Initiative "Stoppt die Hundesteuer"

struppilein
  • Halbstarker
Beiträge: 459
Original von Lupine 3:

Sie brauchten nur die Hälfte des niedrigen Steuersatzes zahlen und das für höchstens 2 Hunde, unabhängig von der tatsächlichen Anzahl ihrer Hunde und ebenfalls unabhängig davon, ob die Hunde "gestapelt" in der Scheune dahinvegetierten oder nicht.>


Da wäre ja vielleicht ein Ansatz. Normalerweise wird ja jeder weitere Hund teurer als der vorherige, zumindest ist dass bei uns so. Leute, die von der Zucht/ Vermehrung leben, müssen eine Genehmigung dafür haben (Gewerbe, Vet.Amt). Da könnte man eigentlich überprüfen, wie viele Hunde gehalten werden (sicher, auch da kann man trixen) und danach die Hundesteuer festlegen. Jeder weitere Hund wird teurer (1.+2. Hund Normalsteuer, dann jeweils die Hälfte der Steuer des Vorgängerhundes zusätzlich drauf). Das würde reichlich teuer für Massenzüchter und Massenvermehrer werden. Vielleicht könnte man dadurch die Vermehrerei eindämmen. Vl. würden die Vermehrer dadurch ihre Welpenpreise erhöhen, wobei sich dann aber wiederrum die Käufer überlegen würden, ob es sich noch lohnt überhaupt noch Hunde aus unsicheren Quellen zu kaufen. Gewissenhafte "Normalzüchter" (Zuchtverein) hätten da keine oder kaum Nachteile und Vermehrer würden richtig zur Kasse gebeten. Eine Begrenzung der Wurfanzahl pro Zwinger (Zuchtverein) würde auch eindämmen. Beim Vermehrer eine Begrenzung der "Zuchthunde" oder der Würfe pro Jahr.
tomstep
  • Alpha Hund
Beiträge: 9118
Original von ulrichkotter9:
Warum gibt's eigentlich keine Katzensteuer? Die Problematik ist die Gleiche. (Nein, ich bin kein Katzenhasser, aber die Tierheime sind doch voll von Katzenstreunern)
Gruß Uli

Ja Uli , da hast Du recht !
Sehr sinnvoll wäre dann vor allem eine Pferdesteuer !!! Aber auch wenn es in der momentanen (!) Situation gerecht wäre so würde es Niemand (außer den Gemeindekassen) helfen.
Ein Nachbarort (Hörstel) hatte bis 2012 keine Hundesteuer.Aber nicht alle anderen schafften diese Steuer ab,Hörstel schaffte sie an.
Meines Wissens kommt die Hundesteuer als Luxussteuer eines Königs aus Preußen aus dem 18.Jahrhundert weil (wie schon bemerkt wurde) sich damals nur reiche Leute Hunde aus Spaß Hunde hielten (ähnlich wie auch z.B. Pferde Heute),in den Städten zumindest.
"Alt gewordenen Pferden das Gnadenbrot zu geben und Hunden nicht nur, wenn sie jung sind, sondern auch im Alter Pflege angedeihen zu lassen, ist Ehrenpflicht eines guten Menschen."(Plutarch von Chäronea, 45 - 120, griechischer Philosoph)
struppilein
  • Halbstarker
Beiträge: 459
+ 2

Original von ulrichkotter9:
Warum gibt's eigentlich keine Katzensteuer? Die Problematik ist die Gleiche. (Nein, ich bin kein Katzenhasser, aber die Tierheime sind doch voll von Katzenstreunern)
Gruß Uli

Dann beantrage ich mal ganz schnell noch eine Hamster-,Mäuse-,Ratten-,Vogel-,Exoten-, Fischsteuer. Denn, wenn für Wohnungskatzen Steuern bezahlt werden sollen, warum dann nicht gleich für alle Haus- und Heimtiere? Wenn jetzt schon viele (vor allem Jüngere) nicht mehr wissen, wo unsere Lebensmittel herkommen und wie sie aussehen, dass für ein Stück Fleisch ein Tier sterben muß, wo Eier und Milch herkommen, dass eine Kuh nicht lila ist, dann werden sie auch bald nicht mehr wissen, was ein Haustier ist und wie es aussieht. Denn, wenn man keine Steuern mehr zahlen kann, dann kann man auch keine Haustiere halten. Viele halten sich aber Wohnungskatzen, weil sie sich die Steuern für einen Hund nicht mehr leisten können. Vor allem aber ältere Leute, die sonst ohne Tiere völlig vereinsamen würden. Aber die Rente reicht oft kaum zum überleben, für Steuern schon mal garnicht.
Catalou
  • Rudelbeschützer
Beiträge: 2077
+ 1
@ Struppilein -das wollte ich auch gerade vorschlagen Das Finanzamt wird sich über die bürgernahen Vorschläge freuen


Allerdings - heißt der Thread nicht "Stoppt die Hundesteuer"?
ulrichkotter9
  • Forenwelpe
Beiträge: 6
+ 3
@Strupilein,

ich glaube du hast mich falsch verstanden, ich wollte mit meiner Aussage eigentlich nur aufzeigen: Eine Katzensteuer wäre absurd, eine Hundesteuer ist absurd.
Haustiere sind, egal ob Vogel Katze oder Hund, eine wichtige Lebensbereicherung. Ich finde es auch wichtig, daß Kinder mit Tieren und vor allem mit Respekt vor Tieren aufwachsen.

Gruß Uli
Zuletzt geändert am 08.02.2014 17:28 Uhr
Shibaherz
Beiträge: 21235
Original von Catalou:

Wenn ich das richtig verstehe, versinken OHNE Hundesteuer die Städte im Hundekot und jeder Hunde-Nixversteher darf sich einen Hund steuerlos zulegen und
MIT Hundesteuer finanziere ich die Vorhänge im Bürgermeisteramt und die Städte versinken trotzdem im Hundekot..

Also what - soll man jetzt DAFÜR oder DAGEGEN sein oder ignoriert man am Besten, was nicht zu ändern ist.

Kommt eben darauf an, ob Du nur die Interessen der Hundehalter oder auch die der anderen mit im Blick hast ...

Der Thread heißt so und fordert zum Nachdenken über Berechtigung und Erfolgsaussichten der Initiative auf. In welche Richtung der Zug unterwegs ist, sieht man doch schon an der erst vor kurzem eingeführten Versicherungspflicht für Hunde.
Ich bin bestimmt nicht für ein "Hundeprivileg" für Reiche und weiß da auch erst mal keinen Ausweg.
Eine einkommensabhängige Staffelung der Hundesteuer? Weiß nicht, ob sie in den Großstädten helfen würde.

@Struppilein: "Das wäre ja vielleicht ein Ansatz ..."

@Lupine: Deine Ausführungen enthalten kein Argument gegen die politisch vorhandene Begrenzungsabsicht. Über eine Erhöhung der Steuer könnte der Staat sehr wohl den Bestand regulieren, ebenso wie er ja über die hohe Tabak- und Spritsteuer den privaten Konsum beeinflußt.
Was hat sich denn bei der Hundesteuer für Züchter/Vermehrer seit einem Jahr geändert?





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Man sieht nur mit dem Herzen gut.Das wesentliche ist für die Augen unsichtbar (Antoine de Saint-Exupéry)
Zuletzt geändert am 08.02.2014 18:16 Uhr
benchen
  • Begleithund
Beiträge: 984
Die Pferdesteuer wurde schon oft angedacht und bis dato von den Vereinen und Pferdehaltern immer wieder abgeschmettert. Die ist nicht durchzukriegen.
Auch bei Zahlung von Hundesteuer (Berlin) ist ein Sackel fürs Kackel mitzuführen und bei passender Gelegenheit zu benutzen. Auch mit Hundesteuer versinkt Berlin allen anderslautenden Meinungen zum Trotz nicht im S...
Shibaherz
Beiträge: 21235
@Benchen: ich weiß nicht, in welcher aufgeräumten Gegend von Berlin Du lebst.
Lade Dich aber gern mal zu einer Gassirunde in Neukölln, Kreuzberg, Wedding oder selbst hier in Steglitz-Friedenau ein.





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Lupine 3
  • Alpha Hund
Beiträge: 9644
+ 2

@Lupine: Deine Ausführungen enthalten kein Argument gegen die politisch vorhandene Begrenzungsabsicht. Über eine Erhöhung der Steuer könnte der Staat sehr wohl den Bestand regulieren, ebenso wie er ja über die hohe Tabak- und Spritsteuer den privaten Konsum beeinflußt.

Ich schrieb, dass es dann keine Animalhorder geben würde im Hundesteuerland, wenn dann die "Eindämmungssteuer" funktionieren würde. Tut sie nicht, sondern dient lediglich als politische Einnahmequelle!

Übrigens gibt es leider sehr wohl mittlerweile Pferdesteuer! Es setzt falsch an, andere Tierarten zu besteuern, nur weil es schon die Hundesteuer gibt! Mit der Klage vor dem Europäischen Gerichtshof geht es demnächst weiter! Und ich hoffe sehr, dass das Dilemma mit der ungerechten Tiersteuer dann ein für alle mal erledigt ist! Ein deutliches Plus für alle Kommunen würde sich durch Kontrollen und Ordnungswidrigkeitsbußgelder gegen Dreckschleudern aller Art ergeben. Für jede absichtlich zerdepperte Glasflasche, die sowohl dem Wild als auch den Landwirten gefährlich wird, genauso für die liegengelassenen Hundehaufen, gibt es einen Bußgeldkatalog, der die Höhe regelt, aber anwenden müssen das die Kommunen. Übrigens wäre ich auch dafür, alles von Menschen Ausgespuckte gleich mit zu sanktionieren. Ob Kaugummi oder nicht - eklig ist das auf jeden Fall! Auch hier gab es mal ein Verbot aufgrund von grassierenden Krankheiten. So viel ich weiß, haben manche Städte das auch wieder eingeführt und könnten dafür ordentlich kassieren, wo gegen die Hundesteuer im Vergleich weniger einbringen würde.

Was hat sich denn bei der Hundesteuer für Züchter/Vermehrer seit einem Jahr geändert?

Nichts hat sich geändert, denn es wird weiter für hündischen Nachwuchs gesorgt, die Tierheime sind dadurch kein bisschen entlastet (das war auch nicht das Ziel der Einnahmequelle Hundesteuer) und ehrenamtlichen Pflegestellen berappen die gleich hohe Hundesteuer wie Züchter oder Vermehrer, obwohl die Nachwuchsproduzenten diesen Preis auf den Kaufpreis umlegen im Gegensatz zu den ehrenamtlichen "Überschussauffangfamilien", die wiederum die bereits vorhandenen Fellchen versorgen und verpflegen. So wird Tierschutz "eingedämmt", nicht aber die unkontrolliert Produzierenden! Hier wären Kontrollen über die Würfe pro Jahr und Hündin auf jeden Fall sinnvoller als die Hundesteuer für alle Hundehalter, um den Bestand in Zahlen zu kontrollieren.
Die kalte Schnauze eines Hundes ist erfreulich warm gegen die Kaltschnäuzigkeit mancher Mitmenschen. (Ernst R. Hauschka) Beurteile Menschen nicht nach ihren Worten, sondern nach ihren Taten, denn viele reden vortrefflich, aber handeln schlecht. (Matthias Claudius)
Zuletzt geändert am 09.02.2014 10:41 Uhr
Shibaherz
Beiträge: 21235
@Lupine: Du hattest geschrieben: "Bis vor einem Jahr wurden Züchter ... belohnt dafür, daß sie für reichlich Nachwuchs sorgten". Noch mal: Hat sich da was geändert?

Ansonsten hast Du natürlich in vielem recht. Nur: Alle Wirtschaftszweige, auch Tierzüchter, berufen sich auf die und basieren auf der Nachfrage des Endverbrauchers. Eine verstärkte Reglementierung der Zuchtpraktiken könnte den Schmuggel verstärken. Nicht nur aus Osteuropa, z.B. auch aus den Niederlanden.

Vielleicht wäre es angebracht, mal ein größeres öffentliches Symposium zu der Frage "Hundesteuer ja oder nein" abzuhalten, bei dem alle Standpunkte vertreten werden könnten. Das sollten mMn auch die Betreiber der Initiative erwägen.





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Man sieht nur mit dem Herzen gut.Das wesentliche ist für die Augen unsichtbar (Antoine de Saint-Exupéry)
Zuletzt geändert am 09.02.2014 11:30 Uhr
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