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Barbara Schilling Kolumne

Barbara Schilling, Autorin der Hundebuchreihe „Columbo“, schreibt für dogSpot humorvolle
und spannende Kurzgeschichten über ihren Golden Retriever Columbo,
dem Star der Buchreihe.
Ene Meene Miste

Ene Meene Miste


Bei mir rappelt´s in der Kiste!

Tatsächlich tut es das, denn ich nehme das heute mit dem Mist wörtlich beim Spaziergang über Feld und Flur. Noch warm und dampfend liegen sie vor mir – tut mir echt leid Frauchen, aber für Pferdeäpfel hab ich nun mal eine Schwäche. Also, hinein ins Vergnügen … Ich zapple und wälze mich mit selig verzücktem Gesichtsausdruck, während Pferde und Reiter allmählich am dunstigen Horizont verschwinden. Ah, ja, noch einmal schön auf den Rücken gedreht – und hier noch ein bisschen, oh ja.Bei aller Liebe, selbst wenn ich wollte, ich könnte meinem Frauchen meine Vorliebe für diese Art der hunde-spezifischen Wellnessanwendung einfach nicht erklären; am ehesten ist es vielleicht noch mit einer herrlich wohltuenden Schlammpackung zu vergleichen … Und da mein Frauchen unbegreiflicherweise so absolut gar kein Verständnis für die Vorteile von Pferdemist in Auto und Wohnung hat, ist der Heimweg nicht ganz so erfreulich.

Zu Hause angekommen will ich mich stolz wenigstens einem, meinem männlichen Mitbewohner,der es sicher zu würdigen weiß, präsentieren, doch dieser reagiert gänzlich anders als von mir erwartet. Statt mit einem markigen Freudenschrei entringt sich seiner bärtigen Kehle ein ganz und gar unmännlicher hoher Schreckensschrei angesichts der inzwischen teilweise angetrockneten Pferdchen-AA. Und statt bewundernd auf die Schulter geklopft wird mir ein Wohnungsbetret-Verbot, fehlt nur noch die einstweilige Verfügung!, erteilt und ich muss draußen vor der Tür warten bis man mich holt.




Ich werde hochgehoben, ins Bad bugsiert, mir schwant bereits Böses!, und in die Wanne verfrachtet, wo der Spaß für mich nun wirklich aufhört. Aber niemand lässt Gnade vor (Menschen-, also von Menschen gemachtes Recht) ergehen und in Sekundenschnelle verschwindet mein mühsam erworbenes Duftkleid aus verdauten und halbverdauten Pflanzenresten sich um die eigene braun-grüne Achse drehend im Abfluss …(Jetzt muss ich beim nächsten Gassigang wieder von vorn anfangen und nach einer geeigneten Stelle suchen.)
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Heute Morgen weckt mich das leise Pfeifen meines Frauchens. Das nutzt sie immer, wenn ich a) zu weit weg oder b) ich zu faul bin, um aufzustehen oder c) wenn beides der Fall ist wie an diesem Morgen.
Ich stehe auf der Wiese, die Muskeln gespannt, den Blick gebannt. Und warte darauf, dass mein Frauchen endlich die olle Kastanie aus dem Vorjahr wirft.
Columbo hat einen neuen Freund: ein ziemlich cooler Typ. Ca. 1,75 m, breiter Rücken runder Kopf und sehr blass.
Kennt ihr das? Es ist ein ganz normaler Tag, ein herrlicher Sommerabend könnte man denken: Kumpels auf der Straße begrüßen, Laternen-Wett-Bepinkeln und Katzen erschrecken (ok ok, dann eben erschreckt werden). Alles scheint, so wie immer, denn man ahnt noch nicht, was auf einen zukommt …
Wenn Columbo und ich Besorgungen machen, entwickelt sich unser kleiner Ausflug nicht selten zu einem wahren „Event". Denn nicht allein, dass mein hoch geschätzter Vierbeiner keine Gelegenheit auslässt, meine Coolness und nicht selten die der anderen Leute gleich dazu auf die Probe zu stellen, oft wird er auch noch ermutigt. Mit Schmatz- und Grunzlauten, die ans Unanständige grenzen, versuchen Passanten meinen Hundekönig zu sich zu locken.
Columbo Freundin gleicht ihm in gewisser Weise bis auf’s Haar: Vier tapsige Pfoten, weiches Fell, zwei süße Ohren und eine immer feuchte Nase. Außerdem teilen sie die drei Vs: verfressen, verspielt, verpennt. Allerdings ist sie eine Katze.
Neulich hatte ich eine Begegnung der dritten Art: Ich habe SIE gesehen. Sie schwebten in ihrem Raumschiff schräg über uns – ganz langsam und gerade; ich war …. sprachlos.
Früher mussten Hunde jagen können, um zu überleben - heute müssen sie niedlich gucken können.
Ihren feinen Geruchssinn benötigen unsere modernen vierbeinigen Hausgenossen vor allem zum Aufspüren der Mahlzeit-Locations: Wo wird wann was gegessen? Und wie hoch stehen die Chancen, dass etwas "vom Teller“ fällt?
Gestern hatte mein Frauchen seine „sentimentale Phase“, sprich sie hat mich geknuddelt bis zum Abwinken. Mir war schon ganz warm und eng und überhaupt … ich schielte immer hilfesuchend und hoffnungsvoll nach links, wo Herrchen mit dem Schinken saß...
Sechsbeinig, ich und mein Frauchen, waren war am Wochenende auf einer Gartenparty. Echt lustig … so viele Leute, so viele Streicheleinheiten – so viele Würstchen! Cool, Könnte ich jede Woche machen, obwohl mein Frauchen gar nicht mehr so begeistert war...
Seit zwei Stunden latschen wir mit unseren Freunden durch den feiertags gut besuchten Park. Meine Achselhöhlen sammeln die Wärme der Witterung. Unser Rüde Columbo schnuppert hemmungslos an jedem Schoß in seiner Nasennähe …
Unser Süßer liebt jede Art von Spaß und Spiel ...
Somit artete unser abendliches Zähneputzen, der menschlichen Zähne ;-), neulich in ein wildes Ratespiel aus:
Ich und Katzen … ja, ein Thema für sich!
Ich also zur Pflege bei Verwandten – schlimm genug und dann noch mit Katze …
Columbo ist so süß, wie er nach einem langen Spaziergang in der Hitze lahmt.
Schnaufend latscht er neben mir her, während er anfangs noch voller Tatendrang voran galoppiert ist. Doch plötzlich kommt wieder Leben in ihn und er...
Meine neueste Eroberung ist zarte 12 Wochen alt und zum Anbeißen niedlich. Der kleine Goldie-Rüde ist echt frech ...
... mit viel Zeit und Spucke kriege ich jeden Knochen klein Bin sogar passionierter Steinkauer, aber das darf ich nicht ...
So, es war ein heißer Sommertag. Wir besuchten Freunde, juchuh. Ich durfte natürlich mit. Allerdings sind diese unter die Gartenliebhaber gegangen und pflegen mit viel Liebe und Zeitaufwand ihren großen prächtigen Garten...
Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht. Aber ich liebe sie. Diese dicke saftige gelbe Knolle. Die Kartoffel! Und obwohl mein liebster Vierbeiner nur indirekt mit mir verwandt ist, scheint er in dieser Hinsicht total „nach mir zu kommen“...
"Essen hält Leib und Seele zusammen" - Dieses Goethe(?)-Zitat gilt für unseren Gourmet mit den Schlappohren nur bedingt. Columbo frisst eigentlich nur, wenn er traurig ist. Oder wenn er enttäuscht ist. Manchmal auch, wenn antriebslos ist. Wenn er sich allein gelassen fühlt. Oder, wenn er mit dem Weltgeschehen hadert...
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