Susanne Schmitt
Susanne Schmitt ist seit Jahren aktiv tätig als Dozentin für verschiedene Therapiearten beim Hund
und betreibt nebenbei noch ein Therapiezentrum für Hunde. Ihr Repertoire an Heilmethoden für
Körper und Geist des Hundes ist vielfältig, sodass Sie für die meisten Fragen auch eine
Antwort parat hat.
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Arthrose des Hundes
Als Tierheilpraktikerin, mit dem Fokus auf dem Bewegungsapparat des Hundes, werde ich täglich mit dem Problem der Gelenksarthrose konfrontiert. Die betroffenen Hunde werden immer jünger und die Ausprägung der Erkrankung immer schlimmer.Warum ist das so?


Verschiedene Gründe begünstigt die Entstehung, z.B. eine genetische Vorbelastung, mangelnde Bewegung, Übergewicht, falsch oder zu früh betriebener Hundesport, Überforderung und minderwertige Ernährung.
Was ist Arthrose überhaupt? Die Arthrose ist eine chronische, degenerative Gelenkerkrankung. Einfach gesagt kommt es zur Schädigung eines oder mehrerer Gelenke durch Verlust des die Gelenkenden bedeckenden Knorpels. Die Knorpelflächen werden uneben, sie verlieren Feuchtigkeit und Elastizität und reiben beim Bewegen des Gelenkes aneinander. Dadurch kommt es zu Schmerzen und gelegentlich auch zur Entzündung des Gelenkes ("aktivierte" Arthrose=Arthritis). In schweren Fällen kann man bei passiver Gelenkbewegung das typische Arthroseknirschen (Krepitation) hören und fühlen.
Arthrosen können an allen großen und kleinen Gelenken, auch denen der Wirbelsäule, entstehen. Die Lokalisation ergibt sich aus dem Grund der Erkrankung, so leiden übergewichtige Hunde häufig unter generalisierten Arthrosen im ganzen Körper, bei Schutzhunden ist meist die Wirbelsäule betroffen und bei Sporthunden, je nach Anfälligkeit und Sportart, entweder die Zehen und Vorderfusswurzelgelenke (entsprechen unseren Handgelenken) oder die Hüften/Knie und Sprunggelenke.Die häufigste Art ist die sogenannte Altersarthrose. Mindestens 60% aller Hunde (die Dunkelziffer dürfte höher sein) werden im Alter aufgrund des Gelenkverschleisses und schwächer werdender Muskulatur an Arthrosen erkranken.
Bei jüngeren Hunden sind die Gründe meist Überlastungen der Gelenke durch Übergewicht oder zu früh oder falsch betriebenen Hundesport, Fehlstellungen in den Gelenken (X-/O-Beine), Mangelernährung im Wachstum oder als Folge von Gelenkerkrankungen/-verletzungen, z.B. nach Bänderverletzungen, Gelenkoperationen, komplizierten Brüchen, u.ä..Im vergangenen Jahr hatte ich viele Hunde zur Behandlung, die bereits im Alter von 3-5 Jahren unter Arthrosen zu leiden haben, weil sie noch im Wachstum Extrembelastungen wie Bergwandern, Agility, Frisbee, Laufen am Rad, … ausgesetzt wurden. Derartigen Betätigungen sollten nur ausgewachsene Hunde mit guter Bemuskelung und nach ausreichendem Aufwärmen ausgesetzt werden!
Um Arthrosen vorzubeugen sollten die Hunde schlank sein! Gewichtsoptimierung ist der wichtigste Faktor überhaupt. Weiterhin sollten Muskeln und Gelenke der Hunde vor stärkeren Belastungen grundsätzlich langsam angewärmt werden. Zu Beginn der Bewegung ist die Synovia, die Gelenkflüssigkeit, noch zäh. Erst durch Bewegung wird diese wichtige Flüssigkeit, die den Gelenkknorpel ernährt und auch Gelenkschmiere genannt wird, dünnflüssiger und „schmiert“ das Gelenk erst richtig. Im Winter sollten Sie auch Ihren Wagen langsam warm fahren, bis das Getriebe- und Motoröl warm und flüssiger geworden ist!
Auch Hunde die über wenig Muskulatur verfügen, haben deutlich stärkere Gelenkbelastungen zu ertragen, als gut trainierte Hunde. Die Arthroseanfälligkeit steigt massiv an. Bitte sorgen Sie also für ausreichend Bewegung, angepasst an Rasse, Alter und Gesundheitszustand. Muskeln stabilisieren das Skelett und Entlasten die Gelenke. Daher wäre es auch ein Fehler arthrotische Hunde über die Massen zu schonen! Dies würde nur zum Verlust von Muskulatur und somit zu einer weiteren Verschlimmerung der Arthrosen führen.
Erste Symptome der Arthrosen sind verschiedene Arten von Schmerzen. Nach der Ruhe kommt es zuerst zum Anlaufschmerz, die Hunde lahmen leicht und benötigen einige Zeit sich „einzulaufen“. Meist folgt dann eine erkrankungsabhängige, schmerzfreie Phase bis dann die Muskulatur ermüdet und der Belastungsschmerz eintritt. Vielleicht bemerken Sie aber auch gar kein Lahmen und keinen Schmerz aber ihr Hund verweigert plötzlich den Sprung ins Auto, er möchte keine großen Runden mehr drehen oder boykottiert einzelne Spaziergänge komplett; auch dies können Zeichen sein. Häufig benagen/belecken die Hunde auch die betroffenen Gelenke, manche beissen sich die Gelenke richtig blutig. Im weiteren Verlauf der Erkrankung können massive Muskelverspannungen dazu kommen, die dem Tier dann weitere Probleme bereiten. Bei weiterer Verschlimmerung reagiert der Hundekörper mit deutlichen Schonhaltungen/Lahmheiten und unter Umständen auch mit knöchernen Zubildungen an den Gelenken, welche die Gelenkbewegung einschränken sollen. Feuchtigkeit und Kälte sind weitere begünstigende Faktoren. Leidet ihr Hund bereits unter der Erkrankung, bitte schützen Sie ihn! Lassen Sie gelenkerkrankte Hunde z.B. im Winter nicht ins Wasser springen, den Wirbelsäulenbetroffenen sollten sie vor kaltem Regen schützen und nasse Hunde nach dem Spaziergang grundsätzlich gut trocknen und warm halten.
Es gibt verschiedenste Therapieansätze, um den betroffenen Tieren zu helfen. In jedem Stadium der Erkrankung gibt es lindernde und den Verlauf verlangsamende Möglichkeiten. Die Physiotherapie bietet sanfte Hilfen, die auch vom Halter nach Anleitung zu Hause regelmäßig und gefahrlos durchgeführt werden können. Die Heilpraktik kennt zahlreiche natürliche Mittel (Nahrungsergänzungen, Homöopathie, Heilkräuter, Heilpilze, u.m.), die den Erkrankungsverlauf und die Symptome deutlich lindern bis stoppen. In schweren Fällen kommen dann Schmerzmittel zum Einsatz, um die Hunde in Bewegung zu halten.
Sind Sie sich nicht sicher, ob ihr Hund vielleicht betroffen ist? Bitte suchen Sie schnellstmöglich einen Physiotherapeuten, Tierarzt oder Heilpraktiker auf! Je früher die Erkrankung bekannt ist, umso besser kann man sie beeinflussen.
Es gibt 100 sinnvolle Möglichkeiten die Folgen der Arthrosen zu lindern und den Verlauf positiv zu beeinflussen. Das Schlimmste wäre es einfach nichts zu tun!



Was ist Arthrose überhaupt? Die Arthrose ist eine chronische, degenerative Gelenkerkrankung. Einfach gesagt kommt es zur Schädigung eines oder mehrerer Gelenke durch Verlust des die Gelenkenden bedeckenden Knorpels. Die Knorpelflächen werden uneben, sie verlieren Feuchtigkeit und Elastizität und reiben beim Bewegen des Gelenkes aneinander. Dadurch kommt es zu Schmerzen und gelegentlich auch zur Entzündung des Gelenkes ("aktivierte" Arthrose=Arthritis). In schweren Fällen kann man bei passiver Gelenkbewegung das typische Arthroseknirschen (Krepitation) hören und fühlen.
Arthrosen können an allen großen und kleinen Gelenken, auch denen der Wirbelsäule, entstehen. Die Lokalisation ergibt sich aus dem Grund der Erkrankung, so leiden übergewichtige Hunde häufig unter generalisierten Arthrosen im ganzen Körper, bei Schutzhunden ist meist die Wirbelsäule betroffen und bei Sporthunden, je nach Anfälligkeit und Sportart, entweder die Zehen und Vorderfusswurzelgelenke (entsprechen unseren Handgelenken) oder die Hüften/Knie und Sprunggelenke.Die häufigste Art ist die sogenannte Altersarthrose. Mindestens 60% aller Hunde (die Dunkelziffer dürfte höher sein) werden im Alter aufgrund des Gelenkverschleisses und schwächer werdender Muskulatur an Arthrosen erkranken.
Bei jüngeren Hunden sind die Gründe meist Überlastungen der Gelenke durch Übergewicht oder zu früh oder falsch betriebenen Hundesport, Fehlstellungen in den Gelenken (X-/O-Beine), Mangelernährung im Wachstum oder als Folge von Gelenkerkrankungen/-verletzungen, z.B. nach Bänderverletzungen, Gelenkoperationen, komplizierten Brüchen, u.ä..Im vergangenen Jahr hatte ich viele Hunde zur Behandlung, die bereits im Alter von 3-5 Jahren unter Arthrosen zu leiden haben, weil sie noch im Wachstum Extrembelastungen wie Bergwandern, Agility, Frisbee, Laufen am Rad, … ausgesetzt wurden. Derartigen Betätigungen sollten nur ausgewachsene Hunde mit guter Bemuskelung und nach ausreichendem Aufwärmen ausgesetzt werden!
Um Arthrosen vorzubeugen sollten die Hunde schlank sein! Gewichtsoptimierung ist der wichtigste Faktor überhaupt. Weiterhin sollten Muskeln und Gelenke der Hunde vor stärkeren Belastungen grundsätzlich langsam angewärmt werden. Zu Beginn der Bewegung ist die Synovia, die Gelenkflüssigkeit, noch zäh. Erst durch Bewegung wird diese wichtige Flüssigkeit, die den Gelenkknorpel ernährt und auch Gelenkschmiere genannt wird, dünnflüssiger und „schmiert“ das Gelenk erst richtig. Im Winter sollten Sie auch Ihren Wagen langsam warm fahren, bis das Getriebe- und Motoröl warm und flüssiger geworden ist!
Auch Hunde die über wenig Muskulatur verfügen, haben deutlich stärkere Gelenkbelastungen zu ertragen, als gut trainierte Hunde. Die Arthroseanfälligkeit steigt massiv an. Bitte sorgen Sie also für ausreichend Bewegung, angepasst an Rasse, Alter und Gesundheitszustand. Muskeln stabilisieren das Skelett und Entlasten die Gelenke. Daher wäre es auch ein Fehler arthrotische Hunde über die Massen zu schonen! Dies würde nur zum Verlust von Muskulatur und somit zu einer weiteren Verschlimmerung der Arthrosen führen.
Erste Symptome der Arthrosen sind verschiedene Arten von Schmerzen. Nach der Ruhe kommt es zuerst zum Anlaufschmerz, die Hunde lahmen leicht und benötigen einige Zeit sich „einzulaufen“. Meist folgt dann eine erkrankungsabhängige, schmerzfreie Phase bis dann die Muskulatur ermüdet und der Belastungsschmerz eintritt. Vielleicht bemerken Sie aber auch gar kein Lahmen und keinen Schmerz aber ihr Hund verweigert plötzlich den Sprung ins Auto, er möchte keine großen Runden mehr drehen oder boykottiert einzelne Spaziergänge komplett; auch dies können Zeichen sein. Häufig benagen/belecken die Hunde auch die betroffenen Gelenke, manche beissen sich die Gelenke richtig blutig. Im weiteren Verlauf der Erkrankung können massive Muskelverspannungen dazu kommen, die dem Tier dann weitere Probleme bereiten. Bei weiterer Verschlimmerung reagiert der Hundekörper mit deutlichen Schonhaltungen/Lahmheiten und unter Umständen auch mit knöchernen Zubildungen an den Gelenken, welche die Gelenkbewegung einschränken sollen. Feuchtigkeit und Kälte sind weitere begünstigende Faktoren. Leidet ihr Hund bereits unter der Erkrankung, bitte schützen Sie ihn! Lassen Sie gelenkerkrankte Hunde z.B. im Winter nicht ins Wasser springen, den Wirbelsäulenbetroffenen sollten sie vor kaltem Regen schützen und nasse Hunde nach dem Spaziergang grundsätzlich gut trocknen und warm halten.
Es gibt verschiedenste Therapieansätze, um den betroffenen Tieren zu helfen. In jedem Stadium der Erkrankung gibt es lindernde und den Verlauf verlangsamende Möglichkeiten. Die Physiotherapie bietet sanfte Hilfen, die auch vom Halter nach Anleitung zu Hause regelmäßig und gefahrlos durchgeführt werden können. Die Heilpraktik kennt zahlreiche natürliche Mittel (Nahrungsergänzungen, Homöopathie, Heilkräuter, Heilpilze, u.m.), die den Erkrankungsverlauf und die Symptome deutlich lindern bis stoppen. In schweren Fällen kommen dann Schmerzmittel zum Einsatz, um die Hunde in Bewegung zu halten.
Sind Sie sich nicht sicher, ob ihr Hund vielleicht betroffen ist? Bitte suchen Sie schnellstmöglich einen Physiotherapeuten, Tierarzt oder Heilpraktiker auf! Je früher die Erkrankung bekannt ist, umso besser kann man sie beeinflussen.
Es gibt 100 sinnvolle Möglichkeiten die Folgen der Arthrosen zu lindern und den Verlauf positiv zu beeinflussen. Das Schlimmste wäre es einfach nichts zu tun!
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