Kein Bellen in Notsituation?

Catalou
  • Rudelbeschützer
Beiträge: 2053
Liebe Lunahdl - Hunde, die eine schwierige Vorgeschichte haben sind mit Vorsicht - Rücksicht und Nachsicht zu behandel, aber das weißt du ja auch selbst. Meine Bella war ursprünglich auch so eine "arme Socke", aber mit viel Geduld bringt man das hin, auch wenn man dann keinen total perfekten Hund hat.
Beobachte den Hund und zwinge ihn zu nichts, denn das würde wiederum Angst zur Folge haben. Abby wird sich viel von Luna abschauen und das hilft ihr vermutlich mehr wie Training und Zurechtweisung.
Ich würde an deiner Stelle das Sofa unterseits so verbauen, dass sie nicht darunter kriechen kann. Sie wird merken, dass ihr nichts geschieht, wenn sie ganz offen einen gefundenen Brösel verzehren kann und sich deshalb nicht verstecken muss. Lege ihr ein Leckerli vor die Couch und beobachte ihr Verhalten - vor allem, ob sie sich damit verstecken will (aber nicht kann, weil das Sofa unten zu ist).
Ihr schafft das schon
CEEYEET
  • Halbstarker
Beiträge: 297

Zweithund herzlich willkommen

Das hätte mir genauso mit unserem Tyson passieren können.Wir kennen auch nicht die Vorgeschichte des Hundes.Nur das er ins Tierheim abgegeben werden sollte.Da hat Catalou recht.Da brauchst Du sehr viel Einfühlungsvermögen und Geduld. Aber ich schätze ,daß die kleine Maus sich bestimmt auch bei Euch wohl fühlt,wenn sie merkt,daß Ihr es gut mit ihr meint.Die Zusammenführung unserer beiden war genauso riskant.Ein Glück,daß mein Mann zu dem Zeitpunkt,als Tyson bei uns ankam nicht anwesend war. Das hätte der nie gemacht.Ich bin mit unserem Hund rausgegangen und dort haben sich die beiden Hunde begrüßt.Und dann habe ich gesagt loslassen. Wenn ich da jetzt so darüber nachdenke .......riskant war das schon ,denn die Hunde haben sich ja das erste mal gesehen. Aber es ist gut gegangen und ich bin sehr glücklich darüber,daß die beiden sich gut verstehen und draußen miteinander spielen und toben.Deine Luna wird ihr bestimmt auch über manche Klippe hinweghelfen.Also nicht verzagen ,positiv denken. alles wird gut.Ich wünsche Dir viel Freude mit Deinen zwei Schätzchen.
Nele12345
  • Halbstarker
Beiträge: 408
Hallo.
das mit der Angststarre kenne ich auch von meiner Hündin, sie stammt aus einer Tötungsstation und wurd oft misshandelt. Als ich sie bekam war sie ca 1 Jahr alt und war sehr traumatisiert. Anfangs lies sie sich nicht mal anfassen. Sie hatte vor allem und vor jedem Angst. Immer wenn die Angst groß was hat sie sich hingeschmissen und dicht gemacht nichts drang dann bis zu ihrem Hirn durch. Sie hätte sich am liebsten immer unsichtbar gemacht. Ich habe sie dann immer kurz leicht angestupst um sie aus ihrer Starre rauszuholen, damit sie wieder ansprechbar wird. Ich habe sie dann meistens mit ihrem Lieblingsleckerlie dazu bewegt sich wieder zu in meine Richtung zu bewegen. ´Bei vielen solcher "Secondhands" Hunde blockieren oftmals die vielen verschiedenen Ängste das Gehirn und es ist nicht so Aufnahmebereit aber deshalb sind diese Tiere nicht weniger intelligent, sondern brauchen aufgrund ihrer ´schlimmen Vorgeschichte einfach nur mehr Zeit. Meine Hündin hat auch nie gebellt über 2 Jahre lang nicht, ich dachte echt schon sie kann das nicht mehr weil man auch versucht hatte sie zu erhängen. Aber im 3. Jahr kam ein Bekannter meiner Nachbarn wild gestikulierend und sehr laut sprechend auf mich zu da ist sie zum ersten mal über ihren Schatten geprungen ist ihm bellend und knurrend ein STück entgegen gelaufen um mich zu beschützen. Heute ist sie Angstfrei, sehr sozial und ist ein selbstsicheren Hund geworden. Aber sie bellt nach wie vor nicht wenn es an der Tür klingelt, das Telefon klingelt oder wenn unser Besuch oder wenn wir nach Hause kommen. Wir haben es ihr nie verboten, aber es ist sehr angenehm und ich weis das sie mich im Notfall auch verteidigen würde. Wir haben über 2 Jahre zusammen an ihren Ängsten und auch ein bisschen an ihrer Erziehung gearbeitet, das war eine eher leichte Arbeit da sie Vertrauen aufgebaut hatte und auch gefallen wollte (viele sagen auch Dankbarkeit dazu, obwohl Fachleute sagen das Hunde keine Dankbarkeit kennen) Versucht doch mal in einer solchen Situation viel ruhiger und gelassener damit umzugehen. Da meine sich auch manchmal hinters Sofa geflüchtet hat aber nicht eingeklemmt war (und hatte keine Schock-oder Angststarre) und ihr nichts passierte wenn sie dort für längere Zeit blieb, habe ich getan als wenn ich sie suche, sie finde, ich mich freue und ihr ein Leckerlie in einem Abstand von ca einem Meter ein großes Leckerlie hingelegt habe und bin wieder gegangen. Oder später auch "Gassie gehen" gerufen dann kam sie auch schon schneller aus ihrer Fluchtecke. Wir haben viele Dinge vor denen sie Angst hatte ausgesessen. Wie z. B. Pferde, wir müssen aber dran vorbei. Also so dicht dran wie sie es aushalten kann. Stehen oder sitzen bleiben und eine Zeitlang dort bleiben mehrmals am Tag, Je öfter wir das gemacht haben um so schneller kam sie runter von ihrem Angstlevel und dann beim nächsten mal ein Stückchen näher. Das auch wieder bis sie es gut aushalten konnte und so weiter.sie hat dadurch gelernt das keine Gefahr von den Pferden ausgeht! nach ca 3 Wochen hat sie das Pferd sogar abgeleckt und der Angstbann war gebrochen. Seit dem geht sie jedes mal hin und begrüßt sie und tobt auch oftmals mit ihnen auf der Weide rum. So haben wir sie Stück für Stück wieder ins Leben integrieren können und sie sich wieder zu einem glücklichen Hund entwickeln konnte.

Liebe Grüße
Renate und Nelchen


Original von Lunahdl:
Danke für eure Antworten!

Wenn ich es mal weiter denken darf: Was ich schrieb waren Beispiele..
Das heißt sie bringt sich egal wo wir sind in solche Notsituationen warum auch immer und egal ob wir dabei sind oder sie bei anderen Leuten ist.
Auf jeden Fall werde ich das alleine Befreien versuchen.
Alles verkleiden wäre die einfachste Methode, hilft mir woanders in anderen Fällen nicht weiter.
Ich möchte grundsätzlich einen Fortschritt.
Das sie Angst hat und zittert hat sie mitgebracht aus Spanien, ich kenne ihre genau Vorgeschichte nicht.
Sie verfällt dann vll in so eine Angststarre?!
Kennt das wer? Vll ist es auch verstummen vor Angst. Sie hat ordentlich zugelegt mit dem Bellen, schlägt an und sie hat sich viel vom gesprächigem Labbi da abgeschaut.
Bis jetzt hat keiner geschrieben, dass er das von seinem Hund kennt... ist das so selten?
Ich denke vor Eifer kriegt sie nicht mit wo sie sich hin bringt und dann, wenn sie Beute etc. hat oder sie ist nur auf der Suche und schnüffelt, und dann fällt ihr die Lage auf und erschrickt. Sie macht keinerlei Versuche sich zu befreien auch nach Stunden nicht. War auch schon so, als wir unterwegs war und heimkamen und sie eingeklemmt war.
Im Vergleich zu Luna finde ich ist sie auch einfach nicht so intelligent. Sie lernt zwar manches schnell, aber ich kann ihr schwer neue Kommandos beibringen, Tricks und Spiele egal ob Geschicklichkeits-/ Intelligenzspiele beibringe. Bei ihr ist da so eine Grenze und sie weiß sich generell schwer zu helfen und probiert wenig aus. Das hat sie in ihrer Welpenzeit usw. vll nicht lernen können. Deshalb übe ich weiter fleißig.
Die Ängste vor fremden Hunden und lauten Knallen und neuen Dingen wird immer besser. Es dauert halt Jahre, jeder Fortschritt macht mega Freude.
Nur bei dieser Geschichte gibt es keine Fortschritte. Abwarten...
Wäre es eine Idee es zu üben sie gezielt drunter zu locken mit nem Ball z.b. und dann wieder vor?
Wie viele Stunden soll ich es versuchen und abwarten bis sie vor kommt? Es sollte ja immer mit einem Erfolgserlebnis enden und ohne dass ich sie rausziehe.
weckener
  • Halbstarker
Beiträge: 582
Ich hatte auch eine Hündin aus Griechenland, die sehr ängstlich war. Sie lief immer mit gekrümmten Rücken eingeklemmten Schwanz, sie war so ein Wanderpokal, 4 Jahre alt, immer wieder ausgesetzt. Das habe ich im Lauf der Zeit bei ihr rausgefunden.
Was mir und meinem armen Hund geholfen hat, war eine Therapie mit Bachblüten und Tellington Toutches. Das hat ihr die Angst genommen, das stärkt die Bindung und hilft die Nerven zu beruhigen. Mein Hund war später total ausgeglichen und fröhlich, aber Bellen, hat sie erst nach 4 Jahren das erste Mal gemacht... Fand ich aber ok, die Nachbarn waren dankbar einen ruhigen Hund im Nachbargarten zu haben.
Elena Kreitzer
  • Forenwelpe
Beiträge: 5
Ich habe einen sehr bellfreudigen Hund (Gott sei dank hab ich Verständnisvolle Nachbarn und es wird auch schon weniger mit der bellerei)
Doch vor einiger Zeit hat er es geschafft, sich so unter die Querverstrebung unseres Esszimmertisch einzuklemmen. Zuerst dachten wir, er hat es sich da bequem gemacht. Aber als wir nach dem Essen kurz raus gehen wollten blieb er liegen und das ist gar nicht seine Art. Also schauten wir genauer hin und bemerkten, dass er sich anscheinend im liegen etwas bewegt hatte und dadurch sich mit seine Hüfte eingeklemmt hatte.
Und obwohl er sich sonst immer bemerkbar macht, wenn er was will. Gab er diesesmal keinen Ton von sich. Ängstlich wirkte er nicht, aber der Blick war so "traurig" von ihm.
Deswegen würde es mich interessieren, ob das wirklich eine Art Strategie von Hunden ist.
CEEYEET
  • Halbstarker
Beiträge: 297
Das ist schon schlimm ,was manche Tiere in ihrem Alter schon für ein Schicksal hinter sich haben.Schön,daß Du Deinem Hund ein schönes zuhause bietest Wir haben bisher immer Weipen vom Züchter gekauft.Diesmal waren wir uns einig das es ein Tierheimhund sein sollte.Er sollte auch gern etwas Älter sein ,weil wir auch nicht mehr so taufrisch sind und es eigentlich unvernüftig ist,wenn man sich in unserem Alter noch einen Welpen zulegt und was war passiert wir haben unseren Liebling fast vier Jahre und unser hund wird im Mai 4.Der zweite ist jetzt 9Mon.und ist auch zum Knutschen.Du wirst mit Sicherheit genug Geduld aufbringen müssen um Deinen Liebling das beibringen,was andere Hunde schon können.Auch bei Hunden gibt es spätentwickler.Das wird schon.Wir haben vor jahren als Hundeführer bei einer großen Sicherheitsfirma gearbeitet.Wir waren meistens Nachts unterwegs mit unseren dreien.Unsere Hunde mußten auf Kommando laut geben, denn wir hatten schon recht gefährliche Situationen,in denen wir uns voll auf unsere Hunde verlassen mußten.Aber das hat auch Nerven gekostet ehe unsere drei begriffen hatten ,was wir von ihnen wollten.Hab Geduld .Das wird schon.
Lunahdl
  • Halbstarker
Beiträge: 528
Danke danke für euren Erfahrungsaustausch. Ich werde berichten wie es bei uns weiter geht. Abby war übrigens auch erst 1,5 Jahre als sie zu uns kam. Erst war sie auch in einer Familie in Spanien. Dann deutschen Tierschutzstation in Spanien, weil die Familie sie abgab, dann in Deutschland auf 2 Pflegestellen.
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