Henry Zarzitzky

Henry Zarzitzky ist erfolgreicher Hundetrainer mit einem breiten Angebot an individuellen
Erziehungsstrategien. Durch seine langjährige Tätigkeit mit und für den Erfogstrainer
Thomas Baumann gilt er als Spezialist für die alltagsgerechte Familienhunderziehung vor
allem im Bereich schwierige Hunde, er ist anerkannter Gutachter für das Hundewesen und
Inhaber beider Qualitätssiegel bei pet-group.
Tipps zur Welpenerziehung

Tipps zur Welpenerziehung


Die Basis für ein harmonisches und unbeschwertes Miteinander von Mensch und Hund ist eine vertrauensvolle Beziehung.Gerade dann, wenn ein Hundewelpe in seine Menschenfamilie kommt, ist es sehr wichtig vertrauensvolle Maßnahmen zu etablieren um Vertrautheit zu schaffen.

  • gemeinsames kuscheln und spielen

  • gewünschte Reaktionen anfangs immer belohnen ( verstärken)

  • konsequente und welpenverständliche Regeln aufstellen

  • Gegebenenfalls grenzen über Abbruchsignale setzen

  • Dabei sind gute Hundeeltern geduldig, ruhig und souverän.Auf Grund Ihres großen Erfahrungsschatzes agieren Sie als Vorbilder und vermitteln den Welpen Sicherheit, Schutz und Geborgenheit.

    „Auf meine Menschen ist Verlass, diesen Menschen kann ich folgen und ihnen trauen!“

    Somit gehört die Schaffung einer vertrauensvollen Beziehung zu den allerersten Aufgaben in jeder Mensch -Hund-Beziehung, diese ist natürlich auch Grundlage für eine Bindung. Bei Hunden ist eine biologisch begründete Ortsbindung nach einem halben Jahr schon recht stark ausgeprägt. Eine individuelle Personenbindung wird bei Hundewelpen jedoch erst ab ca. 4-6 Monaten entwickelt.Es gibt ja wiedermal viele Definitionen für Bindung ,mir gefällt die von PD.Dr. Udo Gansloßer am besten „Bindung ist ein Bestreben nach Aufrechterhaltung der Nähe zu einem spezifischen Partner, der nicht von einem anderen der gleichen sozialen Kategorie ohne weiteres ersetzt werden kann.“Übrigens ist zu viel Bindung mindestens genau so schädlich wie zu wenig Bindung.






    Spielen mit den Welpen ist ja ebenfalls sehr wichtig für seine Entwicklung, es ist das lustbetonte Ausprobieren motivierten Verhaltens ohne Ernstbezug, dabei vermischen sich verschiedene Handlungsbereitschaften wie unterschiedlichste Einzelsequenzen aus den Funktionskreisen des Sexual-, Kampf-, Beutefang-, Pflege-und Erkundungsverhalten.Wir unterscheiden in Sozialspiel ( innerartliches und zwischenartliches Spielverhalten zur Optimierung sozialer Kompetenzen), Objektspiel (Spielen auf natürliches Beutefangverhalten bezogen) und das Solitärspiel (Spielen mit sich selbst zum Abbau überschüssiger Energien).Wichtig ist das Spielen ein entspanntes Umfeld voraussetzt und Spielverhaltensweisen durch einen ständigen Rollenwechsel gekennzeichnet sind. Zu den wichtigsten Zielen des Spielens gehören das Erwerben von Geschicklichkeit, physikalisches Training des Organismus, und der Aufbau von sozialen Kompetenzen in Bezug auf Fairness – Intensität – Bindungsaufbau - Stressbewältigung sowie Regeln und Grenzen.












    Und bitte vergessen Sie den Satz „die machen das schon unter sich aus“. Welpenspielgruppen zu führen ist eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe,die hohe Fachkompetenz erfordert.Das Spiel muss ständig beobachtet werden um gegebenenfalls einzugreifen wenn es zu kippen droht oder ein Welpe gemobbt wird oder ein ängstlicher Welpe Schutz braucht um nur einige Beispiele zu nennen.

    Andererseits ist eine anfängliche Befangenheit oder Furcht bei der Konfrontation der Welpen mit Herausforderungen, wie bewegte und unbewegte Objekte, verschiedenste Untergründe und vielseitige Geräusche, ganz normal.Gelingt es einem Welpen etwas stressige Situationen zu bewältigen sind sogar positive Auswirkungen auf das Immunsystem nachweisbar und durch die richtige Hilfestellung des Menschen wächst das Vertrauen.Also kurzzeitiger Stress ist motivierend und leistungsfördernd und somit positiv. Aber Achtung andauernder Stress ist unbedingt zu vermeiden, er macht krank und ist somit negativ.

    Übrigens etabliert sich bereits im Welpenalter eine Dreiklassengesellschaft bei Hunden zur Frühetablierung einer Sozialrangordnung.Bereits innerhalb eines Welpenverbandes, also unter Wurfgeschwistern gibt es den ranghöchsten Individualtypus,das soziale Mittelfeld und den Tiefrangigsten.

    Der Ranghöchste spielt kaum, mag kein Kontaktliegen und interessiert sich wenig für die Allgemeinheit.Im sozialen Mittelfeld sind die verständigungsfreudigsten Individuen mit einer hohen Kontakt – und Spielfreudigkeit.

    Allerdings auch mit viel Klärungsbedarf bei der Etablierung von klar umrissenen Dominanzbeziehung.Der Rangniedrigste ist ein meist sensibler und extrem unterwürfiger Typus mit nur wenig Spielkontakten.Er wird von den Anderen gemieden.Somit ist natürlich klar das für die unterschiedlichen Hundetypen auch unterschiedliche Erziehungsstrategien zur Anwendung kommen müssen.Denken wir einmal an das Ignorieren von nicht erwünschten Verhaltensweisen, was bei Einem gut funktioniert kann bei einem Anderen Hundetypus voll nach hinten losgehen mit schwerwiegenden Folgen.Bei einem Anführertyp führt langes Ignorieren garantiert nicht zum Löschen des unerwünschten Verhaltens ,sondern es eskaliert.Ein tiefrangiges Hündchen kann sich durch längeres Ignorieren sozial isoliert fühlen und zunehmend verunsicherter reagieren. Also Fingerweg von Pauschalratschlägen!

    Beginnen Sie so früh wie möglich mit der Erziehung Ihres neuen Familienmitgliedes und denken Sie daran „ Jeder Welpe benötigt seine Erziehungsstrategie, seien Sie dem Kleinen ein Vorbild und begleiten Sie ihn auf dem Weg zu einem ausgeglichenen und glücklichen Hund“



    Im 3.Teil nach der Sommerpause geht es um Tipps im Umgang mit schwierigen Hunden insbesondere um sozial aggressive Leinenrambos und rauflustige Gladiatoren.
    Weitere Kolumnen von Henry Zarzitzky
    Die Stellung des Hundes in unserer heutigen Gesellschaft ist die eines Familienmitgliedes und das finde ich auch gut so, allerdings wird in vielen Familien einfach zufiel vom Hund verlangt.
    Die Basis für ein harmonisches und unbeschwertes Miteinander von Mensch und Hund ist eine vertrauensvolle Beziehung.Gerade dann, wenn ein Hundewelpe in seine Menschenfamilie kommt, ist es sehr wichtig vertrauensvolle Maßnahmen zu etablieren um Vertrautheit zu schaffen.
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