Ernährung

Auf den ersten Blick scheint die Ernährung des Hundes nicht sonderlich schwer zu sein. Doch sind wir mal ehrlich. Wissen wir
wirklich, was wir unserem Hund füttern dürfen, damit er vollkommen gesund bleibt? Hier findest Du die Antworten
auf diese und noch viele weitere Fragen rund um die Ernährung des Hundes.
Die 10 Goldenen Ernährungsregeln

Empfehlungen von Tierärzten

Das Tier braucht nicht nur die Grundnährstoffe, Proteine, Fette und Kohlenhydrate, sondern auch Mineralstoffe, Vitamine und Ballaststoffe.
Tierärzte geben folgende Empfehlungen:
  • Der Mineralstoffgehalt im Futter muss stimmen. Hunde brauchen u. a. Phosphor, das an fast allen Funktionen des Stoffwechsels beteiligt ist, und Kalzium für die Knochenbildung. Vor allem muss das Verhältnis zwischen beiden stimmen, damit es nicht zu Veränderungen des Skelett-Systems kommt. Die Tiere brauchen in jedem Fall mehr Kalzium als Phosphor. Ideal ist ein Verhältnis von 1,2 bis 1,4 zu 1. Mit selbst hergestelltem Futter ist das kaum zu schaffen, denn in den tierischen Produkten Muskelfleisch, Leber oder Nieren beträgt das Verhältnis 0,05 zu 1, in pflanzlicher Nahrung wie Haferflocken, Reis oder Kartoffeln 0,2 zu 1. Diese Rationen müssen deshalb mit einer ExtraPortion Kalzium angereichert werden. Knochen eignen sich dafür nicht. Hunde können davon Verstopfung bekommen und sich Darmverletzungen zuziehen.
  • Tierische Nahrungsmittel müssen gekocht werden. Denn in rohem Zustand können Bakterien, Viren und Parasiten auf den Hund übertragen werden. Besonders gefährlich ist das Aujeszky-Virus, mit dem Hunde vor allem durch rohes Schweinefleisch infiziert werden können. Für den Menschen ist es völlig harmlos, aber für das Tier stellt es eine tödliche Gefahr dar.
  • Das Futter muss verträglich sein. Nicht alles, was dem Menschen schmeckt, ist gut für den Hund. Von vielen Nahrungsmitteln, die der Mensch für sich auf den Tisch bringt, bekommt der Hund Verdauungsprobleme. Das gilt z. B. für Milch, rohes Eiklar und rohe pflanzliche Stärke.
  • Die Futtermenge muss angemessen sein. Hunde können ihren Bedarf nicht selbst regulieren. Sie fressen, sobald der Mensch ihnen etwas anbietet. Die Folge: Sie bekommen über das Futter mehr Energie als sie brauchen und werden dick.

Zehn goldene Ernährungsregeln

Um die Empfehlungen von Tierärzten zu befolgen, gibt es ein simples Mittel: Fertigfutter für den Hund. Darin sind alle Nährstoffe in optimaler Menge und Zusammensetzung enthalten. Es enthält keine gefährlichen Bakterien, Viren und Parasiten, weil es durch gezieltes Erhitzen sterilisiert ist. Krankmachende Keime werden dadurch abgetötet. Doch mit dem richtigen Futter allein ist es nicht getan. Damit sich der Hund rundum wohl fühlt, sollten diese zehn goldenen Ernährungs-Regeln beachtet werden:
  1. Bis zum Alter von zwei Monaten bekommt ein Welpe sein Futter zunächst auf sechs, dann auf vier tägliche Mahlzeiten verteilt. Im dritten und vierten Monat werden die Mahlzeiten auf zwei bis drei pro Tag reduziert. So lernt der kleine Hund, der immer Hunger hat, sich an regelmäßige Fütterungen zu gewöhnen.
  2. Der erwachsene Hund bekommt noch eine Haupt- und eine kleine Nebenmahlzeit am Tag.
  3. Der Hund sollte sein Futter täglich zur gleichen Zeit bekommen, denn das Verdauungssystem stellt sich präzise auf einen gewohnten Zeitplan ein.
  4. Die beste Zeit für die Hauptmahlzeit ist der Mittag. Das ist nicht nur für den Haushaltsablauf praktisch, es verhindert auch Betteln bei Tisch.
  5. Die Menge der Nahrung ist von der Größe der Rasse, dem Bewegungsdrang des Hundes und von der Außentemperatur abhängig. Ein Hund, der viel draußen ist, verbraucht bei Kälte mehr Energie als bei Wärme.
  6. Die Nahrung darf weder zu heiß (aus dem Kochtopf) noch zu kalt (aus dem Kühlschrank) sein. Reste sollten nicht im Napf bleiben, weil sich sonst Bakterien ansiedeln können.
  7. Nach der Fütterung herrscht Ruhe. Es wird weder gespielt noch spazieren gegangen.
  8. Ein Fastentag in der Woche ist keine Katastrophe, sondern eher natürlich. Mag der Hund einmal nicht fressen, lässt man ihn ruhig fasten. Bei längerer Appetitlosigkeit sollte man allerdings zum Tierarzt gehen.
  9. Auch ein Hund liebt die Abwechslung. Änderungen im Speiseplan werden meist freudig begrüßt. Das Futter sollte nicht beliebig gewechselt oder umgestellt werden. Das Verdauungssystem eines Hundes stellt sich auf ein bestimmtes Futter ein, eine abrupte Umstellung kann entsprechend zu Verdauungsstörungen wie Durchfall, Verstopfung oder Erbrechen führen. Ideal ist daher, stets ein Futter einer Marke anzubieten, um dennoch für Abwechslung zu sorgen, innerhalb der Marke zwischen den verschiedenen Sorten und Geschmacksrichtungen zu variieren.
  10. Das Hauptgetränk des Hundes ist frisches Wasser. Der lebensnotwendige Bedarf des Hundes an Flüssigkeit wird dadurch und durch den Feuchtigkeitsgehalt der Nahrung gedeckt. Das bedeutet, dass bei Trockenfutter der Trinkwasserbedarf höher ist als bei Feuchtnahrung. Frisches Wasser muss immer zu Verfügung stehen.
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