Hund kläfft Männer an

Mein Labrador-Mix Rüde (kastriert, bald 7 jährig, Tierheimhund mit weitgehend unbekannter Vergangenheit ) bellt konsequent alle Männer an (ausser meinem Ehemann), vor allem jene, die stehenbleiben und ist durch nichts davon abzuhalten.
Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht oder hat einen guten Tipp?
Catalou
  • Rudelbeschützer
Beiträge: 2073
Meine Hündin bellte alte Frauen mit Kleinkind und Stock an und ich vermute, dass sie mit einer solchen Person böse Erfahrungen gemacht hatte. Es dauerte lange, bis sie das einigermaßen ablegte, aber misstrauisch ist sie noch immer. Man kann nur bei der Begegnung mit solchen Personen acht geben und den Kontakt vermeiden.
Na ja, alte Frauen mit Stock und Kleinkind begegnet man ja eher selten, aber die Begegnung mit Männern lässt sich kaum vermeiden - ich gebe an die Hundeprofis weiter...

LG
Zuletzt geändert am 07.03.2014 07:35 Uhr
cpupsi
  • Forenwelpe
Beiträge: 55
Mein Rüde fast 3 Jahre alt bellt auch Männer an,dann dieses komische knurren.Ich versuche mich immer davor zu stellen,das er ja nicht in Versuchung kommt.Ist es richtig sich davor zu stellen um das zu unterbinden?
Jasminda
  • Halbstarker
Beiträge: 250
+ 1
Original von cpupsi:

Mein Rüde fast 3 Jahre alt bellt auch Männer an,dann dieses komische knurren.Ich versuche mich immer davor zu stellen,das er ja nicht in Versuchung kommt.Ist es richtig sich davor zu stellen um das zu unterbinden?

Wenn es funktioniert und er sich dann beruhigt, ist es ok. Noch besser wäre es, wenn du es schaffst, ihm stattdessen etwas anderes zu tun zu geben. Ich weiß nicht, womit du ihn sonst beschäftigst, aber dafür taugt von "Sitz" bist "Dummy apportieren" alles.
Hexe kann Männer auch nicht leiden. Das war schon so, seit sie Welpe ist. So weit ich weiß hat sie nichts erlebt, was das erklären würde. Auch die Züchter scheinen Menschen zu sein, die keine Welpen quälen. Umso rätselhafter ist mir ihr Verhalten. Durch langes Training hat sie gelernt, auf mein Kommando, diese Menschen zu ignorieren. Sage ich allerdings nichts, weil ich es zu spät sehe, dann tut sie, was sie auch sonst am liebsten tun würde. Männer verbellen und dann fortjagen. Durch diese Erfahrung habe ich meine Zweifel, ob diese Aversionen immer durch Mißhandlungen in der Vergangenheit erklärt werden können. Ok, bei Hunden aus dem Tierschutz ist dieses Risiko natürlich höher, aber ich kenne auch andere Hunde, mit einer guten "Welpen- und Junghundezeit" die aber auch bestimmte Menschen nicht ausstehen können - warum auch immer.
Liebe Grüße

Rosa & Jeannie
gmrak
  • Forenwelpe
Beiträge: 82
Unsere Trixi und Gina scheinen beide schlechte Erfahrungen mit Männern gemacht zu haben. Trixi bellt knurrt und schnappt auch zu wenn sich der Mann nicht vom knurren fernhalten lässt. Gina hingegen verkriecht sich sofort unterm Schreibtisch und ist nicht mal mit Leckerli zu bestechen da wieder vor zu kommen ausser Frauchen stellt sich so dass sie Schutz hat.
Bei Trixi gabs schon ein paarmal einen Klapps am Po wenn sie Männer hinterm Zaun anfährt oder sogar dreimal meinen Lebensgefährten mehr oder weniger fest gebissen hat. Auf der Pflegestelle sagte man uns wohl dass sie ein kleiner Angstbeisser wäre, aber sie lässt sich mit Leckerli bestechen, frißt bis alles weg is und wenn sich mein Lebensgefährte dann aufrichtet schnappt sie meist nach. Bei meiner jüngeren Tochter hat sies auch anfangs gemacht.
Auf eins sind wir jetzt gottseidank gekommen dass Männer offenbar *zu groß* für die kleinen Hunde sind, denn sobald die in die Hocke gehn beruhigen sich beide.
Nicht nach den Sternen greifen,
sondern ihr Funkeln lieben,
denn kleine Schritte führen zum Ziel
Original von gmrak:

Unsere Trixi und Gina scheinen beide schlechte Erfahrungen mit Männern gemacht zu haben. Trixi bellt knurrt und schnappt auch zu wenn sich der Mann nicht vom knurren fernhalten lässt. Gina hingegen verkriecht sich sofort unterm Schreibtisch und ist nicht mal mit Leckerli zu bestechen da wieder vor zu kommen ausser Frauchen stellt sich so dass sie Schutz hat.
Bei Trixi gabs schon ein paarmal einen Klapps am Po wenn sie Männer hinterm Zaun anfährt oder sogar dreimal meinen Lebensgefährten mehr oder weniger fest gebissen hat. Auf der Pflegestelle sagte man uns wohl dass sie ein kleiner Angstbeisser wäre, aber sie lässt sich mit Leckerli bestechen, frißt bis alles weg is und wenn sich mein Lebensgefährte dann aufrichtet schnappt sie meist nach. Bei meiner jüngeren Tochter hat sies auch anfangs gemacht.
Auf eins sind wir jetzt gottseidank gekommen dass Männer offenbar *zu groß* für die kleinen Hunde sind, denn sobald die in die Hocke gehn beruhigen sich beide.

Hat denn der Klaps auf den Po etwas gebracht. Ich möchte eigentlich solche Massnahmen bei meinem Hund vermeiden.
benchen
  • Begleithund
Beiträge: 983
Da kenne ich auch so einen Kandidaten. Der wird irre, wenn ihn Männer ansehen und er brüllt los im Sinne von - Glotz nicht so dämlich. Männer, die ihn nicht beachten, ignoriert er. Die können an seiner Nase so dicht vorbeirennen, daß sie ihn streifen und - kein Wort. Der Auslöser ist Ansehen, Anstarren. Früher lehrte man Kinder, daß sie den Hund nicht ansehen sollen. Der sieht das als versuchten Angriff an und beträgt sich entsprechend. Meinen bösen Kerl halte ich unter strenger Aufsicht , von Männern weg. Es bringt ja nichts, er wird richtig sauer für nichts und wieder nichts. Er muß sich mit keinem Mann einigen, er wohnt mit keinem zusammen. Die fremden muß er nicht lieben.
+ 1
Original von benchen:

Da kenne ich auch so einen Kandidaten. Der wird irre, wenn ihn Männer ansehen und er brüllt los im Sinne von - Glotz nicht so dämlich. Männer, die ihn nicht beachten, ignoriert er. Die können an seiner Nase so dicht vorbeirennen, daß sie ihn streifen und - kein Wort. Der Auslöser ist Ansehen, Anstarren. Früher lehrte man Kinder, daß sie den Hund nicht ansehen sollen. Der sieht das als versuchten Angriff an und beträgt sich entsprechend. Meinen bösen Kerl halte ich unter strenger Aufsicht , von Männern weg. Es bringt ja nichts, er wird richtig sauer für nichts und wieder nichts. Er muß sich mit keinem Mann einigen, er wohnt mit keinem zusammen. Die fremden muß er nicht lieben.

Ich halte meinen Hund auch unter Aufsicht, aber von allen Männern fernhalten kann ich ihn ja zwangsläufig auch nicht. Er muss die Männer ja nicht lieben, aber sie akzeptieren und in Ruhe lassen, sprich; nicht ankläffen.
Gushti
  • Forenwelpe
Beiträge: 31

Klåffen

Wir haben mit Shakira das gleiche Problem. Von klein an...nicht nur Männer...Frauen, Kinder, andere Hunde.
Zeitweise bin ich den Menschen ausgewichen....das ist aber auch nichts. Einmal am Tag mindestens marschieren wir durchs Dorf.
Da kommen dann viele Leute. Ich hab herausgefunden, dass es besser geht, wenn sie den Futterbeutel trägt, mit einem feinen Gutzi. Wenn uns was entgegenkommt, Beutel rein, und die Strassenseite wechseln. Und nicht an der Leine ruckeln zum voraus. So tun als wär nichts. Und alle Menschen freundlich grūssen....was ich alles grūsse....nur wegen ihr. Aber sie nimmt es dann lockerer. Heute muss ich die Strassenseite nicht mehr wechseln. Manches Mal geht es sogar ohne Beutel, dann hab ich schon gedacht, jetzt hat sie es geschnallt. Und dann kommt wieder ein Rūckfall. Das bringe ich definitiv nie ganz weg. Und das mit dem anschauen und anstarren stimmt genau, dann ist es noch schlimmer. Wenn sie einen anderen Hund anbellt, trotz Beutel, das geht irgendwie trotzdem noch, sie låsst den Beutel nicht fallen, dann gehn wir zur Seite, und sie muss sitzen und warten. Auch wenn der andere weg ist, sie muss sitzen, bis sie heruntergekommen ist, mindestens 2 Minuten. Dann merkt sie irgendwie, dass ich das sagen habe, und nicht sie. Sie hat nichts schlimmes erlebt, sie ist einfach von Grund auf unsicher.
Original von Gushti:

Wir haben mit Shakira das gleiche Problem. Von klein an...nicht nur Männer...Frauen, Kinder, andere Hunde.
Zeitweise bin ich den Menschen ausgewichen....das ist aber auch nichts. Einmal am Tag mindestens marschieren wir durchs Dorf.
Da kommen dann viele Leute. Ich hab herausgefunden, dass es besser geht, wenn sie den Futterbeutel trägt, mit einem feinen Gutzi. Wenn uns was entgegenkommt, Beutel rein, und die Strassenseite wechseln. Und nicht an der Leine ruckeln zum voraus. So tun als wär nichts. Und alle Menschen freundlich grūssen....was ich alles grūsse....nur wegen ihr. Aber sie nimmt es dann lockerer. Heute muss ich die Strassenseite nicht mehr wechseln. Manches Mal geht es sogar ohne Beutel, dann hab ich schon gedacht, jetzt hat sie es geschnallt. Und dann kommt wieder ein Rūckfall. Das bringe ich definitiv nie ganz weg. Und das mit dem anschauen und anstarren stimmt genau, dann ist es noch schlimmer. Wenn sie einen anderen Hund anbellt, trotz Beutel, das geht irgendwie trotzdem noch, sie låsst den Beutel nicht fallen, dann gehn wir zur Seite, und sie muss sitzen und warten. Auch wenn der andere weg ist, sie muss sitzen, bis sie heruntergekommen ist, mindestens 2 Minuten. Dann merkt sie irgendwie, dass ich das sagen habe, und nicht sie. Sie hat nichts schlimmes erlebt, sie ist einfach von Grund auf unsicher.

Ja, mit Ausweichen löst man das Problem ja nicht. Reyko kläfft auch, wenn er was im Maul trägt. Am besten funktioniert das Vorbeigehen an Männern, wenn ich seine Aufmerksamkeit auf mich lenke mit Ansprechen oder seinem Lieblingsspielzeug. Das mit dem Anstarren und Anschauen erlebte ich mit all meinen Hunden und ich mach die Menschen auch darauf aufmerksam, dass sie dem Hund nicht direkt in die Augen schauen oder sich über ihn beugen.
Das mit dem Sitzen, bis er heruntergekommen ist, finde ich eine gute Idee und werde diese auch anwenden.
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