Hund jammert

Lacrimosa
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Hallo, ich habe seit vier Monaten einen 2jährigen Podenco wo in einer kleinen Transportbox in Spanien gehalten wurde, soweit ist alles gut. Nur wenn wir Spazieren gehen und es kommen Hunde dann fängt er an zu jammern was sich dann in lauteres jaulen oder bellen steigert. Besonders schlimm wird es wenn es ein dunkler Hund ist da flippt er aus. Wenn es ein heller Hund ist dann geht er jammernd aber schwanzwedelnd auf Ihn zu, so das man meinen könnte er freut sich. Aber wenn er nahe genug an dem Hund dran ist dann fängt er an zu knurren. er mag es nicht wenn der Kontakt zu nah ist. aber man kann ja nicht immer ausweichen. Wenn er ohne Leine läuft was nur auf einem Feld oder sowas geht, dann ist er zufrieden und rennt u anderen Hunden ohne knurren und jammern, weil da kann er dann dem anderen Hund aus dem Weg gehen wann er will. Hat jemand eine Idee wie er einfach ruhig an der Leine an einem anderen Hund vorbeigeht.
Gast
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Original von Lacrimosa:>> Hallo, ich habe seit vier Monaten einen 2jährigen Podenco wo in einer kleinen Transportbox in Spanien gehalten wurde, soweit ist alles gut. Nur wenn wir Spazieren gehen und es kommen Hunde dann fängt er an zu jammern was sich dann in lauteres jaulen oder bellen steigert. Besonders schlimm wird es wenn es ein dunkler Hund ist da flippt er aus. Wenn es ein heller Hund ist dann geht er jammernd aber schwanzwedelnd auf Ihn zu, so das man meinen könnte er freut sich. Aber wenn er nahe genug an dem Hund dran ist dann fängt er an zu knurren. er mag es nicht wenn der Kontakt zu nah ist. aber man kann ja nicht immer ausweichen. Wenn er ohne Leine läuft was nur auf einem Feld oder sowas geht, dann ist er zufrieden und rennt u anderen Hunden ohne knurren und jammern, weil da kann er dann dem anderen Hund aus dem Weg gehen wann er will. Hat jemand eine Idee wie er einfach ruhig an der Leine an einem anderen Hund vorbeigeht.

Ich habe auch so einen "Schreihals". Bei meinem Mino ist es so, dass er extrem jammert und schreit (als würde man auf ihn einstechen), wenn er merkt, dass wir evtl. Hunde aus der Gassirunde treffen könnten oder wenn er merkt, dass wir vor der Haustür von Freunden sind, die einen Hund haben. Er steigert sich regelrecht hinein und daher kann ich kaum an der Stelle mit ihm bleiben, wo wir uns aus der Gassirunde treffen, geschweige denn ruhig vor einer Haustür stehen bleiben, wenn ich Freunde mit Hunden besuche. Ich muss immer ein Stück weiter gehen mit ihm, ihn dort am Besten schon mal spielen lassen und dann ist er viel entspannter. Freunde rufe ich vorher an, dass sie wissen, wann ich da bin und sie dann schon mal an der Tür stehen. Dann ist mein Hund etwas ruhiger.

Mino, mein kleiner Mischling, ist ein ehemaliger Straßenhund und eigentlich sehr unsicher. Wir üben die Selbstsicherheit immer wieder und es wird auch besser. Er schnüffelt auch andere Hunde, aber wehe einer schnüffelt an ihm. Bis vor einigen Monaten hat er geschrieen, wenn ihn ein anderer Hund an den Hinterbeinen auch nur berührte.

Was bei ihm hilft ist, wenn wir entweder die Richtung wechseln oder ich ihn ablenke, wenn er sich wieder ins Schreien hinein steigert. Er setzt sich oder legt sich auch inzwischen immer öfter hin, wenn ich ihm das Kommando gebe. Hinlegen beruhigt auch sehr, aber nur, wenn er auch in der Liegeposition bleibt und Mino meint leider, dass er nur und ausschließlich daheim liegen muss.

Geduld und beobachten, womit man ihn beruhigen kann ist in eurem Fall meiner Meinung nach das Beste. Schau, ob du deinen Hund irgendwie ablenken kannst und oft hilft auch eine Gassirunde, wo verschiedene Hunde miteinander ein Freundschaftsrudel bilden.
melwin
  • Rudelbeschützer
Beiträge: 2142
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Original von Lacrimosa:>> Hallo, ich habe seit vier Monaten einen 2jährigen Podenco wo in einer kleinen Transportbox in Spanien gehalten wurde, soweit ist alles gut.


Hallo,
nein, nichts ist gut. Genau da scheint Dein Problem zu liegen. Dein Hund wurde nicht sozialisiert. Er wird auch noch schlechte Erfahrungen mit anderen Hunden gemacht haben und ist nun natürlich sehr unsicher.



Nur wenn wir Spazieren gehen und es kommen Hunde dann fängt er an zu jammern was sich dann in lauteres jaulen oder bellen steigert. Besonders schlimm wird es wenn es ein dunkler Hund ist da flippt er aus. Wenn es ein heller Hund ist dann geht er jammernd aber schwanzwedelnd auf Ihn zu, so das man meinen könnte er freut sich. Aber wenn er nahe genug an dem Hund dran ist dann fängt er an zu knurren. er mag es nicht wenn der Kontakt zu nah ist. aber man kann ja nicht immer ausweichen. Wenn er ohne Leine läuft was nur auf einem Feld oder sowas geht, dann ist er zufrieden und rennt u anderen Hunden ohne knurren und jammern, weil da kann er dann dem anderen Hund aus dem Weg gehen wann er will. Hat jemand eine Idee wie er einfach ruhig an der Leine an einem anderen Hund vorbeigeht.



Ich glaube nicht, dass sich Dein Hund bei diesen Begegnungen freut. Rute wedeln ist nicht immer Freude. Man muss die Körperhaltung des Hundes genau beobachten, um festzustellen, warum ein Hund wedelt. Es kann aus Angst, aus Unsicherheit, aus Aggression oder auch aus Freude sein. Ich schätze, Dein Hund wedelt eher aus Unsicherheit und Angst. Weshalb muss eigentlich jeder Hund überall Hundekontakte haben? Ich würde bei den Spaziergängen meinen Hund soweit von den Hunden fern halten, wie der Hund ruhig ist. Fängt er an zu schreien oder zu bellen, warst Du zu nah an den anderen Hunden dran. Also wieder den Abstand vergrößern. Lass den Hund die Zeit, sich andere Hunde aus der Ferne anzusehen. Da kann er sich in "Sicherheit" andere Hunde ansehen und Kontakt mit der Nase und den Augen aufnehmen. Möchte er den Kontakt im Freilauf, dann bekommt er eben nur dort Kontakt zu anderen Hunden. Mach ihn von der Leine und lass ihn selbst entscheiden ob und aus welcher Entfernung er anfängt Kontakte aufzunehmen. Geh nicht direkt auf andere Hunde zu, sondern mach einen großen "sicheren" Bogen um sie. Höfliche Hunde gehen nie direkt auf andere Hunde zu. Bilden sich im Freilauf Freundschaften, frage den anderen Besitzer einfach mal, ob ihr nicht mal gemeinsame Spaziergänge machen könntet. Dann trefft ihr euch im Freilauf und geht nach dem spielen gemeinsam ein Stück. Aber, bitte nur mit ruhigen und friedlichen Hunden. Geht dass später ohne Probleme, kann man den Freundeskreis des Hundes auch langsam erweitern.
Bei meinem Hund ging dass wunderbar. Wir haben uns zufällig auf dem Feld getroffen, spielen lassen und sind dann gemeinsam nachhause gegangen. Das kostet Zeit, lohnt sich aber. Bei meinen Hund kam da auch noch Leinenaggression dazu. Da haben wir Anfangs eben einen Hund rechts und einen links geführt. Mein Hund ist auf diese Weise ein großer Hundefreund geworden.
Liebe Grüße von Melwin.
weckener
  • Halbstarker
Beiträge: 583
+ 1
Ich habe auch einen Podenco aus Südspanien. Sie war nie Straßenhund, sondern kam nach einem Großbrand direkt von der Finca ins Tierheim mit Mutter und Schwester. Der Besitzer war mitverbrannt. Clara kennt also andere Hunde und ist sozialisiert. Ohne Leine ist sie mit allen Hunden gut Verträglich. Nur sie hat einen unheimlichen Jagdtrieb, deshalb muss sie an der Leine bleiben, sie war als Jagdhund gedacht und hat das von ihrer Mutter gelernt. Aus dem Auto, schon im Dienst, hinter allem her, was draußen ist...
Meine andere Hündin giftet an der Leine, sie jagt genauso gern, deshalb sind beide immer an der Schleppleine. Anny ist schon dreimal an der Leine angefallen worden und so wird jeder Hund angebellt und angeknurrt.
Clara hat jeden Hund, als sie kam, völlig ignoriert, aber hat sich nun ein Beispiel an Anny genommen, sie giftet nun auch.. Dabei dreht sie sich wie ein Kreisel, um sich zu schützen. Ich vermute auf Grund ihrer vielen Narben, hat sie keine guten Erfahrungen im Tierheim mit anderen Hunden gemacht. Wenn wir Hunden begegnen, gehe ich mit meinen beiseite, lasse Anny Sitz machen und oft geht das ohne Probleme, dann ist auch Clara entspannt.
Das Jaulen und Fiepen kenne ich aus dem Garten, wo sie am Zaun andere Hunde sieht. Bisher habe ich da nichts gefunden, wie ich sie beruhigen kann, sie ist typisch für ihre Rasse sehr eigenständig und nur was ihr einleuchtet macht sie auch... Wir haben 2 Jahre gebraucht, bis sie Sitz gemacht hat... Im Podencoforum habe ich das alles wiedergefunden, andere Podencobesitzer beschweren sich darüber... Sie sind ja tolle Hunde, aber sie sind für die Selbständigkeit gezüchtet, sollen ja jagen ohne Anleitung, völlig auf sich allein gestellt. Auto auf, Hund raus, Hund kommt mit Kaninchen, ins Auto heim.... In den Zwinger oder an die Kette.
Ich habe nur eine Stelle wo Clara rennen kann, auf eine Sandbank im Rhein, aber nur, wenn auf beiden Seiten Wasser ist, sonst ist sie weg zum Jagen. In unserer Gegend sind oft Suchanzeigen von TASSO, das wieder ein Podenco weggelaufen ist, die HH unterschätzen den Jagdtrieb, lassen sie frei laufen, dann hört der Hund ein Reh, Hase, Fasan,-- schon ist er weg, rufen nützt nichts, in manchen Fällen taucht der Hund nicht mehr auf....

Die Vorschläge von Melwin würde ich ausprobieren, mit meinen geht das nicht, wegen dem Jagdtrieb, in einer Hundeschule zur Spielstunde geht auch nicht, da Clara keine Gehorsamskeitsübung mitmacht, die werden zwischendurch gefordert, also auch kein Weg.... Es gibt auch Podencos die brav alles mitmachen, die sind von ihren alten HH ausgesetzt worden... Vielleicht hast Du so einen, ich wünsche es Dir...!

Ohne Zweifel sie sind sehr liebe Hunde Zuhause, obwohl sie so einen Jagdtrieb haben, mögen sie Katzen, Mäuse in der Wohnung, da ist Burgfrieden angesagt... Alles an Getier was im Haus ist, wird gemocht... Auch wenn ich mit ihren Eigenschaften kämpfen muss, sie ist eine Bereicherung... Hergeben niemals....
melwin
  • Rudelbeschützer
Beiträge: 2142
+ 1
Da habe ich mit meinem Podenco/Malimix wohl großes Glück gehabt. Bei ihr geht Erziehung fast von selbst. Sie will immer gefallen. Ich muss nur aufpassen, dass sie nicht durchstartet. Dann ist alles rufen umsonst und sie macht erst am Ort der Begierde (meistens ein Hund) halt. Also spreche ich sie vorher an und alles ist gut. Im Grunde kann ich sie überall ohne Leine laufen lassen. Sie hat ein sehr gutes Gehorsam. Aber, leider ist sie sehr sensiebel. Ein "Dickkopf" wäre mir lieber gewesen. Na ja, dafür hatte ich ja auch mit Melwin am Anfang genug zu tun. Irgendwie ähneln sich diese Podencomixe rein äußerlich doch sehr. Oft ist noch ein Mali oder Collie mit drin. Eins haben aber fast alle. Riesige Ohren Ich finde, Clara ähnelt meiner Foxy auch so im Großen und Ganzen. Nur, Foxy hat mehr rotes Fell. Na ja, hatte. Jetzt mit 10 Jahren wird es langsam grauer. Liebenswert sind diese Podencos aber auf jeden Fall. Man muss sie nur zu nehmen wissen. Sie sind eben auch "andere, besondere " Hunde.
Liebe Grüße von Melwin.
weckener
  • Halbstarker
Beiträge: 583
+ 1
Ja, Melwin, Clara ist auch ein Podenco/ Malimix, das scheint bei den Bauern/Jägern in Spanien die beliebte Kombination zu sein, Jagdhund und Wachhund in einem. Clara wacht sehr besonders nachts, jeder der am Haus vorbei geht, wird gemeldet. Dabei ist sie zu allen Menschen sehr freundlich....
Was mir auch auffällt, Podencos sind sehr sensibel, will ich etwas von ihr, muss ich das mit heller hoher Stimme fordern, dann klappt das, Anny ist da ganz anders, da hat sicher ein Terrier mitgemischt, (sie hat immer das letzte Wort...), bei ihr muss der Befehl mit fester tiefer Stimme erfolgen..
Neulich in einer gefährlichen Situation habe ich Anny fest angeschnauzt, das hatte zur Folge, das Clara 3 Tage mit eingeklemmten Schwanz um mich gelaufen ist.... Bei sowas muss ich immer abwägen, wie ich erreiche was ich will, ohne mein Sensibelchen zu schocken...
Aber Clara ist auch sehr intelligent, vieles lernt sie im vorübergehen. Sie beachtet viel, zum Beispiel im Wald haben wir Schranken, sie achtet immer darauf, den Weg zu gehen, ohne das ich die Leine entheddern muss. Bei großen Bäumen läuft sie wieder zurück, nur Buschwerk, das kann sie nicht richtig einschätzen.
Zu Anfang als sie kam, ist sie ganz schnell durch die Katzenklappe in den Garten entwischt, sie hat sich das von den Katzen abgeguckt... Jetzt ist der Bauch zu dick... Es gibt Sachen die sie sehr als wichtig empfindet für ein anständiges Hundeleben, als sie kam hat sie nur einmal am Tag ihr Geschäft gemacht, dann hat sie Anny beobachtet: die markiert mit erhobenen Hinterbein und scharrt... es hat 2 Jahre gedauert, bis sie das richtig perfekt konnte, das mit dem Beinheben hat am längsten gedauert, ich habe mit viel Spaß den Lernvorgang beobachtet, wenn sich mein Hund etwas in den Kopf gesetzt hat, wird solange geübt, bis es klappt...

Sie ist ein unheimlich gutgelaunter und fröhlicher Hund, spielen kennt sie nicht, am liebsten möchte sie richtig rennen, eigentlich ist das mehr wie fliegen, es tut mir so leid, das sie das nicht öfters kann... Wenn nichts zum jagen gibt, ist sie auch schnell da wenn ich sie rufe, aber bei unserer Wildpopulation.... Eigentlich ein Sonnenschein, der auch fröhlich mit den Katzen spielt und ein guter Kumpel für Anny....
weckener
  • Halbstarker
Beiträge: 583
+ 1
@ Lacrimosa, ich habe eine nette Beschreibung von Podencos gefunden:

https://www.planethund.com/rasseportrait/podenco-rasseportrait-sicht-hundehalters.html

genauso ist es. Nur das meine , sie ist ein Malimix noch andere Eigenschaften hat, sie ist sehr wachsam.
Solltest Du mit dem Gedanken spielen, einen Hundetrainer zu suchen, frag ihn ob er Windhunderfahrung hat, das ist auch im Podenco mit drin, sie ticken anders, wollen sanfter behandelt werden.

Ich würde mich freuen, wenn Du über Deine Erfahrungen berichtest!
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