Michael Grewe

Michael Grewe ist einer der bekanntesten Hundetrainer im deutschsprachigen Raum und
Mitbegründer sowie Inhaber von Canis-Zentrum für Kynologie. Seine Arbeit beschränkt sich
keineswegs nur auf die Hundeausbildung. Neben der Arbeit mit schwierigen und
aggressiven Hunden, ist er auch als Dozent und Autor tätig.
Im Grunde leben wir doch, was das Soziale angeht, ineiner relativ körperlosen Zeit. Körperlichkeit ist eherverpönt und gelingt vielen Menschen weder im Gutennoch im Bösen. Von Schmusen und Streicheln bis hinzum Festhalten und Begrenzen, fällt es Menschen schwer,damit unkompliziert aus dem Bauch heraus zu handeln.Und am Ende gehört doch alles irgendwie zusammen.Dann wird umfassend erzogen oder entwickelt.
Im Spiel der Welpen untereinander kann man auch beobachten, wie sie ihr gesamtes angeborenes Verhalten völlig durcheinander und auch der Situation nicht angepasst zeigen. Hier vermischen sich die so genannten Funktionskreise. Beschränken wir uns auf Jagd- und Aggressionsverhalten, haben wir es beim Jagen mit dem Funktionskreis des „stoffwechselbedingten Verhaltens“ zu tun.
Häufig bleibt keine Zeit für das so wichtige soziale Lernen. Aggressionen sind verpönt und werden sofortunterbunden. Der Welpe kann nicht mehr lernen, waser unbedingt lernen muss: mit seinen Aggressionenumgehen!
Um Spielverhalten haben sich Wissenschaftler aus denBereichen der Entwicklungspsychologie, der Pädagogik,der Verhaltensbiologie und der Soziologie Gedankengemacht. Niemanden wird es überraschen, dass sichdie unterschiedlichen Fachbereiche nicht in allem einigsind. Doch es gibt grundsätzliche Übereinstimmungendarin, Spielverhalten zu definieren, um somit zu beschreiben,was Spiel überhaupt für eine Funktion hat und wie Spiel aussehen kann. Auch was dabei mit und zwischenden Spielenden von außen unsichtbar geschieht.
Allein das Wort lässt bei einigen Menschen den Puls schneller schlagen.Im zweiten Teil zum Thema Aggression geht Michael Grewe vor allem auf die einzelnen Lerntheorien ein: Welche gibt es und welche sind sinnvoll?
Allein das Wort lässt bei einigen Menschen den Puls schneller schlagen.Erlebte Aggression führt dann häufig zu weiteren körperlichen Reaktionen, Angst setzt ein und es kommt zu Handlungsunfähigkeit (Angst lähmt) oder nicht selten zu übersteigerten Handlungen...
Der Hund stammt vom Wolf ab. Er hat wölfische Wesensmerkmale und Bedürfnisse. Aufgrund dieser Abstammung hat er die folgenden Rechte, obwohl er ein Mitglied unserer Gesellschaft ist. Hundehalter, Züchter und Ausbilder sind aufgerufen, sich diese Rechte stets gegenwärtig zu halten
Im folgenden Text möchte ich einige meiner Gedanken und Erfahrungen, die ich als Hundetrainerin 25 Jahren sammeln konnte, dem Leser zur Diskussion stellen. Meine kritischen Erläuterungenhierbei sind nicht gegen den einzelnen Hundetrainer bzw. Verhaltenstherapeuten als Person odergegen eine einzelne Hundeschule gerichtet, sondern sollen vielmehr den „Zeitgeist“ in Bezug aufHundeerziehung in unserer Gesellschaft ansprechen (ich bin ein Teil davon!).
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