Kastrationschip Rüde

info404
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Beiträge: 10
Hallo, wir überlegen, unserem Goldi 2 Jahre einen Kastrationschip einsetzen zu lassen. Wir haben in unserem Dorf zwei Hündinnen, die bei Läufigkeit so interessant sind für unseren Hund, daß fast gar nichts mehr geht. Er reitet auf, ist total unruhig, das Gassi gehen wird zur Qual und Frauchen ist eh uninteressant. Diese Verhaltensmuster zeigt er allerdings nur bei Läufigkeit dieser Hündinnen. Hat jemand Erfahrungen mit dem Chip? Wie veränderte sich das Verhalten Eures Hundes, gab's Veränderungen beim Fell? Welche Erfahrungen gibt es speziell beim Golden Retriever?
Lincan
  • Begleithund
Beiträge: 1393
Ich kann natürlich von hier aus nicht beurteilen, ob das Verhalten eures Rüden wirklich so extrem ist, dass es nicht so zu händeln wäre. Für mich sind gerade mal 2 Hündinnen, die läufig werden, keine Indikation für einen Chip....

Wenn ihr einen Chip einsetzt, dann macht es bitte nur 1 Mal, da eine Wiederholung das Risiko von Tumorbildung sehr erhöhen kann!

Wenn du zeitweise abgemeldet bist wegen der Läufigkeit, würde ich in dieser Zeit vllt. mit einem Halti gehen, wobei dies aber wiederum gut eintrainiert werden sollte, damit DU es richtig macht/richtig damit umgehst.

Auch würde ich generell sehr klare und enge Grenzen setzen besonders in diesem Alter, da sich die Persönlichkeit deines Burschen ausreift. Wenn nun ein Chip eingesetzt oder ein Rüde operativ kastriert wird, bleibt er quasi in dieser Phase, so dass das "Hören auf Muttern" immer ein Problem bleiben kann. Außerdem kann es sein, dass ein Kastrat, auch ein chemischer Kastrat, nicht unbedingt sein Verhalten gegenüber läufigen Hündinnen ändert - wundere dich also nicht, wenn so etwas geschieht.

Zum "Ausprobieren" finde ich den Chip ok, da der Einsatz auch psychische Veränderungen bei einem Hund hervorrufen kann, die man eigentlich nicht will, aber die möglicherweise nach einer KastraOP auftauchen könnten (z.B. gesteigerte Unsicherheit oder absolute Lustlosigkeit wie bei Depression).

Zur Fellveränderung kann ich nichts sagen - ist das denn wichtig? Ich habe hier einen Spätkastraten (mit 7 kastriert aus gesundheitlichen Gründen; als 2jähriger war er immer seeeehr verliebt gewesen, was sich dann aber normalisierte etwa ab 3). Jetzt ist er 11 Jahre - und ich bekomme seine Unterwolle nicht mehr so gut raus.

Vielleicht kannst du ja das Eine oder Andere meiner Ausführungen gebrauchen - wäre schön.

Noch etwas: ein Eingriff in den Sexualhormonhaushalt bedeutet auch einen Eingriff in den Gesamthormonhaushalt; hormonausschüttende Organe sind eng miteinander verknüpft; auch das Emotionszentrum/Angstzentrum ist so direkt davon betroffen. Manche haben gute Erfahrungen damit gemacht und manche eben schlechte Erfahrungen; ist auch individuell unterschiedlich.
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