Hund aus Spanien...Ängste über Ängste..wer hat Erfahrung?

sfichtner3
  • Forenwelpe
Beiträge: 7
Hallo ihr Lieben! Kurze Zusammenfassung...
Ich war schon immer verliebt in die Rasse Shar Pei..auf Grund ihrer zuckersüßen Schnute - glaube entweder man liebt oder hasst sie..und auf Geund ihrer nachgesagten Eigenschaften..die sich schon jetzt nach einem Monat bewahrheiten bei unserer Hannah. Mein Freund zog vor 2Jahren mit seinem Yorkshire ein..ziemlich wuselig, aufgedreht..nun kam ich durch Zufall auf eine Seite und entdeckte eine shar pei Hündin in einem spanischen tierheim..sofort verliebt, Entschluss stand fest..SIE ist mein Hund..mir war bewusst dass sie vieles durchgemacht hat, kannte nichts, weder grad noch Räder, war nicht stubenrein..aber sie musste es sein. Anfangs musste ich sie Treppen tragen, durch die Straße tragen wenn sie Panik Attacken bekam..mittlerweile hat sich alles gelegt und sie ist stubenrein, seit dem ersten Tag ist sie brutal auf mich fixiert und ließ sich sonst von niemandem anfassen..ich hingegen konnte schon ab dem zweiten Tag alles mit ihr machen..wirklich alles..
Mittlerweile lässt sie sich auch von den Kindern anfassen und streicheln, weicht nicht mehr zurück..zu Hause ist sie wie ein "ganz normaler Hund"..draußen immer noch sehr ängstlich..wie sind eure Erfahrungen? Wie lange hat es bei euch gedauert bis ihr anfangen konntet mit einem Training im Bezug auf ohne leine laufen? Mir ist bewusst dass das noch sehr lange dauern wird..haben bereits eine schleppleine damit sie mit unserem anderen kleinen Spinner draußen rumtollen kann..funktioniert nur wenn ja keine anderen Hunde oder Menschen da sind...auch ihr geschäft macht sie nur an bestimmten stellen und nur wenn keine Leute in der Nähe sind
Liebe Grüße, Knutschkugel Hannah und ihr Frauchen
Lupine 3
  • Alpha Hund
Beiträge: 9327
Der Bindungsaufbau findet unterschiedlich lang statt, man kann nicht pauschal sagen, wann ein Hund mit Vergangenheit, der erstmalig in menschlicher "Zivilisation" lebt, ohne Leine laufen kann. Da hier noch Unsicherheit/Ängste vorliegen, so braucht es Sicherheit von Seiten der Menschen und dazu gehört auch, dass sich ein Hund z. B. vom Tierarzt anfassen lässt. Das alles geht nicht von heute auf morgen, es braucht Geduld und Zeit.
Vielleicht helfen dir viele Infos zum Thema Angsthund, die es hier bei DS schon gibt (nutze die Suchfunktion, die ist über jedem Thema und gib beispielsweise Angsthund ein), ein Ergebnis der Suchfunktion ist http://www.dogspot.at/forum/thema/der-rumaene-kommt-erfahrungen-mit-strassenhunde-als-zweithunde/

Dringend kann ich nur empfehlen, deinen Hund doppelt zu sichern, also am ausbruchssicheren Geschirr und (Zugstopp-) Halsband, besonders weil Ängste und Unsicherheiten zu Panikattacken führen, wie du schreibst. Es sind täglich sehr viele Hunde, die genau deswegen entlaufen (bzw. dem Kulturschock entfliehen, eine Bindung zum Menschen gibt es ja noch nicht!).
Außerdem kann eine gute Hundeschule hilfreich sein, einen Hund auf seinem Weg in das "neue Leben" zu begleiten, gemeinsam mit den Haltern.
Die kalte Schnauze eines Hundes ist erfreulich warm gegen die Kaltschnäuzigkeit mancher Mitmenschen. (Ernst R. Hauschka) Beurteile Menschen nicht nach ihren Worten, sondern nach ihren Taten, denn viele reden vortrefflich, aber handeln schlecht. (Matthias Claudius)
sfichtner3
  • Forenwelpe
Beiträge: 7
Hallo, danke für deine schnelle Antwort...hm..Bindung gibt es ja schon erstaunlicher Weise - aber eben nur zu mir...sie weicht mir nicht von der Seite, schaut immer wo ich bin..panikattacken hat sie keine mehr..außer ihr kommt ein anderer Hund zu Nahe..Was selten passiert..eben nur wenn sie an der Schleppleine weit von mir weg ist..solang sie in meiner Nähe IST, macht es ihr nichts mehr aus..dann bleibt sie nur neben mir stehen und wartet bis der andere Hund weg ist. Angsthunde..ja,hab schon sehr vieles gelesen, sei es hier im Forum sowohl auch über google-Suchfunktion..Tierarzt funktioniert auch schon - aber eben nur wenn ich da bin, sonst nimmt sie reiß aus..sie ist auch nicht agressiv, sie ergreift eben nur immer die Flucht vor allem anderen..auch zu Hause kann sie meinen Partner nicht annehmen..egal wie sehr e sie ignoriert..oder versucht leckerlis zu geben..nichts hilft..sie akzeptiert ihn halt aber lässt ihn nicht in ihre unmittelbare Nähe..leckerlis nimmt sie sowieso nur von mir..möchte einfach nichts falsch machen. Man merkt eben erstaunlicher Weise - was ich ja sehr schön finde- dass sie jetzt schon eine absolute Bindung zu mir hat..w.gesagt, ich kann alles mit ihr machen, seis Ohren massieren, Augen auswischen, Bauch kraulen, spielen, Hand ins Maul..sie knabbert sehr gerne an meiner Hand oder leckt mir wenn ich liege am Ohr /an den Haaren..möchte nur einfach dass sie irgendwann lernt dass es ihr nicht nur bei mir gut geht, sondern sie auch von anderen nichts zu befürchten hat..
Wollte hier einfach mal Erfahrungen von anderen hören..wie alles verlief..welche Probleme sie hatten usw..Lg, Sandra
Liebe Grüße, Knutschkugel Hannah und ihr Frauchen
Gast
Hallo Sandra,
wir springen zwischen 2 Beiträgen hin und her, macht aber nichts. Angsthunde haben selten Angst wie wir es verstehen, sondern sind meist nur unsicher weil sie es nicht kennen oder schlechte Erfahrungen gemacht haben. Ich habe 3 Hunde, 2 quirlige Terrierdamen, vom Welpenalter selbst aufgezogen und seit 2,5 Jahren einen ca. 10 - 12-jährigen Labbymix aus unbekannter Haltung. Wenn ich zur Haustür reinkomme hören meine Banditen zuerst mal "Zurück". Wird auch postwendend befolgt. Fällt die Haustür ins Schloss, stürmen die beiden Hündinnen los, springen an mir hoch zur Begrüßung. Dobby dagegen kommt langsam in unterwürfiger Haltung auf mich zu, Kopf gesenkt, der ganze Hund wedelt zur Beschwichtigung. Er wird dann mit Streicheleinheiten empfangen als Zeichen, das sein zu mir Kommen genehm ist. Sofort nach den Streicheleinheiten hab ich einen ganz anderen Hund vor mir. Wenn ich ihn draußen rufe, ist von Unterwürfigkeit nichts zu sehen. Ich rufe und er weiß das sein zu mir kommen erwünscht ist.
Liegt Dobby abends auf der Couch und ich lege meine Füße hoch, sprang Dobby in Panik von der Couch. Ich hab diese Panik mit dem Kommando "HIER" in den Griff bekommen. Füße hoch, Dobby springt in Panik weg und hört im selben Moment ein Hier und muss sich an den gleichen Platz wie zuvor legen. Füße wieder auf die Couch, wieder ein Sprung und wieder an seinen Platz. Ohne große Erklärungen und beruhigen, einfach nur drauf bestanden das er liegen bleibt. Nach knapp einem Vierteljahr hatte er begriffen das meine Füße ihm nichts tun. Nach ca. einem halben Jahr hab ich meine Füße an ihn ran geschoben und er ließ sich durchwalken. Heute lege ich meinen Kopf auf den Hund auch wenn er tief schläft, er vergewissert sich nur noch hin und wieder ob ich das bin. Ich habe ihn quasi dazu gezwungen meine Füße in seiner Reichweite zu dulden, bis er kapiert hat das sie ihm nichts tun.
Dein Partner könnte sie zu sich rufen und darauf bestehen, das sie zu ihm kommt. dazu müßte sie aber abrufbar sein und weitere Kommandos wie Sitz oder Platz befolgen. Oder er setzt sich ihn Ihre Reichweite und besteht drauf das sie dort liegen bleibt. Eine weitere Möglichkeit wäre es, das er mit dem Yorkie spielt und sie zuschauen lässt. sie wird schon merken, das er harmlos ist.
LG, Alidasy mit Banditen
sfichtner3
  • Forenwelpe
Beiträge: 7
Hallo Alidasy,
Das hört sich auch nach einem langem Weg an bei euch...du schreibst nach streicheleinheiten wie ausgewechselt..bei uns ist das der fall allgemein zu Hause..wenn ich komme und wir drin sind ist sie kaum zu halten vor lauter Freude, springen, freuen..liegt bei mir im Arm auf der Couch, schläft und schnarcht wie wild..sonald wir jedoch draußen sind kommt eben die Unsicherheit..w.gesagt, anfangs "normal"Gassi gehen war undenkbar..sie hat schon riesen fortschritte gemacht..hört auch schon auf nein und bleib..meine Tochter nimmt sie auch schon sehr gut an..und was auffällt, männliche Geschöpfe Werden nicht so schnell oder noch garnicht angenommen, sei's eben lebrnsgefährte, oder auch mein Sohn..aber ich denke mit viel Geduld wird das schon..sind auch wie du sagst am üben mit spielen Yorkshire und Hannah..Lg
Liebe Grüße, Knutschkugel Hannah und ihr Frauchen
benchen
  • Begleithund
Beiträge: 983
Ängste über Ängste hatte meine Kleine auch. Die kam aus dem Wald, einem Tierheim in Alleinlage. Hier nun die Millionenstadt. Das war in der Tat ein Kulturschock. Wir fangen jetzt den fünften Monat ihres Hierseins an und das Tier hat irre viel gelernt. Aus Sicherheitsgründen bleibt auch dieser kleine Jäger immer an der Leine. Hinterm Eichhörnchen her auf die sechsspurige Schnellstraße ist nicht so die gute Idee.
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