Wunsch nach einem Hundebegleiter - finanziell monatlich nicht viel übrig...

karenschlag
  • Forenwelpe
Beiträge: 8
Hallo an alle "Schnüffelnasen"-Liebhaber
erst seit kurzen bin ich hier Mitglied - hauptsächlich um mich vor einer Anschaffung (am liebsten hätte ich einen Havaneser, Malteser oder Bolonka) genaustens zu informieren.
Schon als Kind wünschte ich mir einen Hund und später sagte ich, wenn ich Renter sei möchte ich einen 4-beinigen Begleiter.
Nun bin ich (50) seit Mai 2011 in der vollen Erwerbsminderungsrente. Mein Mann starb 2009. Und so habe ich eine Menge freie Zeit, die ich sehr gerne einer Schnüffelnase widmen würde.
Meine Witwen- und eigene Rente ist nicht soooo üppig. Mit dem Zuschuß durch das Wohngeldamt bleibt mir - nach allen Abzügen - ca. 200,-€ / 250,-€ monatlich über. Für Lebensunterhalt usw.
Ich erkundigte mich schon bei meiner Gemeinde zwecks Ermäßigung oder Erlassung der Hundesteuer (Bescheid steht noch aus). Bei meiner Versicherung erfagte ich den Betrag für Hundehaftpflicht (ca 36,-€ jährlich), beim Vermieter erhielt ich (vorweg) schon die Haltegenehmigung zugeschickt und mit einem Züchter aus einem Nachbarort wechselte ich schon Emails.
Seine Havaneserhündin bekommt in Kürze Nachwuchs und - sofern ein Hund für mich in Frage käme - melden sie sich.

Mein Bauch und mein Herz sagt JA. Überwiegend auch mein Verstand. Aber wegen der finanziellen Lage bin ich immer wieder am zweifeln, überlegen und unsicher.
Nun möchte ich Euch fragen... was sagt Ihr? Ist es in meiner Situation möglich einen Hund zu mir zu holen?? Wie seht Ihr das? Was habt Ihr für Erfahrungen gemacht?
Ich würde mich über Eure Beiträge und Ratschläge freu`n.

Ganz viele Grüße - und schon mal herzlichen Dank - Karen
Gast
  • Begleithund
+ 3
Ach Karen..

ich kann dich so gut verstehn!

Aber... kuck.. mein Dicker hat sich letzte Woche einen Zeh gezerrt. Das schmerzt. Und bisweilen hält er inne oder humpelt.

Deswegen waren wir letzte Woche drei- oder viermal bei der TÄ. Kosten: Etwa 100 Euro.. Sie nimmt pro Konsultation - wenn nicht großartig was zu tun ist, etwa 16 Euro. Das Schmerzmittel kostet Geld, das Verbandsmaterial.

Davor war irgendwas mit dem Ohr.. Kosten: etwa 30 Euro.

Im Sommer haben wir etwa 150 EU bei einem holländischen TÄ gelassen: Asad bekam quasi über Nacht im Urlaub einen Mörderzwingerhusten. Sonntagsdienst, Untersuchung, Cortisonspritze, Antibiotikumdpritze.... es hat sich geleppert, zumal die Medikamente nicht griffen und ein neues Antibiotikum gegeben werden musste. Zu Hause Nachsorge durch die hiesige TÄ.

Ich schreibs deswegen so drastisch, weil... es kann immer etwas sein. Und ein kleines Polster brauchst du dafür.

Hinzu kommt Futter. Erstausstattung...
Zuletzt geändert am 24.01.2012 20:20 Uhr
Bine+Lupo
  • Halbstarker
Beiträge: 571
+ 2
Hi,

ich sehe da jetzt eigentlich kein Problem. Ich bin Single und berufstätig habe auch nicht viel mehr monatlich zur Verfügung..
Mein Hund kostet im Monat etwa 50 Euro (Futter/kleine Extras). Da kommen natürlich noch die Kosten für Wurmkuren/Impfung/Steuer dazu..Die Kosten fürs Futter dürften bei dir schon mal geringer sein, da die Rasse ja kleiner ist.

Was soll denn der Hund kosten? Das wird ja dann auch ne größere Belastung...Und was ist wenn der Hund mal wirklich krank wird?? Ich lege mir Geld das übrig bleibt für sowas zurück und kann immer auf Hilfe aus der Familie oder auf Freunde bauen wenn es mal nötig sein sollte..Ist das bei dir auch gegeben??

LG
Es grüßen ganz lieb: Lupo und Bine
karenschlag
  • Forenwelpe
Beiträge: 8
Danke schön für Eure Meinungen.
Genau solche bekomme ich hier auch von meinen Bekannten, Familie und Freunden. Der eine sagt "mach....", der andere meint "blooooß nicht....".
Mein (das klingt in Euren Ohren vermutlich seltsam) Exmann hat mir den Kaufpreis zugesichert. Mein Freund würde die ein oder anderen Kosten (er sagte Tierarzt) übernehmen. Mein Exmann und auch eine Freundin sowie eine ihrer Nachbarinnen würde als Notfallaufpasser da sein.
Aber stehen auch alle zu ihren Versprechen???
Meine Eltern (beide über 80) sagen , selbst nix zu fre... aber einen Hund wollen.
Solche und ähnliche Gedanken gehen mir durch den Kopf und Meinungen höre ich seit Monaten.
Vermutlich habt Ihr auch manchmal derartige Sorgen und immer wird es irgendwo und irgendwie eine Lösung geben.
Ich habe auch hoch und runter kreuz und quer gerechnet und denke, dass ich kleine Summen am Monatsende für Notfälle zurücklegen kann.
Ansonsten würde ich halt hoffen, eine gesundheitliche stabile Schnüffelnase an meiner Seite zu haben

LG
Laursen
  • Rudelbeschützer
Beiträge: 2588
+ 6
hej,

der Knackpunkt bei Deinen Mitteln sind unvorhergesehene Tierarztkosten.
Es gibt Hundekrankenversicherungen, ich selber halte sie für teuer aber dafür ist man dann relativ sicher oder man kann sich vorher Gedanken machen, wie man dies anderst lösen kann.
Anders könnte zum Beispiel Hilfe von Verwandten sein oder finanzielle Absicherungen, die Du auch dafür einsetzen könntest.
Findest Du dafür eine Lösung, steht der Anschaffung eines Hundes nichts mehr im Wege.

Es gibt aber noch eine andere Möglichkeit, die ich Dir ans Herz legen möchte.
Hundesitter in verschiedenster Ausgabe mit vielen verschiedenen Gründen werden dringend benötigt.
Dies kann sein, weil die HH arbeiten oder aber es gibt auch Angebote, dass Du einen Hund Zeitweise aufnimmst, als Pflegestelle und der Hund dann später wieder wo anderst hinkommt etc etc.
Sogar Tierheime suchen Gassiegeher.
Es gibt also viele Möglichkeiten, wenn Du es Dir finanziell nicht Leisten kannst einen eignen Hund zu halten, mit denen Du gleichzeitig viel gutes tun kannst, manchmal sogar Geld verdienen, wobei das ist wirklich selten.
So eine Lösung könnte für Dich auch eine gute Lösung sein.

Liebe Grüsse aus dem Norden
Gast
  • Begleithund
+ 1
Karen..

mein Dicker ist gesundheitlich stabil.

Grassiert aber Zwingerhusten, kannste nix machen.

Und ein Gedanke: ICH würde nicht von Anderen abhängig sein wollen. Was ist, wenn's mal knallt? Was ist, wenn du nun schon zum xten Mal um Hilfe bitten musst?

Es kann alles gut gehen (Aber Impfen musst du trotzdem). Es kann aber auch, wie im ganz normalen Leben, völlig unplanbare Dinge geschen.

Ich sag's offen: Wenn das Geld so richtig knapp ist und nichts passieren darf, damit das dünne Gerüst nicht einkracht, rate ich ab von der Tierhaltung. Zumal ich auch die Gefahr sehe, dass man erst einmal zuwartet, ob der Hund zum Tierarzt muss - vielleicht wird's ja einfach so besser oder es ist nicht so schlimm....
Und dann wird hier im Forum gefragt: "Sagt mal, mein Hund hat seit Wochen .... WAS könnte das sein?"

Doch.. alles schon erlebt.

Was hältst du von Laursens Vorschlag?
Zuletzt geändert am 24.01.2012 21:41 Uhr
Dini90
  • Moderator
Beiträge: 445
+ 1
Kann Laursen vollkommen zustimmen. Ist wirklich ein super Vorschlag!!
Frauchen hat manchmal recht
struppilein
  • Forenwelpe
Beiträge: 30
+ 4
In unserem Tierheim werden auch Dauerpflegestellen angeboten. Da übernimmt das Tierheim alle Kosten außer das Futter. Also keine Tierarztkosten Steuern, Versicherung u.s.w.. Tiere die über 7 Jahre alt sind haben kaum noch das Glück vermittelt zu werden. Alle wollen nur junge Tiere. Vieleicht gibt es dass ja auch bei euch. Frag doch einfach mal im Tierheim nach.Die sind froh über jede Pflegestelle.
karenschlag
  • Forenwelpe
Beiträge: 8
+ 1
Die Tips und Ratschläge sind super - vor allem fachkundig.
Meine Leute - hier - haben zum größten Teil keine Hunde - nur eine Freundin. Und die meint - "wird schon schief geh`n".
Aber darauf will ich mich nicht verlassen - wie schon gesagt wurde, vielleicht warte ich dann doch erst ab und würde zu spät zum Tierarzt.
Und ein weiterer Einwand... was ist, wenn meine Zusager abspringen, weil es ihnen doch zu kostspielig wird?
Dann hat mich mein Gefühl doch nicht getäuscht und es war gut abzuwarten, Rat einzuholen.

Ein dickes Dabnke schön!!!!

Der Tip mit der Pflegestelle für ältere Tiere durch das Tierheim, gefällt mir auch. Ich werde in unserem Heim - in Hannover - mal anfragen ob dort auch diese Möglichkeit besteht.
heirebo
  • Begleithund
Beiträge: 1163
Guten Morgen ihr Lieben,
Struppileins Vorschlag ist doch super. Wenn das Tierheim keine Pflegestelle sucht, gibt es auch noch den Tierschutz, die Pflegestellen suchen, manchmal sogar für ältere, nicht gut vermittelbare Tiere eine Dauerpflegestelle und auch von dort werden die Kosten übernommen.
Ich selbst habe mein Leben lang Hunde gehabt und kann mir auch nicht vorstellen, ohne meine Hundies zu sein, bin selbst EU-Rentnerin und habe nicht mehr als ein Hartz IV-Empfänger. Zum Glück haben mir immer die TS geholfen z.B. bei Kastration oder Impfungen usw., da sie ja Vergünstigungen beim TA haben, aber im Großen und Ganzen komme ich alleine für sie auf, dafür verzichte ich selbst auf alles Unnötige.
Ich drück Dir die Daumen bei der richtigen Entscheidung.
Liebe Grüße
Heidi und der weltbeste Anhang
Ohne meine Hunde - Nein Danke
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