junghuendin knurrt und verbellt fremde (laeufig)

mbuettner3
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Einen schoenen Montag allerseits,

Ich habe eine Frage, vielleicht hat ja der ein oder andere schon aehnliche Erfahrungen gemacht und kann mir ein paar Tipps dazu geben.

Meine 9 Monate alte Mischlingshuendin (mittelgross 51cm, 16kg, evt eine Mischung aus Labbi und etwas schlanken und zierlichem) steht momentan kurz vor ihrer ersten Laeufigkeit. Sie hat seit drei/vier Wochen vermehrten Ausfluss und ihre Vulva schwillt auch schon an. Rueden interessieren sich allerdings noch nicht vermehrt fuer sie, doch die Tierarztin meinte dass es nun sehr bald soweit sein wird.
Ungefaehr seit diesem Zeitraum hat sich in ihrem Verhalten etwas unangenehm geandert.
Sie ist generell eine sehr anhaengliche und Menschen und Hunden gegenueber sehr unterwuerfige und zurueckhaltende Persoenlichkeit. Sie ist auch im Allgemeinen sehr leicht zu haendeln, kennt ihre Kommandos und ist noch nie aufsaessig geworden. Wie gesagt eigentlich eine entspannte, zurueckhaltene Junghuendin.
Seit diese Anzeichen der kommenden Laufigkeit auftreten, steigert sie sich allerding sehr in ihre Wachsamkeit rein. Sie hat auch vorher mal geblafft wenn jmd hinter der verschlossenen Tuer war, aber mehr auch nicht.
Nun faengt sie gerade an ordentlich tief, agressiv und brummend zu bellen wenn jmd zur Tuer reinkommt.
Und noch unangenehmer: wenn ich mit ihr alleine oder auch in der Gruppe mit Menschenfreunden bspw im Park sitze knurrt sie Menschen an die uns zu nahme kommen (in 1-3m Entfernung vorbei laufen) und bellt sogar wenn ich sie nicht schnell genug wieder beruhige, bzw ihr dieses Verhalten verbiete (was gut geht, aber auf dauer waere es mir lieber, sie wuerde sich wieder selbst entspannen und fremde Menschen nicht als Eindringlinge betrachten).
Achja, sobald die Person direkt vor ihr steht, wedelt sie wieder unterwuerfig und schleckt an den Haenden.
Mit Hunden hat sie solche Probleme nicht.

Meine Fragen waeren:

Legt sich das mit der Laeufigkeit wieder, bzw ist solch ein Verhalten in ihrer Situation als normal anzusehen?

Habt ihr Tipps wie ich ihr wieder mehr Sicherheit vermitteln kann, sodass sie die Beurteilung eines fremden Menschen wieder mir ueberlaesst?

Kennt jmd dieses Verhalten von seiner Huendin?

Und falls ihr keine Tipps habt, kann mir jmd einen guten Hundetrainer in Berlin empfehlen, der mit sowas Ehrfahrungen hat?

Vielen Dank und viele Gruesse,
Malenka & Kasha
Streifling
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Hallöchen,

Ich selbst hatte bisher nur Rüden, aber in meinen Aufenthalten in Auffangstation habe ich eigentlich bei jeder Hündin die das erste mal in die Läufigkeit kommt so ein Verhalten bemerkt. Da ging es von Futterverweigerung, extremen Dominanzverhalten bis zu Aggression auf Mensch oder Hund.. all das hat sich nach ein paar Wochen aber wieder gelegt. Vielleicht macht dir das ein bisschen Hoffnung. Ich würde dir raten ihr ein bisschen Zeit zu geben, bis die Hormone wieder rund laufen.

Eine Hundeschule würde ich dir auf jedenfall empfehlen, schaden tut es meistens nicht. Vielleicht auch ein Junghundekurs in der Gruppe, da trifft sie nicht nur auf andere Hunde - und lernt unter Ablenkung - sondern auch auf viele Menschen, wo du gleich mal das anknurren etc. üben kannst. ABER erst NACH der Läufigkeit natürlich, sonst drehen die armen Rüden durch

Viel Spaß noch mit der Kleinen.
Ignoranz ist die Kunst mit offenen Augen nicht sehen zu wollen.
K.Weber über den Tierschutz
Gast
Original von Streifling:

Ich selbst hatte bisher nur Rüden, aber in meinen Aufenthalten in Auffangstation habe ich eigentlich bei jeder Hündin die das erste mal in die Läufigkeit kommt so ein Verhalten bemerkt. Da ging es von Futterverweigerung, extremen Dominanzverhalten bis zu Aggression auf Mensch oder Hund.. all das hat sich nach ein paar Wochen aber wieder gelegt.

Eine Hundeschule würde ich dir auf jedenfall empfehlen, schaden tut es meistens nicht. Vielleicht auch ein Junghundekurs in der Gruppe, da trifft sie nicht nur auf andere Hunde - und lernt unter Ablenkung - sondern auch auf viele Menschen, wo du gleich mal das anknurren etc. üben kannst. ABER erst NACH der Läufigkeit natürlich, sonst drehen die armen Rüden durch

Guten Morgen,
als doch schon langjähriger Hündinnenhalter ist mir so ein Verhalten bisher nie vorgekommen. Könnte es möglich sein, das sie dieses Verhalten nur aufgrund des körperlichen Erwachsenwerden zeigt? Ein erneutes Austesten der gesetzten Grenzen ist? Ich glaube nämlich nicht, das man Verhaltensweisen in einer Auffangstation (hoher Stresspegel) mit dem Verhalten einer einzeln gehaltenen Hündin vergleichen kann.

An Streifling:
ein Widerspruch ist mir aufgefallen. Die Hündin knurrt JETZT Menschen an und du sprichst die Hoffnung aus das sich das in ein paar Wochen gibt. Super!!! Wozu dann aber noch in eine HuSchu wenn sich das Problem schon erledigt hat? Das Anknurren und Anbellen muss JETZT unterbunden werden und nicht später im Junghundkurs geübt werden.

An Malenka:
mein Rat wäre sich einen Trainer/in für einen Hausbesuch zu suchen und ihm die Situation vor Ort (Treffen in der Gruppe/Spaziergang) zu zeigen. Einen Trainer empfehlen kann ich allerdings nicht. Es ist aber möglich, das unter den Berliner Usern jemand einen guten Trainer empfehlen kann.
LG, Alidasy mit Banditen
Zuletzt geändert am 24.04.2015 10:51 Uhr
Maiky567
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Hallo mbuettner3


Ich denke sie testet zuxem ihre grenzen aus.. und sie scheint unsicher zu sein.

Wie sieht das beruigen den aus??? Aber bitte nicht so.... hund knurrt wird gestreichelt u d angesprochen........damit bestätigst du nur ihr verhalten.

Ich kenne einige hündinen die mit zunehmender läufigkeit so richtige zicken werden das legt sich nach der läufigkeit wider...und das 2-3mal im jahr für ein paar wochen.. und daheim wird alles auf ihren platz gebracht zb. Kleidung. kuscheltiere. Decken.....

Aber vieleicht giebts hier noch hündinnen besitzer die was anderes wissen.

Lg tanja und maiky
Zuletzt geändert am 24.04.2015 18:00 Uhr
Lincan
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Beiträge: 1405
Deine Hündin wird erwachsen - somit auch erhöhte Wachsamkeit usw. Die Hormonparty in ihrem Körper macht sie zudem ganz wuschig - sie ist nicht Fisch noch Fleisch, wie man das so bei Menschen in der Pubertät sagt. Einerseits ist sie unsicher, vllt. sogar vermehrt verunsichert, andererseits fühlt sie sich dazu gedrängt, Wachsamkeit zu zeigen. Warum sollte es Hunden anders ergehen als uns Menschen? Biologisch sind wir ja nun wirklich nicht sehr voneinander entfernt...

Meine Hündinnen habe alle sehr unterschiedlich ihre erste Läufigkeit gemeistert. Meine aktuelle Hündin ist mit zunehmendem Alter ungnädiger geworden gegenüber meinen Rüden, allerdings je nach Läufigkeitsabschnitt auch wieder schmusiger, sehr lieb auch zu mir (ich beziehe das jetzt nicht auf die Stehtage). Auch eine Scheinträchtigkeit könnte folgen - dann solltest du sie gut auslasten, damit sie sich nicht psychisch reinsteigert. Das ist aber auch normal bzw. natürlich.

Wundere dich auch nicht, wenn deine Hündin einen "depressiven Eindruck" macht - auch das ist normal. Selbstverständlich ist das nicht bei allen Hündinnen gleich - jede hat so ihre individuelle Note. Eine meiner verstorbenen Hündinnen baggerte grundsätzlich uns Menschen an - die Rüden interessierten sie nicht wirklich. Sie war allerdings auch Typ Rüdin

Wenn ich nicht meine Rüden hier hätte, würde ich von der Läufigkeit nichts mitbekommen, da meine Hündinnen immer alle sehr sauber waren/sind.

Ich führe einen Läufigkeitskalender, worin ich u,a, auch Besonderheiten eintrage. Bei meiner aktuellen Hündin ist das z.B. die gesteigerte Ungeduld und Aggressivität in der Vor-Läufigkeit sowie, dass ihre Stehzeit um den 16. Tag liegt (also nicht zwischen dem 11. und 14. Tag).

Sollte deine Hündin noch sehr lange nach der eigentlichen Läufigkeit gut duften, dann lasse sie auf Vaginitis untersuchen. Sie können leicht Bakterien reinbekommen während der Läufigkeit; auch markieren sie öfter bzw. fange dann das Markieren an (meine markieren bzw. markierten auch außerhalb der Läufigkeit).

Ansonsten: keine Panik auf der Titanic
Nicht meine Hunde brauchen einen Maulkorb sondern ich!
Streifling
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Beiträge: 70
Also net jede Auffangstation ist nur Stress!
Die Hündinnen dort werden ebenso erwachsen wie die Rassehunde beim Züchter, durchlaufen den gleichen biologischen Zyklus und verändern ihr Verhalten.
Ja ich meinte jetzt nicht gleich durchdrehen, abwarten ob es sich wieder legt & dann in die HS. Aber das macht mbuettner3 schon richtig!

Hallo Lincan, schön dass du den depressiven Zustand ansprichst, unsere Nachbarhündin ist gerade in dieser Phase und bin voller Hoffnung dass sie bald wieder die Alte ist so kenn ich sie auch nicht.
Ignoranz ist die Kunst mit offenen Augen nicht sehen zu wollen.
K.Weber über den Tierschutz
mbuettner3
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Beiträge: 3
Erstmal viiiielen Dank fuer die vielen Antworten und Tipps!
Kasha ist nun entgueltig laeufig geworden und hinterlaesst kleine blutige Gruesse auf dem Boden.
Ich hab sie in den letzten Tagen nochmal mit Adlersaugen beobachtet und ja, das mit dem Austesten ihrer Grenzen scheint mir auf einmal ziemlich logisch zu sein.
Bisher war sie wie gesagt echt eine Ruhige, aber gerade wird sie richtig aktiv (so wie ich es eigentlich von so einem Jungspund auch immer erwartet habe) von Depression keine Spur! ^^
Kleines Update zum Bellen und Knurren: kaum blutet sie und schon hat sich das Gehabe wieder gelegt. Sie scheint verstanden zu haben, dass sie damit nicht weiterkommt!

Danke auch fuer den Tipp mit dem Kalender, das ist eine super Idee!
Und ich freue mich natuerlich auch weiterhin ueber jeden Kommenar!


Alles Liebe,
Malenka
halunke
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seit wann ist sie bei euch?
Viele Leute glauben zu denken, wenn sie lediglich ihre Vorurteile neu ordnen!
-William James-
mbuettner3
  • Forenwelpe
Beiträge: 3
Seit Oktober, da war sie grad 12 Wochen alt. Sie wurde vorher allerdings mehrmals rumgereicht. Ich bin schon die dritte Halterin... :/
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