Gesäuge-Tumoren beim Hund

shaklin
  • Halbstarker
Beiträge: 354
Hallo ,

viele entscheiden sich ja für eine (meist sehr frühe) Kastration, um die Gefahr von Krebs und Tumoren auf ein Minimum zu senken.
Wie ist aber wenn eine ältere unkrastrierte Hündin bereits einen Tumor (Adenokarzinom vom komplexen Typ) am Gesäuge hat?
Würdet ihr nur den Tumor entfernen oder gleich die gesamte Milchleiste? Und vielleicht auch gleich kastrieren?
Würde mich wirklich interessieren, wie andere HH über dieses Thema denken.
Gehe jeden noch so schweren Gang mit mir, alles ist leichter für mich - mit Dir
christianeadler
  • Moderator
Beiträge: 20328
+ 1
Hallo Shaklin,

das ist mMn eine Entscheidung im Einzelfall. Mein erste Hündin bekam mit neun Jahren einen Gesäugetumor. Da wurde nur der Tumor und die befallene Zitze entfernt. Knapp zwei Jahre später hatte sie dann aber an der anderen Milchleiste den nächsten, und da haben wir uns für eine Kastration entschieden. Mein TA meinte, wenn einmal die Veranlagung da ist, wäre das die sicherste Lösung. Ich wollte es nicht auf ein drittes Mal ankommen lassen, weil das Narkoserisiko mit zunehmendem Alter auch immer grösser wird.
Die Idee, dass manche Leben weniger wert sind, ist die Wurzel alles Übels auf dieser Welt (Paul Farmer)
shaklin
  • Halbstarker
Beiträge: 354
Hallo christianeadler,

vielen Dank für Deine Antwort !
Nur eine Kastration oder wurden auch beide Milchleisten entfernt?
Bei meiner Daisy (auch 9) wurde nicht einmal die Zitze entfernt, sondern leider nur der Tumor.
Einerseits ist mir so eine total-OP zu krass, andererseits ist man aber auf der (fast) sicheren Seite..
Deshalb wollte ich mir erst hier ein paar Meinungen und/oder Erfahrungen einholen.
Gehe jeden noch so schweren Gang mit mir, alles ist leichter für mich - mit Dir
meerestaucher
  • Hundetrainer
Beiträge: 4196
+ 1
Hallo Shaklin,

dazu gibts ja bestimmt viele Meinungen und jedes Tier und jeder Tumor ist ja individuell, aber ich hab mal zu dem Thema gelesen dass wenn ein Tumor da ist, dann möglichst großflächig entfernt werden soll, und in dem artikel dazu hiess es, dass eine Kastra dann eigentlich gar nicht mehr hilft, sondern dass damit die Chance vergrößert wird, sollte der Tumor wieder kommen, dass dieser dann wohl eher bösartig wird.

Nicht meine Meinung (bin ja kein Arzt), sondern stand da eben so.

Voraussehen wird man es wohl aber nie können.

Also Kastra hilft dann wohl nur im frühen Stadium (vor oder nach der ersten Läufigkeit), und zwar als Vorbeugung. wahrscheinlich gibts wieder 10 Gegenartikel die das widerlegen, aber in dem besagten stand das halt so drin. (hab damals viele Artikel gelesen weil ich nicht wusste ob Kastra ja oder nein).

Allerdings beeinflusst du ja dann eine mögliche Pyo.
Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast

Antoine de Saint-Exupéry
shaklin
  • Halbstarker
Beiträge: 354
Danke für eure Antworten.
Ok, Kastrieren bringt wohl nicht mehr viel, wollte ich eh nie, sie war damals schon 3 1/2 Jahre als sie zu mir kam, also schon da hätte es nichts mehr gebracht.

Was mich aber eher Interessiert sind die Milchleisten. Also ob man diese gleich entfernen sollte, sobald ein Tumor da ist?
Wie gesagt Tumor wurde bereits entfernt (kleiner bösartiger Grad 1), aber nicht die Zitze und auch nicht die Milchleisten.
Denn wie christianeadler schon schrieb, wenn die Veranlagung mal da ist, ist das Risiko höher, dass weitere Tumor dazukommen. Und sie ist bereits schon 9 Jahre.
Im November wird sie wieder läufig, also wäre jetzt der ideale Zeitpunkt.. hab mich aber leider noch nicht entscheiden können..
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meerestaucher
  • Hundetrainer
Beiträge: 4196
also die tierklinik Nürnberg sagt das:

http://www.tieraerztlicheklinik-nuernberg.de/informieren/hunduebersicht/milchleiste/

die sagen eigentlich das gleiche:

http://www.vet-doktor.de/ARCHIV/Gesundheit/Mamatumore/mamatumore.html

was sagt denn dein TA?
Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast

Antoine de Saint-Exupéry
Shibaherz
Beiträge: 21207
Ich würde Dir auch zur Entfernung der Milchleiste raten, auch wenn der Entschluss schwerfällt.
Aber es ist wahrscheinlich eine lebensverlängernde Maßnahme.
Man sieht nur mit dem Herzen gut.Das wesentliche ist für die Augen unsichtbar (Antoine de Saint-Exupéry)
Gast
Hallo Shaklin,
eins vorweg, die Entscheidung kann dir keiner abnehmen.
Nach meinem Informationsstand (auf Menschen bezogen) wird heute nur noch der Tumor entfernt, danach im halbjährlichen Rhythmus eine CT gemacht um eventuelle Streuungen rechtzeitig zu erkennen. Die Entfernung der gesamten Milchleiste mit Haut wäre doch aber eine recht große Wunde, die dann aber auch wieder vernäht werden müsste. Und nicht jeder Hund hat soviel Falten das das problemlos geht. Ganz gleich was man macht, es ist immer eine Strapaze für den Hund.
Lass dich richtig aufklären warum und weshalb so oder anders vorgegangen werden soll. Deine Entscheidung sollte immer FÜR den Hund fallen.
LG, Alidsy mit Banditen
meerestaucher
  • Hundetrainer
Beiträge: 4196
wobei man aber einbeziehen sollte dass dies ein Hund ist. und kein Mensch.

Ich würde auch komplett alles entfernen lassen. Blöderweise scheinen ja so Tumore gerne wieder zukommen. dann kannst du eh wieder operieren lassen.

Würde den Arzt fragen ob das wirklich so ist, wenn Milchleiste weg = kein neuer Tumor. Blöderweise gibts ja zwei, also ganz gefeit ist man dann doch nicht. Aber wenn es wirklich so ist, Milchleiste weg = kein neuer Tumor (zumindest auf der Seite), dann würde ich das machen.

Und danach auch ganz radikal auf die Ernährung schauen (also kein Fertigfutter mehr z.B.).

Wobei ich mich frag ob so Läufigkeiten (mit Anschwellen von allem) sich nicht doch irgendwie weiter auswirken.
Kastrieren lassen kannst du ja auch nur mit Entnahme der Eierstöcke, und Gebärmutter bleibt drin, ist dann also weniger aufwendig, der Schnitt ist bei so einem kleinen Hund auch recht kurz. Aber vielleicht wirken die vorher stattgefundenen Läufigkeiten trotzdem einfach nach, egal ob man kastriert oder nicht.

Dass würde ich mir alles mal vom TA erläutern lassen.

Beobachten ist ja anscheinend auch keine so gute Idee, für den FAll dass was streut.

Wahrscheinlich wäre es dann doch das beste gewesen, bei der ersten OP alles zu entfernen. Hat sie denn derzeit wieder einen Tumor? kann das nicht herauslesen.
Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast

Antoine de Saint-Exupéry
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