Gelbwesten

Shibaherz
Beiträge: 21187
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Die Bewegung der „Gelbwesten“ in Frankreich nahm ihren Anfang in den sozialen Medien als ein Aufschrei der gestressten und teilweise verarmten Bevölkerungsteile gegen die von Macron verordnete Erhöhung der Dieselsteuer. Ihr selbsternannter Anführer Christophe Chalencon, ein Schmied aus dem Vaucluse, häufiger Gast in Talkshows, traf sich im Dezember zu einem heimlich vorbereiteten Treffen mit dem italienischen Vize-Regierungschef Luigi Di Maio von der 5-Sterne-Bewegung in Montargis, einem kleinen Ort nahe Paris; Macron zog daraufhin den französischen Botschafter aus Italien ab. Di Maio nannte es „ein erstes von vielen“ Treffen.

Was die Gelbwesten eint, ist die Forderung nach mehr Netto; ideologisch sind sie zersplittert, wie könnte es anders sein. Sie äußern sich antikapitalistisch; z. B. gegen die teilw. Aufhebung der Vermögenssteuer durch Macron, dem gelernten Banker, der ausländische Investoren anlocken will. Chalencon seinerseits, der von der Unausweichlichkeit eines Bürgerkriegs in Frankreich überzeugt ist, forderte bereits die Machtübernahme des Militärs, um diesen zu verhindern!
Krawalle ohne Ende und bis jetzt bereits 11 Tote.

So hoffentlich fragt mich jetzt nicht wieder jemand, „wie ich dazu stehe“.







Populisten verschiedener Couleur – vereint?
(Chalencon 5. von rechts, im Hintergrund)

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Man sieht nur mit dem Herzen gut.Das wesentliche ist für die Augen unsichtbar (Antoine de Saint-Exupéry)
Catalou
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Beiträge: 2053
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Wohin man auch schaut - die Menschen protestieren gegen ihre eigene (zumeist selbst gewählte) Regierung oder sie fliehen vor ihr, in der Hoffnung, in einem anderen Land/Erteil bessere Bedingungen vorzufinden.

Schade, dass der Mond unbewohnbar ist
Hundeli
  • Rudelbeschützer
Beiträge: 2144
Guten Morgen

rebelliert wird dort, wo Unzufriedenheit herrscht...........damals wie heute, ob's nützt?
Manchmal kann ich 'es' verstehen, manchmal nicht...........

@Catalou, hm möcht ich nicht hin, denn.........mind. mental sind dort lauter Unerwünschte

Grüesslis
Hundeli
Catalou
  • Rudelbeschützer
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+ 3
Original von Hundeli:>> Guten Morgen>> rebelliert wird dort, wo Unzufriedenheit herrscht...........damals wie heute, ob's nützt?> Manchmal kann ich 'es' verstehen, manchmal nicht...........>> @Catalou, hm möcht ich nicht hin, denn.........mind. mental sind dort lauter Unerwünschte >> Grüesslis> Hundeli

Ich möchte auch nicht auf den Mond leben, aber ein paar Unruhestifter und Größenwahnsinnige könnte man dorthin verfrachten
Shibaherz
Beiträge: 21187
+ 1
Es ist doch so: An der Spitze der Großunternehmen (auch der großen Medienunternehmen) wie auch der privat finanzierten Forschung sitzen überall Leute, die von der gesellschaftlichen Ordnung und den geg. Machtverhältnissen profitieren. Das sog. „einfache Volk“ interessiert sie nicht.

Sie geben den Takt vor, die demokratisch legitimierte Politik hinkt mit ihrem Informationsrückstand und ihren Kompromissen hinterher. Das „einfache Volk“ empört sich, der traditionelle Mittelstand (Bauern, Handwerker, Beamte) bekommt Angstschweiß, der „neue“ Mittelstand (Programmierer, Designer usw.) träumt seine Karrieren.

Der Rechtsruck kommt nicht von ungefähr; er ist ein Symptom für das Versagen demokratisch legitimierter national verfasster Politik in Zeiten der Globalisierung.Man redet jetzt viel von der Verteidigung „europäischer“ Interessen und der Verteidigung der Demokratie durch Europa bzw. die Europäische Union. Um den kapitalistischen weltweiten Spekulationen und Transaktionen, die verbreitet zu Armut und Abstiegsängsten führen, Einhalt zu gebieten, müsste im Grunde die Weltbevölkerung demokratisch eine Weltregierung wählen – ein unvorstellbarer Gedanke.

Das Versprechen der Demokratie dem Volk gegenüber lautet: Wohlstand und Sicherheit. Es lässt sich absehbar nicht mehr aufrechterhalten.

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Man sieht nur mit dem Herzen gut.Das wesentliche ist für die Augen unsichtbar (Antoine de Saint-Exupéry)
tomstep
  • Alpha Hund
Beiträge: 9101
"Alt gewordenen Pferden das Gnadenbrot zu geben und Hunden nicht nur, wenn sie jung sind, sondern auch im Alter Pflege angedeihen zu lassen, ist Ehrenpflicht eines guten Menschen."(Plutarch von Chäronea, 45 - 120, griechischer Philosoph)
Zuletzt geändert am 18.02.2019 11:38 Uhr
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