Erfahrungen zur Hundeschule

Lincan
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melwin

Ja, ich meinte beim Einzeltraining vor Ort zuhause. Allerdings noch zur Ergänzung >> ich hatte auch schon HH, die in der Gruppe überfordert waren und die ich zunächst mal beiseite nahm, um sie aufzubauen, wohl gemerkt - der Mensch war überfordert. Es war beim Vereinstraining. Da kommt mir mein Humanberuf sehr entgegen. ...

Natürlich muss der HH das auf dem Platz Gelernte weiter führen, doch interessiert es beim SV oder DVG oft nicht. Da geht es nur um eine Top-UO auf dem Platz. Ich sprach auch von TRAINERN!!!! Das habe ich selbst sehr oft erleben dürfen, sogar in neuerer Zeit mit einer Trainerin mit einem Aussie! Vereine trainieren auch Gäste, die dann erst Mitglied werden oder wieder gehen. So gibt es dann oft eine Mehrheit von Armleuchtern, die den Trainern das Leben schwer machen, und so bleiben auch solche im Amt. Da werden auch schon mal Gäste von der Tribüne aus beleidigt mit Worten wie "Das ist doch kein Hund " ober "Blondi kapiert es nicht, logisch " , oder die festgelegten Übungszeiten werden von der Armleuchterriege torpediert (in diesem Fall war der Vorstand okay, aber das Mitglied Anführer der Gruseltruppe ). Eine Freundin und Trainerin beim SV, sogar Vorstandsmitglied, hat ihren Posten frei gegeben, weil sie Erfolg hatte mit ihrer Methode und dafür Gemeinheiten ertragen musste, auch von einer Nachwuchstrainerin! So einfach ist das eben auch heute noch nicht, zumal Nachwuchstrainer oft bei Gruseltrainern gecoacht werden. Da gibt es dann oft eher die Variante der Abspaltung, da dies letztlich einfacher ist. Immerhin opfert man seine Freizeit, in der man sich nicht auch noch massiv ärgern möchte.

Übrigens >> wenn sich Vereinstraining nur auf dem Platz abspielt, ist es Mist! Es sollte immer auch generalisiert werden, denn in der Stadt etc. ist eine Begegnung total anders wie der Ablenkungsgrad usw. Auch der HH ist anders, viel unsicherer, sendet dann auch ungewollt die falschen Signale aus usw. Ich bin immer mit meinen Leuten auch unterwegs gewesen, habe Standardübungen uvm. an anderen Orten durchgeführt, manchmal zum normalen Gruppentermin, manchmal als Extratermin, manchmal mit anderen Gruppen zusammen (+ Trainerkollegen) . Es geht also auch im ehrenamtlichen Bereich, wenn man es wirklich will! Dazu kamen noch Extratheorieabende mit Wissensvermittlung und Fragerunde für die HH und ihre individuellen Problemchen, soweit sie nicht schon im laufenden Betrieb beantwortet wurden - auch ehrenamtlich!
Nicht meine Hunde brauchen einen Maulkorb sondern ich!
weckener
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@lincan,
Du hast Recht, ich habe mich mit dem Namen verschrieben. Perdita Lübbe-Scheuermann, ja, sie hat schon tolle Projekte gemacht, aus dem Darmstädter Tierheim schwer verstörte Hunde wieder auf den richtigen Weg gebracht...Der Hund im Nashornprojekt, ein Hund aus der Türkei als Drogenhund ausgebildet und dem Zoll in der Türkei zurückgegeben und vieles mehr.
Ich bin schon vor 13 Jahren zu ihr gegangen, weil meine Alina so schlimme Ängste hatte, schon damals war es bei ihr üblich mit den Hunden nicht auf dem Hundeplatz, sondern gleich erst im Wald, dann auch woanders die Ausbildung zu machen.

Das kenne ich auch, wenn auf einem Hundeplatz alles bombig läuft und kaum ist man zur Tür raus, benimmt sich Bello, als ob er nie was von Erziehung gehört hätte. Kaum sieht er den Hundeplatz, schon ist er absolut gehorsam....
Auch das ist ein Grund, weshalb wir den Unterricht gleich außerhalb gemacht haben (alle anderen auch!), Stimmt ist nicht billig, aber viel effektiver, da bei der nächsten Stunde erst überprüft wird, ob das Erlernte sitzt, weil fleißig geübt wurde.

In unseren Schäferhundeverein, sind sowohl Vorstand, als auch Mitglieder ganz begeistert, von den alten Methoden. Sie beklagen, das sie die Hunde nicht härter ran nehmen dürfen, weil das Tierschutzgesetz es verbietet. Viel zu lasch,.... ich habe einmal gesehen, da kam einer vom Verein, der hatte sich einen Welpen (Mali.) frisch geholt, alle waren hingerissen! Der kleine hat keinerlei Berührung geduldet, sondern sofort zugebissen... Wer braucht denn so einen Hund, wo die meisten Menschen schon sowieso soviel Angst vor Hunde haben, so einen Beisser, die Vereinsmitglieder waren voll Bewunderung: "ja, so muss ein Hund für den Hundesport sein, toll wie angriffslustig..."

Wenn ich mit meinen Hunden an dem Verein vorbei kam und es war Trainingszeit, sind sie fast auf dem Bauch gekrochen, es war schwer sie vorbei zu bekommen, das Geschrei hat sie verstört...!
struppilein
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Mal ne Frage Weckena, wann war denn das mit dem SV-Verein? Ist das aktuell und wenn ja, warum unternimmt da keiner was?
weckener
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Beiträge: 529
Original von struppilein:

Mal ne Frage Weckena, wann war denn das mit dem SV-Verein? Ist das aktuell und wenn ja, warum unternimmt da keiner was?

Das ist noch heute so, also aktuell, ich habe eine Zeitungsausträgerin, die dort mit ihren Schäferhunden ist. Sie, wie der ganze Verein finden das super....
Sie sind der Meinung, wenn die Hunde geschlagen werden, sie keinen Schmerz verspüren, da Hunde das nicht können....
Ja eingreifen, ich wüsste nicht, wie man das angehen soll ohne das der ganze Ort dann über mich herfällt.... Ich bin zugezogen, gehöre also nicht dazu und da hier öfters Giftköder ausgelegt werden, traue ich den Mitbewohnern nicht.
Ob das Veterinäramt da eingreift, schwer zu sagen.
Lincan
  • Begleithund
Beiträge: 1326
Man kann auch anonyme Anzeigen machen online bei der Polizei bzw. sogar Staatsanwaltschaft. Wichtig ist, dass es aktenkundig wird. Wenn man im Tierschutz engagiert ist bzw. diesem nahesteht, kann man seine Kontakte nutzen. Die könnten dann die entsprechende Anzeige machen. Auch ein undercoverteinsatz wäre denkbar von Tierschützern. Es gibt Organisationen, die Leute dafür haben bzw. die so etwas wollen und können.
Nicht meine Hunde brauchen einen Maulkorb sondern ich!
MarkusKai
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Beiträge: 4
+ 1
Hundeschule lohnt sich meiner Meinung nach immer ! War bei mir zumindest so.
Zuletzt geändert am 13.02.2018 11:18 Uhr
CEEYEET
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Beiträge: 279
+ 1
@MarkusKai Auf jeden Fall lohnt sich das arbeiten in einem Verein oder in einer Hundeschule.Es macht Spaß, wenn man gemeinsam versucht seinem Liebling etwas beizubringen. Wir sind mit unseren Boxern immer auf dem Platz gewesen. Nur, als dort angefangen wurde die Welpen in die Reinhetze mit einzubeziehen haben wir den Platz verlassen. Da würde ich gegen den Verein schon etwas unternehmen. Das finde unverantwortlich Hunde mit Schlägen seinen Willen aufzuzwingen
Goldschakal
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Beiträge: 86
Ich war mit Happy viele Jahre im Hundesportverein. Neben dem normalen Grundgehorsam haben wir Breitensport und Agility gemacht und auch an Turnieren teilgenommen, aber der Spaß stand immer im Vordergrund. Happy lebt heute noch richtig auf wenn sie durch den Tunnel oder über die Wand laufen darf.
Ich vermisse diese Zeit!
Hüte Dich vor leisen Hunden und stillen Wassern.
CEEYEET
  • Halbstarker
Beiträge: 279
@Goldschakal Wir waren jahrelang im Boxerclub organisiert. Dort wurde jeweils nur für die nächsten anstehenden Prüfungen gearbeitet. Ich kann mir vorstellen, daß Agilti Hund und Herrchen genau so viel Spaß gemacht hat. Schade, so etwas hab ich danach in unserem Garten mit meinen Fellnasen alleine gemacht. Aber in der Gruppe macht es bestimmt mehr Spaß.
Zuletzt geändert am 15.02.2018 19:40 Uhr
Panmartines
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Beiträge: 88
+ 2

Hundeschule mit Motivation

Das Motto meiner Hundeschule, die ich seit 9 Jahren besuche lautet: "Die Schule, die motiviert". Es geht also um Motivation des Hundehalters und des Hundes als Folge davon. Also kein Drill und kein Prüfungsdruck. Ich bin in einer langjährigen Gruppe von 4 bis 8 Hundehaltern mit Hunden aller Grössen und Rassen oder Mischlingen und einem Trainer, der jederzeit den Überblick hat. Manchmal sind es sogar zwei. Ich gehe da hin, um zu lernen, mit meinem Hund Spass zu haben und seine/unsere Fortschritte zu verfolgen, um Sozialkontakte zu pflegen (auch ausserhalb der Trainingszeit wenn ich Lust dazu habe), also einfach als Hobby. In meiner Gruppe geht es vor allem um Obedience aber auch Agility usw. als Abwechslung. Wir lernen in der Theorie viel über das Tierschutzgesetz und die Gesetze in den einzelnen Kantonen etc. etc., über das Wesen des Hundes, über dessen Verhalten, Körpersprache, Anatomie. Kurzum: Eine Hundeschule, die das alles abdeckt, ist absolut lohnenswert. Ich kann meine Baustellen mit meinem Hund zur Sprache bringen, bekomme Ratschläge verbaler Art und anschliessend wird gleich geübt. Bei uns gibt es kein Konkurrenzdenken sondern es wird gegenseitig gelobt und geklatscht (und manchmal viel gelacht), wenn eine Übung gelingt und Fortschritte sichtbar werden. Motivation eben. Polo und ich freuen uns jeden Mittwoch auf die Hundeschule am Abend, auch wenn es schon dunkel ist und es Katzen hagelt. Polo bei Letzterem besonders.
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