Dominanz

Catalou
  • Rudelbeschützer
Beiträge: 2066
@benchen: du schreibst mir aus der Seele, sooo süß ..

Mir ist es ehrlich gesagt auch egal, ob wir beim Gassigehen geradeaus, nach links, nach rechts oder heimwärts gehen und Schnuffi kann sich darauf verlassen, dass ich ihrem Weg folge , außer es ginge knietief in Wasserlachen oder ein "böser Wolf" käme uns entgegen.
Ansonst alles klar und was ich nicht verstanden habe, kratzt mich nicht
benchen
  • Begleithund
Beiträge: 978
Bei so einem alten Opa sehen wir über vieles hinweg. Sollte er wirklich mal Unsinn machen, so können wir uns auch dabei verständigen. Klar ist das eine, ich kann ihn bei allem Tun unterbrechen , auch wenn er richtig böse wird. Soweit sollte die Veständigung immer sein, egal in welchem Alter. Wer das draufhat mit seinem Tier, braucht sich über Dominanz nicht unterhalten.
Shibaherz
Beiträge: 21215
Ja Benchen, ich unterstell mal, Meerestaucher hat das auch drauf mit ihrem Yorkie, und trotzdem wollte sie sich hier im Forum gern über Dominanz unterhalten! Warum nur ?!?!





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Man sieht nur mit dem Herzen gut.Das wesentliche ist für die Augen unsichtbar (Antoine de Saint-Exupéry)
christianeadler
  • Moderator
Beiträge: 20328
+ 1
Benchen, du kannst mich immer wieder überraschen. Ich habe von Dominanz schon in den merkwürdigsten Situationen gehört, aber noch nie in Verbindung mit der Frage, wann und wo ein Hund sein Geschäft verrichtet. Meine Hunde sind dann wohl besonders dominant, denn sie gehen einfach ohne mich zu fragen raus, wenn sie müssen, und kommen auch ganz von allein wieder rein. Allerdings sehe ich an dem Beispiel auch, dass Dominanz in den Augen des Betrachters liegt. Mich interessiert recht wenig, ob mein Hund in den Garten oder an die nächste Strassenlaterne pinkelt. Mir wäre aber wichtig, wenn mich ein aggressiver Hund wie deiner regelmässig bei Begegnungen mit anderen Hunden zum Beifahrer erklärt und überhaupt keinen Wert auf die Meinung am anderen Ende der Leine legt. Für mich ist die erste und allerwichtigste Einschränkung, die meine Hunde erleben, dass sie anderen Lebewesen keinen Schaden zufügen dürfen.

Tatsächlich scheint es aber auch Hundehalter zu geben, die mit einer Mensch- Hund- Beziehung nur zufrieden sind, wenn der Hund sich kontrolliert verhält. Selbständigkeit wird sofort weggeclickert, Schnüffeln in Suche nach dem Futterbeutel umgewandelt..... Der Weltuntergang ist nah, wenn der Blick des Hundes nicht beim Halter ist.

Auch in diesem Thread hatten wir positive und negative Konditionierung, das Ab- und Umlenken in Konfliktsituationen, aber wenig über soziales Lernen. Hunde haben sich in ihrer Entwicklungsgeschichte wie kein anderes Tier auf den Menschen eingestellt. Sie können unsere Mimik, Gestik, Stimme, Geruch deuten und dadurch unsere innere Einstellung besser lesen, als uns oft lieb ist. Wenn also z. B. jemand mit einem Autoaufkleber fährt "Andere Hunde kommen, wenn sie gerufen werden. Meiner zieht die Anfrage in Erwägung und kommt bei Gelegenheit darauf zurück.", wird er sicher auch seinem Hund diese Lässigkeit vermitteln und unbedingten Gehorsam weder bekommen, noch erwarten. Wenn ein Mensch eher unsicher und ängstlich ist, kann er sich auch gegenüber seinem Hund nicht als Führer aufspielen, ohne zu Zwangsmitteln zu greifen.
Für mich ist das soziale Lernen der wichtigste Faktor der Dominanz. Kann ich meine Grenzen verständlich rüberbringen, verfüge ich über vertrauenerweckende Kompetenz in Gefahrensituationen, lasse ich genug Freiraum zur Entfaltung....? Für mich, die ich Ordnung nicht sehr liebe (Rangordnung überhaupt nicht), stellt sich die Frage, wieviel braucht dieser konkrete Hund. Ich habe eine fröhliche Anarchistin, einen Beschützer, einen Kontrollfreak und eine personifizierte Unterwürfigkeit. Jeder von ihnen braucht ein völlig unterschiedliches Mass an Präsenz, Sicherheit und Konsequenz. Umgekehrt wissen meine Hunde genau, wann ich etwas kompromisslos ernst meine oder man mit mir diskutieren kann oder ich ein Vorhaben bei Widerstand ganz drangebe.
Die Idee, dass manche Leben weniger wert sind, ist die Wurzel alles Übels auf dieser Welt (Paul Farmer)
benchen
  • Begleithund
Beiträge: 978
Die "Dominanz " war nicht, das gewisse Geschäft zu verrichten, sondern nach Erledigung desselben umzudrehen und wie ein Automat zum Garten zurück zu laufen. Sich keinen Deut darum zu scheren , daß ich als der evtl. "Rudelführer" was anderes vorhatte. Natürlich hätte ich ihn unterbrechen und in meine Richtung leiten können . Doch der alte Opa wird wissen, ob er noch will und kann und wenn er meint, er will in seinen Rasen, dann rede ich ihm in diesem Alter nicht mehr rein.
Irgendwann wird er nicht mehr da sein. Ich will mich nicht an Zank und Streit erinnern.
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