Zerstörungswut und Autos Jagen

Hundeli
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+ 1
Guten Morgen Kims Prinz

ich finde Weckener hat Recht...........es sind Wundertüten, die sich erst im neuen Daheim entfalten........

Was mir hier aber richtig fehlt ist, dass niemand rät, geh mal zu einem sehr guten TA. Bist Du sicher, dass dem Hundi gar nix gesundheitlich fehlt? Auch nicht im Kopf?
Wir hatten einen ähnlichen 'Fall' in der Nachbarschaft. Die HH (sehr versiert) war trotz allen Versuchen nur noch verzweifelt, liess dann den Hund ganz gründlich durchchecken und man stellte fest, dass in seinem Kopf was 'Ungutes' war.........Ich will Dir keine Angst machen, nur.....manchmal ist es sehr, sehr wichtig zu wissen, dass gesundheitlich alles ok ist.

Viel Glück und supergute Nerven wünsch ich Dir und auch Deinem Hund.
Grüesslis
Hundeli
bridge2703
  • Forenwelpe
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Also ich würde auch grundsätzlich mal die Schilddrüsenwerte checken lsssen denn diese können das Verhalten einfach beeinflussen. Vielleicht wurde das ja auch schon im Tierheim gemacht. Frag einfach mal nach. Wenn die Werte im unteren Refferenzbereich liegen würde ich mir einen TA suchen, der auf Verhalten spezialisiert ist und vermutlich trotzdem behandeln.

Malis zerstören einfach auch gerne und dann noch alles neu, da muss der Hund auch erst mal ankommen. Ich würde im Haus ein Leinchen 1 M am Geschirr lassen, damit Du ihn nicht direkt am Geschirr anlangen musst und direkt auf die Decke zurückbringen kannst. Auch würde ich ihm beibringen, dass er entspannt in einer Box liegen kann und sich auch wohlfühlen ( einfach für Situationen wo du den Hund nicht überwachen kannst wie zB beim Müll rausbringen) Fange hier an, die Box zu Beginn offen zu lassen bei der Gewöhnung und der Hund muss trotzdem drin bleiben. Schließt Du diese gleich, hast Du nen Zauneffekt und Dein Hund wird vermutlich bellen.

Hat Dein Hund jagdliche Ambitionen? Das Verhalten mit den Autos sehen wir häufig auch aus einem Jagdverhalten heraus. Rassebedingt vermute ich stark, dass er extrem auf Bewegungsreize reagieren wird. Ruhige Auslastung wie Nasenarbeit wäre für Deinen Hund perfekt. Ideal noch über eine Passivanzeige. Erfolg über Ruhe, was ja sicher nicht seinem Naturell entspricht

Super von Dir, dass Du Dir gleich professionelle Unterstützung suchst und Dich so einsetzt. Nicht viele sind da so bemüht wie Du! Ich wünsche Euch viel Erfolg!
melwin
  • Rudelbeschützer
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+ 3
Also, ich sehe hier einen ganz normalen, völlig unterforderten, unerzogenen, jungen, sich in den Pflegeljahren befindlichen Malirüden, der in seinem Leben nichts kennen gelernt hat und auch keine Ansprache vom Besitzer kennt. Kurz, einen Zwingerhund, der nichts kennen gelernt hat und auch nicht erzogen wurde. Dem auch in seinem Leben der Kontakt zum Menschen gefehlt hat.Jetzt ist er möglicher Weise das erste mal in einer Wohnung und bekommt Ansprache von seinem Besitzer, was ihn erst einmal überfordert und verwirrt. Er weiß einfach nicht, wie er sich verhalten soll. Irgendwie muss er aber mit seiner Unsicherheit fertig werden und dass tut er eben mit diesem Verhalten.Irgendwie muss er ja seine einerseits Unterforderung, anderseits Überforderung raus lassen. Er weiß nur noch nicht wie und kanalisiert es eben in der Zerstörungswut und seinem Jagdtrieb. Bindungsaufbau ist hier erstmal das A und O im zusammenleben mit diesem Hund. Er brauch viel, viel Beschäftigung und Bewegung. Muss auch geistig ausgelastet werden. Kommandos würde ich hier aus dem Spiel heraus aufbauen. Vorallem darf man hier bei Fehlschlägen auf keinem Fall ausrasten, denn dass würde wiederrum alle Erfolge in der Bindung zu nichte machen. Zeig ihm, dass es schöneres gibt, als Gegenstände zu zerstören. Also, lenke ihn vom zerstören durch eine Aufgabe, die er erfüllen soll ab. Belohne das unterbrechen seiner Handlung durch Spiel und Lob.Beobachte ihn genau in seinem Verhalten, um es umzulenken. Der Hund hat sicher keinen "Dachschaden", ist eben nur unter- wie überfordert und dazu noch völlig unerzogen, was sicher nicht die Schuld dieses Hundes ist. Habt ihr eine bessere Bindung, würde ich dringend ein regelmäßiges Training in einem Hundeverein empfehlen. Da würde ich Richtung Rettungshund, Fährtenhund Turnierhund, Agi oder ähnliches gehen. Als erstes Ziel würde ich die BH ansteuern, um darauf aufzubauen. Erst einmal ist wichtig, dich mit diesem Hundetrainer in Verbindung zu setzen, denn aller Anfang ist schwer. Eine helfende Hand schadet da sicher nicht. Und vergiss bitte die Untersuchung der Schilddrüse nicht.Denn auch dass ist wichtig.
Liebe Grüße von Melwin.
Zuletzt geändert am 09.02.2018 13:29 Uhr
weckener
  • Halbstarker
Beiträge: 496
@melwin, ich stimme Dir voll zu! Einen Check beim TA ist immer bei einem neuen Familienmitglied gut, da kann man gesundheitliche Ursachen ausschließen.
Aber ich glaube auch, das der Hund, der gerade eine knappe Woche in einem neuen Umfeld ist, einfach unsicher ist, Melwin, Du hast das gut beschrieben!
Shibaherz
Beiträge: 20931
Ich schließe mich auch Melwin an.

@Kims Prinz: Bist Du selbst eigentlich immer zuhause?

...
Man sieht nur mit dem Herzen gut.Das wesentliche ist für die Augen unsichtbar (Antoine de Saint-Exupéry)
CairnLover
  • Begleithund
Beiträge: 795
Ich habe schon auf melwins Beitrag gewartet. Denn wenn man sehr viel Hundeerfahrung und insbesondere eigene Erfahrungen mit dieser Rasse hat, dann kann man die Situation sicher am Besten einschätzen.

Meine Ansicht zu dem TH ändert das nicht. Denn den Sachverstand von melwin sollte man auch von einem TH erwarten können.
Den Gedanken, dass TH möglicherweise kranke Hunde vermitteln, wie dies hier thematisiert wird, finde ich ziemlich beunruhigend.
Es ist mir zwar immer wichtig, meinen Hund/meine Hunde nach Übernahme aus Privathand gleich beim TA checken zu lassen, damit bei Erkrankungen gleich die entsprechenden Maßnahmen eingeleitet werden. Aber ich wäre nie auf die Idee gekommen, dass das bei Hunden aus dem TH auch nötig sein könnte. Die werden doch schon bei Aufnahme vom TA untersucht und ich bin bisher davon ausgegangen, dass regelmäßige Untersuchungen der TH-Hunde durchgeführt werden.

@Hundeli
dass Schäferhunde einen Hirntumor bekommen können, ist mir bekannt. Die Mutter einer Freundin unserer Tochter wurde deshalb von ihrem Schäferhund angefallen und ins Gesicht gebissen. Der Hund war da aber schon älter.
So ein Hirntumor ist bei Hunden insgesamt aber sehr selten und wie beim Menschen auch, in jungen Jahren eine noch größere Ausnahme.
Ich gehe davon aus, dass melwin mit ihrer Einschätzung vollkommen recht hat und es keine gesundheitliche Störung braucht, damit der Hund sich so verhält.

Ich denke, dass man aus diesem Hund einen sehr treuen Begleiter machen kann, wenn man alles richtig macht.
So ein Hund ist eine echte Aufgabe. Man "muss" meiner Ansicht nach sehr viel tun, damit der Hund in die richtigen Bahnen gelenkt und regelmäßig ausgepowert wird. Bei dieser Rasse sollte man sich nach meinem Eindruck keine Fehler erlauben.

Die Beschreibung sagt schon viel aus:
Verhalten und Wesen

Der Malinois ist ein ausdauernder, robuster Gebrauchshund. Er bringt viel Arbeitswillen mit und nimmt die ihm zugedachten Aufgaben sehr ernst. Bekommt er keine Aufgaben, sucht er sich selbst welche. Die Rasse gilt als eine der triebstärksten überhaupt und gibt grundsätzlich mindestens 110% an Einsatzbereitschaft, steckt dabei voller Ideen und Energie.

Dabei ist der Malinois seinem Besitzer gegenüber recht sensibel und verträgt eine harte Hand vergleichsweise schlecht. Diese ist allerdings auch völlig unnötig bei seiner übersprudelnden Motivation, seiner Agilität und seinem Willen, es seinem Menschen Recht zu machen. Die Aufgabe seines Besitzers ist es, die Aktivität in gewünschte Bahnen zu lenken und ihm beizubringen, dass es auch Ruhephasen gibt.
Fremden gegenüber ist er misstrauisch und verteidigt Heim und Besitzer energisch und furchtlos. Er sollte dabei aber weder nervös, noch grundlos aggressiv sein. Da es durchaus auch übernervöse, ängstliche oder unberechenbare Exemplare gibt, sollte man seinen Hund und den Züchter mit Bedacht wählen. Mindestens ebenso wichtig sind eine durchdachte Aufzucht und Führungsqualitäten seitens des Besitzers.
http://www.tierfreund.de/malinois-mechelaar/


@Kims Prinz
Ich wünsche dir viel Erfolg und gute Besserung.
Zuletzt geändert am 09.02.2018 18:55 Uhr
Hundeli
  • Rudelbeschützer
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+ 3
Morgen

nun sicher haben alle sehr gute Tipps gegeben, die helfen können..........
Überfordert würd dann heissen, er muss lernen sich beruhigen zu können, unterfordert würd heissen, man ist aktiver mit ihm.........
Erziehung nachholen ist immer schwerer und ob da dann gewisse Mittel helfen, wenn er innerlich eh schon extrem bockig ist, muss jeder selber austesten. Fütterung wär vielleicht auch miteinzubeziehen, ungünstige oder zu grosse Mengen Protein können extrem viel auslösen. Krank oder gesund? Ich weiss nur, dass grad solch 'ungesehene' Krankheiten vermehrter auftreten und in der Regel nicht mal rassenspezifisch sind......Nebst dem, auch 'etwas' Anderes könnt ihn so 'nerven', dass er quasi 'Dampf ablassen möcht'.

Generell mein ich halt, ob die oder die Rasse, Mischling oder Zuchttier, abklären bevor man Aktionen einleitet ist immer sinnvoll...........

Grüsse
Hundeli
Damir25
  • Forenwelpe
Beiträge: 1
Hallo Leute ich bin neu hier
weckener
  • Halbstarker
Beiträge: 496
+ 1
Original von CairnLover:

Ich habe schon auf melwins Beitrag gewartet. Denn wenn man sehr viel Hundeerfahrung und insbesondere eigene Erfahrungen mit dieser Rasse hat, dann kann man die Situation sicher am Besten einschätzen.

Meine Ansicht zu dem TH ändert das nicht. Denn den Sachverstand von melwin sollte man auch von einem TH erwarten können.
Den Gedanken, dass TH möglicherweise kranke Hunde vermitteln, wie dies hier thematisiert wird, finde ich ziemlich beunruhigend.
Es ist mir zwar immer wichtig, meinen Hund/meine Hunde nach Übernahme aus Privathand gleich beim TA checken zu lassen, damit bei Erkrankungen gleich die entsprechenden Maßnahmen eingeleitet werden. Aber ich wäre nie auf die Idee gekommen, dass das bei Hunden aus dem TH auch nötig sein könnte. Die werden doch schon bei Aufnahme vom TA untersucht und ich bin bisher davon ausgegangen, dass regelmäßige Untersuchungen der TH-Hunde durchgeführt werden.

Was sind das wieder für Unterstellungen > , Tierheime drücken den zukünftigen HH alles mögliche: krank, bissig, bösartig, in ganz seltenen Fällen wohl auch mal ein braver, gesunder Hund, einfach die Leine in die Hand, und wie Du schon früher geschrieben hast, für viel Geld um sich zu bereichern... Und aus den Augen, aus den Sinn??

Was soll die Beschuldigung gegen das Tierheim, sie hätten einen kranken Hund vermittelt? Du kommst immer auf aberwitzige Ideen! In jedem Tierheim werden alle neu angekommene Tiere beim TA überprüft, sie kommen in Quarantäne, erst wenn alles abgeklärt ist in den normalen Zwinger und Kontakt mit anderen. Das ist Vorgabe!!!
Mit nichts hat Kims Prinz angedeutet, das sie glaubt, der Hund sei krank, sie sei nicht richtig aufgeklärt worden, man hat ihr einen Hund aufs Auge gedrückt!
Es gibt keinen Hinweis, das ihr ein wildgewordener, nicht mehr handhabbarer Hund vermittelt wurde. schon @Melwin hat darauf hingewiesen, das es sich einfach um einen jungen Hund handelt, der erst sich eingewöhnen muss.

Erwartet Ihr eigentlich, wenn Ihr einen Hund aufnehmt, das er in dem Moment, das er Eure Wohnung betritt völlig entspannt, sofort gut erzogen, angepasst ist??? Bloß weil es Eure Wohnung ist?? Und tut er das nicht wird sofort vermutet, er ist krank???? Darf er nicht verunsichert sich wehren, weil man ihn an eine andere Stelle geschleppt hat und er nichts begreift, sondern Zeit braucht sich zu orientieren. Die einen Hunde verstecken sich dann und lassen sich kaum anfassen, knurren und beißen, andere pinkeln die Wohnung voll vor Angst, andere schreddern die Möbel, alles gut zu erklärende Verhaltensgründe. Die Tierheime sind gern bereit mit Tipps weiter zu helfen, aber einen eigenen Hundetrainer haben nur die großen, der kommt dann auch, wenn man um Hilfe schreit.

Auch mit einer neuen Diät ist es sicher noch zu früh, besser Kims Prinz bleibt erst mal beim bekannten Futter, später kann man sich um das kümmern, man kann doch nicht alles in den ersten Tagen vollkommen ändern, dann dreht der Hund endgültig durch! Außer der TA empfiehlt das.

Nochmal zum Abschluß: der Hund hat Gene in sich die Ihn besonders intelligent und sehr klug machen. Die Malis sind eine Rasse, die dem Menschen besonders zugeneigt ist, deshalb gern bei der Polizei eingesetzt wird, wegen seiner Treue und bedingungslosen Gehorsam, den man sich aber erst verdienen muss. @melwin hat schon die Richtung gezeigt, ein Hundetrainer wird helfen!
Hundeli
  • Rudelbeschützer
Beiträge: 2072
+ 1
Hallo

@wechener.....also von meiner Seite war das mit 'Gesundheit genauestens checken' nur ein Rat, weil ich nun schon öfter miterlebte, wie ein Hundi 'sein kann', wenn was nicht io ist...........
Ja, TH überprüfen den Gesundheitszustand und sie beobachten die Hundis auch, bloss wie tiefgründig sie das mit ihren finanziellen Mitteln tun können *grübel*
Logisch, dass ein Tier in neuer Umgebung anders sein 'kann' als da, wo es vorher war. Sind wir wohl auch und ja, müssen uns eingewöhnen.....trotzdem finde ich es etwas eher krass, was Kims Prinz nun erlebt. Hoffen wir mal, dass die TrainerIn helfen kann.

Bist mir feste böse?
Unsere Hündin kam (allererstes Mal) ins Haus, ging zum Körbchen, legte sich hin und schlief sofort entspannt.......ein Exot ich weiss
Erwartet hätte ich das NIE! Kenne die andere, vielleicht normale Version auch...........

Diät meinte ich auch nicht! Eher den Proteingehalt in der Tagesmenge Futter mal anschauen. Es könnt durchaus sein, dass ein bissel weniger Eiweiss ganz viel helfen würde. Ist nun mal so, sowieso bei der oder den Rassen.........Klarer Fall, beim Futter bleiben! Aber vielleicht 50gr weniger und diese mit Gemüse/Nudeln ersetzen.......keine getrockneten Fleischdinger (kauartikel) geben.

Wer weiss, vielleicht können einzelne kleine Veränderungen (resp. Anpassungen) eben doch viel helfen oder auslösen, dass die Trainierbarkeit einfacher wird........

Schöner Abend noch und Grüesslis
Hundeli
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