Initiative "Stoppt die Hundesteuer"

Catalou
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:) ;)

Original von Shibaherz:

@Catalou: Eine Zweckbindung der Hundesteuer so wie Du sie verstehst (Verwendung der Einnahmen zur Schaffung von Hundeauslaufgebieten, Vermehrung der Hundekotbehälter usw.) würde doch dem übergeordneten Zweck, den ulrichkoetter9 zitiert hat, zuwiderlaufen.

Die Hundesteuer wäre demnach eine Steuer, um die Zahl der Hunde zu begrenzen, weil sich einige Leute die Steuer nicht leisten könnten oder wollten. Das ist aber auch ein verkehrter Ansatz - meiner Meinung nach..

Na gut - ich werfe das Handtuch und bin ab sofort dagegen, dass ich dafür bin oder umgekehrt.. tz tz
Zuletzt geändert am 07.02.2014 18:12 Uhr
benchen
  • Begleithund
Beiträge: 984
+ 1
Die Anzahl der gehaltenen Hunde mit der Hundesteuer zu begrenzen ist rechnerisch ein Fehler. Mehr gehaltene Hunde gleich mehr Steuereinnahmen, die für irgendwelchen Quark verpesert werden können.
Zuletzt geändert am 07.02.2014 20:37 Uhr
christianeadler
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Grundsätzlich ist es eine richtige Idee, die Menschen vom Hundekauf abzubringen, denn die Städte sind hoffnungslos überbevölkert. Nichts Anderes ist auch der Sinn eines Hundeführerscheins. Nur ist dafür die Hundesteuer viel zu niedrig. Es reicht gerade, um sich zu ärgern, aber nicht um abzuschrecken. Da wäre es sinnvoll z. B. mit 1000 Euro im ersten Jahr anzufangen, und dann immer weniger zu werden. Dann würden auch gleichzeitig die Leute belohnt, die ihren Hund nicht beim ersten Problem im nächsten Tierheim abgeben.
Die Idee, dass manche Leben weniger wert sind, ist die Wurzel alles Übels auf dieser Welt (Paul Farmer)
struppilein
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+ 2
Soll Hundehaltung etwa wieder ein Privileg der Reichen werden? Das hatten wir doch schon mal.Früher konnten sich auch nur die Reichen Hunde halten. Bei den anderen hat es gerade mal zum überleben gereicht. Da hat mancher dann seinen Hund erst garnicht angemeldet.Eine Lösung kann das wohl kaum sein.
Shibaherz
Beiträge: 21235
@Struppilein: "DIE" Lösung ist nicht in Sicht, wenn die Konflikte, vor allem in den Großstädten, zunehmen zwischen sozial rücksichtslosen Hundehaltern und hundelosen Menschen, v. a. alten und Müttern mit Kleinkindern, die sich in ihrem Alltag belästigt oder bedroht erleben. Paradebeispiel: Berlin, Prenzlauer Berg, Kollwitzplatz
Man sieht nur mit dem Herzen gut.Das wesentliche ist für die Augen unsichtbar (Antoine de Saint-Exupéry)
Zuletzt geändert am 08.02.2014 00:29 Uhr
christianeadler
  • Moderator
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Wenn die Anzahl der Hunde reduziert werden soll, ohne dass die Kommunen weniger Einnahmen haben, muss doch rein rechnerisch die Steuer erhöht werden. Katzensteuer wird doch auch schon angedacht. Da wird es mit der Überprüfung der Anmeldung noch schwieriger.
Die Idee, dass manche Leben weniger wert sind, ist die Wurzel alles Übels auf dieser Welt (Paul Farmer)
Catalou
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Beiträge: 2077
Eine sehr hohe Hundesteuer würde sicherlich die Hundehaltung reduzieren, ABER wohin mit den Hunden, die sich dann kaum noch jemand leisten kann?
Es laufen doch jede Menge Stadtsheriffs herum - warum setzt man die nicht vermehrt für die Kontrolle der rücksichtslosen Hundehalter ein. Videoüberwachung an den beliebtesten, unerlaubten "Hundeklos" wäre auch sinnvoll. Kein Geld dafür im Budget? Gute Ausrede, aber wieder ein Grund pro zweckgebundener Hundesteuer..

1000 Euro Hundesteuer pro Jahr - da wandere ich aus...
Lupine 3
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+ 1
Original von struppilein:

Soll Hundehaltung etwa wieder ein Privileg der Reichen werden? Das hatten wir doch schon mal.Früher konnten sich auch nur die Reichen Hunde halten. Bei den anderen hat es gerade mal zum überleben gereicht. Da hat mancher dann seinen Hund erst garnicht angemeldet.Eine Lösung kann das wohl kaum sein.

Das Privileg ist bei dieser Willkürsteuer doch jetzt schon, die Hundebegrenzung ist nur ein Vorwand aus der Politik, um die Hundesteuer in täuschender Absicht zu rechtfertigen - leider! Ich nenne mal ein Beispiel. Bis vor einem Jahr wurden Züchter, egal ob verantwortungsvolle oder Vermehrer, bei der Hundesteuer belohnt dafür, dass sie für reichlich Nachwuchs sorgten. Sie brauchten nur die Hälfte des niedrigen Steuersatzes zahlen und das für höchstens 2 Hunde, unabhängig von der tatsächlichen Anzahl ihrer Hunde und ebenfalls unabhängig davon, ob die Hunde "gestapelt" in der Scheune dahinvegetierten oder nicht. Pflegestellen, die "gebrauchte" Hunde aufnehmen, zahlten und zahlen dagegen den vollen (höchsten ab 3 Hunde) Steuersatz pro Hund und das für jeden im Haushalt lebenden Hund! In unserer Hundesteuersatzung ist von Tierschutz nichts zu lesen, es gibt keine Freilaufzonen, keine Mülleimer unterwegs und auch keine Kotbeutelspender. Dafür gab es binnen kürzester Zeit zig mal Hundesteuererhöhungen.

Da die Hundesteuer willkürlich ist, verwendet jede Stadt und Gemeinde die Mehreinnahmen nach Gutdünken, also genau so, wie die amtshabenden Politiker das wollen! Sei es für neue Vorhänge im Bürgermeisterbüro oder sonstwas - daran wird sich nichts ändern, denn man will diese Willkür ja behalten, da man sonst erklären müsste, wofür das Geld (zweckentfremdet) ausgegeben wurde und evtl. in der Handlung eingeschränkt würde!

Die Hundesteuer ist aus meiner Sicht eine Abzocke am Mitgeschöpf und gehört von daher längst abgeschafft. Sie reguliert überhaupt nichts, sondern sorgt nur für Einnahmen in politischer Selbstbedienung am Hundehalter! Sonst gäbe es ja keine Animalhorder in Hundesteuerländern, wenn der Vorwand für Abzocke in Bezug auf die vorgeschobene Regulierung stimmen würde.
Die kalte Schnauze eines Hundes ist erfreulich warm gegen die Kaltschnäuzigkeit mancher Mitmenschen. (Ernst R. Hauschka) Beurteile Menschen nicht nach ihren Worten, sondern nach ihren Taten, denn viele reden vortrefflich, aber handeln schlecht. (Matthias Claudius)
Zuletzt geändert am 08.02.2014 09:59 Uhr
ulrichkotter9
  • Forenwelpe
Beiträge: 6
Warum gibt's eigentlich keine Katzensteuer? Die Problematik ist die Gleiche. (Nein, ich bin kein Katzenhasser, aber die Tierheime sind doch voll von Katzenstreunern)


Gruß Uli
Catalou
  • Rudelbeschützer
Beiträge: 2077
Wenn ich das richtig verstehe, versinken OHNE Hundesteuer die Städte im Hundekot und jeder Hunde-Nixversteher darf sich einen Hund steuerlos zulegen und
MIT Hundesteuer finanziere ich die Vorhänge im Bürgermeisteramt und die Städte versinken trotzdem im Hundekot..

Also what - soll man jetzt DAFÜR oder DAGEGEN sein oder ignoriert man am Besten, was nicht zu ändern ist.

Katzensteuer? Da sollte man erst etwas dagegen tun, dass Katzen noch immer nicht flächendeckend kastriert werden müssen
und so wie ich die ländlichen Katzenhalter kenne, würden die lieber die Katzen umbringen, als dafür Steuer zu bezahlen.
Außerdem sind die Tierheime auch von Hunden, die keiner mehr will, voll. Tz Tz...
Zuletzt geändert am 08.02.2014 11:14 Uhr
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