Barbara Schilling Kolumne
Barbara Schilling, Autorin der Hundebuchreihe „Columbo“, schreibt für dogSpot humorvolle
und spannende Kurzgeschichten über ihren Golden Retriever Columbo,
dem Star der Buchreihe.
und spannende Kurzgeschichten über ihren Golden Retriever Columbo,
dem Star der Buchreihe.

Columbo geht: anbaden...
Seit zwei Stunden latschen wir mit unseren Freunden durch den feiertags gut besuchten Park. Meine Achselhöhlen sammeln die Wärme der Witterung. Unser Rüde Columbo schnuppert hemmungslos an jedem Schoß in seiner Nasennähe …


Ein strahlender Frühlingstag: Die Kinder lachen, die Vögel zwitschern, die Alten beobachten wohlwollend die lachenden Kinder. Nur Columbo tut nicht, was er soll, sondern besteigt eine Skulptur, der Kunstbanause, pflügt die frisch bepflanzten Beete und pullert an die Parkbänke, genauer gesagt, an jede einzelne Gott verdammte Parkbank. Ich weiß gar nicht, woher er so viel Wasser nimmt. Wahrscheinlich hat er – wie die Kühe verschiedene Mägen – viele Blasen, in denen er scheinbar unendliche Reservoirs versteckt. Ok, andererseits erklärt das die Liter, die er jedes Mal nach dem Gassigehen gierig und weiträumig verteilend schlürft.Kaum kommt der See in Sicht, eigentlich noch vorher, unser „Seehund“ steckt bereits vorher hoch konzentriert die Nase in die Luft, rastet er komplett aus. Wie ein Verdurstender stürzt er sich auf das blaue, äh eher grünlich schimmernde Nass. Und Plumps, schon ist er drin. Als ginge es um sein Leben, schwimmt er hinaus zu den Enten, völlig hoffnungslos übrigens!Er jagt Stöcker, Blätter, sogar Wellen – allerdings größtenteils genauso erfolglos wie die Erpel.
Natürlich kommt er schließlich tropfnass genau dort am Ufer raus, wo ein Pärchen – bis dahin – friedlich döst. Alles frei – die einzige Stelle, wo jemand liegt, ist für ihn selbstverständlich auch die spannendste, noch dazu, da ein großer mit Leckereien gefüllter Korb für ein romantisches Picknick bereitsteht, äh – bereitstand …
Denn als Columbo mit den beiden bis eben ahnungslosen Parkbesuchern fertig ist, knirscht der Sand, den Columbos aus seinem Fell in jede Ritze geschüttelt hat, zwischen sämtlichen Zähnen und Zehen.
Wir wollten ihn ja extra an den beiden vorbeilotsen, übten uns an der Uferböschung in Zeichenakrobatik, um unseren irren Köter weiterzutreiben, doch er verstand genau das Aufforderung aus dem Wasser zu kommen und sich kräftigst hin und her und noch mal hin und wieder her zu schütteln, bis alles in seiner Nähe nach algigem Brackwasser duftet.
Draußen stehend, nass, zottelig und aufgeregt wie ein Backfisch beim ersten Rendezvous, zappelt Columbo, während wir versuchen, ihm einen Ast aus dem verhedderten Hinterfell zu ziehen. Ausgerechnet ein dorniges Gestrüpp hat sich Columbo ausgesucht. Es hängt, scheinbar hoffnungslos im Blondhaar verdreht an seinem Hinterteil. Es muss raus, da hilft alles nix: Während mir die Dornen ins zarte Daumenfleisch dringen, guckt er sich nur um, neugierig, was all die Hände da an ihm herumzupfen. Gerade haben wir ihn an einem Ende des Gesträuchs davon befreit, dreht er sich schwungvoll um, setzt sich sogar richtig hin, und schon wieder ist er drin verheddert, nun schier hoffnungslos. Doch echte Freunde halten zusammen, und so beziehen wir militärisch strategisch taktisch – wie auch immer Stellung: Einer hält ihn hinten, einer vorn, der dritte fixiert die wild wedelnde Rute, der vierte versucht herauszupulen, was sich das so schön in dem langen Haar seiner Flanken eingedreht hat.
Nachdem wir unter Einsatz aller Kräfte mit blutenden Händen dieses Naturwunder von Hund gerettet haben, flitzt dieser gleich wieder agil zum nächsten Schabernack: Ui, davon, das Kleinkind mit dem Eis – haaaaaalt!



Natürlich kommt er schließlich tropfnass genau dort am Ufer raus, wo ein Pärchen – bis dahin – friedlich döst. Alles frei – die einzige Stelle, wo jemand liegt, ist für ihn selbstverständlich auch die spannendste, noch dazu, da ein großer mit Leckereien gefüllter Korb für ein romantisches Picknick bereitsteht, äh – bereitstand …
Denn als Columbo mit den beiden bis eben ahnungslosen Parkbesuchern fertig ist, knirscht der Sand, den Columbos aus seinem Fell in jede Ritze geschüttelt hat, zwischen sämtlichen Zähnen und Zehen.
Wir wollten ihn ja extra an den beiden vorbeilotsen, übten uns an der Uferböschung in Zeichenakrobatik, um unseren irren Köter weiterzutreiben, doch er verstand genau das Aufforderung aus dem Wasser zu kommen und sich kräftigst hin und her und noch mal hin und wieder her zu schütteln, bis alles in seiner Nähe nach algigem Brackwasser duftet.
Draußen stehend, nass, zottelig und aufgeregt wie ein Backfisch beim ersten Rendezvous, zappelt Columbo, während wir versuchen, ihm einen Ast aus dem verhedderten Hinterfell zu ziehen. Ausgerechnet ein dorniges Gestrüpp hat sich Columbo ausgesucht. Es hängt, scheinbar hoffnungslos im Blondhaar verdreht an seinem Hinterteil. Es muss raus, da hilft alles nix: Während mir die Dornen ins zarte Daumenfleisch dringen, guckt er sich nur um, neugierig, was all die Hände da an ihm herumzupfen. Gerade haben wir ihn an einem Ende des Gesträuchs davon befreit, dreht er sich schwungvoll um, setzt sich sogar richtig hin, und schon wieder ist er drin verheddert, nun schier hoffnungslos. Doch echte Freunde halten zusammen, und so beziehen wir militärisch strategisch taktisch – wie auch immer Stellung: Einer hält ihn hinten, einer vorn, der dritte fixiert die wild wedelnde Rute, der vierte versucht herauszupulen, was sich das so schön in dem langen Haar seiner Flanken eingedreht hat.
Nachdem wir unter Einsatz aller Kräfte mit blutenden Händen dieses Naturwunder von Hund gerettet haben, flitzt dieser gleich wieder agil zum nächsten Schabernack: Ui, davon, das Kleinkind mit dem Eis – haaaaaalt!
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Schnaufend latscht er neben mir her, während er anfangs noch voller Tatendrang voran galoppiert ist. Doch plötzlich kommt wieder Leben in ihn und er...
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