Initiative "Stoppt die Hundesteuer"

sigridniggemann
  • Forenwelpe
Beiträge: 1
Hier bei uns in Düsseldorf ist es nicht anders, nichts wird für die Hunde von denr Hundesteuer angeschafft, r bei uns gibt es in Boxen zwar Kotbeutel gratis, aber i8mmer wird geschlampt mit der Auffüllung, habe schon oft das Amt angerufen, aber nichts geschieht, es wird weiter geschlampt
ich weiss niucht wie es in den anderen Städten verläuft, ich habe eine Hundesteuermässigung und zahle jeden Monat nur 6 E
benchen
  • Begleithund
Beiträge: 975
Original von Shibaherz:

@Benchen: ich weiß nicht, in welcher aufgeräumten Gegend von Berlin Du lebst.
Lade Dich aber gern mal zu einer Gassirunde in Neukölln, Kreuzberg, Wedding oder selbst hier in Steglitz-Friedenau ein. :doh

: Man wird es nicht glauben, aber hier in Marzahn , Plattenbau , viele Hunde auf einen Haufen, gibt es schon sehr viele Leute, die mit dem Sackel das Kackel aufnehmen. Auch Leute, wo man es nie gedacht hätte. Irgendwer glotzt immer vom Balkon runter und sieht den Hund, der gerade sitzt und dann den Halter mit dem Sackel, der danach putzt. Hier hat es gut geklappt mit dem Putzen, es sind auch reichlich Mülleimer da, die geleert werden. Warum das hier so gut geht, keine Ahnung. Ich denke, die Hälfte der Halter putzt und das ist schon ganz schön im Berliner Vergleich.





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Lupine 3
  • Alpha Hund
Beiträge: 9036
Original von Shibaherz:

@Lupine: Du hattest geschrieben: "Bis vor einem Jahr wurden Züchter ... belohnt dafür, daß sie für reichlich Nachwuchs sorgten". Noch mal: Hat sich da was geändert?

Shibaherz, noch mal:

Nichts hat sich geändert, denn es wird weiter für hündischen Nachwuchs gesorgt, ...(das war auch nicht das Ziel der Einnahmequelle Hundesteuer) und ehrenamtlichen Pflegestellen berappen die gleich hohe Hundesteuer wie Züchter oder Vermehrer...

oder meine vorherige Ausführung...?

Ansonsten hast Du natürlich in vielem recht. Nur: Alle Wirtschaftszweige, auch Tierzüchter, berufen sich auf die und basieren auf der Nachfrage des Endverbrauchers. Eine verstärkte Reglementierung der Zuchtpraktiken könnte den Schmuggel verstärken. Nicht nur aus Osteuropa, z.B. auch aus den Niederlanden.

Und weil Lebewesen als Wirtschaftszweig benutzt wird, sollte man nicht reglementieren? Das sehe ich anders bei der Vielzahl des Hundeleids. Überschuss (hier Lebewesen) zu produzieren, damit der Markt gesättigt wird, erachte ich als falschen Weg.
Geschmuggelt wird ja leider für Tierbedarfsläden genauso wie für Leute, die genau bei solch seltsamen Adressen kaufen. Dann dürfte ja momentan keinerlei Schmuggel stattfinden, da ja noch nicht verstärkt reglementiert wird.

Vielleicht wäre es angebracht, mal ein größeres öffentliches Symposium zu der Frage "Hundesteuer ja oder nein" abzuhalten, bei dem alle Standpunkte vertreten werden könnten. Das sollten mMn auch die Betreiber der Initiative erwägen.

Außer als politische Einnahmequelle gibt es kein Plus/Ja zur Hundesteuer, es sei denn, man steht vollkommen auf erzählte Märchen. Schaut man der Tatsache ins Auge, überwiegen die "Nein-Argumente" gegen die Hunde- und Pferdesteuer. Dazu gibt es allerlei Lesestoff auf der IG Hund-Seite.





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Die kalte Schnauze eines Hundes ist erfreulich warm gegen die Kaltschnäuzigkeit mancher Mitmenschen. (Ernst R. Hauschka) Beurteile Menschen nicht nach ihren Worten, sondern nach ihren Taten, denn viele reden vortrefflich, aber handeln schlecht. (Matthias Claudius)
christianeadler
  • Moderator
Beiträge: 20328
Um hier die Verwirrung mal komplett zu machen: Wie Lincan schon andeutete darf die Hundesteuer nur für natürliche Personen erhoben werden. Wenn ein Züchter ordnungsgemäss ein Gewerbe angemeldet hat, zahlt er keine Hundesteuer. Betroffen wären nur private Züchter. Eine Regulierung der Massenzucht ist also auf diesem Weg nicht möglich. Ich kann aber als Pflegestelle kein Gewerbe anmelden, weil ich keine Einnahmen erziele, also zahle ich den Höchstsatz.
Die Idee, dass manche Leben weniger wert sind, ist die Wurzel alles Übels auf dieser Welt (Paul Farmer)
Shibaherz
Beiträge: 21205
@Lupine 3: Wir sind doch gar nicht so weit auseinander Ich habe nichts gegen eine die Hundepopulation betreffende Marktregulierung einzuwenden und versuche lediglich, unerwünschte Nebenwirkungen mitzudenken.

Wir haben in Deutschland ca. 11 Mio Hunde. Zu viele in zu vielen falschen Händen ...

Der Politik bieten sich immer zwei versch. Wege an, um unerwünschtes Verhalten zu beeinflussen:
1) direkte Verbote und Erschwernisse (wegen Lobbyismus und Bürgerinitiativen bei Politikern unbeliebt)
2) der Preishebel über, wenns sein muß, drastische Steuererhöhungen

Geschmuggelt wird in 1. Linie wg. hoher Anschaffungspreise bei Rassehunden. Aber der Schmuggel würde ja bei zurückgefahrenem Welpenangebot der Züchter nicht abnehmen.

Auch daran, daß die Pflegestellen so exorbitant besteuert werden, kann man erkennen, daß die Bestandsbegrenzung ein politisches Ziel ist.
Hundesteuer, Zwangsversicherung und Hundeführerschein sprechen eine deutliche Sprache





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Man sieht nur mit dem Herzen gut.Das wesentliche ist für die Augen unsichtbar (Antoine de Saint-Exupéry)
Zuletzt geändert am 10.02.2014 18:04 Uhr
Lupine 3
  • Alpha Hund
Beiträge: 9036
Original von Shibaherz:


Wir haben in Deutschland ca. 11 Mio Hunde. Zu viele in zu vielen falschen Händen ...


1) direkte Verbote und Erschwernisse (wegen Lobbyismus und Bürgerinitiativen

Auch daran, daß die Pflegestellen so exorbitant besteuert werden, kann man erkennen, daß die Bestandsbegrenzung ein politisches Ziel ist.

Nee, bei uns werden Pflegestellen nicht "gesondert berechnet", auch nicht mit direkt der höchsten Hundesteuer, sondern
sie zahlen in meiner Kommune, als wäre es der eigene Hund, den sie betreuen. Nur im Vergleich zur zwischenzeitlich nicht mehr existenten "Zwingersteuer" war es jahrelang eine große Ungerechtigkeit.

Zur angesprochenen Lobby verhält es sich bei uns genau umgekehrt als von dir beschrieben: Die ist nicht nur in meiner Region in den entscheidenden Politikersesseln vorhanden, aber zuerst zum eigenen Wohl, nicht dem der "anderen Bürger". Bestehend aus Jägern, Landwirten und Industriellen werden Beschlüsse dieser Lobbyisten erst ausgedacht, dann umgesetzt.

Falls die politisch gewollte Hunde-Bestandsbegrenzung tatsächlich bestünde, liebe Shibaherz, würde in ganz Deutschland einheitlich mit der Hundesteuer verfahren und es würde keine "Kampfhundesteuer" in diversen Örtlichkeiten geben.
In manchen Regionen sind Pflegestellen nach der Hundesteuersatzung entlastet und in manchen Kommunen wird ganz auf Hundesteuer verzichtet. Wer jetzt denkt, dass das aber echt entgegen kommend sei von zuständigen Politikern vor Ort, der täuscht sich! Die Hundesteuer wurde abgeschafft, da es zu viele Widersprüche dagegen gab (Eschborn als Beispiel) und der Aufwand zu hoch wurde.

Vor Jahren hat sich nicht nur meine Kommune gedacht, solche Bürger, die selbstständig denken wollen und dadurch auch noch handeln könnten (gar widerborstig und echt störend, wenn Bürger den Durchblick haben und einen Strich durch die geplante Rechnung machen können! *Ironie aus*), müssen ein dickes Portemonnaie haben, denn seitdem kann man keinen (kostenlosen) Widerspruch mehr bei der zuständigen Kommunalbehörde einlegen, man muss direkt den teuren Klageweg beschreiten! Man wurde etwas mundtot gemacht, Hauptsache, das Geld von Bürgern - hier Hundehaltern oder Pflegestellen - fließt (und die Diäten der hochrangigen Politiker steigen bald automatisch, da das mehr als 9000 Euro im Monat-Einkommen nicht genug ist, mit der Begründung, dass Bundesrichter das Gehalt in der Höhe haben, müssen alle 631 Abgeordnete das auch haben plus weiterem Einkommen?? - sorry, mir stieß gerade diese ganz bewusste, arrogante Ungerechtigkeit gegenüber dem "wählenden Volk" übel auf!)....
Die kalte Schnauze eines Hundes ist erfreulich warm gegen die Kaltschnäuzigkeit mancher Mitmenschen. (Ernst R. Hauschka) Beurteile Menschen nicht nach ihren Worten, sondern nach ihren Taten, denn viele reden vortrefflich, aber handeln schlecht. (Matthias Claudius)
Zuletzt geändert am 11.02.2014 09:54 Uhr
Shibaherz
Beiträge: 21205

EU-Recht und deutsche Gemeindesteuern

@Lupine: Ich habe von einem politischen Willen zur Begrenzung der Hundepopulation geschrieben, nicht davon, daß dieser Zweck bisher mit der Hundesteuer erreicht worden wäre (s. Deinen Verweis auf "Animalhorder" ) und auch nicht davon, daß dieses Ziel ausschließlich über die Hundesteuer durchgesetzt werden kann. -

Nicht jeder EU-Staat ist so föderal aufgebaut und in seinem Aufbau so durch die Subsidiaritäts-Maxime geprägt wie die Bundesrepublik. - Die Hundesteuer ist als Gemeindesteuer, und zwar als zulässige örtliche "Verbrauchs- und Aufwandsteuer" (als solche gelten bspw. auch Jagd- und Zweitwohnsitzsteuer) im Grundgesetz durch Art. 106 abgesichert. Unter der Voraussetzung, daß landesgesetzliche Regelungen erlassen worden sind.
Der Bund darf die Gemeindesteuern nicht grundsätzlich entziehen.

Die vielerorts gebeutelten Gemeinden und Gemeindeverbände werden sich diese Einnahmequelle ganz bestimmt nicht nehmen lassen. "Ein deutliches Plus für alle Kommunen" durch vermehrte Kontrollen und Bußgeldeinnahmen, das Dir als Kompensation vorschwebt, setzt erst einmal vermehrte Personalaufwendungen voraus, die in der Großstadt tagsüber bei Falschparkern wieder hereingeholt werden können, aber während der Dunkelheit bei rücksichtslosen Gassigehern? Und außerhalb der Großstädte, in den zersiedelten Gebieten, auf dem Land?

Ich habe in diesem Zusammenhang eigentlich nur Fragen, keine Antworten





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Man sieht nur mit dem Herzen gut.Das wesentliche ist für die Augen unsichtbar (Antoine de Saint-Exupéry)
Zuletzt geändert am 11.02.2014 16:41 Uhr
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