Initiative "Stoppt die Hundesteuer"

christianeadler
  • Moderator
Beiträge: 20328
Das war schon immer so, ist für mich noch nie ein Argument gewesen. Die Hundesteuer machte im Ursprung als Jagdabgabe Sinn. Nur dürfen Hunde heute nicht mehr jagen. Nur die Steuer ist geblieben.

Und die Argumentation mit der Strassenreinigung ist für mich überhaupt nicht nachvollziehbar. Hat schon mal ein Getränkehersteller für die Entsorgung der Flaschen und Dosen bezahlt oder ein Windelhersteller für das Einsammeln an Rastplätzen und Wanderwegen? Hunde produzieren wenigstens nur organischen Müll.

Aus einer Zwangsabgabe eine Spende zu machen ist eine gute Idee, aber rechtlich fragwürdig, blieben also nur zweckgebundene Dinge wie Freilaufflächen, Kotbeutelspender....
Die Idee, dass manche Leben weniger wert sind, ist die Wurzel alles Übels auf dieser Welt (Paul Farmer)
Lupine 3
  • Alpha Hund
Beiträge: 9644
Original von Catalou:

Man sollte eine Initiative starten, dass die Hundesteuer zweckgebunden, also für Belange des Hundes, z.B. Tierheime, Tierschutz, Straßenreinigung von Hundekot sowieso, Hundewiesen, etc. verwendet werden muss. Damit könnte ich durchaus leben.

Schön und gut, aber da die Hundesteuer eine willkürliche Steuer ist, ist und bleibt sie nicht zweckgebunden! Das ist eine rechtliche Geschichte.
Darum hat das Bestehen auf finanzielle Einsetzbarkeit rund um Tierschutz etc. überhaupt keinen Zweck, obwohl es mir auch lieber wäre, meine Hundesteuer sinnvoller ausgegeben zu wissen. Außerdem: Warum sollte die Straßenreinigung doppelt finanziert werden? Jeder Hausbesitzer zahlt diese schon!


Auch wenn man sich noch so dagegen sträubt, solange es Hundesteuer gibt, wird man sie bezahlen müssen.

Das ist politisch so gewollt, damit das eigene Geldsäckchen immer schön gefüllt wird - sonst wird halt einfach wieder die Hundesteuer erhöht! Deutschland und Österreich sind noch die letzten Länder in der EU, die sich willkürlich nach Lust und Laune an Hunde- und Pferdehaltung (Deutschland hat diese bereits eingeführt parallel zur Hundesteuererhöhung) bereichern.
Die kalte Schnauze eines Hundes ist erfreulich warm gegen die Kaltschnäuzigkeit mancher Mitmenschen. (Ernst R. Hauschka) Beurteile Menschen nicht nach ihren Worten, sondern nach ihren Taten, denn viele reden vortrefflich, aber handeln schlecht. (Matthias Claudius)
Zuletzt geändert am 07.02.2014 09:31 Uhr
Catalou
  • Rudelbeschützer
Beiträge: 2077
Original von christianeadler:

Das war schon immer so, ist für mich noch nie ein Argument gewesen. Die Hundesteuer machte im Ursprung als Jagdabgabe Sinn. Nur dürfen Hunde heute nicht mehr jagen. Nur die Steuer ist geblieben.

Und die Argumentation mit der Strassenreinigung ist für mich überhaupt nicht nachvollziehbar. Hat schon mal ein Getränkehersteller für die Entsorgung der Flaschen und Dosen bezahlt oder ein Windelhersteller für das Einsammeln an Rastplätzen und Wanderwegen? Hunde produzieren wenigstens nur organischen Müll.

Aus einer Zwangsabgabe eine Spende zu machen ist eine gute Idee, aber rechtlich fragwürdig, blieben also nur zweckgebundene Dinge wie Freilaufflächen, Kotbeutelspender....

Doch - es gibt die Verpackungsverordnung..
http://m.aachen.ihk.de/produktmarken/innovation/Dokumente_Innovation_und_Umwelt/1401308/Verpackungsverordnung_

Mit Straßenreinigung meine ich das Entsorgen von Hundekot, wo die HH diesen nach getaner Verrichtung liegen lassen.
Wenn ich mich in Parks oder Straßen mit winzigen Grünflächen umschaue, denke ich oft, dass vielen HH die Pflicht, die Hinterlassenschaft ihrer Hunde zu entsorgen, nicht kümmert. Hund macht Häufchen und HH schaut zu und entschwindet.

Mal ehrlich - jede Steuer ist eine Zwangsabgabe und willkürlich und absolut niemand zahlt gerne Steuern

Wenn nun aber die Hundeagabe dem Tierschutz und der Schaffung von Hundewiesen, etc. zugute käme, dann würde zumindest ich noch einen Sinn darin sehen. Straßenreinigung ist und war ja nicht mein einziges Argument.
Aber gut - eine Steuer weniger wäre durchaus positiv, aber zumindest kenne ich keine Petition oder dergleichen, die Erfolg gehabt hätte und ob es nun Deutschland oder Österreich ist - bei Wegfall der Hundesteuer fiele dem Staat sicherlich eine neu Möglichkeit ein, die Bürger zur Kasse zu bitten.
In Südeuropa, wo es, wie ich lese, keine Hundesteuer gibt, laufen so viele herrenlose Hunde herum, dass es der Behörde gar nicht möglich wäre, zu kontrollieren, welcher Hund nun "Steuerzahler" ist.
Zuletzt geändert am 07.02.2014 13:37 Uhr
ulrichkotter9
  • Forenwelpe
Beiträge: 6
Hallo hier mal ein Auszug aus der Satzung unserer Gemeinde:

"Hundesteuer


Für jeden mehr als drei Monate alten Hund ist Hundesteuer zu entrichten. Mit der Hundesteuer werden u.a. ordnungspolitische Ziele verfolgt. Diese Steuer soll dazu beitragen, die Zahl der Hunde zu begrenzen."

Also nix mit Dienstleistung für Hundebesitzer.

Gruß Uli
ulrichkotter9
  • Forenwelpe
Beiträge: 6
Hallo hier mal ein Auszug aus der Satzung unserer Gemeinde:

"Hundesteuer


Für jeden mehr als drei Monate alten Hund ist Hundesteuer zu entrichten. Mit der Hundesteuer werden u.a. ordnungspolitische Ziele verfolgt. Diese Steuer soll dazu beitragen, die Zahl der Hunde zu begrenzen."

Also nix mit Dienstleistung für Hundebesitzer.

Gruß Uli
Catalou
  • Rudelbeschützer
Beiträge: 2077
Original von ulrichkotter9:

Hallo hier mal ein Auszug aus der Satzung unserer Gemeinde:

"Hundesteuer


Für jeden mehr als drei Monate alten Hund ist Hundesteuer zu entrichten. Mit der Hundesteuer werden u.a. ordnungspolitische Ziele verfolgt. Diese Steuer soll dazu beitragen, die Zahl der Hunde zu begrenzen."

Also nix mit Dienstleistung für Hundebesitzer.

Gruß Uli

Stimmt - deshalb habe ich von einer Initiative gesprochen, dass die Hundesteuer nicht zweckentfremdet verwenden werden darf - aber klar, besser wäre es, wenn es sie nicht gäbe.
Allerdings - wie viele Hunde gibt es in Deutschland und wie viel verdient der Staat an der Hundesteuer?
Na also - DAS wird man sich nicht entgehen lassen...
Shibaherz
Beiträge: 21235
Mit der Hundesteuer werden u.a. ordnungspolitische Ziele verfolgt. Diese Steuer soll dazu beitragen, die Zahl der Hunde zu begrenzen."

Endlich kommt mal jd. auf den Zweck der Hundesteuer zu sprechen. Die Mehrheit der Bevölkerung lebt ohne Hund und hat gegen die Hundesteuer jedenfalls solange nichts einzuwenden, solange sie allerorts und jederzeit Tretminen (Berlin!) ausweichen muß.
Andererseits weigern sich viele HH, die vorzugsweise im Dunkeln mit ihren freilaufenden Hunden Gassi gehn, mit Verweis auf die gezahlte Hundesteuer, die Hinterlassenschaften ihrer Lieblinge zu beseitigen.
BSR (Berliner Stadtreinigung) und Ordnungsamt kommen mit ihren Dienst- und Einsatzplänen nicht dagegen an.
Man sieht nur mit dem Herzen gut.Das wesentliche ist für die Augen unsichtbar (Antoine de Saint-Exupéry)
tomstep
  • Alpha Hund
Beiträge: 9118
Original von Catalou:
Stimmt - deshalb habe ich von einer Initiative gesprochen, dass die Hundesteuer nicht zweckentfremdet verwenden werden darf

Die Hundesteuer kann nicht zweckentfremdet werden , weil sie nicht (!) zweckgebunden ist und somit von den Gemeinden verwendet werden kann wofür sie meinen das sie benötigt wird . Egal wofür also !
"Alt gewordenen Pferden das Gnadenbrot zu geben und Hunden nicht nur, wenn sie jung sind, sondern auch im Alter Pflege angedeihen zu lassen, ist Ehrenpflicht eines guten Menschen."(Plutarch von Chäronea, 45 - 120, griechischer Philosoph)
Catalou
  • Rudelbeschützer
Beiträge: 2077
Original von tomstep:

Original von Catalou:
Stimmt - deshalb habe ich von einer Initiative gesprochen, dass die Hundesteuer nicht zweckentfremdet verwenden werden darf

Die Hundesteuer kann nicht zweckentfremdet werden , weil sie nicht (!) zweckgebunden ist und somit von den Gemeinden verwendet werden kann wofür sie meinen das sie benötigt wird . Egal wofür also !

Genau - und deshalb bin ich der Meinung, dass die Hundesteuer ZWECKGEBUNDEN werden sollte.
Abschaffen wird man sie bei 5,4 Millionen Hunden in Deutschland eher nicht, aber wer meint, kann ja dagegen protestieren
bis zum Nimmerleinstag
Shibaherz
Beiträge: 21235
@Catalou: Eine Zweckbindung der Hundesteuer so wie Du sie verstehst (Verwendung der Einnahmen zur Schaffung von Hundeauslaufgebieten, Vermehrung der Hundekotbehälter usw.) würde doch dem übergeordneten Zweck, den ulrichkoetter9 zitiert hat, zuwiderlaufen.
Man sieht nur mit dem Herzen gut.Das wesentliche ist für die Augen unsichtbar (Antoine de Saint-Exupéry)
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