zweiter Anfall in zwei Monaten

*Kathie*
  • Halbstarker
Beiträge: 214
Hallo Leute,
bin aus einem nicht so erfreulichen Grund mal wieder hier.

Ich habe seit Oktober einen Zweithund. Jetzt hatte er schon zum zweiten mal einen Anfall.
Es fängt damit an, das er sich übergibt. Dann schüttelt er angewiedert den Kopf und schon wird alles steif, er sackt zu boden und "zittert" erst heftig mit aufgerissenem Maul, dann weniger stark mit eher laufenden Fussbewegungen mit geschlossenem Fang.
Danach ist er erstmal scheu und ängstlich, hat immer noch sabber im Bart.
Danach unruhig und sehr hungrig.
Bald darauf musste er raus und hat viel öfter nur kurz gepinkelt als sonst. Wieder im Haus wollte er 3x das Sofa anpinkeln und war immer noch sehr aufgeregt.
Jetzt, eine Stunde später ist wieder alles normal.

Beim ersten mal wurde gleich am nächsten Tag Blut abgenommen. TA sagte, das ne Bauchspeicheldrüsenentzündung ursache war. Werte liegen allerdings in der Referenz.
Nach antibiotikagabe und nem Mittel gegen übelkeit war die ganze Zeit nix.

Jetzt am Freitag nacht schluckte er immer wieder so komisch, hustete auch ein paar mal als hätte er was im Hals. Zwei mal hat er gekotzt - nur zwei Brocken Futter.Er hat auch gezittert.
Morgens gleich TA, diesmal ein anderer weil Haustierarzt keine Sprechstunde hatte.
Erstmal wieder AB und was gegen Übelkeit etc. Bauch war dick und angespannt. Er hatte auch viel Durst.
Montag kontrolle, Bauch war wesentlich besser. Wieder Blutabnahme und ein extra Wert wegen der Bauchspeicheldrüse genommen. Warte noch auf die Werte. Ausserdem sollte ich Kotproben sammeln um zu sehen ob genug Enzyme ankommen.
Von heut mittag hab ich schon eine. Das ausgekotzte hab ich auch mal eingepackt.


Was sagt ihr zu der Geschichte?
Er wird von mir gebarft und bekommt gesunde Leckerlies. Vom Vorbesitzer bekam ich etwas Futter mit was recht billig aussah.
Er ist jetzt 2 1/2 Jahre. Und natürlich geh ich gleich morgen wieder zum TA.


LG Kathie
Viele Grüße
von Kathie und Leila
Gast
  • Begleithund
+ 2
So wie Du es beschreibst tippe ich ziemlich sicher auf epileptische Anfälle. Ist Dein Tierarzt noch nicht darauf gekommen? Wenn nicht, dann such Dir einen anderen.

Grüße
Susanne

Hier mal ein informativer und guter Link: http://www.epilepsie-beim-hund.de/anfallsarten_beim_hund.phtml
Hunden nicht nur, wenn sie jung sind,
sondern auch im Alter Pflege angedeihen
zu lassen, ist Ehrenpflicht eines
guten Menschen. Marcus Porcius Cato
Zuletzt geändert am 18.01.2012 06:28 Uhr
Lennox16
  • Forenwelpe
Beiträge: 12
+ 1
Hallo,

so wie du den Anfall beschrieben hast, hört es sich ganz nach Epilepsie an.

Wir hatten auch bis vor Kurzen einen Hund damit,musst ihn aber einschläfern lassen, da es bei ihm 3-4 mal in der woche
war.
Würde dir raten dich schnell nach einem TA umzusehen der sich mit Epilepsie aus kennt und auch auf jedenfall
ein Ultraschal von der Leber machen lassen.
Wenn mit der Leber irgendwas nicht stimmt, kann sie das Eiweiß nicht richtig abbauen und das führt dann auch zu den Anfällen.

Hoffe für dich das es nicht so schlimm ist es deinen kleinen bald besser geht.

Gruß Lennox16
cindyzudii89
  • Halbstarker
Beiträge: 343
Ich habe da nicht die Erfahrung, aber ich hatte auch gleich den Gedanken an Epilepsi. Geh noch zu einem anderen TA, der sich mit so was auskennt.

Ich drücke euch die Daumen und wünsche euch alles Gute!!
Eines der Dinge, die nicht für Geld zu haben sind, ist das Schwanzwedeln eines Hundes.

Hunde haben alle Guten Eigenschaften der Menschen, ohne gleichzeitig ihre Fehler zu besitzen.
caro137
  • Begleithund
Beiträge: 1255
+ 1
Epilepsie ist eine sogenannte Ausschlußdiagnose !
Das heißt man kann sie nicht "beweisen", sondern man muss eigentlich erst alle anderen Ursachen ausschließen, um dann sagen zu können: wahrscheinlich ist es tatsächlich eine echte idiopatische Epilepsie.

Nicht jeder Anfall ist Epilepsie, auch wenn das die bekanntste Anfallsursache ist. Es gibt rund 20-30 andere Möglichkeiten !
Von daher ist es sehr sinnvoll, dass die TÄ mit der Untersuchung und Blutentnahme erstmal rausfinden wollten, ob nicht doch eine andere -behandelbare oder evtl. heilbare-Ursache dahintersteckt.
Gerade weil der Hund ja auch Magen-Darm-Probleme zusätzlich hatte (was nicht unbedingt typisch für Epilepsie ist) ist das nicht soooo unwahrscheinlich.
Das Alter des Hundes und das es regelmäßig wiederkommt macht eine idiopathische Epilepsie allerdings wiederum wahrscheinlicher.....also ist die Untersuchung ALLER möglicher Anfallsursachen tatsächlich richtig

Ich hätte mir eher einen anderen TA gesucht, wenn Du reingekommen wärst und er hätte gleich gesagt: "Der Hund hat Anfälle -das MUss Epilepsie sein!"
The greatness of a nation and its moral progress can be judged by the way its animals are treated (Mahatma Gandhi)
Für ein Hundeleben ist der Mensch verantwortlich.
bullterrier-in-not.de
Zuletzt geändert am 18.01.2012 11:19 Uhr
Gast
  • Begleithund
Ein Tierarzt der sagen würde , die Symptome sprechen für Epilepsie, nun müssen wir nach der Ursache forschen und Vorkehrungen zur Prophylaxe für weitere Anfälle treffen, wäre klasse. Allerdings ist die Ursachenforschung sehr schwer.

@Kathie

Wenn es wieder zu einem Anfall kommen sollte, dann wäre es für den Tierarzt hilfreich, wenn Du den Anfall von Anfang an filmen könntest. Eine Freundin von mir hat das getan und konnte somit der Tierärztin das Geschehen zeigen.

Grüße
Susanne
Hunden nicht nur, wenn sie jung sind,
sondern auch im Alter Pflege angedeihen
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guten Menschen. Marcus Porcius Cato
Zuletzt geändert am 18.01.2012 15:06 Uhr
*Kathie*
  • Halbstarker
Beiträge: 214
Sorry, dass ich mich jetzt erst melde.

Wegen den Anfällen haben wir was homöopatisches gekriegt: belladonna. Davon kriegt er jetzt jeden Tag ein paar Globuli. Mit etwas Glück ist die Sache damit schon gut. Vom Blutbild her ist nix aussergewöhnlich.
Weils ihm Samstags so schlecht ging und am Montag alles wieder normal war wurde er noch geröntg und da konnte man recht deutlich ein stück Draht in der Magengegend erkennen.
Leider konnte er weder per Endoskopie noch mit OP gefunden werden. Ist wohl vor längerem durch die Magenwand gedrungen und hat sich jetzt abgesetzt.
Könnte mir aber gut vorstellen, dass wenn er viel oder hartes gegessen hat der Magen gereizt wird und ihm desshalb so schlecht war. Am Montag kommen die Fäden raus, dann frag ich den TA noch en bissl aus.

LG Kathie
Viele Grüße
von Kathie und Leila
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