.
Hunde sind sehr Erfolgsorierntiert alles was sie nicht zum Erfolg bringt legen sie sofort ab.
Zuletzt geändert am 13.03.2015 14:30 Uhr
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