Hundefreundschaft in Gefahr

EnzoBulldog
  • Forenwelpe
Beiträge: 1
Hallo.

Ich habe zwei unkastrierte Rüden. Enzo 5 und Atos 2 Jahre alt. Enzo ist eine Französiche und Atos eine Old English Bulldog.
Bisher war der kleine der Chef was sich jetzt im Laufe der Zeit ändert. Jedenfalls kommt es in den letzten 3 bis 4 Monaten zu beisserein um mich und das Fressen. Fressen tuen sie mittlerweile getrennt.
Nach gestrigem Vorfall dominiert nun der jüngere, überlegene den älteren. Sie steigen auch auf. Also früher der kleine, jetzt der Grosse.
Ich habe das Bedürnis nun zu Handeln.
Inwieweit wirken sich die Hormone, das Testosteron auf den Hund aus? Also Angriffslust etc. Die Beziehung der Beiden ist Grundsätzlich sehr gut.
Kastration beider Hunde könnte eine Option sein!?
Habt ihr Erfahrungen mit solchen oder ähnlichen Situationen?
Was würdet ihr machen? Habt ihr Ideen?

Liebe Grüsse
Lincan
  • Begleithund
Beiträge: 1373
+ 1
Vernünftigen Hundetrainer/vernünftige Hundetrainerin engagieren, die entsprechende Ahnung hat.

Hormone, Kastration, Wirkung etc. siehe Sophie Strodtbeck, Tierärztin. Hat mit Udo Gansloßer u.a. Buch dazu geschrieben; beide geben auch Seminare.

Problem ist nicht über dogspot zu lösen, auch nicht durch Erfahrungsberichte, da jeder Fall anders. Der Halter kann unbewusst auch viel dazu Beiträgen, dass es schlimm/schlimmer wird; nicht nur "Schuld der Hormone" - Es spielen viele Faktoren eine Rolle.

Hier ist ein Ungleichgewicht in der Körperlichkeit. Selbst das können Hunde erkennen und für sich einsetzen. Und so ein aufstrebender Bursche nützt jeden kleinsten Erfolg aus und fühlt sich bestätigt.

Wenn Kastration, dann nur einer - der Schwächere. Grund: wenn beide kastriert, dann wieder derselbe Status; Gerangel würde bleiben. Alternativ könnte man Hormonchip probieren, um mögliche Veränderungen zu prüfen. Allerdings sind die Ergebnisse nicht hundertprozentig genau, da es diverse Varianten der Präparate gibt und weil Testosteron nicht nur an einer einzigen Stelle produziert wird.

Viel Erfolg!
Nicht meine Hunde brauchen einen Maulkorb sondern ich!
Lincan
  • Begleithund
Beiträge: 1373
+ 2

Nachtrag

In diesem Alter gibt es noch Hormonparty, so dass zurzeit der Testosteronspiegel höher als normal liegen kann. Das normalisiert sich mit etwa 3 Jahren (je nach Rasse und Grundtemperament kann er auch erst mit 4 normal sein; bei von Läufigkeitsdüften geschwängerter Luft kann er kurzfristig nochmal über normal steigen).

Kastration bleibt immer eine Einzelfallentscheidung, zumal ja nicht nur in den Vermehrungshaushalt eingegriffen wird. Ein Hormonchip zur Überbrückung stoppt bzw. verzögert die Entwicklung, so dass man damit nicht einfach abwartet, bis die blöde Zeit vorbei ist. Da wäre auch in dieser Zeit angepasstes, intensives Training nötig, damit gewünschte Erfahrungen abgespeichert werden.

Falls es sich durch den Chip zeigt, dass man zumindest den Trend erkennt, dass es besser für die Jungs wäre, wenn der Randniedrigere kastriert wird, dann sollte man dies tun, solange der Chip noch wirkt, also "die Eier noch klein" sind. Vorteil >> er kommt nicht mehr in den anderen Zustand, aus dem er dann wieder rausgerissen werden würde.

Sollte French Bully kastriert werden müssen, wäre es in diesem Alter okay, da keine Entwicklung mehr, so wie beim OEB. Einer meiner Rüden musste aufgrund gesundheitlicher Probleme mit fast 7 kastriert werden; er ist jetzt 15. Negativ ist nur, dass sich die Muskulatur im Alter gern abbaut; bei Testosteronmangel noch schneller, aber das haben wir im Griff (es gibt da so Möglichkeiten zur Unterstützung).
Nicht meine Hunde brauchen einen Maulkorb sondern ich!
Kostenlos anmelden
MY dogSpot - LOGIN
Passwort vergessen?
Gerade online