Wie verhalten? Bei Schüssen...

Lunahdl
  • Halbstarker
Beiträge: 499
Hallo,

neulich beim Gassigehen wurde wieder geschossen, sehr oft und sehr lange. Ich konnte es nicht genau lokalisieren. Es war schon nah. Es flogen viele Vögel hoch, ich denke auf Vögel wurde geschossen, kam von einem Bauernhof, an dem wir ein Feld weiter vorbei liefen. Erst mal hatte ich mich selber erschreckt und brauchte eine Zeit um mich zu beruhigen. Dann fiel mir Abby auf die panisch war. Ich weiß, dass Abby bei Schüssen so reagieren kann. Beide Hunde liefen frei. Zum Glück blieb Abby bei mir und rannte nicht weg oder nach Hause. Sie suchte auch öfters Blickkontakt. Ich habe auf meine Atmung und Körperhaltung geachtet und versucht Ruhe auszustrahlen. Als wir der Straße näher kamen, nahm ich die Hunde an die Leine, wie ich es sonst auch machte. Nach ein paar Minuten lagen die Schüsse weiter hinter uns und hörten auf. Abby enstpannte sich recht schnell wieder und schnupperte usw. Dazu möchte ich nochmal sagen, dass ich glaube, wo Abby herkam auch geschossen wurde... Spanien. (schlechte Erfahrungen) Sie reagiert auch auf andere laute Geräusche, aber bei Schüssen wird so noch extrem anderster. Daher meine Schlussfolgerung...
Was könnt ihr mir in so einer Situation raten? Was kann ich noch tun oder anders?
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Zuletzt geändert am 17.07.2016 17:40 Uhr
Eleonore
  • Begleithund
Beiträge: 674
+ 1
Hallo Lunahdl,
zunächst wäre zu klären, ob es Angst ist die Abby panisch reagieren lässt oder Jagdeifer. Meine beiden haben durch zuschauen gelernt, wenn es knallt dürfen die Hunde apportieren. Das bedeutet, bei Schüssen in der unmittelbaren Nähe bleiben beide ganz ruhig. Fallen Schüsse in größerer Entfernung gibt es Krach. Da wollen sie hin und mitmachen. Abby an Schüsse gewöhnen ist nicht ganz einfach, aber wahrscheinlich möglich. Gibt es bei euch in der Nähe einen Schützenverein? Dort in der Nähe würde ich während des Übungsschießens öfter mal spazieren gehen. Erst in größerer Entfernung und dann langsam näher ran. Meinen Timmi hab ich auf diese Art und Weise an die große Knallerei zur Jahrtausendwende gewöhnt.
Viel Erfolg und
vlG, Eleonore
Lunahdl
  • Halbstarker
Beiträge: 499
Danke für die Antwort!

Ich denke ziemlich sicher das es Angst ist.
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DOJO2
  • Begleithund
Beiträge: 1295
Hallo

Diese Frage , was man da genau machen soll oder wie man sich
Verhalten soll , ist nicht leicht zu beantworten . Man sieht ja nicht
genau wie dein Hund agiert/reagiert bzw sich verhält .

Aber du hast schon mal einen großen Schritt bei deinem Hund , den
er kam nicht ängstlich Schutz suchen zu dir , noch ist er abgehauen .
Dass , ist schon mal viel Wert und die Angst ist vielleicht doch
nicht so groß wie du denkst und es handelt sich eigentlich nur um
eine Unsicherheit .

Ja , man bekommt es in den Griff .
Ich sehe es nicht so wie Eleonore , den ein Schuss/Knall hat beim
Hund kein Jagdverhalten .. Aggressionsverhalten oder Fluchtverhalten
auszulösen .
Und sollte solch ein Verhalten auftreten , dann hat der Hund etwas
falsch gelernt bzw falsch verbunden . MMn .

Da du den Hund ja schon länger hast , dann weist du ja schon wie er
reagiert/agiert .
Was kannst du machen .
Als erstes mal .... Selbstkontrolle .
Bedeutet , sich selbst unter Kontrolle haben und nicht ängstlich
reagieren oder Erschrecken . Stimmt tw , leichter gesagt als getan .
Man muss sich nur sagen ... ein Knall ... na und , ist ja nichts weiter
passiert . Bevor ich aber schaue aus welcher Richtung der Knall/Schuss
kommt , schaue ich sofort auf den Hund und hole ihn zu mir .
Ich hätte mich auch nicht entfernt von der Stelle , sondern hätte
mich niedergesetzt und dem Hund so gezeigt ... ist ja nichts bzw
hätte ich mich mit dem Hund beschäftigt .

Dies wäre zumindest mein erster Ansatz .
.
Der Hund widerspiegelt die Seele seines Besitzers
tomstep
  • Alpha Hund
Beiträge: 8970
auch eine evtl. Möglichkeit wäre Abby eine Art Hyposensibilisierung angedeihen zu lassen.Will sagen : Sie durch ein Gewöhnung und eine Art "Normalitätstraining" einfach an diese Geräusche heranzuführen und ihr vermitteln das es egal ist und Du alles im Griff hast.
Also genau wie bei Sylvesterballerei eine z.B. CD o.ä. besorgen und regelmäßig die Geräusche trainieren um ihr zu vermitteln das keinerlei Gefahr davon ausgeht.Das kann manchmal etwas länger dauern, aber in aller Regel ist es erfolgreich.
Diese Geräusch-CDs sind bei irgendwelchen Hundezubehörhändlern für wenig Geld zu erstehen, oder im Internet herunterzuladen und ich kenne 3 Hunde bei denen das super geklappt hat
"Wäre doch nur ein Bruchteil der Schäferhundbesitzer so klug wie ihre Tiere."
(Stefan Wittlin, schweizer "Medicus-Canis", Kynologe-Hundetherapeut)
Lunahdl
  • Halbstarker
Beiträge: 499

Danke

Dankeschön für die Antworten von euch!
Ja also ich sehe enorme Fortschritte von Abby seit ich sie habe. So viel falsch gemacht kann ich also bisher nicht gemacht haben.
Früher rannte sie weg oder nach den Phasen kletterte sie mir auf den Kopf.
In der Situation neulich habe ich mich wirklich so dermaßen erschreckt und wollte am liebsten auch wegrennen.
Das hatte ich nämlich schon früher mit den Jägern von den Bauern die auf Hasenjagd waren. Die schießen auch, wenn Spaziergänger da sind und bei mir haben sie als Kind mal 1-2 Meter neben mich geschossen und das mehrmals. Ich weiß, dass das nicht erlaubt ist und es war verdammt gefährlich. Habe also schlechte Erfahrungen damit.
Deshalb schaue ich schon erst mal wo die Schüsse herkommen und bringe mich erst mal in Sicherheit, denen vertrau ich da nicht.
Aber wenn die Schüsse echt mehrere Meter weg sind, dann werde ich daran arbeiten, eher auf den Hund zu schauen und mich zu beruhigen, das ist Übungssache denke ich. Diese CD´s werde ich mir auch besorgen.
Noch eine Frage, wenn der Hund so extrem zittert und auch stehen bleibt vor Angst und nicht mehr weiter läuft, ist es da eine Idee den Hund auf den Arm zu nehmen und feste zu halten. Also kein Streicheln und Ansprechen nur fest halten und vll weiter gehen. Wie bei Kindern? Keine Bestätigung für die Angst, aber ein Sicherheitsgefühl geben und aus der Situation langsam rausgehen. Das habe ich bei Abby auch schon gemacht und nach kurzer Zeit hörte das Zittern auf und ich lies sie wieder runter. Es kam dann auch keine Angst mehr danach. Also eigentlich ein Zeichen dafür, dass es richtig war?
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DOJO2
  • Begleithund
Beiträge: 1295
Original von Lunahdl:

Noch eine Frage, wenn der Hund so extrem zittert und auch stehen bleibt vor Angst und nicht mehr weiter läuft, ist es da eine Idee den Hund auf den Arm zu nehmen und feste zu halten. Also kein Streicheln und Ansprechen nur fest halten und vll weiter gehen. Wie bei Kindern? Keine Bestätigung für die Angst, aber ein Sicherheitsgefühl geben und aus der Situation langsam rausgehen. Das habe ich bei Abby auch schon gemacht und nach kurzer Zeit hörte das Zittern auf und ich lies sie wieder runter. Es kam dann auch keine Angst mehr danach. Also eigentlich ein Zeichen dafür, dass es richtig war?


Wenn der Hund steht und zittert , wäre es das schlechteste ,
ihn rauf zu nehmen . Damit bestärkt man nur sein Verhalten .

Es gibt zwei Möglichkeiten , die ich mache .

1 ) Ich bleibe stehen und rede ganz leise .. langsam und ruhig
auf den Hund ein .
Bis ich erkenne , das der Hund sein Verhalten ändert / verändert .
Ab da gehe ich ganz normal weiter und der Hund soll und wird
folgen/mitlaufen .

2 ) Ich gehe einfach normal weiter , ist ja nichts und gebe so dem
Hund den Weg vor bzw merkt er durch meine Selbstsicherheit ,
es gibt keinen Grund sich zu fürchten .

Bei all diesen Übungen gibt es bei richtigem Verhalten , verbales
Lob oder gelegentlich ein mal über den Hund streicheln .
Erst wenn er trotz Unsicherheit ohne Probleme vorbei läuft ,
kann man auch gelegentlich mal ein Leckerli geben .
.
Der Hund widerspiegelt die Seele seines Besitzers
Lunahdl
  • Halbstarker
Beiträge: 499
Achso, ich habe gelernt, dass Streicheln, ansprechen und Leckerli Bestärkungen sind...
???
hm schwierig

Normalerweise mache ich die 2. Variante mit Weiterlaufen und nicht beachten.
Doch sie zittert so extrem und erstart, sie läuft auch nicht nach.
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Feuerwolf
  • Begleithund
Beiträge: 915
Die Leckerlie, die Dojo2 meint, sind die Belohung dafür, dass er weniger zittert also weniger Angst hat und hinter Dir herläuft.
Damit belohnst Du nicht seine Angst.

Nimmst Du ihn auf den Arm heisste für den Hund : oooohh......ganz, ganz schlimm, Fraule nimmt mich hoch um mich zu retten......ohwei.......ultraschlimm........hat Hundemutter auch gemacht bei Gefahr und mich in Sicherheit gebracht.

Auf jeden Fall solltest Du gaaaaaanz schnell Deine eigene Unsicherheit verstecken und total souverän wirken. Denn Deine Unsicherheit spürt der Hund SOFORT und somit verstärkt sich auch sofort seine eigene Angst.....denn Fraule, das mich führt, hat selber Angst.....wie soll dann die Situation gut werden?

Mit leise Ansprechen beruhigst Du den Hund, dies ist in dem Moment keine Belohnung.
Ich benutzte immer die selben Worte in unsicherren Situationen : "Alles gut"
Meine Monster kennen diese Worte und die Bedeutung mittlerweile, weil oft genug gesagt beim Vermitteln von Sicherheit und Souveranität von Fraule
Zuletzt geändert am 23.07.2016 23:08 Uhr
Lunahdl
  • Halbstarker
Beiträge: 499
Ah ok, jetzt habe ich es verstanden, Danke!

Bin froh, dass meine Luna da so angstfrei ist, die reagiert gar nicht in so Situationen als ob nichts wäre. Das ist bestimmt auch gut für Abby.
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