Ich bin meinem Hund egal.

x-Nicole-x
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Hallo Leute.
Ich stehe mit meiner kleinen Chihuahua-Mix -Hündin kurz vor der Verzweiflung und ich will keinesfalls was falsches machen, weswegen ich euch um Rat fragen möchte.
Also Kiara ist jetzt im Junghundalter (9 Monate).

Wie der Titel schon sagt habe ich das Gefühl dass ich ihr draußen relativ egal bin.
Wenn sie irgendwo schnüffelt ( sie steht zur Zeit total auf Kot fressen), reagiert sie eher selten bis gar nicht. Gehe ich einfach weiter ist ihr das egal. Auch nach mehreren hundert Metern riecht sie ganz genüsslich weiter auch wenn ich nicht mehr in Sicht bin. Auch nach einiger Zeit, wenn ich mal hinter der Ecke warte kommt sie nicht bis ich irgendwann zurück komme und sie hole.

Ich hab ihr eigentlich das Kommando 'komm' beigebracht. Sie war die erste Zeit nur an der schleppleine bis sie es wirklich verstanden hat. Dann habe ich angefangen sie zu motivieren zu mir zu kommenit ihrem Futterbeutel. Das hat eigentlich super geklappt. Ich hab sie gerufen und sie kam freudig angerannt. Doch nun scheint der Beutel an Reiz zu verlieren und der kot scheint doch toller zu sein.
Ihr ist es auch völlig egal, wenn ich gehe während sie zb mit ihren Kumpel Charlie spielt. Ich kann rufen, wegrennen oder mit dem Beutel wedeln. Nichts geht über Charlie.
Heute ist sogar weggerannt. Wir haben die Hunde spielen lassen und als wir uns getrennt haben, blieb sie zwar kurz bei mir, ist dann aber sofort Charlie hinterher gelaufen als er nicht mehr in Sicht wahr. Und das passierte zweimal hinter einander. Beim zweiten mal war Charlie dann schon im Haus drin und sie hat vor der Tür gewartet. Auch als wir dann am Abend nochmal dran vorbei gelaufen sind, ist sie zu der Tür gerannt.

Das macht mich echt traurig, weil ich wirklich alles mache um sie zu fördern.. Denke mir immer wieder neue Routen aus um neues zu erkunden. Geh niemals zweimal hintereinander die gleichen runden. Suche Neue verstecke für den Futterbeutel etc.
Was soll ich noch machen?

Bin ich streng, habe ich das Gefühl sie hat Angst vor mir, was ich überhaupt nicht will. Aber anscheinend klappt die nette Tour nicht.
Sie soll mir vertrauen, sich an mir orientieren und nicht ihr eigenes Ding machen.
Habt ihr Tipps, Ratschläge für mich?

Habe sie draußen jetzt erstmal wieder an der schleppleine und festige das Abruftraining wieder.
Meint ihr es liegt vllt daran, dass sie in der Wohnung relativ viele Freiheiten hat (eigenständig auf Couch und bett, darf eigentlich überall hin) ? Sollte ich ihr da vielleicht mehr Grenzen setzen? Oder denkt ihr das hängt nicht zusammen?

Wenn ihr noch Fragen habt, um helfen zu können, ich beantworte alles.
Danke schonmal..

Liebe Grüße
christianeadler
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Eine Frage hätte ich auf jeden Fall schon mal. War deine Hündin schon das erste Mal läufig?
Die Idee, dass manche Leben weniger wert sind, ist die Wurzel alles Übels auf dieser Welt (Paul Farmer)
x-Nicole-x
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Nein. Sie wurde vor der ersten Läufigkeit kastriert.
halunke
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autsch
Viele Leute glauben zu denken, wenn sie lediglich ihre Vorurteile neu ordnen!
-William James-
x-Nicole-x
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Ich möchte hier jetzt keine Diskussionen entfachen, was nun richtig oder falsch ist.
Ich habe sie kastrieren lassen, weil ich es für richtig empfinde.
Hoffentlich kriege ich trotzdem Hilfe und werde nicht gleich verurteilt nur weil ihr eine andere Meinung habt. Ich Wäre auf jeden Fall sehr dankbar.
Zuletzt geändert am 06.01.2014 10:12 Uhr
ThoBeNa
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+ 3
Hallo x-Nicole-x,
versuche mal Deinem Hund die Entscheidungsfreiräume zu beschneiden. So wie Du es schilderst hat der Hund drinnen wie draußen alle Rechte die Er haben will ( Wer ist dann der Chef).
Zum anderen buhlst Du um seine Aufmerksamkeit soll heißen Du versuchst die Aufmerksamkeit des Hundes auf Dich zu ziehen anstatt die Aufmerksamkeit einzufordern so hat Dein Hund die Wahl : Ich schau mich um/ "spiel" erst mal/ fress was, mein Halter wartet ja brav auf mich bis ich kommen will.
Ich würde den Freilauf einschränken auch nicht mit Schlepp sondern normale Leine, kein "Spiel" mit anderen Hunden sondern Übungen an der Leine bis der Hund sich wieder auf mich einläßt (gut wäre Übungen mit pos. Bestätigung am besten mit Futter abschließen das stärkt die Bindung).
Auch die Rechte drinnen würde ich beschneiden das heißt nicht der Hund darf nicht mehr auf das Sofa aber nur wann und solange ich will.
Zur Bindungsfestigung sind auch sogenannte Blickkontaktübungen recht hilfreich.
Und vor allem nimm Dich selbst zurück versuche nicht Dich für den Hund interessant zu machen sondern der Hund muss sich Deine Aufmerksamkeit erarbeiten (weniger ist manchmal mehr)
@halunke: sehe ich auch so
MfG
ThoBeNa
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+ 1
@nicole: wegen dem kastrieren an sich war das zumindest von mir nicht gemeint, sondern nur wegen dem Zeitpunkt.
Es wird empfohlen zumindest die erste Läufigkeit abzuwarten.
Das für und wieder einer Kastration ist ein Punkt den jeder mit sich selber ausmachen soll/muss oder es ist ein eigenes Thema über das man diskutieren kann.
MfG
x-Nicole-x
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Beiträge: 42
+ 1
Erstmal danke.
Welche Übungen an der kurzen Leine genau meinst du?
An der Leine macht sie gar keine Probleme, läuft brav Fuß. Ansonsten auf Kommandos wie Sitz und Platz hört sie auch.

Also nur noch Aufmerksamkeit schenken, wenn es von mir aus kommt? Daran dachte ich auch schon.

@ThoBeNa :
Jeder empfiehlt da was anderes. Aber du hast recht, jeder muss es für sich entscheiden.

LG
halunke
  • Begleithund
Beiträge: 1222
Original von x-Nicole-x:
>

Jeder empfiehlt da was anderes. Aber du hast recht, jeder muss es für sich entscheiden.

naja, genau genommen entscheidet da jeder für ein anderes Lebewesen!
aber eine diskussion wollte ich nun wirklich nicht anstoßen...war einfach nur mein erster wertfreier gedanke heut morgen...

dein hund benötigt einfach mehr alltagsführung! keine tricks oder kadavergehorsam, sondern einfach führung.
etwas demut tut jedem gut. baue in euren alltag mehr gehorsamkeit ein...
zB wenn es ans rausgehen geht, dann muss sie in ihrem körbchen warten bis du sie rufst. es geht erst los wenn sie wirklich still ist. unterbinde impulsives verhalten...beschneide die menge an entscheidungen die sie treffen muss...
schick sie auch mal gundlos vom sofa
nahrung gibt es ab sofort nicht mehr nur für bloße anwesenheit!
draußen darf sie mit eigenen entscheidungen keinen erfolg mehr haben. wenn sie an der leine zieht weil sie in eine richtung will unterbinde es.
sie muss die lernerfahrung sammeln, dass du nun entscheidest wo es spannend ist und wo nicht und das alles was sie tut darauf keine auswirkungen mehr hat.
das alles wird übrigens wochen dauern bis man da erfolge sieht, weshalb die meisten es vorzeitig wieder abbrechen...
Viele Leute glauben zu denken, wenn sie lediglich ihre Vorurteile neu ordnen!
-William James-
Zuletzt geändert am 06.01.2014 12:39 Uhr
x-Nicole-x
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Beiträge: 42
Wie gesagt an der Leine läuft sie einwandfrei.
Was genau meinst du mit alltagsführung?
Welche Entscheidungen soll ich unterdrücken?
Eigenständiges springen auf Sofa und Couch, Beginn eines Spieles, zu einem anderen Hund Rennen. Gibt es da noch was!? Trinken wäre in diesem Fall ja auch eine eigene Entscheidung.

Meinst du mit kadavergehorsam apportieren??
Soll ich mit ihr keine Tricks mehr machen oder apportieren?
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