Die Sabina Pilguj Kolumne

Ab sofort gibt es für die fleißigen Leser unter euch, neue aufregende Kolumnen von der engagierten psychotherapeutische Heilpraktikerin, Tierpsychologin (ATN) und Begründerin der Methode "Dog Reläx", Yogalehrerin und Buchautorin Sabina Pilguj!

Zu Ihren Werken über unsere geliebten Vierbeiner gehören u.a. „Dog Reläx“, in welchem es über das entspannte Miteinander von Mensch und Hund geht und „Weisheiten der Schnüffelnasen“, der tierischen Anleitung zum Glücklich sein!

Nun hat sie ihr neues Projekt „Wertschätzung teilen“ ins Leben gerufen. „Wie wertvoll und wichtig es ist, Wertschätzung zu teilen, habe ich nicht nur durch Hunde, sondern auch durch meine Arbeit mit Menschen lernen dürfen. Wertschätzung und Empathie zu teilen kostet nichts, nur ein wenig Bemühung.“
Dog Reläx - Bindung – sich verbinden

Eine vertrauensvolle Bindung zwischen Mensch und Hund ist die Basis für ein entspanntes Zusammenleben. Erik Zimen schrieb in seinem Werk „Der Hund“, dass ein Tier (Anmerkung: hier Hund) eine besonders enge soziale Bindung eingeht: „Dieses Phänomen nenne ich Bindung. Sie ist zwar anfänglich eng mit der Sozialisation verknüpft, erfährt aber ihre spezifische Ausformung erst später im Leben des jungen Hundes oder Welpen.“

Was beinhaltet die Bindung vom Hund zum Menschen? Die Bedeutung von Bindung wird von einigen Hundehaltern manchmal falsch interpretiert, denn Bindung hat nichts mit Gehorsam oder wie gut der Hund Kommandos ausführt zu tun.

Zwischen Bindung und Erziehung liegt ein großer Unterschied.

Es sagt nichts über die Intensivität der Bindung aus, wie der Hund sein Herrchen oder Frauchen „anhimmelt“ und scheinbar nur Augen für seinen Zweibeiner hat.
Manchmal ist der Hund nur in freudiger Erwartungshaltung, sein Spielzeug oder Leckerlie zu bekommen oder es kann ein lediglich antrainiertes Verhalten sein, welches manchmal gern bei Hundeprüfungen oder im Hundesport gesehen wird. Ebenso wenig aussagefähig ist es, wie oft ein Hund sein Spielzeug brav apportiert. Ein Border Collie oder Jack Russel Terrier hat sicherlich mehr Freude an diesem Spiel- und Spaß-Faktor, während dagegen mein Podenco mit seinen rassespezifischen Veranlagungen schon nach kurzer Zeit diese Art der Beschäftigung als „Sinnlosigkeit“ abtun würde.

Verschiedene Hunderassen haben unterschiedliche Veranlagungen und zeigen unterschiedliche Bindungsvarianten, die aber nicht unbedingt etwas über die mehr oder weniger intensive Bindung aussagt. Ein Podenco, der als sehr selbstständiger Hund, in Fachkreisen auch „Hunde ohne Führungseinfluss“ genannt, wird beim Freilauf in der Natur selten an seinem Besitzer „kleben“ und brav bei Fuß gehen wollen. Also sollte man niemals voreilig über die Qualität der Bindung sprechen, wenn man ein Mensch-Hund-Team beobachtet, denn Bindung als eine Einheit betrachtet, hat viele komplexe Facetten.

Bindung gibt Sicherheit
Eine positive Bindung fördert die Gesundheit, wer sich sicher gebunden fühlt, erfährt weniger Stress – dies gilt bei Mensch und Hund (und anderen sozialen Lebewesen). Bindungsstörungen können dagegen erhebliche Auswirkungen auf Gesundheit und Psyche beim Menschen haben, sicherlich kann es beim Hund ähnlich sein.Bindung vermittelt das Gefühl der Gemeinsamkeit – ein Gefühl der Stärke in Bezug auf eine ursprüngliche Überlebensstrategie.

Eine gute Bindung schafft einen Rahmen für Vertrauen, Sicherheit und Nähe aber auch für Freiraum, so dass sich der Hund auch eigenständig verhalten kann.

Beinah jeder Neuhundebesitzer besitzt ein Täschchen für die Wurstscheiben oder Hundekekse und freut sich über die Zuwendung seines Hundes. Bindung wird aber nicht durch Futter erreicht, wie oftmals angenommen wird. Zwar hat der Hund die Tasche mit den Leckerlies im Blick, aber der Mensch wird dann lediglich als „Futterautomat“ und Futterspender angesehen, aber nicht als sozial kompetente Person. Dem Hund wird so niemals das Gefühl vermittelt, dass er sich bei seinem Zweibeiner sicher und beschützt fühlen kann.

Bindung verbindet
Feste Abläufe geben dem Hund Sicherheit, aber manchmal bringen auch Abwechslung und verschiedene gemeinsame Aktivitäten mehr Leben und Freude in den Hundealltag.Spielerisches Training, Erlebnisspaziergänge, Streicheleinheiten und Wohlfühlmassagen lassen die Bindung intensiver werden.
Bindung vermittelt das Gefühl der Gemeinsamkeit – ein Gefühl der Stärke in Bezug auf eine ursprüngliche Überlebensstrategie. Eine gute Bindung schafft einen Rahmen für Vertrauen, Sicherheit und Nähe aber auch für Freiraum, so dass sich der Hund auch eigenständig verhalten kann.

Eine gute Mensch-Hund-Beziehung und gewachsene Bindung heißt auch, einmal vertrauensvoll loszulassen, und dem Hund seinen eigenen Freiraum gewähren. Auch ein Hund möchte sich im Rahmen seiner Möglichkeiten frei entfalten.

Ich wünsche Ihnen in Ihrem Mensch-Hund-Alltag eine innige Verbundenheit und viel Freude bei allen Gemeinsamkeiten, um die (Ver-) Bindung fördern.

Autorin:
Sabina Pilguj, Autorin, Heilpraktikerin für Psychotherapie, Tierpsychologin (ATN) und Begründerin von Dog Reläx, Entspannter Mensch – Entspannter Hund.

www.dog-relax.com
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