Minolito

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Ich stelle mich und meinen Hund im ersten Blog mal vor

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Eintrag vom 04.08.2018

Also, ich bin der Markus, aktuell schon 50 Jahre jung und bin seit gut 2 Jahren stolzer Besitzer vom (für mich) tollsten Hund der Welt.

Zuerst aber zu mir:
1967 geboren, wuchs ich die ersten Jahre im Heim im Münsterland (Westf.) auf.
Nach meiner Ausbildung bin ich bei meinen Pflegeeltern ausgezogen und habe beruflich in Münster und danach in Dortmund Erfahrungen gesammelt.
Leider ging die Krise am Arbeitsmarkt um die Jahrtausendwende auch an mir nicht spurlos vorbei.
Durch Kontakt zu Freunden aus der Nähe von Stuttgart, versuchte ich einfach spontan mein Glück im Süden und das war zwar beruflich wenig erfolgreich, aber dafür gesundheitlich vermutlich mein Glück.

2004 kam ich ins Krankenhaus, weil ich eine Autoimmunkrankheit hatte und mein Körper meinte, dass meine Knochen doch im gummierten Zustand besser seien. Die eine oder andere Rippe war anderer Meinung und zerbrach an dieser Einstellung.
Während dieser Behandlung, die sich samt OP über ein halbes Jahr hinzog, habe ich dann noch den Lymphdrüsenkrebs mitgebucht, der dann Ende 2009 auch komplett ausgestanden war.

Gott sei Dank ist die Klinik in Tübingen toll spezialisiert auf genau diese Krankheiten.

Gesungen habe ich schon als Kind immer gerne, nur seit ich erwachsen bin, kommen keine Töne mehr raus, wenn ich alleine vor anderen Leuten singen soll.
Also zog es mich im Norden von Reutlingen in gleich zwei Chöre, wo ich dann auch während meiner Heilungsphase Kontakt zur Schule bekam, wo ich immer wieder Projekte mit den Kindern begleiten konnte.

Über einige Jahre habe ich als Jugendtrainer im Fussball gearbeitet und als ich die Chance bekam, wieder ins Berufsleben einzusteigen, gab ich dieses tolle Hobby aus Zeitmangel auf. Seit Ende 2015 arbeite ich sogar in einer Firma, die Vormischungen für Hunde- und Katzenfutter herstellt.

Nach einem kurzen Gespräch mit meiner Chefin bekam ich das Angebot, mir doch auch einen Hund zu holen, den könnte ich auch ins Büro mitnehmen.

Über die Organisation "Paradies für Tiere" fand ich auch einen Hund, in den ich mich vom ersten Moment an regelrecht verliebte.

Und jetzt kommen wir zu meinem wertvollsten Schatz, meinem Hund:
Mino, so habe ich meinen Parson-Russel-Mischling genannt, wurde in Ungarn geboren und kam aus einer Tötungsstation.

Er war, bevor er zu mir kam, in der zweiten Pflegestation und das tolle ist, dass ich heute noch meinen Hund immer wieder mal dort hinbringen kann, wenn ich für mehrere Stunden auf meinen Schatz verzichten beruflich oder gesundheitlich verzichten muss.
Diese zweite Pflegestation ist außerdem auch noch genau in dem Ort, wo ich arbeite.

Mino ist ein ganz fabelhafter Hund. Seine Eltern sind sicherlich ein Jack-Russel, da er eher von der Figur her in diese Richtung dahin passt.
Von seinem Verhalten her muss aber noch mehr drin sein.
Ich schätze mal auf
Oma = Gazelle
Opa = Angsthase
Onkel = Formel 1 Rennfahrer
Tante = verwirrte Hummel

Mino hatte es anfangs nicht leicht und wir waren über ein Jahr lang immer wieder bei verschiedenen Tierärzten.
Von Milben über Bakterien im Blut bis hin zu einer angeratenen Kastration (ja, dazu wurde mir stark geraten, später dazu mehr) und mehreren kleineren Wewehchen hat er so einiges durchmachen müssen.

Sein Fell war am Anfang, als ich ihn bekam, fast weggekratzt und heute steht er in voller Blüte und mit prächtigem Fell da.

Mino´s Charakter ist eine Mischung aus gefühlvoll, ängstlich, bekloppt, verrückt und Herrchenfixiert.
Na ja, das eine oder andere hat er sicherlich von mir abgeguckt, denn man färbt ja bekanntlich ab.

Aber im Ernst. Es hat mich viel Zeit und Tricks gekostet, ihm seine Angst vor nahezu allem Unbekannten zu nehmen. Mino kann einfach nicht alleine bleiben und er läuft mir überall hin nach.
Ja, ich weiß, jetzt gehen bei vielen Lesern gleich wieder zig verschiedene Schubladen auf, aber lasst diese einfach mal zu.

Mino konnte sich am Anfang nicht beschnuppern lassen und hat sofort wie am Spieß geschrieen. Heute ist das anders, aber er mag es immer noch nicht. Wenn es ihm jetzt zu bunt wird, dann geht er auf großkotzige Attacke.

Mein Hund ist ein Hochleistungssportler und kann einfach nicht ruhig bleiben, wenn wir draußen sind.
Da muss der Ball fliegen oder wenn der nicht dabei ist, dann wird über Felder und Wiesen gejagt. Andere Hunde werden lautstark zum Spielen aufgefordert und wenn ein anderer Hund meint, er müsste meinem Mino seinen Ball wegnehmen, dann ist Gozilla im Vergleich zu ihm ein kleines Schoßhündchen.

Anderen Hunden wird lautstark zugerufen und wenn wir als erste bei einer Gassirunde am Treffpunkt ankommen, ist er so aufgeregt, dass es sich anhört, als würde ich ihn ununterbrochen in die Rippen treten.

Er hat schon ein paar Tricks gelernt und wäre Herrchen nicht so unsportlich und müsste auf´s Geld achten, wäre sicherlich Agility das Richtige für ihn. Springen, Rennen, suchen, über Hindernisse rasen, das alles macht er gut und ich wunder mich jedes Mal, wenn wir an den Bächen sind, wie schnell und gut er über die glatten Steine und unwegsames Gelände rast.

Mino mag andere Hunde und will immer gerne mit ihnen spielen. Im Büro ist seine Freundin, eine Labrador-Hündin und die wird von morgens bis abends abgeschleckt und zum toben animiert.

Nun noch einmal zur Kastration.
Ich wollte ihn eigentlich nicht kastrieren lassen, aber er ist einer von den Rüden, die wohl unheimlich unter Liebeskummer leiden.
Sobald eine läufige Hündin im Umkreis von 500 Metern zu wittern war, ist er völlig ausgerastet. Da wurde gejault, geschrieen, er hat immer wieder Urintropfen verteilt und hatte für nichts anderes mehr Augen.
Ganz schlimm war es, als unsere Bürohündin das erste Mal läufig war.
Also habe ich ihn kastrieren lassen und seit dem ist er glücklich und zufrieden.

Er hat eine große Klappe, ist dennoch ängstlich und immer wieder unsicher und er ist und bleibt total verspielt.

Mino ist mein Hund und mein Seelenwächter. Depressionen, die ich anfangs noch ganz stark hatte, sind wie weggeblasen und meine innere Unruhe, auch dieses typisch spanische Temperament, das mal lautstark ist und mal total melancholisch, habe ich durch ihn besser im Griff.
Er ist der Einzige, vor dem ich laut singen kann und durch ihn komme ich raus und unter Menschen.

Mino hat sogar einen eigenen Instagram-Account, zumindest habe ich meinen zu seinem gemacht. Es macht so viel Spaß, ihm beim Spielen zuzuschauen und das in (sehr, sehr ) vielen Bildern festzuhalten und mit anderen zu teilen.

Wenn ihr also im Raum Reutlingen mal jemanden mit einem herumrasenden und schreienden Hund seht, der seinen Hund wie verrückt mit dem Handy verfolgt, dann sind wir zwei das

Wer jetzt noch Fragen hat nach diesem sehr langen Blog, der kann mich gerne anschreiben und vielleicht trifft man sich ja auch mal unterwegs.
Stichworte: liebe, fotos, erziehung, hunde, hund

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