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Frank & Sandra Neupold

Frank und Sandra Neupold haben zwei Handicap-Hunde namens Joschi & Wilkin, die im Rolli fahren. Sie setzen sich speziell für den Tierschutz ein und haben sich zum Ziel gesetzt Handicap-Hunden bzw. Tieren oder Menschen zu helfen, mit dieser besonderen Situtaion umzugehen. Für dogSpot erzählen sie nun die herzergreifende
Geschichte,über das Leben als Handicap-Hund, aus der Sicht von ihrem Hund Joschi.
Joschis Geschichte

Wie alles begann


Mein Name ist Joschi, ich bin wohl ein bisschen über drei Jahre alt oder jung, das mag man sehen wie man will, aber ich habe schon eine Mengezu erzählen und das möchte ich für all meine Freunde jetzt einmal machen.....

Aufgepasst, ich bin eine kleine schwarze Fellnase, ein Hundelein und das mit dem Schreiben habe ich noch nie wirklich versucht, dies ist daserste Mal und ich hoffe das euch der Anfang ein bisschen gefällt, wenn ja, dann gibt es noch viele Abenteuer von mir, aber erst einmal, na ja,lest selbst.Geboren wurde ich in Rumänien, so im Mai 2005, meine Eltern waren sicher sehr lieb, das weiß ich nicht so genau, denn in meinem Kopf gibt esviele dunkle Wolken in die kein Licht fließen will.Klar ist, ich bin eigensinnig, klug, stark mit festem Willen und das können mir ja nur meine Eltern beigebracht haben.
Die erste Zeit meines Lebens war sehr schön, ich erinnere mich an spielen, toben, laufen und tollen, kleine und große Abenteuer.Wundervolle Gerüche, grüne Wiesen, viele Freunde.

Eines Tages, auch hier weiß ich nicht mehr wie ich hinter die Wolken blicken soll, geschah etwas ganz schlimmes und schreckliches.Ich wurde wach und konnte meine Hinterläufe nicht mehr bewegen. Mein kleines Leibchen tat entsetzlich weh, jedenfalls der Teil, den ich nochfühlen konnte. In meinem Kopf hämmerte ein schrecklicher Schmerz und ich bemerkte, das nur noch meine Vorderbeinchen mit mir gehen wollten,der Rest meines Körpers verweigerte mir den Dienst. Manchmal träume ich, ich fühle einen schlimmern Schmerz, einen schrecklichen Schlag,aber ich könnte nicht sagen was es war. Es kann sein, das ich in meinem jugendlichen Leichtsinn einfach auf eine Strasse gerannt binund ich von einem Auto angefahren wurde oder das ein Mensch mich nicht mochte und mich geschlagen hat.

Fakt ist, das Ergebnis was voneiner Sekunde auf die Andere das gleiche, ich war ein halber Hund und bin es noch, aber dazu später mehr, denn ich kämpfe.Verzweifelt und traurig rannte ich durch die Strassen von Rumänien und versuchte zu überleben.
Fand ein wenig Futter hier, eine liebe Hand dort und ich erinnerte mich an das was meine Eltern mich gelehrt hatten. Jedes Leben ist ein lebenswertes.2 Jahre stromerte ich durch die Welt, oft einsam, dann wieder fröhlich suchend und auf etwas besseres hoffend, aber ich lernte auch,das es kein Zuckerschlecken war, ein behindertes, junges Hundelein in dieser Welt zu sein.Manchmal lag ich versteckt in einer Ecke und weinte bittere Tränen, sehnte mich nach Freunden oder nach Menschen, die mich einfach soliebten wie ich war und genauso oft wurde ich enttäuscht. Trotzdem oder vielleicht gerade deshalb gab ich nie auf und kämpfte mich durchmein junges Leben. Ich lernte meine Behinderung anzunehmen und mit ihr zu rennen so schnell wie der Wind. Der Rest meines Körpers und meinVerstand funktionierten ja und ich fühlte, das es irgendwo auf dieser Welt auch einen Platz für mich geben würde, es braucht nur Geduld,Hoffnung und den tiefen Wunsch im Herzen, das es eines Tages klappen würde.

Dieser Tag allerdings dauerte zwei bittere, schwere und lange Jahre für mich, aber ich blieb hoffnungsvoll, gab niemals auf. Meine Träumelebten so tief in meinem Herzen und ich kämpfte verbissen um ihre Erfüllung. Eines Tages, ich war wohl ein wenig zu nahe an die Menschenheran geraten, fand man mich, packte mich in eine Kiste und brachte mich in ein schreckliches Haus.Tiere klagten ihr Leid, weinten und jammerten, es war so furchtbar. Ich verstand nur, das wir hier höchstwahrscheinlich alle zum Todeverurteilt seien und dafür hatte ich nun so gekämpft? Sollte dass das Ende meiner Träume sein?
Das konnte und wollte ich nicht glauben und so blickte ich in den Himmel und hoffte das dieser Fleck nicht der Letzte sein sollte denich von der Welt sehe. Das Glück schien mir gewogen zu sein....Menschen fanden mich und retteten mein Leben, sie brachten mich in dasgrößte Tierheim der Welt, die Smeura. Es war nicht schön, aber die Aussichten am Leben bleiben zu dürfen waren erheblich gestiegen undauch das Gefühl, das ich nicht umsonst gekämpft hatte, kehrte in mein kleines Hundeherz zurück. Ich kam wieder in so eine komische Kisteund in ein Auto, wurde endlos weit fort gebracht und sah aus den Augenwinkeln meine Heimat verschwinden, aber meine Träume, die nahm ichmit und auch meine Hoffnung. Meine Ohren hörten nur Worte, konnten sie aber nicht verstehen, die Menschen schienen lieb und besorgt zu sein,streichelten mich, aber sie sprachen eine Sprache die ich nicht kannte und das machte mir furchtbare Angst.Ich hörte immer wieder Tierheim Wannigsmühle, was immer das auch bedeuten mochte.
Dennoch spürte ich auch eine seltsame Ruhe und merkwürdiges Vertrauen und ich blieb ruhig, so gut es eben ging.Nach einigen Stunden kam ich in ein Haus wo wieder ganz viele Tiere saßen, aber sie schrieen nicht, hatten keine Furcht, im Gegenteil,sie waren fröhlich, zumindest sah es für mich so aus, sie wurden gefüttert, gestreichelt, gebürstet und überall hörte ich die lieben Stimmen,auch wenn ich wirklich nichts verstand.

Ich blicke den Menschen in die Augen, voller Angst und Traurigkeit, sie nahmen mich in den Armen, streichelten mein Fell und ichfreute mich über die Nähe, die Wärme, die Ansprache, das Lächeln. Nachts kam ich in ein eigenes Zimmer, tagsüber hatte ich zwei Kameraden,die hießen Charley und Barney. Leider gingen sie bald fort und ich war wieder alleine mit den fremden Menschen und der komischen Sprache,aber ich wusste, das es mir hier sicher besser ergehen würde als dort, wo ich zuvor gewesen war. Meine Angst legte ich beiseiteund ging auf die freundlichen Menschen zu und ich spürte, das man mir hier nur Gutes wollte und so faste ich rasch Vertrauen und lernteein paar Brocken von den Worten zu verstehen, insbesondere meinen Namen, JOSCHI.Man war sehr lieb zu mir und ich bekam ein merkwürdiges Gefährt, die Menschen nannten es Hunderolli.



Liebevoll wurde ich hinein gesetztund lernte bald, das ich mich viel freier bewegen konnte. Ich wischte nicht mehr mit meinem kleinen Bauch den ganzen Schmutz vom Boden vor mir her.In diesem Tierheim war man um die Tiere besonders bemüht und ich dankte es den lieben Leuten mit meiner Aufgeschlossenheit und oftmalseinem dicken „Wau“.Ob sie meine Sprache konnten wusste ich ja nicht, aber es gibt Dinge die müssen nur getan werden und man versteht sie in jedem Land.....Es schien als erhielte ich den Lohn für all meinen Mut und meine Tapferkeit.......nun fehlte zu meinem Glück eigentlich nur noch ein ganz liebes zu Hause, ich fühlte das mein Weg hier noch nicht zu Ende war.

Ich kenne ja keine Monate oder Jahre oder so, aber es dauerte eine ganze Weile und es muss so im Frühling gewesen sein, ich erinnerte michan die Gerüche, die Wiesen die sich anders färbten, die Vögel die fremde, aber wunderschöne Lieder sangen, da kamen zwei neue Menschen undschauten mir in die Augen. Es war Liebe auf den ersten Blick und ich fühlte, das es ihnen so ging wie mir. Es war ihnen ganz egal das ichja irgendwie nur ein halber Hund war. Kein stolzer großer, ganzer Kerl, sondern eher der Kleine, nicht gehen könnende Fremdling.Sie sprachen mit den anderen Menschen und ich sah nur die Augen, das Lächeln und plötzlich öffnete sich meine Türe und mein Herz hüpfte.Liebevoll streichelten sie mein Fell und sprachen mit sanfter Stimme zu mir. Ein paar Brocken dieser Sprache kannte ich ja schon,aber alles verstand ich dann doch nicht, nur Pflegeeltern, Tierheim hilft und solche Sachen.
Auf jeden Fall nahmen die beiden Menschen mich und meinen Hunderolli mit zu sich nach Hause.Dort lernte ich auch Wilkin kennen, der war von mir alles andere als begeistert, das aber erzähle ich in einer meiner anderen Geschichten,denn davon gibt es ja sehr viele.Dies war erst einmal mein Weg vom Irgendwo in ein liebevolles, behütetes Heim!




Die Fortsetzung folgt in wenigen Tagen
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Mein Name ist Joschi, ich bin wohl ein bisschen über drei Jahre alt oder jung, das mag man sehen wie man will, aber ich habe schon eine Menge zu erzählen und das möchte ich für all meine Freunde jetzt einmal machen.....
Hallo ich bin es wieder der Joschi und möchte nun mal erzählen wie es mir seit dem Auszug aus dem Tierheim geht.Ich der kleine nicht gehende Fremdling bin am 24.04.2008 bei meinen Pflegeeltern eingezogen und was hab ich dort entdeckt...
Nun bin ich schon 8 Monate in meinem neuen zu Hause mit meinem eigenen Körbchen meinem eigenen Fressnapf und meinen eigenen Zweibeinern ja undWilkin natürlich....der gehört mir auch..;o)
Ja Ihr lieben das Jahr hat angefangen und ich der kleine mit dem starken Willen und seinem großen Traum bekommt von seinen Leuten eine schlechte Nachricht....
Ja nun ist schon wieder Mai und ich glaube mein Traum vom laufen ist etwas stehen geblieben... ich zeige nur ganz wenige Fortschritte...ach das macht mich traurig, schon weil ich sehe wie meine Zweibeiner täglich wegen mir auf Knien rumrutschen und mich halten nur das ich auf allen Vieren laufen kann......
Zur Zeit ist es ganz schön warm draußen und da wird von meinen Zweibeinern meine Therapie teilweise nach außen verlegt .... nun das ist ja wirklich nicht schlecht, schön auf der Wiese hin und her gerollt so richtig durchgeknetet und massiert zu werden, wenn da nicht der Satz wäre..."so Joschi jetzt geht es schwimmen"....
Ja was soll ich sagen.. wau, wau immer was neues in meinem Leben außer Leberwurst an meinen Füßen, gibt es jetzt noch flüssiges "Zell und Bindegewebe" zum schlecken für mich. Na am Anfang habe ich gedacht: Was soll das, dass trinke ich nie! Nein! Niemals! Eine kleine Berührung mit der Zungenspitze sollte langen... aber was war das... ohhh war das lecker und 1,2,3 war alles weggeschleckt!
Heute wollte ich eigentlich gar nicht schreiben weil ich so sehr traurig bin..
ach mir läuft wieder ein Tränchen das Schnäuzchen herrunter...der Besuch beim Doktor war gar nicht gut für mich!
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