Zu viel Bewegung?

Ruedieltern
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Beiträge: 314
Hallo zusammen,

ich habe hier mal eine Frage zur Überforderung von Hunden. Vielleicht mache ich mir zu viele Gedanken. Ich wollte im April eine längere Strecke mit dem Hund gehen. Hauptsächlich geht es durch den Wald, durch Felder, an Flüssen entlang. Kurze Teilstrecken durch Dörfer.

Die Strecke beträgt insgesamt 2 x 13 Km. Wir sind schon öfter mal so 7 bis 8 Kilometer gelaufen. Meistens aber im Freilauf. Das heißt, der Hund hat locker die 100-fache Strecke im Affenzahn zurückgelegt. Zumindest partiell. Nun werden wir aber diese Strecke gemächlich an der Schleppleine und stellenweise an der Führleine bewältigen. Die Temperatur wird so bei (hoffentlich) bei 15 Grad liegen. Eine Wasserflasche habe ich immer dabei.

Unser Ziel voraussichtlich: Die Hundeschule ein paar Orte weiter. In der Hundeschule sind keine Spielstunden inbegriffen.

Nun meine Frage:

Überfordere ich den Hund, der eigentlich eine gute Kondition hat und dann knappe 2 Jahre alt sein wird mit den 13 Km Fußweg, einer Stunde Toleranztraining mit anschließendem Rückweg? Ich würde auf dem Rückweg etwa 2 Stunden Pause an der Donau machen. Für mich gäbe es dann ein Frühstück und für den Hund einen großen Knochen zur Beruhigung. Anschließend ginge es dann aber noch ca. 10 Km übers Feld Richtung Festung.

Denkt ihr, das würde zu viel? Ich merke wohl, dass der Hund nach sehr ausgiebigen Spaziergängen schon sehr ruhig schnarcht, wenn wir zurückkommen. Allerdings gibt es sonst auch keine 2-stündigen Pausen ...
Aber so einen Marsch habe ich bisher noch nicht mit ihm zurückgelegt.
Zuletzt geändert am 24.03.2016 22:07 Uhr
Ruedieltern
  • Halbstarker
Beiträge: 314
Nur damit es keine Missverständnisse gibt: Der einfache Weg liegt bei ca. 13 km. Die würden wir mit nur kleinen Pausen hin bewältigen. Der Rückweg wäre dann nach ca. 3 Kilometern mit Pause unterbrochen. Sprich: Wir gehen 3 Km zurück, machen 2 Stunden Pause und gehen dann die restlichen 10 Km ohne zeitliche Begrenzung zurück. Insgesamt werden wir schon so 7 bis 8 Stunden außer Haus sein. Ich rechne 3 Stunden hin, 5 Stunden (weil 2 Stunden Pause) zurück. Das haben wir bisher nie gemacht. Was denkt ihr? Schinde ich ihn damit? Übung hat er. Aber nicht in dem Ausmaß. Nicht in der Gangart (gemächlich, ohne Sprints).
Feuerwolf
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Beiträge: 919
Meine Mäuse hätte ich mit dem Weg icht überfordert.
Nur würde ich ihm keinen grossen Knochen in der Pause geben.....macht arg durchstig zum einen zum anderen gebe ich gar keine Knochen mehr, da meine sie nicht vertragen.
Was hast Du denn für einen Hund?
Ruedieltern
  • Halbstarker
Beiträge: 314
Original von Feuerwolf:

Meine Mäuse hätte ich mit dem Weg icht überfordert.
Nur würde ich ihm keinen grossen Knochen in der Pause geben.....macht arg durchstig zum einen zum anderen gebe ich gar keine Knochen mehr, da meine sie nicht vertragen.
Was hast Du denn für einen Hund?

Hallo Feuerwolf,

normalerweise bin ich mir mit meinem auch nicht so unsicher. Er hält eigentlich immer das Tempo, das er verträgt. Da er aber momentan gerne Hasen hinterherjagt, muss er in mir unbekanntem Gebiet angeleint bleiben. Und da gerät dann seine Laufart aus den Fugen.

Zu den Knochen. Ich wüsste eben nicht, was ich ihm sonst geben sollte. Wir laufen um ca. 7 Uhr morgens los und das Frühstück gibt es dann erst um ca. 11 Uhr. Dosenfutter darf er nicht mehr bekommen. Dann geht s ihm schlecht. Frischfleisch will ich nach dem Auftauen nicht luftdicht verpacken. Das kann böse Verkeimungen geben. Da bleibt mir nur der Knochen mit etwas Fleisch dran. Da läuft mir wenigstens nicht der Saft in der Tasche rum, wenn ich es nicht luftdicht verschließe. Igitt. Ich denke grade an frischen Blättermagen in Butterbrotpapier *tränenlach*. Knochen verträgt er ganz gut. Wir würden unsere Pause an der Donau halten. Um die Donau rum gibt es in dieser Gegend ganz viele Seen. Unser Wegwasser haben wir immer dabei. Er ist halt der Typ Hund, der Fleischbrocken schnell schluckt und dann am liebsten wieder Vollgas geben würde. Er würde sich zwar auch nach einer halben Stunde Stillstand zum schlafen legen. Aber mit einem Knochen liegt er halt von Anfang an bis der bewältigt oder weggenommen ist. Mit einem Knochen macht er direkt gern Pause und kaut sich dann in den Schlaf. Das Kauen beruhigt ihn dann so, dass er innerhalb einer viertel bis halben Stunde eingedöst ist. Da weiß ich dann sicher, der liegt da nicht nur, weil er muss, sondern er ist dann wirklich entspannt. Dann könnte es erholt weitergehen. Alternativ könnte ich aber auch einen Kong mitnehmen. Dann wandert er nicht mit vollem Magen weiter.

Er ist ein Mix aus Riesenschnauzer, Deerhound und irgendwas anderem zotteligen. Windhunde (deerhounds) sind nicht besonders gut für lange und langsame Strecken geeignet. Riesenschnauzer aber auf jeden Fall. Aus dem Alltag beobachtet würde ich ihm tatsächlich einen Mix aus beiden zuschreiben.

Solche Märsche hatten wir bisher nicht. Letzten Herbst hätte ich ihm das noch nicht zugetraut. Da war er noch zu jung. Im Winter war es zu kalt, das mal zu testen und gegebenenfalls abzubrechen. Er sammelt gerne Eiszapfen in seinem Zottelfell

Die Strecke selber würde ich schon ohne Bedenken testen. Aber zwischendrin hat er noch Hundeunterricht. Da wollte ich mal reinhören, ob da nicht Bedenken berechtigt wären.
Zuletzt geändert am 24.03.2016 23:19 Uhr
Eleonore
  • Begleithund
Beiträge: 674
Hallo Ruedieltern,
meine Schäferhunde sind abends mit mir mal eben 10 Km am Fahrrad marschiert (im Trab). Mit einer Hündin hab ich ad hoc die Ausdauerprüfung gemacht, 25 Km am Fahrrad und anschließend auf den Platz und eine Unterordnung um eventuelle Ermüdungserscheinungen zu sehen. Ein Hütehund an der Herde geht im Frühjahr bis zu 110 Km pro Tag, wenn er die Schafe vom frischen Grün der Kornfelder scheuchen muss (mit Schrittzähler ermittelt). da werden ihm 2 Etappen a 13 Km nicht viel ausmachen.
VlG, Eleonore
Ruedieltern
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Beiträge: 314
Original von Eleonore:

Hallo Ruedieltern,
meine Schäferhunde sind abends mit mir mal eben 10 Km am Fahrrad marschiert (im Trab). Mit einer Hündin hab ich ad hoc die Ausdauerprüfung gemacht, 25 Km am Fahrrad und anschließend auf den Platz und eine Unterordnung um eventuelle Ermüdungserscheinungen zu sehen. Ein Hütehund an der Herde geht im Frühjahr bis zu 110 Km pro Tag, wenn er die Schafe vom frischen Grün der Kornfelder scheuchen muss (mit Schrittzähler ermittelt). da werden ihm 2 Etappen a 13 Km nicht viel ausmachen.
VlG, Eleonore

Hallo Eleonore,

Das hört sich gut an. Die Frage ist nur: Hat deine Hündin davor auch schon längere Strecken zurückgelegt und war sie während der Radtour an der Leine? Ich bin mir sicher, dass Ruedi an den ein oder anderen Tagen auch schon mindestens 30 Kilometer zurückgelegt hat. Aber da war er nicht angeleint und hat die Strecke in seinem Tempo gemacht. Ich frage mich eben, ob es ihn zu sehr erschöpft, 2,5 Stunden am Stück mit mir im Lahmschritt zu laufen (das kann er, erfordert aber immer ein bisschen Konzentration), anschließend noch Gehorsamkeitstraining mit anderen Hunden und danach noch den ganzen Marsch im Lahmschritt zurück zu gehen? Wenn wir nämlich schonmal ohne Auto los sind, bleibt uns nichts, als die Strecke auch wieder zurückzulaufen. Fremde Autos (wir haben hier Hundetaxis) sind ihm nicht geheuer ...

Er sieht mir mit seinen langen, zahnstocherdünnen Beinchen immer so zerbrechlich aus

Womöglich macht er den Weg leichter als ich und ich zerbreche mir den Kopf für nix ... Körperlich ist dieser Hund ja kaum K.O. zu bekommen. Aber wenn er sein Köpfchen einschalten muss (in der Hundeschule und das Beschnuppern der neuen Strecke), kommt er sehr schnell an seine Grenzen
christianeadler
  • Moderator
Beiträge: 20213
Ich weiss nicht, ob meinen Hunde so ein Programm körperlich zu anstrengend wäre, aber auf jeden Fall mental. Eine zweistündige Leinentour in meinem Tempo während der Brut- und Aufzuchtzeit schlaucht sie wesentlich mehr als eine Fahrradtour von zwanzig Kilometern im hundegerechten Dauertrab. Wenn ich im Frühjahr mal in den Wald gehe, wo die Hunde sich auf mein Tempo einlassen müssen, toben sie sich danach zur Entspannung zuhause auf der Wiese aus. Vorher brauchte ich mit Übungen auf dem Hundeplatz nicht zu kommen. Mit meiner einen Hündin habe ich sowas auch mal versucht, weil unser Hundeplatz mitten im Wald am Ende einer Stossdämpferteststrecke liegt, aber da war sie von Anfang an unkonzentriert.
Tierhalter.... was für ein Wort? Aber leider trifft dies oft zu.... ein Mensch der das Tier davon ab-hält frei zu sein (Stefan Wittlin)
Ruedieltern
  • Halbstarker
Beiträge: 314
Original von christianeadler:

Ich weiss nicht, ob meinen Hunde so ein Programm körperlich zu anstrengend wäre, aber auf jeden Fall mental. Eine zweistündige Leinentour in meinem Tempo während der Brut- und Aufzuchtzeit schlaucht sie wesentlich mehr als eine Fahrradtour von zwanzig Kilometern im hundegerechten Dauertrab. Wenn ich im Frühjahr mal in den Wald gehe, wo die Hunde sich auf mein Tempo einlassen müssen, toben sie sich danach zur Entspannung zuhause auf der Wiese aus. Vorher brauchte ich mit Übungen auf dem Hundeplatz nicht zu kommen. Mit meiner einen Hündin habe ich sowas auch mal versucht, weil unser Hundeplatz mitten im Wald am Ende einer Stossdämpferteststrecke liegt, aber da war sie von Anfang an unkonzentriert.

Eben genau das sind meine Bedenken. Würde Ruedi nur körperlich ausgelastet werden, könnte er sich womöglich sogar besser konzentrieren, als wenn er frisch aus dem Auto hüpfen würde. Aber wenn der Weg schon Konzentrationsübung wird, bin ich mir da nicht mehr so ganz sicher ... Ich könnte es versuchen. Aber ich kann dann leider auch nicht nach dem Training mit dem Auto zurück, falls sich merke, das wird ihm zu viel. Das ist so ein bisschen meine Zwickmühle. Den Großteil laufen wir an der Schleppleine. Schnüffeln ist erlaubt und wir sind dann nicht stramm unterwegs. Aber es ist schon was anderes, als ein freier Spaziergang, ohne Hundeschule.
Zuletzt geändert am 25.03.2016 01:05 Uhr
Eleonore
  • Begleithund
Beiträge: 674
Hallo Ruedieltern,
ein Kompromiss wäre eine Fahrt mit dem Wagen zu machen und eine Tour zu Fuß. Hin mit Auto, Übungsplatz mit Konzentration und zurück leicht und locker zu Fuß. Den Wagen kann man später abholen wenn du nicht allein gehen willst.
VlG, Eleonore
Ruedieltern
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Beiträge: 314
Original von Eleonore:

Hallo Ruedieltern,
ein Kompromiss wäre eine Fahrt mit dem Wagen zu machen und eine Tour zu Fuß. Hin mit Auto, Übungsplatz mit Konzentration und zurück leicht und locker zu Fuß. Den Wagen kann man später abholen wenn du nicht allein gehen willst.
VlG, Eleonore

Hallo Eleonore,

das ist eine gute Idee. Vielleicht fahr ich aber mit dem Auto auch ein Stück und geh den Rest zu Fuß. Zurück dasselbe Spiel, nur umgekehrt. Da kann ich ja dann sehen, wie er da mitmacht.

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