Wie viel Wolf steckt in meinem Hund?

Gast
+ 1
Hallo!

Hier im Forum kommt es immer wieder zu Diskussionen zum Thema "Wolf - Hund": Unterschiede und Gemeinsamkeiten.
Egal ob es um Erziehungsfragen, dem "Dominanzproblem", "Familienleben = Rudelleben?" oder Ernährung geht, die Meinungen gehen auseinander.

Nicht nur unter uns "normalen Menschen", die alle ihre eigenen Erfahrungen und Meinungen haben, auch die Wissenschaftler sind sich nicht einig.

Einige interessante "neue" Sichtweisen zeigt Coppinger in seinem Buch "Hunde: Neue Erkenntnisse über Herkunft, Verhalten und Evolution der Kaniden" auf.
Er verdeutlicht nochmal, dass man den Hund nicht mit dem Wolf gleichsetzten kann, obwohl er von ihm abstammt.
Eine gute Zusammenfassung bietet diese Seite:
http://www.ddc-og-nuernberg.de/dominanz.html

Mich würde mal eure Meinung dazu interessieren!

Ich glaube, was wichtig ist, dass es kein "RICHTIG" und "FALSCH" gibt. Wissenschaft und Erkenntnisse sind immer im Fluss. Was heute noch als "Wissen" dargestellt wird, ist morgen schon überholt.

Deswegen finde ich es auch wichtig, dass wir hier uns bewusst machen, dass es um MEINUNGEN geht und bitte niemand aufgrund seiner Meinung angegriffen wird.

Liebe Grüße

Christina
Gast
+ 1
Ich finde dieses Thema auch total interessant. Einiges dazu, vor allem zu wissenschaftlichen Versuchen, steht auch in dem Buch "Der kluge Hund" von Juliane Kaminski vom Max-Planck-Institut für Verhaltensforschung. Das Buch ist übrigens sehr empfehlenswert.

Es gibt aufgrund der Abstammung sicher viele Gemeinsamkeiten und durch Beobachtung von Wölfen kann man viel über Hunde und die richtige Erziehung lernen. Aber es gibt auch sehr große Unterschiede, schließlich liegen mindestens 15000 Jahre Domestikation zwischen Hund und Wolf! In dieser Zeit kam es zu einer Ko-Evolution von Hund und Mensch. Beispielsweise versteht kein anderes Tier den Menschen, d.h. seine Gestik und Mimik, so gut wie ein Hund, nicht einmal Primaten oder Wölfe, die von Menschen mit der Flasche aufgezogen wurden.
Mephistopheles
  • Begleithund
Beiträge: 1465
+ 1
Ich persönlich bin der Meinung, dass in unseren Hunden schon noch eine Menge Wolf steckt, allerdings in modifizierter und angepasster Form.
Klar ist die Domestizierung nicht von der Hand zu weisen, denn ansonsten könnten wir ja auch gleich Wölfe halten.
Hunde sind, je nach Rasse, auf die ein- oder andere Aufgabe spezialisiert gezüchtet worden, manche über Jahrhunderte.
Was aber in jedem vom Wolf nach wie vor in jedem Hund steckt, ist die Tatsache, dass der Hund nach wie vor ein Beutegreifer ist. Auch hier ist es beim einen stärker ausgeprägt als beim anderen, aber letztlich steckt es in jedem Hund. Das kann man nicht zuletzt daran erkennen, dass auch unsere "Haushunde" in Spanien, Italien und Griechenland nach wie vor in der Lage sind, wild und "in Freiheit" zu überleben. Sie jagen, sie sammeln Müll, sie entwickeln effiziente Überlebensstrategien.
Allein von der Ausstattung mit Sinnesfähigkeiten kann man erkennen, dass der Hund nach wie vor über das "Rüstzeug" eines hoch spezialisierten Jägers verfügt.
So hat ein Hund z.B. 4.000 (Boxer oder so, kurze Schnauze) bis 8.000 (Bloodhound) mal so viele Riechzellen wie ein Mensch. Es gibt Forscher die behaupten, daß es Hunde gibt (wieder Bloodhound) die ein Atom(!) einer Substanz in der Luft wahrnehmen können. Ob es so extrem ist weiß ich nicht, aber es ist Tatsache, daß Bloodhounds oder Beagles eine Fährte noch nach 14 Tagen finden können, wenn sie darin geübt sind.
Weiterhin können unsere Hunde extrem gut hören, und auch sehen.


Eine weitere Parallelle (schreibt man das so??) zum Wolf ist nach wie vor das soziale Zusammenleben im Rudel.
UND die Kommunikation von Wölfen und Hunden ist zumindest noch so ähnlich, dass sie sich verstehen. Wahrscheinlich haben unsere Hunde einen relativ starken "Dialekt", denn Wölfe kommunizieren sehr viel feiner und präziser, aber wie gesagt, wölfe und Hunde verstehen sich.
Es wäre mal interessant, wieviel einfluss der Mensch auf die "gröbere" Kommunikation der Hunde hat. Wäre mal interessant, wie ein Hund kommuniziert, der von Wölfen aufgezogen wurde, und mit diesen lebt... wäre mir aber nicht bekannt, dass es sowas zur Zeit gibt...

Ein gravierender Unterschied zwischen Wolf und Hund ist auch gleichzeitig der offensichtlchste: Der Hund ist erziehbar, der Wolf aufgrund seines Fluchttriebes schwer bis unmöglich (je nach Veranlagung).

Unter dem Strich denke ich, dass ein Hund schon noch ein Wolf ist... am einen Punkt weniger, am anderen Punkt deutlich mehr als das.
Torphy
  • Forenwelpe
Beiträge: 173
+ 1
Es gab auf Animal Planet einen Film darüber, wie der Hund zu uns Menschen kam.
War sehr interesant und behandelte genau dieses Thema.

Es gibt eine Vermutung wie der Wolf zum Hund wurde.
Früher, vor vielen,vielen Jahren, sollen einige Wölfe erkannt haben, dass die Nähe des Menschen gut ist. Vor allem wegen den Futterresten, der Wärme, durch das Feuer, dass die Menschen kontrollieren konnten und bestimmt noch wegen vielen anderen Dingen.
Durch diesen Sprungenstand der Hund, natürlich nicht von heut auf Morgen, sondern über viele Jahre.
Aber eines ist sicher, der Hund ist abhängig von uns. Wir liefern sein Futter, denn der Hund lebt von Abfallresten und der Wolf nicht.
Egal in welcher Region man einen Hund sieht, überall ist es gleich: Der Hund ist der Resteverwerter und Wolf und Hund unterscheiden sich sehr, in Verhalten, im Charakter... im Aussehen zum Teil

Nur ein kleiner Teil davon, was ich noch von dem Film wusste.
Ich weiß leider nicht mehr wie der hieß, aber er war wirklich interessant und einerseits einleuchtend.

Titel war irgentwie Geshcichte des Hundes.. auf jeden Fall kam Hund darin vor.
Liebe Grüße von den Reuschenberger Schnuten & Tanja, Benji & Rocky
Gast
+ 1
Es wäre tatsächlich interessant zu sehen, wie sich ein Hund verhält und wie er kommuniziert, wenn er in einem Wolfsrudel aufwächst. Solch ein Versuch ist mir allerdings auch nicht bekannt (wäre ein gutes Thema für meine Promotion ).
Die enge Verwandtschaft von Hund und Wolf sieht man auch daran, dass sie sich in gemischten Rudeln miteinander paaren, ohne die eigene Art zu bevorzugen Sie zeugen dabei fortpflanzungsfähige Nachkommen, was ja beispielsweise bei Pferd und Esel nicht mehr der Fall ist. Damit gehören Hunde und Wölfe im biologischen Sinne einer Art an.
Ich denke, der Fluchttrieb des Wolfes ist nicht der einzige Grund (wenn auch ein wichtiger), warum ein Wolf nicht erziehbar ist. In Budapest hat man Versuche gemacht, bei denen Wolfswelpen mit fünf Tagen von der Mutter getrennt und mit der Flasche aufgezogen wurden. Zum Vergleich hat jeweils die gleiche Person später auf die gleiche Art Hundewelpen aufgezogen. Es gab enorme Unterschiede. Man konnte die Wolfswelpen zwar ansatzweise erziehen, aber alles dauerte viel länger, einige Dinge wie Leinenführigkeit funktionierten nach vier Monaten noch nicht. Interessant waren Versuche, bei denen die 16 Wochen alten Welpen in einem Raum waren, in dem sich ihre Bezugsperson befand und in einer anderen Ecke entweder ein fremder Mensch, ein fremder Hund oder ein Geschwistertier. Alle Hunde, sowohl handaufgezogene als auch solche, die ganz normal nach acht Wochen in eine Familie kamen, hielten sich vor allem bei ihrer Bezugsperson auf, die Wolfswelpen interessierten sich viel mehr für Artgenossen. Alle Hunde zeigten sich gestresst, wenn ihre Bezugsperson den Raum verließ, die Wölfe nicht. Später ging es um Problemlösungen - das Tier wusste, wo Futter versteckt war, kam aber nicht dran, die Bezugsperson kannte das Versteck nicht. Die Hunde erkannten, dass sie es alleine nicht schaffen und zeigten der Bezugsperson durch Blicke, wo das Futter versteckt war. Die Wölfe suchten nie Hilfe, sondern versuchten immer, ihre Probleme alleine zu lösen, auch wenn es aussichtslos war. Nach vier Monaten wurden die Wölfe in ein Wolfsrudel integriert. Wenn ihre früheren Bezugspersonen sie besuchen, wedeln sie mit dem Schwanz, springen an ihnen hoch und lecken ihnen das Kinn. Aber sie zeigen sich nicht beunruhigt, wenn der Mensch wieder geht. Es gibt unzählige weitere ähnliche Versuche.
Es gibt aber auch anatomische Unterschiede. Der Hund hat im Verhältnis zur Körpermasse nicht nur ein kleineres Gebiss, sondern auch etwa 30% weniger Gehirnmasse. Das betrifft vor allem die Bereiche des Gehirns, die für Gesichts-, Geruchs- und Gehörsinn zuständig sind. Keine Frage, die Sinnesleistungen des Hundes sind immer noch immens, aber eben doch schlechter ausgeprägt als beim Wolf. Hunde haben auch neue Verhaltensweisen entwickelt, wie das Bellen. Es scheint sogar so, dass einige Rassen mit gröberer Mimik besonders viele Belltypen nutzen, um dieses Defizit auszugleichen.
Zur Frage, wie der Wolf zum Menschen oder Mensch zum Wolf und schließlich Hund kam, gibt es verschiedene Theorien. Welche letztendlich richtig ist, wird man wohl nie erfahren. Sicher ist jedoch, dass es für beide Seiten, den Wolf und den Menschen, Vorteile gegeben haben muss. Häufig wird auch von einer Co-Evolution gesprochen, das heißt nicht nur der Wolf hat sich zum Hund entwickelt, sondern auch der Mensch hat sich verändert. Möglicherweise hat er vom Wolf das Jagen in der Gruppe gelernt. Das sind aber alles nur Spekulationen.

Man könnte endlos viel über dieses Thema schreiben, daher gibt es ja auch ganze Bücher darüber . Meiner Meinung nach hat der Hund zwar noch sehr viele Gemeinsamkeiten mit dem Wolf, aber er ist kein Wolf. Und was Hunde am meisten von Wölfen unterscheidet, ist ihre starke lebenslange Bindung an den Menschen.
Mephistopheles
  • Begleithund
Beiträge: 1465
Original von Torphy:


Aber eines ist sicher, der Hund ist abhängig von uns. Wir liefern sein Futter, denn der Hund lebt von Abfallresten und der Wolf nicht.
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Teils teils... In Spanien, Italein usw. gibt es relativ viele wild lebende Haushunde. Diese leben zum Teil von abfällen, das stimmt, aber sie sind auch in der Lage zu jagen. Dazu schließen sie sich teilweise sogar zu Rudeln zusammen. Diese Überlebensstrategie ist genetisch also scheinbar immer noch verankert.
Der wolf hingegen ernährt sich durchaus auch von Aas, welches er findet. Das ist ja letztlich nichts anderes als "Abfall". Und in Alaska und Kanada dringen nicht selten Wolfsrudel in menschliche Siedlungen ein, um die Mülltonnen zu durchstöbern. Vor allem natürlich dann, wenn sie längere Zeit keinen Jagderfolg mehr hatten, aber sie tun es.



Egal in welcher Region man einen Hund sieht, überall ist es gleich: Der Hund ist der Resteverwerter und Wolf und Hund unterscheiden sich sehr, in Verhalten, im Charakter... im Aussehen zum Teil
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Es gibt aber halt auch nicht wenige Hunderassen, die explizit zum selbständigen Jagen gezüchtet wurden... z.B. Beagles als Meute auf einen Fuchs losgelassen sind durchaus in der LAge diesen zu stellen und in Stücke zu reissen (im wahrsten Sinne des Wortes) ohne dass der Mensch sie dabei unterstützt... Terrier die die darauf gezüchtet wurden, durch Jagd die Höfe von Ratten und Mäusen frei zu halten usw... All diese Hunde wären nicht vom Menschen abhängig, wenn man sie "auswildert".

Zudem gibt es auch wirkliche Wildhunde, wie z.B. Dingos oder Füchse.
Mephistopheles
  • Begleithund
Beiträge: 1465
+ 2
Achja, ist zwar ein "Spezialfall" von Hund, aber es gibt ja auch so Rassen wie den Saarloos Wolfhond, der tatsächlich 25% Wolfsblut in sich trägt.

Ich bin auch der Meinung, dass es vielen unsere heutigen Huderassen absolut guttun würde, wenn man wieder etwas Wolfsblut hineinzüchtet (z.B. über einen Saarloos).

Damit würde man einige Probleme der Zuchtdegeneration wieder in den Griff bekommen. Gerade in den letzten Jahrzehnten wurde perverserweise viel zu sehr nach dem aussehen der Hunde gezüchtet, und viel zu wenig nach dem Verhalten und der Gesundheit.

Dadurch haben wir Probleme mit vermehrt taub und/oder blind geborenen Welpen, mit HD und zunehmend blöder werdenden Goldies, die nicht mal mehr wissen, was ein Revier überhaupt ist, und deshalb ständig von "normalen" Hunden eins auf die Nase bekommen.

Zucht nach Optik gehört meiner Meinung nach verboten.
Wenn wir lange so weitermachen, daß ein Rassestandard auf den Millimeter genau Körpermaße vorgibt, und diese Äusserlichkeiten 4-5 DIN A4 Seiten des Rassestandards ausmachen, während das wesen des Hundes mit 2-3 kurzen Sätzen beschrieben wird, müssen wir uns nicht wundern wenn unsere Hunde irgendwann total verblödete Maschinen sind, die anfangen sich im Kreis zu drehen und ihren Schwanz zu fangen, wenn sie mal eine Minute an einer roten Ampel stehen bleiben müssen.
Gast
Es gibt immer Probleme, wenn man auf einzelne Merkmale hin selektiert, weil man in der Regel einfach nicht weiß, welche Gene gekoppelt vorliegen. Beispielweise hat man Hühner gezüchtet, die besonders schnell wachsen, um mehr Profit zu machen. Man bekam aber gleichzeitig immer mehr Hähne, die die Hühner vergewaltigten und danach umbrachten. Es gibt unzählige solcher Beispiele bei allen Tieren, die vom Menschen gezüchtet werden.

Sehr interessant ist ein Versuch mit Silberfüchsen, der sehr gut zeigt, wie Merkmale, die eigentlich nichts miteinander zu tun haben, gemeinsam vererbt werden. Man hat immer die zahmsten Füchse ausgewählt und zusammen in einem Gehege gehalten, die normalen in einem anderen. Ansonsten wurde nicht selektiert, es ging nur darum, wie die Füchse auf einen Menschen am Zaun reagierten. Nach und nach veränderten sich die zahmen Füchse. Sie wurden optisch viel hundeähnlicher, bekamen Schlappohren und Ringelschwänze, einige waren gefleckt wie Border Collies und begannen zu bellen. Irgendwann zeigten sie auch seltsame Verhaltensweisen.

Man sollte nie nur auf bestimmte Merkmale hin selektieren, sondern immer das "Gesamtpaket" beurteilen, bevor man sich entschließt, mit einem Hund zu züchten. Und dabei sollte auf jeden Fall das Wesen und nicht das Aussehen entscheidend sein. Ich bin auch der Meinung, dass die Zuchvorschriften häufig zu streng sind, etwas mehr Variabilität wäre bei vielen Rassen sicher von Vorteil.

Es stimmt aber nicht, dass man Haushunde so einfach wieder auswildern könnte. Ich zitiere mal aus dem Buch von Juliane Kaminski (Max Planck Institut): "Selbst verwilderte Hunde sind auf uns angewiesen. Das haben Studien in der Toskana gezeigt. Herrenlose Hunde leben dort von Abfällen, die die Menschen hinterlassen - wie einst ihre Vorfahren. Sie bilden unter Umständen sogar ähnliche Rudel wie Wölfe. Einen entscheidenden Unterschied gibt es jedoch: Sie können sich ohne menschliche Hilfe nicht vermehren, da sie ihre Jungen nicht allein aufziehen können. Im Wolfsrudel hilft die ganze Gruppe, die Welpen zu ernähren, solange sie noch nicht selbst jagen können. Nur so können die Jungtiere überleben. Diese gemeinsame Aufzucht der Jungen haben Hunde offensichtlich verlernt."

Bei Dingos ist das sicher anders, aber Wildhunde sind auch nicht das gleiche wie verwilderte Haushunde. Füchse sind übrigens keine Wildhunde.

Ich weiß nicht, ob man einfach so wieder etwas Wolf in unsere Hunde hineineinkreuzen sollte, weil man über die Genetik einfach nicht genug weiß. Der Saarloos Wolfhond ist ja auch kein Hund, den man wie jeden anderen als Familienhund erziehen kann. Weil er 25% Wolfsblut in sch trägt, kann man auch nicht sagen, er ist zu 25% ein Wolf. Wissenschaftler haben Wölfe mit Pudeln gekreuzt - ein Teil der Nachkommen hat sich genau wie Wölfe verhalten, ein Teil wie ganz normale Hunde. In mindestens 15000 Jahren Domestikation hat sich so viel verändert, vieles zum positiven, einiges vielleicht auch zum negativen. Aber man kann nicht einfach wieder einen Schritt zurück gehen, indem man Wölfe einkreuzt, weil man nicht sagen kann, welche Eigenschaften des Wolfes man gerne wieder hätte. Da halte ich es für sinnvoller, zu ursprünglicheren Hunderassen zurückzukehren, die Rassestandards nicht so eng zu fassen und Züchtungen zu verbieten, bei denen die Hunde z.B. durch viel zu kurze Schnauzen oder eine total faltige Haut gesundheitliche Probleme haben.
Gast
Ich besitze einen inzwischen 8,8 jährigen Tschechoslowakischen Wolfshund in dem noch 29,73% stecken.Ich bekam ihn als er 9 Wochen alt war.Vorher hatte ich immer nur Deutsche Schäferhunde gehabt.
Der Unterschied zwischen meinem Hund und einem DSH ist
1. die Körpersprache,die noch wesentlich ausgeprägter als bei manchen anderen Rassen ist.Einige Sachen haben die "normalen" Hunde verlernt.
2.Der TWH sucht sich ein meist die Lösung eines Problems alleine,was für den Besitzer nicht immer von Vorteil ist.
3.Und ich bin der Ansicht das der Geruchssinn auch mehr ausgeprägter als bei anderen Hunden ist.
Und wie in vielen Steckbriefen beschrieben wird das der TWH scheu ist stimmt auch nicht.Im Gegenteil,er ist sehr manchmal zu Neugierig sodass ich aufpassen muß damit er nicht in Gefahr kommt.Ich kenne viele TWH die genauso wie mein Hund sind.
Er wird auch normal in einer Wohnung gehalten und hat keine Probleme damit.
Das passt jetzt zwar nicht unbedingt hier rein wollte es aber einfach mal zur Sprache bringen.
Gruß Verena
Gast
@ Shadow99: Die Unterschiede, die du beschreibst, passen genau zu den Erkenntnissen, die man aus Vergleichsstudien zwischen Hund und Wolf gewonnen hat.

Hunde zeigen weniger Körpersprache und vorallem weniger Mimik als Wölfe, das unterscheidet sich bei den Rassen aber sehr stark. Stattdessen bellen Hunde mehr und man hat festgestellt, dass Menschen - selbst welche ohne Hundeerfahrungen - verschiedene Belltypen (also ängstlich, wütend, etc.) sehr gut auseinanderhalten können. Evtl. ist das also für einen Hund, der mit dem Menschen zusammen lebt, viel wichtiger als eine sehr differenzierte Mimik, die die meisten Menschen eh nicht verstehen können.

Die Sache mit dem Problemlösen hat man ausgiebig getestet. Auch Arbeitshunde, die wenig Kontakt zum Menschen haben, suchen weniger Hilfe als ganz normale Familienhunde. Wölfe suchen nie Hilfe, nicht einmal, wenn sie mit der Flasche aufgezogen wurden.

Das Gehirnareal, dass für den Geruchsinn zuständig ist, ist bei Hunden im Vergleich zu Wölfen reduziert.

In jeder Rasse steckt unterschiedlich viel Wolf, beispielsweise sind Huskys viel enger mit dem Wolf verwandt als Golden Retriever oder DSH und zeigen auch mehr "wölfische" Verhaltensweisen. Man kann aber nicht vom Aussehen der Rasse auf den Verwandtschaftsgrad schließen.

Sicher können durch Einkreuzungen von Wölfen tolle Hunde entstehen, aber man weiß eben nicht, welche Verhaltensweisen des Wolfes weitergegeben werden. Ein Wolf baut nunmal keine enge Bindung zu einem Menschen auf und kooperiert nicht mit ihm - diese Verhaltensweise möchte man bei einem Haushund ja nicht haben.
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