Magen knurrt aber Hund frisst nicht

Jasminda
  • Halbstarker
Beiträge: 250
Hallo, liebe Foris,

mein Hund hat einen empfindichen Magen-Darmtrakt und diverse Allergien, wodurch sein Speisezettel sehr eingeschränkt ist. Seit einiger Zeit zeigt er kaum Interesse am Fressen. Kein Erbrechen, kein Durchfall. Am Morgen knurrt sein Magen, aber er frisst nicht. Dann wird ihm übel und er spuckt Galle. Inzwischen haben wir das einigermaßen unter Kontrolle, wenn ich ihm 1/4 TL Heilerde in Wasser aufgelöst gebe. Nun, er war noch nie verfressen, aber nun füttere ich schon aus der Hand, damit überhaupt etwas in den Hund kommt. Er braucht ja auch Vitamine und Mineralstoffe, abgesehen von der Energie. TA hilft nur weiter, wenn er länger Durchfall hat, dann gibts Medis. Haben auch schon einen Homöopathen besucht, seine Medis haben - sofern er sie überhaupt vertragen hat - auf die Symptome keine Wirkung.
Da mein TA nach seinem großen Check plus Ultraschall annimmt, es handelt sich um eine chronische Darmentzündung, sucht er irgendwie auch nicht weiter. Ich würde ja einen anderen TA aufsuchen, aber wir hatten schon vier. Damit sinkt auch meine Hoffnung, dass der nächste die Lösung hat. Habe auch schon nach den Zähnen geschaut, kann aber keine Auffälligkeit finden. Ich finde es seltsam, dass sich ein Hund überhaupt nicht für sein Fressen interessiert. Aufgrund einer neuen Allergie mussten wir das Futter auf Strauß und Kartoffel umstellen. Die ersten drei Tage fand er das einigermaßen gut, aber jetzt nicht mehr. Es gibt im Moment keine Alternative zu dem Futter, weil wir eine Ausschlußdiät machen. Mein Hund ist jetzt 11 Jahre alt und das Problem besteht seit der Welpenzeit.
Hat jemand von Euch ähnliches erlebt und kann von seinen Erfahrungen berichten.
Liebe Grüße

Rosa & Jeannie
Hundeli
  • Rudelbeschützer
Beiträge: 2090
+ 1
Guten Morgen

hm, ich würd trotz Allem mal das Futter genau anschauen und riech mal dran...........gewisse zugesetzte Nährstoffe riechen komisch, was Dein Hund natürlich noch stärker riecht als wir Menschen.........
Vielleicht kannst mal 3 Tage lang ohne Fleisch füttern und dann nach der Zeit winzige Mengen Fleisch zumischen. Dabei beobachten wie Hundi reagiert und entweder bei der Mischung bleiben oder etwas mehr Fleisch zugeben.

Dann könnt auch der Napf die Ablehung auslösen. Metall-Näpfe riechen oft komisch, Plastik ebenso. Versuch mal das Futter in einer Glas/Porzellan-Schale zu füttern. Ebenso wo der Napf steht, viel Tumult drum oder ruhiger Platz? Die Höhe wär auch ein Kritikpunkt, weil er/sie vielleicht in der Schulter oder Halswirbel Schmerzen hat, wenn der Napf am Boden steht. Schau mal gut zu, denn man sieht wie stark viele Hundis ihre Schulter/Halswirbel brauchen.........den Napf so hoch stellen, dass der Kopf beim Fressen fast gleich hoch wie die Wirbelsäule ist, könnt entlasten helfen.......

Zuletzt kommt natürlich auch, dass er/sie nun gelernt hat, wie man Dich um den Finger wickelt............Auch wenn es schwer fällt, wahrscheinlich musst die Fütterung so anpassen, dass er/sie lernt, entweder ess ich jetzt oder ich hab Hunger. Also Napf hinstellen, nach 10Minuten ohne Worte oder Gestik wegnehmen (egal wie viel gefressen wurde). Nichts füttern auch keine Goodis/Belohnungen usw. dann die nächste Fütterung genau gleich durchführen. Die meisten Hundis fressen nach 3 Tagen brav und was sie bekommen.

Ich würd auch keinerlei getrocknete Fleische (getr. Pansen, Hälse, Ohren oder Büffelhautwaren) die sind enorm reich an Eiweiss, was Hundis schnell zur Übersäuerung führt........
Bei Darmsorgen ist es eh besser, wenn der Fleischanteil kleiner ist.........ca. 50% im Futter reicht oder sogar weniger.......

Grüesslis
Hundeli
CairnLover
  • Begleithund
Beiträge: 871
Hallo Jasminda,

welche Allergien hat dein Hund denn genau und was genau fütterst Du. Also roh, gekocht, etc.
Lincan
  • Begleithund
Beiträge: 1322
Das hat mein verfressener Tagesbeagle genauso gemacht. Ihm wurde vom Futter übel. Tierarzt hatte auch ständig nur anderes Futter empfohlen. Ich legte den Haltern vehement ans Herz, ihn mit allem durchchecken zu lassen, insbesondere Leber- und Nierenwerte. Ergebnis: die Nieren haben fast nicht mehr gearbeitet!!! Der Bursche bekommt jetzt Infusionen, Nierendiät usw. - und wäre schon tot, wenm die Leute weiter nur herumexperimentiert hätten. Schau auch mal unter Morbus Addison bei Tierarzt Rückert - viel zu lesen, aber lohnt sich.
Nicht meine Hunde brauchen einen Maulkorb sondern ich!
Zuletzt geändert am 24.02.2018 15:26 Uhr
CairnLover
  • Begleithund
Beiträge: 871
@Jasminda
auch wenn man bedenken sollte, dass das Problem seit vielen Jahren besteht und nichts mit einer anderen Erkrankung zu tun haben muss, finde ich, Lincan hat recht.
Also nicht, dass man gleich vom Schlimmsten ausgehen muss. Aber in dem Alter ist eine regelmäßige Blutuntersuchung empfehlenswert. Dann weiß man einfach, ob die Werte alle in Ordnung sind oder ob es irgendwo ernsthafte Probleme gibt. Man merkt zwar, wenn etwas nicht in Ordnung ist, aber man kann den Hunden einfach nicht anmerken, wenn sie ernsthaft krank sind, weil sie alles tun, es nicht zu zeigen.

Bei einer Allergie können ja sehr viele Dinge als Auslöser in Frage kommen. Da ist nicht nur das Futter, wobei hier die Frage ist, ob es roh/gekocht gegeben wird, denn bei Diät-Trockenfutter können noch Unverträglichkeiten von Milben und Schimmelsporen etc. dazukommen. Auch Impfungen können Allergien auslösen. Aber wenn Du bei einem HP warst, wirst Du das ja sicher wissen. Nicht zu vergessen die vielen Medikamente vom Arzt, die es nicht besser machen.

Spontan fällt mir bei deiner Geschichte ein, dass Leute aus unserer Nachbarschaft einen Hund hatten und verzweifelt sind, weil sie ihm aus dem zu kaufenden Futterangebot füttern konnten, was sie wollten. Er hatte ständig Durchfall und hat sich zuhause sehr häufig übergeben. Sehr belastend für Hund und Besitzer.
Nachdem wir mehrfach gemeinsam Gassi gegangen waren und erzählt haben wie wir unsere Hunde barfen und wie leicht es ist, das Futter aus rohem Fleisch und püriertem Gemüse im Voraus selbst herzustellen, haben die Besitzer den Hund auch auf Barf umgestellt.
Seitdem geht es dem Hund gut, er hat keine Probleme mehr mit Durchfall und muss sich nicht mehr übergeben.

Wenn der Darm dauerhaft krank ist, kann der Hund nicht gesund sein, weil sein Immunsystem dadurch wesentlich geschwächt wird.

Was meines Wissens noch ganz gut, also regulierend, auf den Darm wirkt, sind z.B. frischer Pansen und Quark. Getrocknete Brot- oder Brötchenwürfel werden meist auch gerne genommen, haben nichts mit dem Abfallgetreide im Trockenfutter zu tun, und haben eine festigende Wirkung auf den Stuhlgang. Ebenso sind gekochte Haferflocken zum Untermischen nicht verkehrt.

Obwohl unsere Hunde täglich frisches püriertes Gemüse und Obst bekommen, bin ich von dem Superfoods von Terra Canis absolut überzeugt. Das hat unseren Jungs nochmal einen sichtbaren Energieschub gegeben. Jetzt wetzen beide mit ihren 9 Jahren durch die Wiesen, wie junge Hunde. Die haben aber auch keine bekannte Allergie und können alles fressen.
Feuerwolf
  • Begleithund
Beiträge: 1167
@Jasminda: Die letzte Info war, dass sich die IBD Deines Hundchens bestätigt hatte. Ist es dabei geblieben?
Weisst Du welche IBD genau? Morbus chron, Colitis ulcerosa oder eine kollagene Colitis? Schwerpunkt Dünn- oder Dickdarm?

Bei einer IBD ist es zwingend KEINE Kohlehydrate zu füttern.

Warst Du einmal in einer Tierklinik? Evtl. Uni-Klinik?

Hab`Dir einmal Links dazu eingestellt:

http://www.tierklinik-ismaning.de/inflammatory-bowel-disease/
https://www.tierheilpraktiker.de/mein-tierheilpraktiker/alle-ausgaben/5-2017/745-chronisch-entzuendliche-darmerkrankung-beim-hund.html
http://www.lupovet.de/chronische-darmentzuendung-beim-hund/

LG Feuerwolf mit rennendem Renntier Fina
Zuletzt geändert am 25.02.2018 11:29 Uhr
CairnLover
  • Begleithund
Beiträge: 871
+ 1
Geht es nun um Allergien, wie Jasminda Eingangs schrieb oder um eine Autoimmunerkrankung, wie Colitis ulcerosa und Co., wie Feuerwolf schrieb? Denn das ist in der Tat ein Unterschied.

Da mir schon länger bekannt ist, dass sich Weihrauch bei den zweibeinigen Betroffenen mit Colitis ulcerosa und Morbus Chron als äusserst hilfreich erwiesen hat, habe ich gerade mal recherchiert und offensichtlich kann man ihn auch Hunden geben.
Es gibt hier im Forum wohl auch schon einige Beiträge zu Weihrauch bzw. Boswellia serrata.

Solche Erkrankungen haben meiner Ansicht nach immer auch eine psychische Komponente.
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