Diana Eichhorn

Diana Eichhorn, VOX Moderatorin des Magazins „hundkatzemaus“, greift in ihrer regelmäßig
erscheinenden Kolumne spannende Themen rund um den Hund auf und gibt hilfreiche Tipps
sowie Ratschläge.
Einen Hund aus dem Urlaub mitbringen - Was Alles dahinter steckt
Soll man nun den kleinen süßen, vielleicht sogar hilfsbedürftigen Staßenfeger aus dem Urlaubsland mit nach Hause nehmen oder nicht.

Es ist nicht besonders schwer, sich in den Ferien mit einem Tier zu beschäftigen und sich zu verlieben, denn man hat ja eines im Überfluss – Zeit! Genug Zeit, um sich Gedanken über vielleicht arme Kreaturen zu machen und darüber wie man helfen kann. Vielleicht wenigstens einen Hund von seinem Leid befreien und ihm ein neues Leben schenken? Soweit so gut. Leider wird dabei oft vergessen, welcher Rattenschwanz an einer solchen Entscheidung hängen kann.

Auch ich stand schon einmal kurz davor, einen Streuner aus dem Urlaub mit nach Hause zu nehmen. Es war in Thailand, ein wunderschöner Strandurlaub, begleitet von ein paar herrenlosen Hunden, die schnell raus hatten, dass bei mir –wie bei einigen anderen Touris auch- immer was zu holen war.
Einer war besonders keck und ich hatte ihn ruck zuck in mein Herz geschlossen und wollte ihn – wie sollte es anders sein – mit nach Hause nehmen. Aber als ich mir ganz ehrlich die Frage nach dem Alltag zu Hause stellte, wurde mir schnell klar, dass ich ja überhaupt keine Zeit habe einen Hund zu versorgen. Ich machte gerade eine Lehre und war ganz sicher die nächsten beiden Jahre von 7 bis 18 Uhr aus dem Haus. Völlig unrealistisch unter diesen Voraussetzungen einen Hund zu halten – egal ob nun aus dem Urlaub mitgenommen und vielleicht gerettet oder nicht.

Ob ich dem Hund hier in Deutschland auch wirklich ein gutes Leben bieten konnte, war aber nur ein Aspekt. Wenn ich mich damals etwas mehr mit diesem Thema auseinander gesetzt hätte, wäre mir schnell bewusst geworden, dass ich weder diesem Hund, doch mir einen Gefallen getan hätte ihn einfach einzupacken und mitzunehmen, weil ich absolut Ahnungslos war.

Ich zähle jetzt einfach mal ein paar Dinge auf:
- Hund bekommt ohne Impfpass/EU-Heimtierausweis (muss mind. vier Wochen vorher geimpft worden sein) keine Einreiseerlaubnis und wird beschlagnahmt, das kann richtig teuer werden, denn Sie müssen für die Kosten aufkommen!
- Hund muss ebenfalls einen Chip tragen.
- Hund kann nicht nur Flöhe, Läuse und Würmer haben, sondern auch Träger gefährlicher und sogar lebensbedrohender (für Mensch und Tier) Krankheitserreger sein.
- Hund kann bedingt durch mögliche Krankheiten und deren Folgen ein Fass ohne Boden bezüglich Tierarztkosten/Medikamente werden.
- Hund kann durch die Reise und die plötzliche Lebensumstellung mit den verschiedensten Verhaltensauffälligkeiten reagieren.

Das aber nur mal als groben Überblick. Eine spontane Entscheidung aus dem Bauch heraus ist also ganz sicher keine so gute Idee. Das soll natürlich nicht heißen, dass man keinen Hund nach Hause holen soll! Es bedarf lediglich einer guten Planung, das Wissen, was hier zu Hause auf einen Zukommen kann und etwas Geduld, weil man am Ende des Urlaubs wahrscheinlich erst mal ohne ihn nach Hause fliegen muss.

Kurz, verantwortungsvolles Handeln zum Wohle des Tieres – so wie es eigentlich immer sein sollte und nicht nur bei diesem Thema.

Hilfe und Unterstützung bekommt man z.B. bei ortsansässigen Tierschutzorganisationen, die es glücklicherweise mittlerweile an fast allen Feriendomizielen gibt. Die Adresse würde ich mir einfach vor Ort über das Internet oder über das Hotel besorgen.Die Tierschützer kennen sich auch bestens aus mit den benötigten Papieren aus, haben Kontakte zu Tierärzten, die neben der Grundimmunisierung auch einen Gesundheitscheck durchführen können und sie können helfen eine Unterkunft für den Hund zu finden, bis alle Anforderungen für eine Einreise nach Deutschland erfüllt sind.

Ja, es sind viele Dinge zu beachten und –zugegeben- unkompliziert ist es auch nicht, aber Sie möchten doch sicher mit ihrer Schwanz wedelnden Urlaubsbekanntschaft hier in Deutschland glücklich werden, oder?
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Bestimmt kennen Sie auch irgendjemanden, der einen Hund mit einer Allergie hat, oder vielleicht kennen Sie das Problem ja auch aus eigener Erfahrung.Nicht nur bei uns Menschen treten immer häufiger diese Überreaktionen des Immunsystems auf bestimmte Fremdsubstanzen (sogenannte Allergene) auf, sondern mittlerweile auch bei unseren Haustieren.
Also, um es schon mal gleich vorweg zu nehmen, ich benutze Halsband und Geschirr. Mittlerweile gibt es ja Beides in unbeschreiblich vielen Qualitäten, Farben und Formen, sodass die Frage wofür man sich entscheidet, davon nicht abhängig sein sollte. Natürlich wird viel diskutiert, was gesünder, sinnvoller oder auch praktischer ist. Aber das lässt sich nicht allgemeingültig beantworten, denn es kommt immer auf die jeweilige Situation an und wie das Zusammenspiel zwischen Mensch & Hund ist.
Ich bin sicher, auch sie haben das in ihrem Leben als Hundebesitzer schon mal erlebt. Da steht man vor dem Regal im Tierfutter- oder Supermarkt und hat einfach keinen Plan, welcher der vielen bunten Verpackungen man nun in seinen Einkaufswagen legen soll. Die Auswahl an Hundefutter – egal ob trocken oder nass - ist riesig und verwirrend.
Erst kürzlich war ich für „hundkatzemaus“ beim „Butch Cassidy Cup“, der deutschen Hundefrisbeemeisterschaft, in Karlsruhe. Dort habe ich ein vierzehnjähriges Mädchen und ihren Hund begleitet, die in verschiedenen Anfängerkategorien angetreten sind. Hammer, mir hat es schlichtweg die Sprache verschlagen.
Soll man nun den kleinen süßen, vielleicht sogar hilfsbedürftigen Staßenfeger aus dem Urlaubsland mit nach Hause nehmen oder nicht? Eine Frage, die auch mich schon beschäftigt hat...
So lange ich zurückdenken kann, teilte ich mir in meiner Kindheit immer mit mindestens einem Hund mein Bett. Für mich gehörte das einfach zu den schönsten Dingen der Welt. Ich hatte das große Privileg, neben meinen zahlreichen Stofftieren, sogar ein Lebendiges zum Kuscheln zu haben. Aber nicht nur das.
Da kommt so ein süßes, knuffiges Wesen zu uns ins Haus und alle sind erst mal hin und weg von dem neuen Familienmitglied. Zumindest so lange, bis er das erste Mal auf dem teuren Teppich Pipi gemacht hat oder einen der Lieblingsschuhe wunderbar und garantiert irreparabel mit seinen spitzen kleinen Milchzähnen perforiert hat.
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